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Diskutiere im Thema Berufsabschluss... aber keine Perspektive? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Hallo,
    Einige von euch werden meinen Thread noch kennen, wo ich über die Probleme in meiner Ausbildung geschrieben hab. Danke nochmals an alle, die es sich durchgelesen haben und versucht haben, mir zu helfen.
    Die Probleme werden trotzdem nicht weniger.

    Aktueller Stand ist, dass ich meine Ausbildung mehr oder weniger abgeschlossen hab, zumindest Theorieprüfung mit 75%. Meine Firma übernimmt mich aus genannten Gründen nicht, ist ja keine Überraschung.
    Mein Arzt hat Methylphenidat und Elontril abgesetzt. Er weiß nicht weiter. Ich auch nicht.

    Ich muss mir nun was neues suchen.

    Inwiefern mein AG bzw. ich Anteil an meinen Schwierigkeiten haben, darüber habe ich aufgehört zu grübeln. Es ist eh vorerst zu spät. Ich weiß aber, dass das immer noch mein Wunschberuf ist und dass ich unter bestimmten Bedingungen auch erfolgreich sein kann! Problem natürlich; ich hab sie nicht.

    Meine Probleme sind (leider, nach wie vor):
    - sehr starke Unsicherheit wegen fehlender Praxis / Zusammenhänge / “Struktur”
    - langsamer im Arbeiten und Denken (Verstehen) - ich geb mir aber echt große Mühe
    - Konzentration; es fehlt oft der “rote Faden”
    - es fällt mir oft (noch) schwer, gelerntes (Theorie) in die Praxis umzusetzen
    - mir fällt es oft schwer, mich irgendwo neu einzugewöhnen und altes loszulassen

    Natürlich wollten die Firmen solche Leute nicht. Die wollen welche die schnell bei der Sache sind, selbstständig arbeiten können etc. Für einen Normalo vllt. Kein Problem.
    Aber ich bin irgendwie noch nicht so weit!
    So wie es jetzt ist, werde ich wohl keine Chance in der Arbeitswelt haben (sieht mein jetziger Chef auch so).

    Dinge, mit denen ich keine Probleme habe (“Stärken”):
    - ich interessiere mich sehr für meinen Beruf, versuche auch zu hause mich “weiterzubilden” also lese viel
    - motiviert
    - habe keine Probleme mit meinem “Verhalten” gegenüber Kollegen etc, bin immer pünktlich und zuverlässig (Termine einhalten mit z.B. Anrufen oder Berichtsheft)

    Tja das reicht leider nicht.

    Ich musste mich ja nun arbeitssuchend melden, und hab versucht der Arbeitsamtsdame (also die für mich zuständig ist) das Problem zu schildern aber sie war natürlich überfordert damit und konnte mir auch nicht weiterhelfen.

    Welche Möglichkeiten habe ich als ADSler, wenn ich nach der Ausbildung merke, dass ich in der Arbeitswelt (noch) nicht zurechtkomme?
    Ob Weiterbildung (Spezialisierung auf eine Sache) oder Intensivkurse was bringen?
    Mittlerweile wär ich sogar bereit, von zu Hause wegzugehen, wenn ich einen Arbeitgeber finde, wo es intensive Einarbeitung, Traningskurse etc, gibt, vllt. Irgendwo eine Firma die halt sehr sozial ist in Bezug auf die Arbeit...(?)
    Ich bin sehr dankbar für Tipps und/oder Erfahrungsberichte von euch!

    Schöne Feiertage euch allen!

    audi-fahrer

  2. #2
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Na, willkommen. Ich kann mich noch erinnern.
    Weißt du, manchmal spielt das Leben mit einem Punchball.
    So richtig helfen kannst eigentlich nur du dir selbst. Deine Reflexion ist gut ausgeprägt.
    Du weißt, was du willst und was nicht so gut geht.
    Weiterbildung ist sehr wichtig und notwendig.
    Ich würde sagen, du solltest dir bei der ARGE die Möglichkeiten ausschöpfen, die dieses
    dünne Rinnsal an Möglichkeiten zu bieten hat.
    Weiterhin würde ich mir an deiner Stelle psychologische Hilfe holen.
    Stellenangebote für schwer vermittelbare Arbeitnehmer besonders ins Auge fassen.
    Hol bei der ARGE raus, was rauszuholen ist an Möglichkeiten.
    Die haben ohnehin selten die Gelegenheit, sich um wirklich wichtige Dinge zu kümmern.
    Na-und du bist im Moment wichtig.
    Mach das den Schnarchtassen klar.

    LG --hirnbeiß--

  3. #3
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Hallo audi-fahrer,

    Ich habe ähnliche schwierigkeiten als dich, habe hatte viel später gemerkt, danach ich schon einige malen auf nase gefallen bin.

    Ich finde die tips von hirnbeiss sehr gut.

    Mit der zeit hatte ich die arbeitsgeber gefunden die zu mich passen. Nicht durch normale bewerbungverfahren. So was ist nichts fèr mich. Stellen die für dich geeignet sind, gibt es sicher, aber sehr dünn gesät und es wäre gut dass jemand dich dabei hilft.

    Was auch gut tut, ist unterstützung zu bekommen um zu lernen damit zu umgehen, auch wie kommunizieren auch auch seine selbstwertgefühl zu aufbauen.

    Ich denke, du machst schon vieles richtig: du weiss was dich schwierigkeiten machst und was du brauchst. Jetzt ist auch wichtig es am richtige stelle anzusprechen.

    Es gibt andere leuten wie du, und daher auch dafür passenden angeboten (mehr oder weniger).

    Ich habe so mit der zeit eine situation gefunden die mich passt und dafür hatte ich einfach hilfe gesucht, mit leute geredet und wusste was ich will.

    Ist dumm dass die dame damit überfordert war. Kann sie dich nicht weiterempfehlen wo dich wenden? Oder wenn du dein ADS-arzt fragst? Mit diese thema wissen sie manchmal auch etwas bescheid.

    Ich kann dich sonst wenig empfehlen, jeden land ist etwa anders...

    lg

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Hallo Leute,

    bitte entschuldigt, dass mich so lang nicht mehr gemeldet hab.

    Ich bin zu dem Entschluss gekommen, es erstmal zu versuchen - in der großen, rauen Welt der Industrie^^.
    Aber ich habe mit dem Arbeitsamt ausgemacht, nach mehrmaligem Scheitern die Möglichkeit einer Qualifzierungsmaßnahme nutzen zu können - um wenigstens fachliche Probleme zu beheben. Dann kann ich sagen, ich hab's zumindest versucht und weiß dann, dass das die richtige Lösung ist.

    Ich hab ja nun endgültig meinen Berufsabschluss in der Tasche, mich auch mehrmals beworben. Hauptsächlich Stellen, die gute Einarbeitung garantieren und nicht so "extrem fordernd" sind, zumindest nicht in der ausgeschriebenen Stellenanzeige.

    In einer Firma war ich zum Probearbeiten, im Schaltschrankbau, was mir aber nicht so dolle Spaß macht (mehr oder weniger "stures" Verdrahten nach Plan ohne "Hintergrundwissen") und mir glaube auch nicht so liegt. Die Firma hat aber auch noch 2 andere Sparten, was interessanter sein könnte für mich. Trotz dass ich relativ einfach Arbeiten erstmal machen musste, hab ich gemerkt wie ich wieder in alte Muster verfallen bin.
    Dabei habe ich mir ja vorgenommen, jetzt beim Neuanfang alles besser zu machen. Bin ich ja aber gewohnt, dass das wenigste, was ich mir vornehme, wirklich gelingt...

    Leider werden auch meine privaten und anderweitig-gesundheitlichen Probleme nicht wirklich besser. Durch eine schwere OP am Arm letztes Jahr kommt auch, dass ich körperlich nicht mehr so fit bin, was aber wieder werden könnte (wsl. auch wird).
    Eine andere Firma, die mich in die engere Auswahl genommen hat, meinte sie können sich das vorstellen mit mir - ich sei doch jung, dynamisch, aufnahmefähig, fit.
    So zu sein, da kämpfe ich seit Jahren dafür. Leider fühl ich mich mental ziemlich ausgelaugt, und komme mir fast für wie ein 60jähriger (ja, ich sehe Vegleich zu meinem Vater -.-)
    Klar, die kennen mich nur von meiner Bewerbung und vom Gespräch. Ich kann doch aber bei ner Firma nicht ankommen und über meine Probleme erzählen, ich weiß das macht man ja nicht. Wenn ich es aber nicht mache, werd ich bllt. wieder auf Dauer nicht glücklich weil die Firma ja andere Vorstellungen von mir hat und wir dann beide enttäuscht sind...

    Der Vorschlag mit dem Psychologen ist gut gemeint - wenn ich nicht schon 5 erfolglose Versuche hinter mir hätte, würde ich es wohl auch nutzen. Ich habe teilweise echt eine Art Hass auf diese Psychologen entwickelt - ich weiß ja, sie haben mir sicher helfen wollen, aber sie können es einfach nicht. Es hat nicht sein sollen bisher.

    Bei meinem ADS - Arzt war ich ja schon seit längerer Zeit nicht mehr - besser gesagt, seit er mir gesagt hat, dass er nicht weiter weiß mit mir, und ich zu irgend ner Therapeutin gehen sollte, wo nochmal ein Gutachten geschrieben werden soll (was ich selber zahlen muss)- und selbst wenn da irgendwas rauskommen sollte, wie "ADS wird nicht bestätigt" - was bringt mir das? Ok, es war vllt. ein kleiner Fehler, mich einfach nicht mehr zu melden beim Doc, aber ich kann ja nix mehr erwarten von ihm. Aber das ist ok, das ist mir lieber, wenn er ehrlich zu mir ist und nicht irgendwelche Experimente macht...

    Glaubt ihr, dass ich einen Neustart bei einem anderen Arzt wagen sollte? Wie haben noch einen bei uns an der Uniklinik, der wird wohl längere Wartezeiten haben...naja

    Problematisch kommt auch noch die Unfähigkeit dazu Entscheidungen zu treffen - es werden wsl. noch mehrere Firmen Interesse bekunden, weil meine Referenzen ja nicht schlecht aussehen, aber eben nur auf dem Papier...
    Ich hab ja allen Firmen auch noch angeboten, zum Probearbeiten zu kommen - ich hab jetzt gemerkt, dass ich das zeitlich wsl. gar nicht hinbekommen werde. Die eine Stelle mit dem Schaltschrank-bauen hätte ich ja sicher - die geben mir bis April Zeit, mich zu entscheiden. Aber dann sitzt einem das Arbeitsamt ja auch noch im Nacken ("Sie müssen ja dann auch irgendwann mal zu Potte kommen"). Da wird man wieder tierisch nervös.

    Aber ich will ja nicht eine Stelle annehmen, wo ich mir immer Gedanken machen würde, "ja vllt. hättest du doch lieber die andere Stelle genommen oder noch ein bisschen gewartet, dann würde es vllt. besser laufen und es würde mehr Freude machen"...

    Fakt ist; Ich hab wirkich Angst, wieder in alte Muster zu verfallen, da ich nach wie vor nicht weiß (und ich hab ja auch schon eniges probiert) wie ich da rauskomme...
    Das wäre zumindest das nicht-fach/bzw.-firmenspezifische Problem, was ich ja immer noch habe. Und es ist ja so, dass die Anforderungen jetzt andere sind, als wie in der Lehre...

    Ja Leute, so siehts momentan aus...

    Ein leicht entmutigter, unsicherer
    audi-fahrer

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Oh man, momentan fühl ich mich irgendwie überfordert.

    Mit der ärztlichen Seite bin ich auch nicht weitergekommen, die nehmen alle keinen neuen Patienten mehr, außer die Jungendpsychiatrie der Uniklinik, dafür bin ich aber leider mittlerweile zu alt.

    Die eine Firma, die mir ja schon ne feste Stelle angeboten hat, möchte natürlich jetzt langsam bescheid wissen, wie ich mich denn nun entschieden hab. Ich hatte ja nach dem Probearbeiten um Bedenkzeit gebeten und gesagt, dass da halt noch eine andere Firma ist, wo ich gern noch abwarten würde, wie die sich entscheiden. Natürlich sind es mehr, aber das hab ich mich nicht getraut zu sagen. Die letzten 2 Wochen hat sich keiner gemeldet und ich hatte den Firmen angeboten, Probearbeiten zu kommen, und jetzt auf einmal kommt irgendwie alles zusammen und ich merke, dass ich das zeitlich kaum schaffen werde, da ich mir ja die eine Firma schon irgendwie warmhalten will, falls nichts anderes klappt. Die Firma ist eben wirklich nur zweite Wahl, das Schaltschrankbauen ist eben eigentlich nicht so mein Ding. Zumindest nicht, wenn man nur das macht. Damit hatte ich ja schon in der Lehre keine so guten Erfahrungen gemacht und ich dachte, es ist nicht schlecht jetzt anderes zu machen. Eben ein Neuanfang.

    Ich würd eben gern als Servicetechniker arbeiten,wobei ich da auch nicht mal so richtig weiß, ob ich das wirklich packe. Der Wille und die Bereitschaft sind da. Aber ich hab Angst, dass ich vllt. falsche Vorstellungen haben könnte und nachher enttäuscht bin und die Arbeit verliere. Die Firmen sind halt wahrscheinlich positiv angetan von meiner Bewerbung, und erwarten sicherlich viel von mir. (Das einzig positive in der Schaltschrankbude ist, dass ich weiß was auf mich zukommt. Aber ich will mich ja auch weiterentwickeln.)

    Dass ich eigentlich lieber woanders arbeiten will, kann ich die Firma natürlich nicht wissen lassen und ich hab auch mittlerweile ein schlechtes Gewissen der Firma gegenüber.

    Ich fühl mich total unwohl in der Situation, fast schon leicht depressiv. Am leibsten wär´s mir, es würden schon so 3-4 Firmen von sich aus absagen, aber dass ich selber anrufe, das kann ich irgendwie nicht. Dann hätt ich wieder bei derjenigen Firma ein schlechtes Gewissen und würde mich immer fragen, was wäre wenn...
    Ganz abgesehen davon, dass ich mit meinem ADS-Problem immer noch nicht weiter bin und es auch nicht so aussieht, als würde da noch irgendwas passieren in nächster Zeit.
    Momentan sitz ich zu Hause und nehm mir so viele Dinge vor, die ich jetzt machen will aber irgendwie krieg ich grad nix zustande...

    Danke fürs Lesen,

  6. #6
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Hallo aurdi-fahrer,

    Schlechte gewissen gegenüber arbeitsgeber kenne ich auch... Dabei sind sie mit uns nicht immer sanft, wählen der bewerber der ihnen am bestens passt und kündigen wenn jemand ihnen nicht passt... Also, wir dürfen doch auch gleich machen und uns eine firma aussuchen die uns auch passt.

    Bei der wirtschaftlagen, musst du dich um arbeitsgeber keine sorgen machen: wo du nicht arbeiten geht, werden sie sicher eine andere kompetant mensch finden. Es wartet ehe genug draussen auf ein job...

    Auch, wenn du selber eine arbeitsgeber wählst wo du wirklich überzeugt bist, gehst du dort motiviert und arbeitet entsprechend gut, was sicher auch geschätzt wird.

    Und aus der bauch heraus, intuitiv entscheiden? Damit sind wir oft ehe gut... Als erfahrung ist oft nicht wirklich der bereich so massgebend für mich, mit ADS, aber mehr der umfeld und der team... Wichtig sind auch tolerante, offene menschen die dich so nehmen können wie du bist, auch mal ein bisschen anders. Es ist auch wichtig dass du dich mit der art wie es gearbeitet wird, im bezug auf ablenkung, ruhe, zeitdruck und hektik dich wohlfühlst.

    Bevor du entscheidest, wirst du nie wirklich wissen ob richtig ist... Aber keine entscheidung ist wirklich falsch. Es führt zu einige lebenserfahrungen und so was lohnt sie immer...

    Ich hatte mal auch eine interessante teilzeit stellenangebot abgelehnt weil ich eine vollzeitstelle hatte und danach hatte ich diese vollzeitstelle verloren weil ich zu langsam war... Mein leben ist dann weitergegangen, mit interessante erlebnissen...

    lg

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Hi mj71,

    danke für deine Worte. Mir fällt es sehr schwer, z.B. erst in einem Vorstellungsgespräch zu sagen, dass man natürlich die Stelle haben will und dann bekommt man auch noch die Zusage (war in der Firma aber ach eigentlich nicht schwer, sie zu bekommen) und merkt aber, dass es doch bessere Angebote gibt und das doch nicht so ganz passt. Ich hab da wirklich ein schlechtes Gewissen aber ich kann meine Gedanken/Denkweise in der Hinsicht nicht ändern. Oft würde ich es gern aber..ich weiß nicht.. ob man sowas 'lernen' kann...
    Hätte ich nur 1 oder 2 Bewerbungen rausgeschickt, ok das wär dnn leichter, aber ich muss doch davon ausgehen, dass 90% der Firmen ne Absage schicken und so waren es 20 Bewerbungen.

    Ich hab eine Frist bis Ostern bekommen, wo ich mich entscheiden muss ob ich in der Schaltschrankbau-Firma anfangen will, weil im Mai ein größerer Auftrag reinkommt, sonst müsste man einen anderen Bewerber oder Zeitarbeiter nehmen.
    Vielleicht seh ich das alles falsch und die Stelle iost auf Dauer doch ganz gut. Ich weiß es nicht ich bin die ganze Zeit am Grübeln, ich kann mich auch nicht ablenken, es ist als wär ich ein Opfer meiner Gedanken.
    Es sind noch 4 andere Stelle interessant für mich, wo ich Probearbeiten will. Dass ich das alles bis Ostern nicht schaffe, ist mir bewusst. Und selbst wenn, weißich immer noch nicht, ob die jeweiligen Betriebe sich dann schon entschieden haben. Ich kann ja denen nicht sagen, dass ich ne Alternativ-Stelle habe und die Druck machen da sie sonst weg ist...
    Es macht mich irre, zumal ich auf jeden Fall 2 Firmen von mir aus absagen muss.

    Ok. Ich habe nun kurzfristig noch was zu nem Stellenangebot: Ich will ja eigentlich gerne als Servicetechniker arbeiten, also durchaus als/im Kundendienst. Klingt natürlich interessant und abwechslungsreich und auch der Kundenkontakt würde mir Freude machen. Allerdings hat die Sache einen Haken: Der Kunde und der Chef wollen, dass eine Störung schnell behoben ist und das 2. Problem eben, dass man Alleinkämpfer ist. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe, mich da schnell reinzudenken in die Systeme und eigenständig zu arbeiten, selber Entscheidungen zu treffen. Denn bisher war das in meiner Ausbildung nie so die große Frage; ich weiß also nicht, ob ich das kann. Ich will es auf jeden Fall.
    Es findet beim Arbeitgeber eine betriebsinterne Qualifizierung (Schulungen, so etwa wie ne Ausbildung) statt, aber ob das dann am Ende wirklich so toll läuft, wie es jetzt klingt, weiß man ja ni. Ich weiß auch nicht, ob ich mich nach der Ausbildung dort traue, alleine die Aufgaben z bewältigen. Der Chef meint zwar, ich bekomm alles beigebracht, was ich brauch... aber.. ich weiß nicht. Auch aus meiner Mechatronikerausbildung beherrsch ich nicht alles 100%. Dazu kommt auch, dass ich einen Teil der Ausbildungskosten zurückzahlen muss, wenn ich von selber kündige. Laut Chef ist es nicht mehr wie ein Monatsgehalt, aber so genau stand das im Vetrag nämlich nicht drin. Eben, falls nach der (kostenlosen) Ausbildung, die für den Arbeitgeber ja viel Geld kostet, sich einfach aus'm Staub macht weil sie keine Lust mehr haben oder woanders anfangen. Das ist bei mir nicht das Problem, eher die Angst, dass ich den Aufgaben nicht gerercht werd.

    Hat jemand Erfahrung als ADSler mit solchen Aufgaben wie Service-/Kundendiensttechniker, wo man mehr oder weniger auf sch allein gestellt ist?
    Was, wenn die Ausbildung dort zu Ende ist und bin noch nicht so weit?
    Kann es sein, dass ich mich mit dieser Tätigkeit (es geht um Druckluftanlagen) einfach überschätze, oder mach ich mir zu viel Gedanken?
    Die Realität ist einfach, dass ich es gerne können will, aber nicht weiß ob ich dem gewachsen bin.
    Geändert von audi-fahrer (10.03.2013 um 15:18 Uhr)

  8. #8
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Hallo audifahrer,

    Gegen grübeln habe ich auch keine patentrezept, aber mich fehlt echt auf dass ich aus deine posting wenig nachkomme was du zu auswahlt hast. Ihc muss sagen, ich habe auch ein bisschen vergessen was du sonst alles geschrieben hast. Im fall, kann auch sein dass du grübelst weil es in dein kopf chaos gibt? So was passiert mich oft, daher komme ich drauf. Aber es ist alle vermutungen. Auch bei mich, meine situation zu jemand erklären damit er versteht, hilft mich klarheit zu bekommen und oft ist das grübeln schon weniger da.

    Jetzt könntest du probieren deine situation so zu schildern dass ich wirklich nachkomme und es kann auch dann in dein kopf etwa ordnung geben. Als vorschlag, nennst du einfach alle stellen die du jetzt haben kannst, weil du zusagen bekommen hast und was vorteilen/nachteilen sind und was situation ist und auch was du füchtest... Vielleicht kannst du mal auch auf deine gefühlen hören und dich notieren wie es sich anfühlt (aus erfahrung, sehr zuverlässig!)

    Natürlich mach es nur wenn du es möchtest und du kannst auch für dich machen.

    Auch eine möglichkeit ist dass du deine vergangen anstellungen anschaust und dann notierst was problematisch war, war gut war und daraus ergibt sich was der ideale umfeld wäre. Dann kannst du es mit die jetzigen angeboten vergleichen.

    lg

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Ok, das werd ich dann mal machen, braucht nur noch ein bisschen Zeit.

    Tja, es ist nach wie vor wirklich schwer für mich;
    Anstellungen hatt ich ja bis jetzt nur eine, meine Ausbildung. Demnach zu folge liegen die Erfahrungen etwa bei 'gegen Null'. Bin ja "erst" 20 Jahre alt. Dort lief es oft nicht wirklich gut, ich habe zwar ein bisschen was mitnehmen können, aber dort fiel es mir auch schwer, die Maschinen/Anlagen zu verstehen. Ich weiß eben nur nicht, ob es an meinem Verständnis/Auffassungsgabe liegt oder am Ausbildungskonzept, also dass es nicht gut/kaum erklärt oder gezeigt wurde. Ich weiß es nicht, ich kann das selber schlecht einschätzen. Selbst in der Firma gab es seinerzeit verschiedene Meinungen dazu.
    Meine Angst ist, dass vllt. ersteres stimmt und ich das Problem in Zukunft auch haben werde und so nie was zustande bringe, bzw. nicht das, was ich möchte.

    Ich habe auch die Befürchtung, dass die Arbeitgeber sehr viel mir erwarten, da ich ein relativ gutes Berufsschulzeugnis hab, und auch beim Arbeitszeugnis hat meine Ausbildungsfirma mir keine Steine in den Weg legen wollen und es positiv für mich geschrieben (ersprich etwa Note 2), natürlich stehen da auch Dinge drinnen, die so nicht direkt stimmen, z.B. "Auch in schwierigen Situationen behielt Her XY den Überblick und handelte überlegt" oder "Durch seine gute Auffassungsgabe konnte er sich schnell in seine Aufgaben hineindenken"...

    Ich musste in der Ausbildung noch nie etwas komplettes, eigenverantworliches machen, wo ich selber geplant habe, selber Entscheidungen treffen und etwas unter Zeitdruck(!) machen musste. Das habe ich so den potentiellen Arbeitgebern nicht getraut, zu sagen.
    Darin liegt ein (bzw. vllt. auch "das") große Probem.

  10. #10
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Berufsabschluss... aber keine Perspektive?

    Hallo audifahrer,

    Da du noch sehr jung bist und wenig erfahrung hast, macht alles nicht so einfach... Ich sehe auch dass du die diagnose seit kindheit hast, also, konntest du damit befassen? Irgendwie hast du vielleicht schon ein bisschen eine ahnung wo deine grenzen sind.

    Sonst gilt es auch was die meistens 20-jährigen machen: einfach probieren, umfallen und wieder aufstehen und so erfahrungen sammeln.

    Bei ADS ist es wichtig sich kennen zu lernen und mit 20 jahre ist man oft leider noch nicht so weit...

    Auch eine möglichkeit: gibst du als referenz der ort wo du im ausbildung warst, sie wissen auch wie du arbeitest, wo deine schwächen liegen...

    Wenn ich richtig verstehe, bist du noch wo du ausgebildet war, oder schon im probezeit anderswo?

    Hast du detaillierte feedback bekommen von dein ausbildungplatz oder eine zeugnis? Etwas schrifftlich der ganz klar darstellt wo du bist und wo deine schwächen und stärken liegen? es wäre mal so was für dich auch gut...

    Sonst auch ein buch "ADS im job" von Linn Weiss, vielleicht hilft es dich weiter...

    lg

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