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Diskutiere im Thema Nicht aufgeben! ...aber wie? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 157

    Unglücklich Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Hallo!

    Ich habe ein grundsätzliches Problem beim ausarbeiten von schriftlichen Arbeiten... das habe ich bislang auch immer gehabt.

    Die Vorbereitungen, das Recherchieren, Lesen, etc fürs Thema- alles kein Problem. Doch wenn es um das Schreiben an Sich ging war es schon immer katastrophal. Ich habe die Hausarbeiten nie, nie, nie beim ersten Versuch abgegeben- entweder habe ich mich durchfallen lassen oder von der Prüfung abgemeldet. Das Schreiben an Sich war immer ätzend. Wenn ich es dnan doch gemacht haben, dann nur so kurz wie möglich und auf den letzten Drücker.

    Jetzt ist es so, dass ich meine Bachelorarbeit (soll 50Seiten +/-10 haben) seit einem Jahr aufschiebe. Und einfach nicht fertig werde. Ich kann nicht mehr. Diese Arbeit macht mich echt fertig. Ich habe mehrere Ordner mit dem ausgearbeitetem Stoff, die Thematik kenne ich aus dem ff., ich mag das Thema, ich mag meine Dozentin, ich möchte fertig werden. Aber es geht nicht.

    Ich sollte eigentlich am 7.12. abgegeben haben. Der Termin ist nicht von der Uni gesetzt worden, sonder von meiner Therapeutin. Der Deal war es, dass sie einen Folgeantrag nur dann stellt, wenn ich die Arbeit abgebe. Megascheiße, dass ich da snicht geschafft habe. Ihre Begründung war, einerseits, dass ich wohl einen Termindruck gebraucht habe (habe ich auch gedacht..) und andereseits, dass die Arbeit alles bestimmt und wir uns im Kreis drehen... wie gesagt, ich hänge seit Nov letzten Jahres daran..

    Naja, egal. Das ist jetzt eh zu spät. Aber ich weiß wirklcih nicht mehr wie ich mit motivieren soll. Mein Leben wäre so schön ohne diesen Ballast. Ich meine, meine Bezeihung leidet unter dieser Brocken, den ich nicht bewältigt kriege, ich habe zwei Urlaube sausen lassen, damit ich die Zeit zum schreiben nutze, ich sehe meine Freunde kaum noch und letztendlich, fange ich an mich immer mehr zu schämen und irgendwo auch zu hassen, weil ich das nicht gebacken kriege diese Arbeit zu verfassen.

    Ich habe viel im Forum gelesen, im Internet recherchiert, eine Zeitlang an einem Prokrastinatons- Workshop teilgenommen.. und es hat alles, wenn überhaupt nur kurzfristig geholfen.

    Wie ich oben schon geschrieben habe, belastet mich diese Arbeit wirklich sehr. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich noch motvieren kann.. Ich denke mir ja die ganze Zeit shcon, Schreib es einfach runter, gib die Arbeit ab udn du wirst schon bestehen! Meine Aussichten nach Abgabe sind wirklich toll! Ich meine, ich werde viel Freizeit haben udn endlcih, endlcih wieder meinen Hobbies nachgehen können! Ich habe eine Arbeitsvertrag, d.h. ich werde mich nicht direkt bewerben müssen oder neu orientieren müssen... Ich kann nach Abgabe, so Leben wie ich es jetzt tue nur OHNE diesen Ballast! Wieso reicht mir das nicht als Ansporn? Wieso kriege ich es einfach nciht hin?

    Kennt das jemand? Ich bin wirklcih am verzweifeln, denn ich habe eigentlich das Gefühl das ich ehrlich zu mir bin und dennoch komme ich einfach nciht weiter. Was meint ihr? Habe ich etwas grundlegendes übersehen?

    Mit verzweifelten Grüßen...

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Hallo Orangina,

    hab jetzt nur den Anfang gelesen, weil ich grad meine Tochter am Ins-Bett-Bringen sein sollte, bevor sie hier noch mehr Quatsch anstellt.
    Aber soweit hab ich schonmal vollstes Verständnis für Dich und vor kurzem ziemlich Ähnliches erlebt.
    Hier stehen acht pralle Ordner mit Material für den Erstversuch meiner Bachelorarbeit rum. Nur leider konnt ich die nicht länger als vier Monate aufschieben. Hab kein Attest bekommen.
    Muss jetzt den zweiten (und letzten) Versuch starten.

    Seh aber auch ganz klar, wo meine Probleme gelegen haben.
    Aber das schreib ich Dir besser mit Ruhe und klarem Kopf

    GLG und noch viel Erfolg - Du schaffst das schon noch!!!

    isteddu

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Ach, ich danke dir!

    Verständnis finde ich gerade ziemlich gut. Ich habe meine Arbeit erst kürzlich angemeldet, somit ist meine offizielle Frist noch lange nicht fällig.
    Das nützt mir aber ehrlich gesagt nicht wirklich was, weil ich ja für mich persönlich schon sehr lange an mit dieser Arbeit lebe und mich leider auch damit herumquäle.

    Ich bin gespannt welche Erfahrungen du gemacht hast und vor allem; Was sind deine Motivationstrategien?
    Ich trau mich ehrlich gesagt gar nicht mehr über dieses Thema zu reden und freue mich auf einen Austausch.

    Liebe Grüße & viel Erfolg beim Kind ins Bett bringen! :-)
    Und vielleicht auch für Dich schon; Gute Nacht!

  4. #4
    Mumford

    Gast

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    orangina schreibt:
    Hallo!

    Ich habe ein grundsätzliches Problem beim ausarbeiten von schriftlichen Arbeiten... das habe ich bislang auch immer gehabt.

    Die Vorbereitungen, das Recherchieren, Lesen, etc fürs Thema- alles kein Problem. Doch wenn es um das Schreiben an Sich ging war es schon immer katastrophal. Ich habe die Hausarbeiten nie, nie, nie beim ersten Versuch abgegeben- entweder habe ich mich durchfallen lassen oder von der Prüfung abgemeldet. Das Schreiben an Sich war immer ätzend. Wenn ich es dnan doch gemacht haben, dann nur so kurz wie möglich und auf den letzten Drücker.
    Genau der gleiche Zirkus wie bei mir. Ich versuche z. B. schon seit einiger Zeit eine Geschichte zu schreiben.
    In meinem Kopf ist sie quasi schon fertig. Aber ich schaffe es einfach nicht sie niederzuschreiben.

    orangina schreibt:
    Wieso reicht mir das nicht als Ansporn? Wieso kriege ich es einfach nciht hin?
    Diese Frage habe ich mir auch immer wieder gestellt.

    orangina schreibt:
    Ich trau mich ehrlich gesagt gar nicht mehr über dieses Thema zu reden und freue mich auf einen Austausch.
    Ich denke, hier bist Du richtig.
    Geändert von Mumford (21.12.2012 um 02:54 Uhr)

  5. #5
    Lin


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Weißte was? Um die Motivation musst du dich gar nicht kümmern, daher auch um keinen Prokrastinations-Workshop.

    Ich würde jetzt einfach mal in den Raum werfen, dass du ganz konkrete Tipps, Ansätze, Techniken brauchst was das Verfassen, Strukturieren, Gliedern der sehr umfangreichen Arbeit betrifft, kann das sein? Denn dann kannst du getrost die Gedanken um die ewig quälende Vermeidungstaktik zur Seite legen und nicht nach Motivation suchen, sondern nach Hilfestellungen ganz speziell für's Schreiben.

    Ganz spontan z.B.:

    1. alles was dir zwischendurch einfällt aufschreiben! mache ich mittlerweile noch viel genauer als vorher => Dokument öffnen, Stichpunkte oder Sätze notieren, speichern. Vielleicht sammelst du auf diese Weise "nebenbei" schon einmal alle Ideen (dir fällt was zur Gliederung ein: Notiz im Handy speichern, dir fällt ein auf welcher Seite du nach Tipps gucken kannst: Lesezeichen!) Ich habe gemerkt, dass es schon eine Veränderung an sich ist, jetzt immer öfter direkt den Moment sofort zu nutzen (in der Bahn, beim Einkauf) und das Gefühl habe, Einiges zu meinem Ziel beizutragen.
    Jedenfalls ist das für mich schon mal etwas effektiver
    als mich ganz geplant an den Schreibtisch zu setzen,
    darauf zu hoffen, dass ich auf Knopfdruck,
    gegen meinen SchreibWiderwillen angehe
    und versuche in so einer ungünstigen Lage
    plötzlich mit Leichtigkeit seitenlange Texte zu verfassen.

    2. ich glaube, der Gedanke an die Masse erschreckt und überfordert. Wenn du dich mal dransetzt, oder vielleicht sogar wenn du generell an die Bachelorarbeit denkst, nimm dir erstmal nur vor anzufangen. Skizzen, Stichpunkte, etc. Hauptsache du fängst an und kannst damit weiterarbeiten. Denk immer nur an den nächsten kleinen Schritt, ganz wichtig, glaub ich.

    Ja und dann brauchst du natürlich einige handfestere Schreibtipps. Ich weiß nicht, wie du generell zum Schreiben stehst. Aber im Netz gibt es sicherlich ganz konkrete Anleitungen, wie man Schritt für Schritt drangehen kann, und zwar wirklich inhaltlich, formal, weißt sicher was ich meine.

    Aber, lass das Pferdchen mit der Motivation mal schön im Stall, das hat hier nix zu suchen. Und, wenn die Aufteilung in total kleine Schritte noch nicht ausreicht, dann NOCH kleinere Schritte, damit du einfach reinkommst. Jedenfalls hoffe ich, dass du etwas mit den Zeilen hier anfangen kannst. Kenne dieses Gefühl nämlich ziemlich gut. Sich selbst im Weg stehen ist ganz schön ärgerlich.

    Alles Gute!

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    (Vorsicht: lang! )
    So, in der morgendlichen Ruhe hab ich etwas mehr Zeit zum Schreiben!

    Darf ich mal vorab fragen, wie es kam, dass Du die Arbeit jetzt vor kurzem angemeldet hast? Kam das aus einer spontanen Eingebung heraus, weil Du zu dem Zeitpunkt Deiner Sache sicher warst (=Du das Gefühl hattest, es irgendwie packen zu können), oder hatte da Deine Therapeutin die Finger im Spiel?
    (Was ich auch noch nicht ganz versteh: Wie konnte sie sich Hoffnungen machen, dass Du tatsächlich am 7.12. abgibst, wenn doch die Arbeit noch nichtmal angemeldet war..? Ab wann hast denn Du - und hat sie - eingesehen, dass aus dem Termin nix wird?)

    Und: Welches Verhältnis hast Du zu Deinem Gutachter - kann man dem gut (und oft) Fragen stellen? Ist er strukturiert und gibt gute Hilfestellungen? Und wenn NICHT: Gibt es bei euch an der Uni eine Schreibberatung (die haben nämlich genau diese Aufgabe, bei wissenschaftlichen Arbeiten zu helfen, ohne dass irgendjemand davon erfährt)?

    So, jetzt aber mal Schluß mit quälenden Fragen; kommen wir zum Praktischen!
    Also ein konkretes Motivationstraining hab/hatte ich nicht. Nur so allgemeine Sachen wie mir ein schönes Ambiente zu verschaffen: meine Lieblingsmusik, ein übersichtlicher Schreibtisch, Zufriedenheit durch genügend Schlaf, genügend Essen,... Das Übliche halt. Aber: Das zu haben, ist sozusagen nur eine zusätzliche Hilfestellung. Selbst wenn ich die hatte, brauchte es nämlich was Grundlegenderes:

    eine Übersicht!

    Quasi ein Arbeitsplan. Was ist der konkrete nächste Schritt (z.B. alle Gedanken sammeln, die ich in der Einführung verwenden will, inklusive Angaben entsprechender Texte, die gut dazu passen) und wo mach ich dann danach weiter. So wie Lin das hier beschreibt.
    Dann sitzt man nämlich nicht wie der Ochs vorm Berg an seinem herrlich aufgeräumten Schreibtisch mit seiner Lieblingsmusik in den Ohren, sondern weiß auch noch genau, WOZU man da grad sitzt!

    Schreib-/Motivationsschübe hatte ich meist durch konkrete Beschäftigung mit dem Thema, z.B. wenn mich jemand aus Interesse danach gefragt hat und ich es ihm erklären durfte, oder da, wo ich mein Thema in Diskussionen o.ä. einbringen konnte, die überhaupt nichts mit meiner konkreten Fragestellung zu tun hatten - ich mir also Gedanken machen musste, welchen praktischen Nutzen mein Thema hat.

    Die Sache mit der konkreten Fragestellung war übrigens auch so ein Knackpunkt (wenn nicht DER Knackpunkt) bei mir.
    Dadurch, dass ich mich so eeewig mit dem Thema beschäftigt hatte, fiel mir eine gute Fragestellung nach der anderen ein. Je länger und intensiver ich mich damit beschäftigte, konnte ich mich mit der Ausgangsfragestellung nicht mehr zufrieden geben: Ich wollte immer MEHR, noch MEHR! Noch was interessanteres, noch was aufschlussreicheres. Die Fragestellungen davor, die - technisch gut gelöst - mir aufgrund ihres hohen Eigeninitiativ- und -kreativitätsanteiles locker eine Eins beschert hätten, schienen mir nur noch unbedeutend.
    Ich war in einer echten Optionsparalyse gefangen - soll ich jetzt DAS untersuchen, oder doch lieber DAS VORHER?

    Und meine Dozentin war mir da leider gar keine Hilfe. Die meinte nur: Ja, beides gut. Entscheiden Sie sich halt. Und wenn ich mich innerlich schon für einen Weg entschieden hatte, machte sie mir konkrete Vorschläge, die eigentlich was ganz was anderes beinhalteten als das, wofür ich mich entschieden hatte.
    In solchen Fällen ist eine Schreibberatung dann echt die beste Hilfe.
    (Für meinen nächsten Versuch hab ich mir übrigens eine Dozentin ausgesucht, die ich vom Tutorium für die Bachelorarbeit her kannte. Sie ist total straight, macht klare Ansagen, hat ganz klare Kosten-Nutzen-Vergleiche im Kopf und weiß genau, wie man möglichst schnell die beste Entscheidung findet (mentale Flussdiagramm-Designerin, quasi ).
    Wie sieht das denn bei Dir aus?


    Mumford schreibt:
    Ich denke, hier bist Du richtig.
    Dem kann ich mich nur anschließen!



    @Mumford:
    Ich weiß nicht, ob Dir so eine Art Übersicht helfen würde. Der Vorteil eines wissenschaftlichen Textes ist, dass er eine klare Struktur hat und man sich im Prinzip bloß an die Regeln zu halten braucht ( Oh ja, das klingt so supereinfach!) Eine Geschichte ist natürlich was viel Kreativeres mit viel mehr Spielraum, ein Kunstwerk, das durch so "technische Herangehensweisen" auf einmal so "zerfleddert" erscheinen könnte... Zumindest gings mir früher als Kind so - ich WOLLTE mir gar keine Schreibtechniken aneignen, damit das Kreative dabei nicht auf der Strecke bleibt.


    Aber trotzdem ist wohl wirklich die beste Herangehensweise, sich alles in kleine Schritte zu unterteilen (bestimmte Situationen der Geschichte zuerst auszuarbeiten, so wie sie einem grade einfallen, und wenn man sich da ausgetobt hat, alles zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Dann bleiben auch keine Details wie bestimmte Formulierungen oder bestimmte Bilder auf der Strecke, die man mal glasklar im Kopf hatte...). Und seinen spontanen Eingebungen zu folgen (schwebt Dir grad was durch den Kopf, schreibs Dir in Kurzform so auf, dass Du Dich, wenn Du mal mehr Zeit hast und Dich in Ruhe dransetzen kannst, es wieder abrufen kannst - durch Gefühle, Kopfkino oder Sonstiges).

    Beim Tagebuch, das ich für meine Tochter zu schreiben versuche, muss ich auch auf Zettel zurückgreifen, die ich mitsamt funktionierenden Stiften 1) neben dem Kopfkissen, 2) auf dem Schreibtisch, 3) in meinem Rucksack deponiert hab und jederzeit beschreiben kann, wenn mir grad was ein-/auffällt... So hab ich das Wichtigste parat und kann dann evtl. noch ausschmücken oder sogar spontan weitere Ereignisse assoziieren, die mir dann ganz ohne Zettelhilfe plötzlich wieder einfallen...

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Ich liebe Pläne.
    Ich lerne auch gerne vorher wie ich etwas richtig mache.
    Ich tendiere aber dazu mir zuviel Gedanken zu machen.

    (Und jetzt musst du dir den Song von den Ärzten im Kopf laufen lassen)...


    Manchmal

    aber nur manchmal

    musst du einfach anfangen

    und deinen "Spinat" aufessen.

    oder

    Augen auf und durch.

    Elbow - First Steps (Olympics/Full Version) - YouTube

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Hallo nochmal!

    Als erstes; Vielen lieben Dank für eure Antworten und euer Verständnis!!

    Ich weiß leider nicht wie ich in einer Antwort verschiedene Beiträge zitieren kann, versuche es jetzt so nochmal...

    Also, irgendwie klingt das logisch, dass es vielleicht nichts mit meiner Motivation zu tun hat, sondern einer allgemeinen Überforderung bei der Verschriftlichung einer so umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit.

    Es ist so, das ich bereits verschiedene Dokumente für die einzelen Kapitel und Unterkapitel meiner Arbeit habe und die versuche nach und nach zu füllen. Die Unsicherheiten bezüglich der richtigen Zitierweise bzw Schreibweise und des Anspruches so einer Arbeit gekoppelt mit den bisherigen Frustraionen nehmen mir aber den Mut und lassen mich verzweifeln. es ist so; Ich sitze in der BIb vorm Laptop will schreiben udn weiß dan garnicht so recht wie und womit ich anfangen soll bzw wonach ich mich orientieren kann. Dann fange ich doch an udn bekomme Panik ob ich zu sehr an den Texte eines Autors schriebe. Dann denke ich, ich les nochwas dazu udn versuche es in meine WOrte zu fassen. In den Ausgearbeiteten Dokumenten (die ich selbst erarbeitete habe) finden sich dann nur noch direkte Zitate oder vergleich wieder, weil cih mir nicht zutraue das was ich geschreiben habe so stehen zu lassen. Und dnan drehe ich mich wieder im Kreis und denke, kacke! Es funktiniert so nicht! Denn einerseits denke ich; scheiß drauf! Ich gebe jetz irgendwie eie Arbeit ab, hauptsache ich bestehe udn der Brocken ist weg! Im nächsten Momen denke ich wieder, eigentlich kannst du das doch! Und sogar rihctig gut, dann geb dir verdammt ncohmal Mühe! Und so kommt es dann dazu, dass ich verzweifel... denn was wenn ich einfach os abgebe udn da findet sich Plagiate oder so? Eigentlich denke ich, wird das nicht passieren, aber das shclimmst wäre, wnen ich abgebe, nciht bestehe udn der Stress von vorne anfängt.... Oh je...

    @isteddu:

    Also, da ich im bisherigen Studium immer mit schriftlichen Hausarbeiten Stress hatte bzw ähnlcihe Probleme hatte, nur nicht in diesem Umfang, habe ich die Anmeldung hinaussgeschoben, bis ich dachte ich wäre Startklar. Da ist es nicht in der Regelstudienzeit geschafft habe zu studieren musste und ich parallel mit einer 30Stundenstelle anfangen um mir das Studium (und mein Leben) zu finanzieren. Das war letztes Jahr im Oktober. Die ADHS DIagnose habe ich vor einem Jahr bekommen und kurz vorher mit der Therapie angefangen. Das war alles etwas viel auf einmal und ich wollte sicher gehen, dass ich die Arbeit schaffe, denn bei uns ist es so, dass wenn man einmal durchfällt ein komplett anderes Thema wählen muss. Und das hätte ich mir nicht zugetraut. Außerdem dachte ich, dass ich mich im Rahmen meiner Therapie soweit "fit" kriege, dass ich das mit der Thesis gut packe..

    Ich habe die Abreit zwar noch nicht angemeldet, mich aber schon seit einem Jahr mit ihr beschäftigt. Also, ich glaube, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Mit den Literaturrecherchen zum Beispiel habe ich im letzten Jahr bereits begonnen, das Expose habe ich im Frühjahr soweit stehen gehabt... es gab immer wieder Phasen intensivster Arbeit.. Eigentlich war das so , dass ich Mal eine Woche intensiv gearbeitet habe, also an der Thesis und dann zwei Wochen nichts gemacht habe... Dann wollte ich die Arbeit ist zum Sommer soweit stehen haben, dass sie zum Korrektur lesen abgegeben werden kann und ich in den Urlaub kann.. Habe ich nicht geschafft. Dann war das Ziel November, dann der 7.12. und da hat meine Therapeutin gesagt, dass es so nicht weitergeht und ich eine Konsequenz brauche... naja, da sie dann in den Mutterschutz gegangen ist und meine Therapiesitzungen sowieso durch waren... haben wir uns darauf geeinigt, dass ich die Thesis bis dann abgegeben haben muss..

    Ich habe ja auch gedacht, ich schaffe es. Und das ist auch ein Problempunkt von mir, ich kann nicht so realistisch planen. Aber mir gelingt es auch nicht vorher zu erahnen, wann ich wohl wieder verzweifel oder einen Arbeitsschub bekomme...

    Meine Dozentin/ Gutachterin ist super. Und total geduldig mit mir. Ich bin ja auch seit einem Jahr immer Mal wieder in Ihrer Sprechstunde gewesen. Aber insgesamt waren das vier oder fünf Mal, weil ich mir dann immer Denke, dass sie bestimmt keine Lust hat sich meine "wehwehchen" anzuhören. Ich habe recht hohe Ansprüche an mich selbst und mir ist es manchmal viel zu peinlich zu sagen, dass ich immer noch mit dieser Arbeit kämpfe. Die meisten an meiner Uni schaffen es ja innerhalb von drei Monaten fertig zu werden. Ich weiß, so sollte ich nicht denken, aber das eben hemmt mich dann doch ihre Sprechstunde in Anspruch zu nehmen.

    Wie hast du dir die konkrete Fragestellung unterteilt? Und wie schaffst du es sie nicht aus den Augen zu lassen? Das passier mir nämlich sehr schnell, dass ich dann vergesse, was ich eigentlich beantworten will! Und wie machst du das mit den einzelnen Gliederungspunkten?
    Und setzt du dir konkrete Arbeitszeiten? Und wie sicherst du dich bei den Zitaten/ Vergleichen ab? Ich meine woher weißt du, dass du nicht zu nahe an der Literatur arbeitest?

    Meine Thesis ist eine reine Literaturarbeit, sprich irgendwann weiß ich nicht mehr, ob ich das so selbst gedacht habe oder ob ich Gedanken von Autor xy übernommen habe und diese nur anders formuliert habe...

    Ich danke euch auf jeden Fall nochmal für eurer Antworten!! Es tut echt gut zu lesen, dass ihr Verständnis für meine Situation habt!


    @stargazer: Ja, das mit den Plänen versuche ich wohl auch. Nur gelingt es mir hier bei diesem "Projekt" überhaupt nicht. Und einen Anfang habe ich schon gemacht... das mit dem Ende ist halt nicht so einfach. Zumindest gelingt es mir hier nicht.


    Geändert von orangina (21.12.2012 um 13:39 Uhr) Grund: Was vergessen..

  9. #9
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.394

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Hallo orangina,

    ich hab gerade nicht so viel Zeit und jetzt nicht alles geschafft zu lesen, aber ich wollte Dir auf diesem Weg mein Mitgefühl ausdrücken... ich kenne das alles und mir ging es lange Zeit genauso mit meiner Magisterarbeit!

    Für mich war ein fester Arbeitsplatz ganz wichtig in der Bibliothek, in einer ruhigen Ecke an der Wand, und feste Arbeitszeiten... und dann hat mir sehr egholfen immer wieder mit anderen Kommilitonninen über meine Konzepte zu sprechen oder auch mit dem Betreuer, oft ging es um Entscheidungen, wie es weitergeht, und dann Etappenziele (Einleitung, Kapitel 1, Kapitel 2, Kapitel 3 ... etc) und so hab ich es dann in einem neuen Anlauf wirklich geschafft und dieses Jahr Anfang August abgegeben.... pragmatisch denken ist ganz wichtig, sich nicht in Perfektion etc. versteigen, sondern einfach anfangen und machen... wie Lin auch gesagt hat, würde ich mich eher an Tipps gegen Schreibblockaden halten...

    Man muss sich kalr machen, dass eine solche Arbeit aus mehreren Arbeitsschritten besteht und genauso wie andere Arbeiten zu bewältigen ist, Du muss Dir klar machen wo Du stehst und was der nächste Schritt ist und Dir grobe Zeitpläne entwerfen (z.B. 1. Kapitel in drei Wochen oder so) - dann siehst Du im Idealfall auch, was Du an einem Arbeitstag machen kannst, z.B. eine halbe Seite Text produzieren oder das Kapitel inhaltlich strukturieren (was sind die Punkte, die Du ausführen willst)?

    Es war so ein riesiger Brocken und mir ging es jahrelang genauso! Und ich bin so erleichtert, das hinter mich gebracht zu haben. Und Du schaffst das auch!

    Es klingt so, als hättest Du schon sehr viel Arbeit investiert und gerade nur etwas gefangen bist und Angst vor dem nächsten Schritt hast, der Produktion... mach Dir einfach Notizen und fang einfach an, sie es alles nicht so ernst und mach einfach, Du hast schon ganz viel geleistet, Du musst jetzt nur deine Recherchen in eine Form bringen.... wenn es irgendwo inhaltlich hakt und Du eine Entscheidung treffen musst, z.B. welche Besipiele Du auswählst etc, frag jemanden und besprich das mit jemandem, bis eine Entscheidung da ist. Und dann los, einfach aufschreiben...

    Jeder, der eine längere Arbeit schreiben muss, kennt solche Phasen... ich drück Dir die Daumen, und bin sicher, dass Du eine gute Arbeit schreibst! Vertrau Dir und fang einfach an...

  10. #10
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Nicht aufgeben! ...aber wie?

    Aber wenn du in der Mitte feststeckst...Stichwort "übernommene Aussagen/Theorien", auch dann gilt, "Spinat aufessen".


    Nicht schleifen lassen, einfach Gedanken niederschreiben (wurde oben auch schon empfohlen).

    Das Konzipieren kannst du hinterher auch noch machen, oder überflüssige Zitate rausschmeissen.

    Manchmal mag man nicht formulieren, dann kannst du am roten Faden arbeiten, dann wieder die Kapitel auf Schlüssigkeit überprüfeen. Literaturliste tippen, Quellenangaben korrekt formatieren, und so weiter.

    An der Schlussaussage feilen, checken ob du alles "gebracht hast" was das beweist, etc pp.

    Ich finde bei so einer Arbeit kann man so viele verschiedene Abschnite, die alle unterschiedlichen Charakter haben bearbeiten, das es nicht langweilig wird.


    Hast du einen Freund oder ein Cafe wo du hinkannst um Ablenkungen zuhause zu vermeiden? (Falls ich das überlesen habe, sorry)

    Den Ort zu wecheln , wo ich arbeite hat mir auch oft geholfen.


    Du hast hier ne Menge Impulse bekommen, ich hoffe, das gibt dir den nötigen Schwung, einfach weiterzumachen, oder den richtigen Kick zu finden durchzuziehen.

    Tschakka.

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