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Diskutiere im Thema Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    Hallo ihr Lieben,

    ich hatte heute seit Langem mal wieder das Bedürfnis mich auszuschreiben.

    Wo soll ich anfangen...

    Ich möchte ständig meinen Beruf wechseln...alles fing damals mit sweeten 15 Jahren an. Ich fing mehr oder weniger gezwungenermaßen eine Ausbildung zur Arzthelferin an, schrecklich.....- abgebrochen.
    Dann fing ich eine Ausbildung an zur Rechtsanwaltsfachangestellten, schrecklich - abgebrochen.
    Dann fing ich eine Ausbildung zur Krankenschwester an. Ganz okay, nur wurde ich alleinerziehend, "war völlig überfordert, mit Schichten, Baby usw" und wurde mehr oder weniger gekündigt, was mir nicht wirklich sehr weh tat.
    Nun - toi toi toi, bin ich im 4. und letzten Jahr in Ausbildung zur Erzieherin.....die Sache ist die. Die ersten 3 Jahre waren schulisch UND in Teilzeit, alles war eher ruhig und ich war schon motiviert...SCHULISCH...jetzt gings ran an den Speck, das 4. Jahr ist reine Praxis, in Einrichtungen eben. Ich bin im Jugendbereich, im Alter von 11-16 Jahren, es liegt mir zwar eindeutig mehr wie der Kindergarten, jedoch kämpfe ich jeden Tag damit hinzugehn, motiviert zu sein usw.
    Vom Kopf her konnte ich diese vielen Ausbildungen immer.
    3 Jahre lang spürte ich dass ich NICHT in den Kindergarten gehöre, es ist zu viel, to much, alles einfach. 3 Jahre lang bekam ich Kritik dass ich keinen Gruppenüberblick habe..wie auch....jetzt wieder, meine neue Chefin sagte mir, ob ich zur Zeit gestresst sei, da mein ADHS stark hervorkommt, ich wieder Sachen vermehrt vergesse, abschalte, mich nur auf eine Sache konzentiere und den Rest um mich herum abschalte...dabei ist Gruppenüberblick das A und O in dem Beruf.

    Einfach schrecklich, wenn ich daran denke dass ich mein lebenlang in dem Bereich arbeite, also allgemein Bereich Erzieherin könnte ich nur heulen und wegrennen. Ich bin so depremiert, dass ich sogar die Woche krank geschrieben bin. Ich google schon wieder nach anderen Berufen aber ich darf nicht schon wieder aufgeben, nicht wieder das 5. mal dann von vorne fangen, ich bin fast 26 mit einem Kind!! Ich seh so schwarz, was meine berufliche Zukunft betrifft. Hobbys und Talente habe ich keine, was mich LEICHT intressiert, sind Frisuren/Kosmetik...ha, wie war ich motiviert, diesen Bereich irgendwie zu erlernen und Kurse zu bezahlen, aber nix war, Pustekuchen...
    Ich habe Angst vor mir selber, da ich NIEMALS an einem Arbeitsplatz bleiben tue, warum denn nicht??? Ich beneide andere, die 20,30,40 jahre lang toll in ihre Arbeit integriert sind, jeden Tag hingehen und hasse mich fast selbst dafür...ständig will ich gehen und woanders anfangen...wie bekloppt issn das bitte?!
    Ich hätte (jetzt gerade in dem Moment) gerne eine Arbeit, wo ich mich nur auf EINE Sachen konzentieren muss, am besten alleine. Ich wurde in der ergo getestet, auf eine sache konzentrieren kann ich sehr gut, nur Dauerkonzentration null und mehrere Sachen gleichzeitig null.
    Habe angefangen ne Ergotherapie zu machen, war bis jetzt 3 mal da, mal schaun obs hilft, was ich stark bezweifle, da mich die gute Frau nicht kennt, sie weiss nix von mir usw und zieht einfach ihren Kram da durch.

    Ich hoffe ich hab nicht zu verwirrend geschrieben....kennt ihr das? Wie geht ihr damit um? Wie motiviert ihr euch?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    Ja.

    Studium: Naturwissenschaft (fertig), Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften. Job: Medien, IT, Immobilien ... in der heftigsten Phase in 9 Jahren 5 feste Stellen. Immer selbst gekündigt. Immer "Verbessert" aber in Wirklichkeit geflohen. Auch vor der Routine, auch vor den Chefs aber auch vor der langfristigen Verantwortung.

    Das geht nicht. Das kann niemand, aber das ist typisch ADHS. Deswegen macht einen ADHS fertig.

    Das sollte ein wesentlicher Teil deiner Therapie sein: zufrieden mit dir werden, das schöne und vor allem dauerhaft Schöne weil immer wieder neu spannende an deinem Job finden. Da könnte Arbeit mit Kindern doch eigentlich ganz gut sein. Ich wünschte heute ich hätte mehr mit Jugendlichen oder Kindern zu tun.

    Wie wärs mit Weiterbildung in die richtig spannende Bereiche, Sonder- oder Heilpädagogik?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    och, hmmm nicht schon wieder eine form der bildung...ich tus doch eh nicht durchziehen :-( wie ich mich dafür hasse...die vorstellung ein lebenlang an einem und denselben arbeitsplatz, boah...würd echt gern in ein anderes land rennen :-(

    Wusste bis vor kurzem nicht, dass es typisch ads ist.

  4. #4
    salamander

    Gast

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    das klingt vertraut. ich habe 4 abgeschlossene berufe, sehr viel unterschiedliches in
    meinem leben gemacht, bin nun 48, und wieder in einer kritischen phase, wie soll es
    weitergehen mit mir?

    hast du dir schon mal gedanken darüber gemacht, was an dem, was du bisher
    gemacht hast, dir wirklich liegt, worin du aufgehst und wo du die wertschätzung und
    anerkennung für das erfährst was du tust?

    ich habe medikinet eine interessante erfahrung gemacht, die dir vielleicht helfen
    kann. ich ging unter der vollen wirkung des medikamentes in ein lokal. ich emp-
    fand mich als normal, subjektiv hatte ich nicht den eindruck, dass sich für mich
    etwas verändert durch das medikament.
    3 stunden später endete die wirkung des medikaments, plötzlich waren alle
    geräusche und das gespräch an meinem tisch gleich laut. es war mir kaum
    möglich, den um mich herrschenden klangteppich zu sortieren. zuerst fühlte
    ich mich orientierungslos, da ich mir vorkam wie in 'nem extrem schlecht ab-
    gemischten film. gleichzeitig hatte ich das gefühl nach hinten zu kippen, und
    mich der situation zu entziehen, ich driftete weg, wie ich das kenne, seit es
    mich gibt.

    die medis machen bei mir einen gewalten unterschied im erleben.

    vielleicht macht es sinn, durchaus in erwägung zu ziehen, den beruf wieder zu
    wechseln, aber nicht als weg-von aktion sonder hin zu dem, was du bist, kannst
    und dir liegt. dazu bedarf es einer eigenanalyse, dem herausfinden, was dir
    liegt, woran du spaß hast, dich gut fühlst, und anerkennung erntest.

    du scheinst gerne und gut zu lernen. wie sind deine didaktischen fähigkeiten?
    kannst du mit dem, was du inzwischen an wissen angesammelt hast, vielleicht
    anderen zur seite stehen, jedoch in anderer art und weise wie du es bisher tust?

    spür doch mal in dich hinein was da kommt. du bist jung genug, auszuprobieren
    was dir gefällt.

    verabschiede dich von dem gedanken, dass es menschen gibt, die z.b. 30
    jahre in einem beruf arbeiten, das gibt es ganz abgesehen von ads heute
    kaum mehr in der freien wirtschaft. wechsel gehört zum leben.

    der unterschied bei ads zu normalo besteht nur darin, dass ads-menschen
    dies häufiger brauchen als andere menschen. das ist aber auch schon alles.

    lg
    salamander

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    Danke dir salamander für deine ausführlichen Beitrag :-)

    Du gibst mir damit schon mut, aber ich habe angst vor mir selber..ich weiss, dass wenn ich wieder für einen beruf begeistert bin, ihn wieder abbreche, es war bisher immer so.
    Ich möchte nicht in meinem beruf bleiben, ich kanns nicht, ich wills nicht...was mir "Spass" macht oder wofür mich...naja..."Freunde und Familie" loben, sind Haarfrisuren/Kosmetik bei anderen, so der Bereich, der mich interessiert, komischerweise schon etwas länger, aber wenn ich dann lese z.b. wieviel Schminktechniken es gibt usw wird mir dass wieder alles zu viel und ich werde unmotiviert. Und vorallem bin ich absolut null null null kreativ...das heisst, frisuren machen ist ja auch nicht das Wahre, da ich es nicht kann, vom Kreativen her.

    Welche Berufe hast du denn gelernt? Und das finanzielle ist ja dann wieder so eine Sache :-(

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    Liebe GretaMarlene,

    ich war 25 Jahre im Berufsleben und hatte mit 16 Bürokauffrau gelernt. Diesen Beruf habe ich dann ca. 15 Jahre lang ausgeübt, in 5 verschiedenen Firmen.

    Sobald ich dachte, es mag mich dort keiner mehr und ich werde gemobbt und und und war ich weg. Egal, ob ich einen neuen Job hatte oder nicht. Und ich war IMMER pleite.

    Dann hatte ich eine Eingebung, ich wollte bei einem Arzt an der Annahme arbeiten....der Gedanke kam von heute auf morgen.
    In die Zeitung geguckt, gefunden und Bewerbung geschrieben. Vorgestellt und wurde genommen.

    Ich war 3 Jahre dort. Es war sehr stressig, hat mir aber sehr viel Spass gemacht. Nur gemobbt wurde ich trotzdem, weil ich so beliebt war bei den Patienten und da gab es dann viele Neider, selbst unter den Ärzten. Das muss man sich mal vorstellen.
    Ach ja und ich lachte zu laut !!!!!!!!!

    Und exakt das Gleiche dann danach in einer Tierarztpraxis an der Annahme. Toller Job, Riesenspass gemacht.....meine Art war bei den Kunden/Tierbesitzern total beliebt. Die Leute wollten ihr Tier z. B. nur zur OP bringen, wenn ich auch Dienst hatte zu dieser Uhrzeit (es war Schichtdienst bei 24 Stunden Öffnungszeit). Meine Chefin ist ausgetickt, wenn die Leute zu ihr sagten "Ist die Frau .....denn dann auch da?" Sie dann "Aber Frau .....ist doch nicht mit im OP!"
    Die Leute dann "nein aber sie sitzt vorne und macht mir unglaublich viel Mut, tröstet mich und ich kann jede Stunde anrufen und fragen, wie es meinem Liebling geht. Sie ist nie genervt."

    Das hat mir sehr viel Anerkennung gegeben.....nur von der chefin erhielt ich gar keine. Im Gegenteil. Auch hier lachte ich zu viel und war einfach nur zuuuu beliebt bei den Kunden.
    Nach 4 Jahren konnte ich dem nicht mehr gegenhalten und bin weinend gegangen, so wie bei dem Radiologen auch.

    Was ich damit sagen möchte und was dir hier ja auch schon gesagt wurde: Als ADS-ler muss man unbedingt darauf achten, was man arbeitet. Es MUSS Spass machen, sonst geht gar nix.

    Ich bekam meine Diagnose mit 48, also vor kurzem. Und da fiel mir alles wie Schuppen von den Augen. Ich wusste plötzlich, warum ich so bin wie ich bin. Und warum ich beruflich immer
    gewechselt habe. ich wünsche mir, dass ich das alles schon in deinem Alter gewusst hätte. Mach dir bewusst, dass du so bist wie du bist. Mit deinen Stärken und Schwächen. Fange an dich selbst zu lieben. Kämpfe nicht gegen dich. Da kannst du nur verlieren.

    Freu dich, dass du weisst, warum du so bist. Und dann suche nach Lösungen. So jetzt im Nachhinein kann ich von vielen beruflichen Situationen berichten.
    Jemand, der 10,20 oder 30 Jahre in ein und demselben Büro sitzt, der kann das nicht. Sieh es mal von der Seite, wenn du magst.

    Nimmst du eigentlich MPH?

    lg Heike

  7. #7
    salamander

    Gast

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    berufsausbilungen:
    zahnarzthelferin
    bürokauffrau
    producerin
    medien und kommunikationsdesignerin

    verlang von dir nicht, dass du eine lebenslängliche entscheidung triffst.
    erstens können wir das nicht und zweitens gibt das leben selbst, sowas nicht her.

    wie wär's mit etwas für die nächsten drei jahre?
    da langt doch schon.

    haar und kosmetik läßt sich übrigens nicht viel geld verdienen,
    vielleicht grad mal soviel dass es zum überleben reicht.
    hab eine bekannte, die ist als makeupartistin & stylistin unterwegs,
    arbeitet frei für film, fernsehen und werbung und zur existenzsicherung
    einmal pro woche an einem kosmetikstand.
    sie kämpft jeden monat, um um die runden zu kommen.
    also spaß macht das keinen...

    an dem was du geschrieben hast, ist mir aufgefallen, dass du im
    berufsschulunterricht gut mitgekommen bist, und dass es dir auch
    inhaltlich spaß gemacht hat.
    aber die praxis scheints für dich nicht zu bringen.

    ich hatte z.b. mal einen kunden, für den ich projektdokumentationen
    fotografiert und konzepte ausgearbeitet hatte. es war ein vorzeige-
    kindergarten mit sehr innovativer leitung. ich habe mit der damaligen
    leiterin, die inzwischen verstorben ist, tolle konzepte für diesen
    kindergarten ausgearbeitet. sie haben sogar preise bekommen.

    das pädagogische modell war sehr gemischt, von montessori, über
    papilio, spielerischer frühforderung der kids, etc. pp. mir hat sehr gefallen
    wie dort mit den kids umgegangen wurde, sogar naturwissenschaftliche
    experimente wurden ihnen ermöglicht, und die kinder hatten spaß,
    richtig spaß am lernen! für die kids ging das wie von selbst, am
    ende hatten sie eine menge gelernt, ohne sich dabei gequält zu haben.
    selbiges mit sprachen, mathe, kreativförderung, fand ich cool. hängt
    aber maßgeblich von der leitung ab, was in so einem kindergarten
    passiert.

    ich hab damals gemerkt, ich arbeite gerne fotografisch mit kindern,
    dafür brauchst es einen speziellen blick, man muß auf die ebene der
    kinder gehen und die kinder müssen dich als ihresgleichen annehmen,
    dann kriegst du von ihnen alles, was du für eine gelungene arbeit
    brauchst.

    jedoch war ich nach 4 stunden arbeit mit ihnen satt. es war sehr
    inspirierend aber zeitgleich auch sehr anstrengend, durch die leben-
    digkeit und den pegel, den kids nun mal haben. danach war ich froh
    mich in mein homeoffice zurückziehen zu können, und mich mit dem
    organisatorischen teil der arbeit beschäftigen zu können.

    zu diesem auftrag kam ich wie die jungfrau zum kind. gut gematched
    habe ich mit der leiterin, wir waren auf einer ebene, mit unseren ideen
    und vorstellungen. wahrscheinlich gehörte sie auch zum club die
    konzeptionellen arbeiten konnte ich stemmen, weil ich ein dachs bin
    in der informationsbeschaffung, und gleichzeitig hatte ich über mein
    studium generale das ich in früheren jahren, berufsbegleitend absol-
    vierte, auch genug hintergrundwissen um zu wissen, was, wo und wie
    ich für die konzepte zu recherchieren hatte.

    es war super teamwork oder wie ich es nenne, ein tandem-team,
    das sich wechselseitig befruchtete und antrieb im positiven.
    allerdings, hat man das mal kennen gelernt, ist man gnadenlos
    versaut für alles andere. geht einfach nicht mehr. jetzt weiß man
    wie's sein kann. war übrigens das zweite tandem-team in
    meinem berufsleben.

    also tätigkeitsbereiche, die mir lagen, ergaben sich nie über klassische
    berufsbilder, wie sie von stinos angewandt wurden. übrigens auch als an-
    gestellte, im früheren leben, jeweils durch neugierde und was mich
    interessierte. mein problem war dabei, dass ich mich geistig schnell
    langweilte, die positiven herausforderungen gingen einfach zu schnell
    aus. ein gewisse zeit konnte ich das dann immer noch überbrücken,
    indem ich abends die schulbank drückte und so für meinen ausgleich
    sorgte.
    irgendwann bin ich dann zu der überzeugung gelangt, mit mir funk-
    tioniert das nicht, wie mit allen anderen, ich muß mir da ein anderes
    lebensmodell bauen. da versuche ich jetzt einen anfang für mich
    zu finden, der tragfähig ist und mir die freiheit läßt. jetzt bin ich wieder
    der dachs, der sucht aber noch nicht baut.

    ich kann dir nur empfehlen, lass dich von der leine, und erforsche dein
    leben nach den dingen, neben make up und haare, die dir spannend er-
    scheinen. vielleicht ist auch in deiner jetzigen ausbildung etwas ent-
    halten, das dir freude und spaß macht, jedoch in einem anderem
    tätigkeitsfeld viel besser für dich angewandt werden kann.

    lg
    salamander
    Geändert von salamander (20.12.2012 um 13:51 Uhr)

  8. #8
    Octoroo

    Gast

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    GretaMarlene


    Hi !


    GretaMarlene schreibt:
    Ich hoffe ich hab nicht zu verwirrend geschrieben....kennt ihr das? Wie geht ihr damit um? Wie motiviert ihr euch?

    Ich kann Wildfang anschliessen, es ist leider leider so typisch ADHS - auch wenn ich das persoenlich ganz anders kenne (ich habe dafuer ein anderes "Paeckchen" - was ja auch typisch ADHS ist und es stinkt mir echt !)

    Bei mir gab kaum "Abbrueche", aber alles alles hat SEHR lange gedauert, wegen Aufschieberei .....Prokastination war und ist meine Spezialitaet




    Wie ich damit umgehen bzw. wie ich mich motiviere = eine sehr gute Frage (danke uebrigens dass du das Thema ansprichst !), was mich aktuell sehr beschaeftigt !
    Dies sind meine Gedanken dazu:

    1. Es stinkt - oder besser gesagt moechte ich mich manchmal einfach nur verkriechen, wenn ich sehe, was "andere" alles erreicht haben (Promotion, Firmenchef, Erfolg hier und da etc) - ich fuehle mich wie ne Versagerin.

    2. Ich haette mehr erreichen koennen, haette ich damals nicht alles vor mich hingeschoben - ich bin "characterschwach" (dachte ich damals immer zumindest !)

    3. Ich habe ADHS. Und zwar sehr schwer betroffen. Ich weiss es, ich finde mich damit ab.

    4. Es ist so aergerlich - wieso ich ? Und nicht der oder die damals aus meiner Klasse ?

    .....................
    Wie ich mich motiviere:

    Was geschehen ist, ist geschehen - d.h. mein ADHS wurde nicht behandelt als Kind, und die Zeit kann man nicht zurueckdrehen.
    Ich lasse mich nicht mehr fressen, indem ich alles nur noch schlimmer mache und im Selbstmitleid bade - lasse mich behandeln und lebe zielgerichtet.
    Was ich ab HIER UND JETZT besser machen kann, mache ich soviel meine Kapazitaet mir zulaesst.

    Mit dem Gefuehl bist du bestimmt nicht alleine, ich freue mich zu lesen, dass ich damit auch nicht alleine bin und ich weiss, wie sehr das stinkt und Unzufriedenheit heraustriggert !

    Lass dein ADHS Tier aus Dir raus !


    Nachtrag:

    GretaMarlene schreibt:
    och, hmmm nicht schon wieder eine form der bildung...ich tus doch eh nicht durchziehen :-( wie ich mich dafür hasse...die vorstellung ein lebenlang an einem und denselben arbeitsplatz, boah...würd echt gern in ein anderes land rennen :-(

    Wusste bis vor kurzem nicht, dass es typisch ads ist.
    Ich HASSE den Beruf, den ich erlernt habe.
    Am liebsten will ich ein Beruf haben, wo ich gar nicht kommunizieren muss (Roboter ^^) oder eben meinen Traumberuf.
    Nicht realisierbar.
    Ich bleibe am Boden und freue mich, ein Beruf zu haben, aber die Unzufriedenheit wird mich immer begleiten.

    Strategie ...noch keine. Mal schauen, was die Therapie bringt.
    Noch hoffe/wuensche ich auf was "besseres" ..........wuenschen darf man sich ja alles ^^
    Geändert von Octoroo (20.12.2012 um 15:49 Uhr)

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    Octoroo schreibt:
    1. Es stinkt - oder besser gesagt moechte ich mich manchmal einfach nur verkriechen, wenn ich sehe, was "andere" alles erreicht haben (Promotion, Firmenchef, Erfolg hier und da etc) - ich fuehle mich wie ne Versagerin.

    2. Ich haette mehr erreichen koennen, haette ich damals nicht alles vor mich hingeschoben - ich bin "characterschwach" (dachte ich damals immer zumindest!)
    Mir geht es genau so.

    Mittlerweile frage ich mich allerdings, warum ich mich selbst damit seit ewigen Zeiten quäle. Warum ich mich ständig vergleiche. Jedenfalls habe ich dieses ewige Rechtfertigen-müssen (vor wem eigentlich?), warum ich dieses und jenes nicht geschafft oder erst später geschafft habe, gründlich satt.

    Problematisch sind doch die ständigen Vergleiche mit anderen. Wenn ich mir meinen jetzigen Job anschaue, könnte ich doch eigentlich zufrieden sein. Ich sehe es irgendwie nicht mehr ein, mich dadurch unter Druck zu setzen und fertig zu machen, indem ich mir sage "Ja, der und derjenige hat aber das geschafft und viel früher als ich!" - wen juckt das eigentlich? Und warum ist das so wichtig.

    Ich hab' die Schnauze voll davon.
    Geändert von summerset (20.12.2012 um 16:26 Uhr)

  10. #10
    Octoroo

    Gast

    AW: Ständiger Berufswechsel...schrecklich, gehts jemanden ähnlich?

    Nachtrag:

    GretaMarlene schreibt:
    [...] da mein ADHS stark hervorkommt, ich wieder Sachen vermehrt vergesse, abschalte, mich nur auf eine Sache konzentiere und den Rest um mich herum abschalte...dabei ist Gruppenüberblick das A und O in dem Beruf.
    Uh. Das hatte ich ueberlesen.
    Echt fies, das, wirklich.
    Genau DAS Problem habe ich Zuhause: Ueberblick behalten, alles geht nur seriell bzw. nur fokussieren.
    Das ist auch ADHS, und zwar - laut mein Psychiater - ne stark betroffene Form.
    Wie bei mir.


    Aufgeben waere aber so schade, fast hast du es geschafft.
    Koenntest du erstmal das eine abschliessen, und umschauen, als Erzieherin zu arbeiten, aber nicht umbedingt in einer Gruppe, sondern ....hm...gibts andere Einrichtungen wo Erzieher gefragt sind ? Qualitaetssicherung oder Beratung ?
    Koenntest dich mal erkundigen.

    P.S. Morgen beginnt meine Ergotherapie, da setze ich meine Hoffnung. Gewisse Dinge bekomme ich mit Medikamente nich geregelt.
    Den Stress mit "Ueberblick" habe ich daheim.

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