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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Tyrox

    Gast

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    Trine schreibt:
    dass inD Strattera nicht als AD zugelassen ist und von der Wirkung her hinter die SNRI zurück treten. Mir ging es da er um die Wirkung gegen die Depression.
    Korrekt. Es ist zwar ein Noradrenalin Wiederaufnahmehemmer (SNRI), aber es wirkt nicht als Antidepressivum. Darum hat es für diesen Zweck nie eine Zulassung erhalten. Reboxetin hingegen - auch ein SNRI - ist aber sehr wohl als AD zugelassen, dafür nicht zur Behandlung von ADHS (nur Off Label wirds evtl. mal verwendet).
    Geändert von Tyrox (15.11.2012 um 23:47 Uhr)

  2. #12
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    Hallo luxtra,

    vielleicht ein Schrittchen nach dem anderen - ich würde auch als erstes Mal die Prüfung eintüten!

    Dann würde ich vor eine medikamentöse Behandlung eine Therapie schieben - auch für 'Normalos' ist eine 5-Stunden-am-Stück-Arbeitsphase ungesund!

    Ich kann deine Ansprüche an dich selbst gut nachvollziehen/kenne sie selber nur zu gut ... und ich kann dir sagen, dass deine Ansprüche an dich in dieser Qualität den Verlauf der Depression prima unterstützen!!

    Die Medis sollen dir helfen, insgesamt mit dem Alltag besser zurecht zu kommen - keinesfalls primär, um deine Leistungsfähigkeit zu tunen ... am Ende können die Medis dir nur wirklich helfen, wenn du mit der richtigen Einstellung dran gehst!

    Wie ist das eigentlich ... hast du denn noch die deutsche Staatsbürgerschaft? Es gibt ein Formular, in welchem ein deutscher Arzt bestätigt, dass jemand ein BTM ärztlich verschrieben bekommen hat - dieses Formular kann dann im Ausland mit sich geführt werden ... hm, allerdings habe ich keine Ahnung, in welchem Rahmen das international anerkannt wird.

    Es gibt noch das Antidepressivum Elontril - von AD(H)Slern wird es wohl meist gut vertragen und von dem, was ich bisher gelesen habe, habe ich den Eindruck, dass manche damit auch ohne MPH eine Verbesserung verspüren ...

    Ich finde es jedenfalls sehr sehr stark von dir, dass du überhaupt den Weg nach Japan auf dich genommen hast!
    Wenn Japan wirklich dein Traum ist, wenn dein Herz an einem dortigen Studium hängt und es nicht nur um eine schicke Referenz geht, dann würde ich sagen: versuche nach der Prüfung dich erst mal zu sammeln - in der jetzigen Phase befindest du dich eh in einem Hochleistungsstress, unter welchem du keine weiteren tragenden Entscheidungen treffen solltest ... nach deiner Prüfung wird wahrscheinlich erst mal ein fetter Knick nach unten kommen ...
    lass das dann sacken und schau dir dann ganz in Ruhe an, wie es um dich steht und welche potentiellen Hilfen du in Japan bekommen kannst ...

    ich kann mir gut vorstellen, dass es AD(H)S in Japan theoretisch "nicht" gibt ... dass die Suizidrate in Japan so hoch ist, kommt nicht von ungefähr - alle haben Höchstleistungen zu bringen und querschlagen ist schon rein kulturell völlig undenkbar - aber jede Kultur hat ihren Untergrund und ich bin sicher, dass es auch vernünftige AD(H)S-Fachleute in Japan gibt, die dir irgendwie wenigstens ein wenig weiterhelfen können - vielleicht kannst du so etwas über eine deutsche Organisation in Erfahrung bringen?
    Wie schaut es mit den Fachleuten hier im Forum aus? Wisst ihr da weiter?

    Ich drücke dir jedenfalls feste die Daumen!! Bleib auf dem Weg, der dir eine Herzenssache ist - dann kannst du ALLES schaffen!
    Liebe Grüße in die Ferne,
    habit

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    Hallo und Grüße nach Japan (falls du aktuell dort bist).

    Ich habe aktuell MPH, und es ist toll, aber schon vorher hat mir eine V-Therapie geholfen. Die Übungen brachten meine Launen etwas unter Kontrolle und auch meine Arbeitsstrategieen wurden verbessert.
    Ich denke, wenn es zwischen Therapeut und Dir klappt, wirst du allein davon schon profitieren. Leider habe ich keine Ahnung von den japanischen Verhältnissen, also wie und wo man da Therapeuten findet

    Wegen einer Medikation: Letztendlich hat meine mir jetzt schon in der kurzen Zeit SEHR geholfen, allerdings bin ich nur für eine Einstellung unter ärztlicher Aufsicht, um eben genau einen Blick auf Nebenwirkungen und so zu haben.

    Und: Sowohl bei der Therapie als auch bei Medis kann es sein, dass du auf Punkte gestoßen wirst, die dir nicht gefallen (Eigenschaften, Erinnerungen etc...). Dinge die einen belasten können, Veränderungen, die Probleme im Umfeld bereiten, vor allem wenn die nicht wissen (wollen) was ADHS ist usw...

    Mein persönliches Fazit: Machs mit der Behandlung Und zieh Japan durch. Allein vom Lesen find ich das ziemlich cool

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    Offen gestanden, habe ich selbst sehr viel Angst vor Medikamenten für mich selbst. Bei anderen sehe ich das immer anders.

    Da ich bisher noch keine Erfahrungen mit Medikation bezüglich ADS bei mir selbst gemacht habe, kann ich dir diese Frage nicht aus eigener Erfahrung beantworten. Ich habe im Rahmen meiner Jugendarbeit 4 ADHS-Kinder gut kennengelernt. Sie haben mit mir auch recht offen über ihre Erfahrungen und Probleme gesprochen und eine Mutter, die selbst betroffen ist auch. Alle 4 sind mit Medikamenten behandelt worden - unterschiedliche Medikamente. Da ich 2 von ihnen in einer Medikamentenpause bei einer Übernachtung dabei hatte, habe ich sie mit und ohne Medikamente gekannt. Es war sehr wohl ein Unterschied zu merken.

    Davon abgesehen, ist das ja auch in klinischen Studien belegt, dass diese Medikamente ihre Wirkung haben.

    Ich würde dir allerdings aus eigener Erfahrung eher nicht raten, zu einem Neurologen zu gehen. Einige Ärzte haben ja auch den Doppelfacharzt Psychiatrie und Neurologie. Gehe auf jeden Fall zu einem auf Psychiatrie spezialisierten Arzt. Ein eher neurologisch orientierter Arzt hat andere Qualitäten, ist aber sicher nicht der ideale Ansprechpartner für psychiatrische Medikation.

    Die Beipackzettel der Medikamente sind immer nur ein Teil der Wahrheit. Ein erfahrener Psychiater bringt mehr Erfahrung mit und kann daher auch die besseren Entscheidungen für eine Therapie treffen. Jeder Arzt verordnet auch tendenziell die Medikamente, bei denen er Erfahrung hat. Was nicht heißt, dass sich die Medikation nur nach dem Arzt richtet und sie nicht auf den Patienten gegenüber abgestimmt ist. Ich bin selbst auch so ein Patient, der eigentlich immer ziemlich genau weiß, was er von seinem Arzt gegenüber will. Aber wenn es um psychiatrische Medikation geht, sollte man zwar mitsprechen, aber die Entscheidungen über geeignete Medikamente dem Arzt überlassen, finde ich.

    Und es gibt ja ohnehin nicht das Medikament, das bei Krankheit X bei jedem Patienten gleich und sicher hilft. Das wäre ja zu einfach... Man muss es ohnehin erstmal ausprobieren, ob die Medikamente den gewünschten Erfolg erzielen. ... das ist vor allen Dingen bei Psychopharmaka der Fall und das ist sehr sehr mühsam...

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 131

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    ein nachteil wäre z.b die vorurteile und absagen bei bewerbungen .. bei positionen für den staat z.b.

    auch wenn einige denken das bleibt "nur" bei einigen
    wer das z.b erfahren könnte ..
    der arzt, die akte, die krankenkasse, ggf. apotheke, beamte bei kontrollen die ja nichts notieren..., andere personen bei notbehandlungen , andere staaten die man besucht.., google

    da gibts noch viel mehr


    was wildfang sagt stimmt, ich habe die wirkung und kann trozdem nicht "sehr gut" lernen, dazu gehört mehr als die medis
    Geändert von QUER-LD (17.11.2012 um 18:21 Uhr)

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    hi luxtra

    vorweg: deine formulierung "habs nach vier besuchen bei verschiedenen ärzten letztendlich geschafft, mich diagnostizieren zu lassen" löst in meinem kopf die frage aus: stand denn für dich insgeheim schon fest, dass du die diagnose 'adhs' erhalten willst? - in diesem fall würde ich an deiner stelle nochmals grundsätzlich über die bücher (nicht die japanischen
    falls ich deine formulierung missverstehe, verzeih mir meine bemerkung bitte und vergiss sie gleich wieder.

    auf deine frage (lohnt sich...) gibts wohl keine seriöse allgemeine antwort. jeder mensch tickt anders, inklusive seines stoffwechsels etc. daher lässt sich nur vermuten und hoffen, dass eine bestimmte medikation eine bestimmte wirkung erzielt. wenn du herausfinden willst, ob sich eine medikation für dich "lohnt", dann versuchs. "nur" um dich in die lage versetzen zu lassen, als hochleistungsbüffler verpassten stoff nachzuarbeiten, würde i c h jedoch nicht zu medikamenten greifen, aber auch dies halte ich für eine abwägung, die jedeR für sich vornehmen muss.

    ich kann nur für mich ganz allein sprechen. in meinem fall "lohnt" sich mein entscheid, mein adhs medikamentös zu behandeln, jeden tag! aber auch mit medikation lese ich keine fünf stunden am tag. zumindest nicht regelmässig.

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    Ich habe mich vor 3 Jahren testen und medikamentös einstellen lassen, da war ich immerhin schon 40!
    Endlich konnte ich die äußeren Reize filtern und hatte nicht mehr dass Gefühl verrückt zu werden.
    Es war für mich eine riesen Chance, auch mal in mich gehen zu können und habe erfahren, wer ich wirklich bin und was ich so alles kann (durch häufige Kritik von Außen war mein Selbstwertgefühl ganz schön angeknackst!).
    Ich bin aber auch der Meinung, das "Pillen" alleine nicht genügen, man sollte auch an sich, seinem Verhalten und seinen fest gefahrenen Denkmustern arbeiten!

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Lohnt sich eine Behandlung von ADHS?

    hallo,
    dein bericht war sehr interessant.
    strattera ist ja ein recht neues medikament. der vorteil: kein methylphenidat, sondern körpereigenes noradrenalin. mein sohn nimmt dieses,da kinder unter ritalin oftmals tics entwickeln.es ist im gegensatz zu medikinet u ritalin recht teuer, hat aber auch häufige nebenwirkungen (herz kreislauf probleme) u sollte ärztlich überwacht werden.
    ich nehme medikinet retard- also methylphenidat- in einer recht geringen dosierung (30 mg).
    jeder mensch mit adhs reagiert anders auf die medikamente u benötigt unterschiedliche dosierungen.
    lt. deinem bericht lege ich dir ans herz, dich medikamentös einstellen zu lassen, vieles was du geschildert hast, kenne ich.
    viele dinge im kopf haben (ideen, interessen, etc.), man hat das gefühl verrückt zu werden. man fängt dann irgend etwas an, bringt aber nichts fertig, das frustet total!!
    dazu kommen irgendwelche sprüche, gesten, man wird belächelt oder ständig kritisiert, das baut nicht unbedingt auf!
    wenn hochsensibilität im spiel ist und man sowieso viel mehr mitbekommt/fühlt als andere, ist dies sehr schmerzhaft u verletzend.
    durch die medikamentöse behandlung hast du eine echte chance, dich selbst kennen zu lernen, deinen fokus nur auf dich richten zu können u endlich deine fähigkeiten, dein potenzial, zu erkennen.
    menschen mit adhs sind oftmals hochbegabt oder überdurchschnittlich intelligent, können aber - bedingt durch ihre erkrankung- dieses potenzial nicht nutzen.
    ganz im gegenteil, man wird in der gesellschaft noch verspottet u belächelt.mach dir nichts draus, wenn dir bewusst wird, wer du bist, steigt dein selbstwertgefühl, dann ist der weg frei!!
    ich wünsche dir alles gute.

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