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Diskutiere im Thema Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    Gibt es einen Nachteilsausgleich beim Bafögamt oder der Uni wegen ADHS?


    Ich habe echt durch ADHS große Nachteile und kann nach vorne gesehen evtl. jeden "Vorteil" brauchen.

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    Ja gibt es, geh zu der Behindertenberatung Deiner Uni und zu der Behindertenberatung vom Studentenwerk. Bei letzterer kannst Du eventuell auch finazielle Unterstützung beantragen wie eine Studienhilfe, die vielleicht etwas in Richtung Coaching macht. Ansonsten kannst z.B. längere Fristen bekommen, statt handschriftlich auf Computer eine Klausur schreiben usw..

    Empfehlenswert wäre es, wenn Du Dir vorher überlegst, an welche Stelle Du genau Probleme hast und wie die Abhilfe dagegen aussehen sollte, wenn Du das schon weißt.


    Hast Du schon eien Diagnose? Die wirst Du sicherlich brauchen, damit Du Unterstützung bekommst und als beim Studentwerk Studienhilfe beantragt mußte ich beim Arbeitsamt auch noch mal einen Fähigkeitstest machen, ob ich überhaupt studienfähig war (aber der Test fiel genau richtig aus - zeigte das typische Fähigkeitszacken profil eines ADSlers und die höchsten Werte hatte ich bei den Fertigkeiten, die ich für mein Studienfach benötigte... kurioserweise hatte ich den höchsten Wert bei Gedächtnis´) Sofern Du über einen Behindertenausweis verfügen solltest, kannst Du darauf verzichten.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    Was ich brauche ist, dass ich meinen Leistungsnachweis später erbringen kann für Bafög und mich die Uni nicht exmatrikuliert, wenn ich die CPs nicht habe ^^

    Also in der Prüfungsordnung steht, dass

    (5) In begründeten Ausnahmefällen kann der Prüfungsausschuss die in
    Absatz 1 und Absatz 2 genannten Fristen um bis zu ein Semester ver-
    längern.
    Bafög

    15.3.8 Die Behinderung muß ursächlich für die Verzögerung der Ausbildung sein. In Zweifelsfällen ist das zuständige Versorgungsamt im Wege der Amtshilfe gutachtlich zu hören.

    Bei der Feststellung einer Behinderung ist im allgemeinen von Bescheinigungen anderer zuständiger Stellen (z.B. nach §§ 3 und 4 des Schwerbehindertengesetzes) auszugehen. Vom Amt für Ausbildungsförderung ist gesondert zu prüfen, ob die Behinderung für die Verzögerung der Ausbildung ursächlich ist.

    Hast Du schon eien Diagnose?
    ja, aber der Arzt wollte mir kein Diagnosenschreiben geben, wegen Papiergram. Ich werde aber bestimmt eines bekommen.

    Ich habe noch Kniescheibenathrose, Männert*tten, Testosteronmangel und Schilddrüsenunterfunktion und impingement der linken schulter, krummer Rücken-Hüfte.
    hm..?! sollte doch für Behindertenausweis langen oder?
    Geändert von Peterpan23 (19.08.2012 um 00:43 Uhr)

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    Hallo,

    ich hätte zum gleichen Thema auch noch eine Frage.
    Ich weiss bis jetzt nämlich nur, dass man evtl. länger Bafög beziehen kann, wann man nachweisen kann, dass man ADS hat, aber gleichzeitig auch nachweisen muss, dass man Studierfähig ist.

    Aber was ist, wenn...
    man erst mitten im Studium oder zum Ende hin, selber rausbekommen hat, dass man ADS hat (klar, man muss dieses noch nachweisen) .
    Aber ist es nicht unfair, die gleichen Bedingungen an einen ADS'ler wie an einen "normalen" Studenten zu stellen???
    Wenn ich früher schon Medikamente bekommen hätte, wäre höchstwahrscheinlich einiges viel besser verlaufen... davon mal abgesehen, bin ich dank ADS und den typischen Symptomen nicht ansatzweise so weit im Studium wie ich eigentlich sollte (hinke mind. 2 Semester hinterher) ... Müsste quasi diesen Sommer fertig werden mit dem Studium, aber da ich fast alle Prüfungen mehrmals schreiben musste (2mal) um zu bestehen, brauche ich natürlich auch länger zum studieren. In 3 Fächern hab ich auch nur noch ein Versuch, wenn ich die nicht bestehe, werde ich exmatrikuliert!! Davor habe ich wahnsinnige angst!
    Also hier nun meine Frage: gibt es Sonderregelungen im Studium (besonders bei den Prüfungen), wenn ADS erst mitten im Studium oder zum Ende des Studiums erkannt wird?
    Bin mir nämlich ziemlich sicher, dass es ohne ADS bzw. mit Medikamenten erst gar nicht zum 3.Versuch gekommen wäre.

    (Nur zu Info, habe bis jetzt noch keine Diagnose, also keine Medikamente -wie ihr wisst, dauert das in der Regel sehr lange- bin mir aber absolut sicher, dass ich es habe)

    Liebe Grüße,

    Loana

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    mach doch mal dein eigenes Thema auf, dass wird sicher die ein oder andere Antworten bekommen.

    Du kannst jetzt anfangen in Teilzeit weiter zu studieren(gibt dann kein Bafög für diese Semester) und dir einen Nachteilsausgleich für die Kausuren holen. Aber sobald du einer Prüfung antritts kannst du beim Durchffallen nicht mit ADHS argumentieren.
    Allerdings sind die großen Unis etwas kulanter was die Exmatrikulation bei ADHS aussieht, da kannst du bestimmt 1-2 Semester drüber sein.
    Aber wenn du 3 x Durchfällst, dann wars das.

    Und unfair ist so ne Sache. Nicht jeder kann studieren und ADHS ist eben eine Anomalie, die "behindert". Das muss ich auch akzeptieren.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    Nachteilsausgleich gibt es, wenn ärzlich bescheinigt wird, dass eine Behinderung oder eine "Einschränkung von Krankheitswert" vorliegt, die eine Behinderung beim Studium bedeutet. Das muss auch keine gesicherte ADHS-Diagnose sein, sondern kann sich auch auf die dadurch verursachten Folgen beziehen (Depression, Zwänge etc...).

    Näheres hier: Klick

    Zum Nachteilsausgleich gibt es einige Dikussionsfäden: Klick
    Sehr ausführlich wurde es z.B. hier besprochen: Klick

    Wie Rina Oka oben schon schrieb, kann man dann gegebenenfalls auch "Eingliederungshilfe für Studierende" kommen. Näheres dazu hier: Klick

    Viel Erfolg!

    LG
    Spezi
    Geändert von Spezi (25.08.2012 um 00:08 Uhr) Grund: Link ergänzt

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    Vielen Dank Spezi... für die Links :-) diese werden mir sicherlich helfen!

    Und auch danke an Peterpan23! Hätte normalerweise auch ein eigenes Thema aufgemacht, nur finde ich mich hier noch nicht so richtig zurecht.

    Ganz liebe Grüße,

    Jasmin

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Nachteilsausgleich Bafögamt-Uni durch ADHS?

    Hallo Jasmin,

    abgesehen von den Möglichkeiten von Nachteilsausgleich und Eingliederungshilfe (die man sich aber auch erst mehr oder weniger mühsam "erkämpfen" muss):

    Wenn Du absehen kannst oder den Eindruck hast, dass Du eine Prüfung oder einen Leitungsnachweis bzw. eine ganze Prüfungsperiode etc. aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffst, oder in diesem Semester in der verfügbaren Zeit das Ziel aus eben diesen gesundheitlichen Gründen nicht erreichen kannst, müsstest Du - willst Du Nachteile reduzieren/vermeiden - Dich von Deinem behandelnden Arzt krankschreiben lassen! Bis Du nicht krank geschrieben, laufen alle Fristen. Hinterher zu sagen "ich war krank und konnte deshalb nicht", wird da nicht mehr helfen! Das ist anscheinend den meisten nicht bewusst...

    Auch dazu gab es hier einige Diskussionsfäden. Kurzum: Eine Krankschreibung ist die einzige kurzfristige und unmittelbare Möglichkeit, Nachteile zu mildern oder zu vermeiden, wenn es um Fristen/Prüfungen usw. geht und diese gesundheitlich offensichtlich nicht geschafft werden können. Für die Zeit der Krankschreibung ruhen dann praktisch in der Regel die Fristen - ein Zeitpuffer, während dessen man sich dann um die Abklärung und Perspektive kümmern sollte (Diagnoseabklärung, Behandlung, Neuplanung von Studium und Leben, notwendige Veränderungen, Nachteilsausgleich, Eingliederungshilfen etc...). Nur durch eine Krankschreibung kann man quasi "die Uhr anhalten" - um innezuhalten und sich zu fragen "Wie geht es weiter?" - und neue Wege einzuschlagen.

    Alles Gute Dir für Dein Studium und Deinen Lebensweg.

    Liebe Grüße
    Spezi
    Geändert von Spezi (27.08.2012 um 22:38 Uhr)

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