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Diskutiere im Thema Mein Studium und Ich..... im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Mein Studium und Ich.....

    Hm, interessant, was ihr da so schreibt zu Prüfungen...
    Ehrlich gesagt, ich hatte trotz meines ADS noch nie wirklich Problemen mit Prüfungen im Studium (zugegebenermaßen, ich hatte bisher auch nur ganz wenige mündliche Prüfungen), höchstens mit dem Pünktlich-Antreten
    Bei mir sind das Problem eher die Seminararbeiten, und aktuell die Bachelorarbeit. Ich hab wahnsinnig viele Ideen, welche Themen man da untersuchen könnte (hatte im Vorfeld ca. 15-20 Projektskizzen gemacht), aber als es dann an die konkrete Umsetzung ging, bin ich in Selbstzweifeln aufgegangen - ob das der richtige Weg, die richtige Fragestellung, die richtige Argumentationslinie ist usw. -.
    (Von den Schwierigkeiten, überhaupt nen Gutachter anzusprechen, mal ganz zu schweigen. Irgend eine Stimme in meinem Kopf hat mir ständig vorgesagt: "Wenn das Thema nicht Thema eines bei diesem Dozenten besuchten Hauptseminars war, dann darf es gar nicht für die B.A.-Arbeit drangenommen werden. Und außerdem schaffe ich es ja eh nicht, eine von mir erdachte Forschung von vorn bis hinten durchzuziehen. Und wenns nicht klappt, dann wird das vor dem Dozenten verdammt peinlich.")

    Und die Literaturverwaltung war auch eine Riesenherausforderung, zumal in meinem PC-Betriebssystem das viel gelobte "Citavi" nicht funktioniert und ich von Haus aus ganz bestimmt nicht der Held im Erfinden von Ordnungssystemen bin
    Egal, trotz allem hab ichs geschafft, mir einen globalen Überblick über mein Thema zu verschaffen und kenn jede Menge Details. Bloss: Als ich dann endlich in einer einwöchigen Nachtaktion alles aufgeschrieben hab und das Zeug am nächsten Tag in den Druck gegeben hätte, hab ich - nach einem mit dem Verlust des kompletten Textes verbundenen Computerabsturz - festgestellt, dass meine Argumentationslinie total schief gewesen war, d.h. ich in der Einleitung angegeben hatte, einen völlig anderen Aspekt untersuchen zu wollen, wie ich dann im Endeffekt wirklich im Hauptteil untersucht hatte... Ist das auch ADS?
    Auf jeden Fall bin ich kurz davor, das Ding in den Sand zu setzen, weil ich seit einer Woche keine Rücksprache mehr mit meiner Gutachterin gehalten habe; es war anfangs enorm schwierig herauszufinden, worin das Problem überhaupt lag; und jetzt ist es mir einfach nur noch superpeinlich, so viel Zeit gebraucht zu haben, dass ich eh im Boden versinken würd, bevor ich um eine weitere Verlängerung bitte... (Von meinem ADS weiß die Gutachterin nix, aber die Karte würde ich ziemlich ungern spielen. Ich hab dann immer so ein Gefühl des "Auf-die-Tränendrüse-Drückens"...)
    Ach ja, und außerdem kann ich mich nicht wirklich entscheiden, welchen der vier Argumentationsstränge meiner Arbeit ich weiter verfolgen soll. Aber das ist ja eigentlich eine Sache, die ich mit der Gutachterin abklären sollte...

    Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit schriftlichen Arbeiten gemacht??
    Und wie seid ihr auf eure Dozenten zugegangen, wenn ihr eure Leistungen nicht so abliefern konntet, wie ihr es gerne getan hättet?

  2. #42
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Mein Studium und Ich.....

    isteddu schreibt:
    Habt ihr ähnliche Erfahrungen mit schriftlichen Arbeiten gemacht??
    Und wie seid ihr auf eure Dozenten zugegangen, wenn ihr eure Leistungen nicht so abliefern konntet, wie ihr es gerne getan hättet?
    Ich selbst hatte auch keine oder eher weniger Probleme mit Prüfungen, dafür aber große Probleme mit den Studienarbeiten. Bei Protokollen habe ich mich auch nicht unbedingt leicht getan. Bei mir persönlich und meinem ADS ist das Arbeitsgedächtnis ganz beonders erbärmlich.

    Ich habe folgende Probleme:
    - die falsche Literatur lesen und sich völlig verzetteln, kein Überblick über die Literatur, Chaos in der Literaturverwaltung trotz Ordnungsversuche
    - trotz extremster Anstrengung und ständigem Kontrollieren fehlerhafte Planung von praktischen Versuchen (z.B. im Labor)
    - einige Messwerte vergessen aufzuzeichen -> fast immer unvollständige Tabellen
    - sich festfahren und aufhängen - am liebsten jedes bisschen beachten wollen und ein schlechtes gewissen bekommen, wenn der Einfachheit halber Parameter konstant lassen muss; sich nicht entscheiden können, was weiter untersucht werden muss und was unwichtig ist
    - Datenchaos bei aufgezeichneten Daten (praktische Versuche)
    - Unfähigkeit darüber, in welcher Reihenfolge die Daten dargestellt werden müssen und wie ich Texte, die ich schreibe, gliedere
    - sehr schlechte Auffassungsgabe, wenn mir eine andere Person etwas mündlich erklärt -ich komme gedanklich nicht mit und habe daher keine Fragen; komme mir wie ein Hohlnuss vor und dann entwickle ich so etwas wie Sozialphobie -das belastet mich sehr!
    - Textscheiben ist mir zu linear: ich möchte alles mit allem verbinden, der Satz rennt mir aber in eine andere Richtung weg: müsste dann zu viel doppelt schreiben; überhaupt das Ordnen von gedanen und Textabschnitten
    - Probleme beim Schreiben: fange einen satz an zu schreiben und vergesse während des Schreibens, was ich schreiben wollte
    - häufig schnelle Gedankenblitze: entweder ich verfolge sie -> das Vorherige ist gelöscht; oder ich verfloge sie nicht: mache am Vorherigem weiter und kann mich dann nicht mehr an den Einfall erinnern

    Teilweise habe ich Methoden für mich selbst entwickelt: habe sie vor ein paar Monaten schon mal irgendwo hier im Forum gepostet. Die methoden helfen ein wenig: können aber nie vollständig kompensieren und der Aufwand dadurch ist trotzdem um eiiges höher als bei Nicht-ADS-lern.

    Wie ich mit Betreuern o.ä. umgehe: ich habe meine Diagnose noch nicht so lange und habe früher nichts gesagt. Jetzt möchte ich von den einzelnen Problemen berichten (was mir sehr schwer fallen wird) und versuchen das ein wenig zu erklären, so dass man es eventuell verstehen kann. Ich möchte aber das Wort AD(H)S an sich nicht erwähnen.
    Wie damit umgegangen wird kommt ganz auf die Leute an. Ich hatte bei einer Arbeit versucht meiner Betreuerin etwas davon zu klären, aber sie hatte es nicht gerafft. Jetzt fange ich was Neues an - und ich glaube, ich kann mit den Leuten sehr gut darüber reden.

    Wer mit Abgabezeiten Probleme hat, sollte seine AD(H)S- bedingten Probleme beim Erstellen solcher Arbeiten aufscheiben und zum Ad(H)S- Arzt damit gehen. Vielleicht gibt es einen Nachteilsausgleich.

  3. #43
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Mein Studium und Ich.....

    Oh ja...die Diplomarbeit hat sich bei mir auch endlos gezogen. Die größten Probleme kamen dadurch zustande, dass ich Literatur gelesen hab, einen Argumentationsstrang aufgebaut habe, weitere LIteratur gelesen und alles wieder umgeworfen hab usw. das Thema wurde dann unübersichtlich und ich war die meiste Zeit damit beschäftigt alles, was ich bisher geschrieben hab, nochmal zu lesen. Hab dann die Sätze angepasst und weiter argumentiert. MIt dem nächsten Text hat dann alles wieder von vorne angefangen. Ich weiß nicht, wie oft ich meine Arbeit gelesen habe.

    und so lief das ab: Nachdem ich einen Absatz gelesen hatte, schon wieder vergessen was ich aussagen wollte. Meist hatte ich mehrere Ideen im Kopf, bin ständig zwischen Passagen hin und her gesprungen, weil eine neue Idee angeflogen kam, die ich nicht vergessen wollte. währenddessen natürlich wieder vergessen wo ich war oder was die vorherige Idee war...kurz nachgedacht...schwupps, neue Idee wieder weg, dafür wieder eine ältere vorhanden...also Satz mittendrin abgebrochen und wieder zur anderen Stelle gesprungen...das ganze so lange, bis ich fix und fertig mit den Nerven war! kein Wunder das man von dem ganzen Gehirn-Wirrwarr hundemüde wird.

    Irgendwann nach MOnaten hartem Schreibkampf brauchte ich manchmal stundenlang, bis ich überhaupt was neues geschrieben hab...und dann ist natürlich jegliche Motivation zunichte gewesen. alles hat sich nur noch nach Zwang angefühlt und die Unruhe war furchtbar, die Impulsivität stieg immer weiter und kurz vor Ende musste ich all meine letzten Kräfte aufbringen, um überhaupt mit dem Schreiben anzufangen...Abends hab ich mich gefühlt als ob ich einen Marathon gelaufen bin...vollkommen ausgelaugt und nicht im Stande noch klare Gedanken zu fassen.

  4. #44
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Mein Studium und Ich.....

    verpeilt. schreibt:
    .

    Ideen für einen Nachteilsausgleich bei mündlichen Prüfungen:
    -Zettel und Stifte;
    -Student wird zu Beginn aufgefordert eine Gliederung zu erstellen - bei ungeeigneter Gliederung wird eingegriffen.
    - Prüfer erinnert Student während der Prüfung an die Gliederung
    Ja hört sich sehr gut an, danke für die Tipps. Bin allerdings nicht wirlich überzeugt, dass das die Prüfer so umsetzen würden. Zumindest meine nicht. Leider hab ich meine Prüfungen auch schon fast hinter mir gehabt, bevor ich überhaupt wusste dass ich ADS habe. Vielleicht hätte es einiges leichter gemacht.

    Die Tipps zum Lernen mit Gliederung sind bestimmt wirkungsvoll, wenn man sie denn anwendet. Ich hatte jedoch immer Probleme damit, das mit dem Gliedern durchzuziehen. Irgendwann war es mir einfach "zu viel" mich daran zu halten. DAnn hab ich es nur noch geschafft, einfach die Texte zu lesen und anzumarkern.

  5. #45
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Mein Studium und Ich.....

    Hallo allerseits,

    heute gibts wieder mal eine Nachtschicht. Habe vorgesorgt und schon mal zwei Energy-Drinks gekauft.

    Am Samstag Abend und vor allem am Sonntag hätte ich viiiiiiel Zeit gehabt. Aber wohl nicht genug Druck, bzw. hat mich mein Hyperfokus (im Moment das Thema ADHS ) nicht mehr losgelassen. Am Sonntag vergass ich sogar zu Essen und zu Trinken - hab die erste "Mahlzeit" so um 5 Uhr abends eingenommen. ^^

    Tja, und nun hab ich Stress, denn morgen muss ich ein Handout abgeben für einen Vortrag. Und noch fast nichts gemacht... upps. NIcht zum ersten Mal. (War es schon mal ander?)
    ABER: bin eingermassen motiviert, da die Dozentin nicht so viel von mir hält (ich glaube,ich bin ihr ein bisschen zu eigenwillig), und DER WILL ICH ES ZEIGEN.

    Liebe Grüsse und eine angenehme Nacht )

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Mein Studium und Ich.....

    Jetztaber schreibt:
    "Tja, und nun hab ich Stress, denn morgen muss ich ein Handout abgeben für einen Vortrag. Und noch fast nichts gemacht... upps. NIcht zum ersten Mal. (War es schon mal ander?)
    ABER: bin eingermassen motiviert, da die Dozentin nicht so viel von mir hält (ich glaube,ich bin ihr ein bisschen zu eigenwillig), und DER WILL ICH ES ZEIGEN."


    @ jetztaber:
    wünsch dir ganz viel Erfolg bei deinem Handout!!!!!
    Du schaffst es!!! Drück dir die Daumen, dass dich dein Thema fesselt und du tolle Ideen dazu hast!

    @ an alle:
    An solche Aktionen kann ich mich auch zuhauf erinnern. Früher ging das auch ganz gut, so mit Anfang 20. Jetzt, mit Anfang 30, geb ich in solchen Nächten aber doch eher auf und leg mich ins Bett... vielleicht weil ich es mit Energy-Drinks oder Kaffee nicht so gerne probieren möchte... da komm ich mir immer vor, als würde ich Drogen nehmen (und den Effekt hat das Zeug bei mir auch)...

    Überleg mir - seit ich diese Nächte kaum noch durchhalt - immer, was an solchen Nachtaktionen eigentlich der Vorteil ist; warum mein Körper & mein Wesen das immer von mir fordern. Mittlerweile glaube ich, dass es daran liegt, dass mein Verstand dann nicht mehr ganz so klar ist und ich mir gegenüber mehr Eingeständnisse mache und von meinem Perfektionismus ablasse... als sei plötzlich ein Kanal belegt, der es mir erlubt, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren...
    Den gleichen Effekt erreiche ich übrigens auch mit Alkohol in Maßen (halte ich auch für Drogen) oder Musik... (Dass die Musik nur als Hintergrundgeplänkel dient, das mir hilft, meine Konzentration aufrecht zu halten, merke ich daran, dass ich nach einer halben Stunde merke, dass mein PC-Programm das gleiche Lied schon zum fünfzigsten Mal nacheinander abspielt...)
    Was denkt ihr?

  7. #47
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Mein Studium und Ich.....

    Serenity81 schreibt:
    Ja hört sich sehr gut an, danke für die Tipps. Bin allerdings nicht wirlich überzeugt, dass das die Prüfer so umsetzen würden. Zumindest meine nicht. Leider hab ich meine Prüfungen auch schon fast hinter mir gehabt, bevor ich überhaupt wusste dass ich ADS habe. Vielleicht hätte es einiges leichter gemacht.

    Die Tipps zum Lernen mit Gliederung sind bestimmt wirkungsvoll, wenn man sie denn anwendet. Ich hatte jedoch immer Probleme damit, das mit dem Gliedern durchzuziehen. Irgendwann war es mir einfach "zu viel" mich daran zu halten. Dann hab ich es nur noch geschafft, einfach die Texte zu lesen und anzumarkern.
    Zur mündlichen Prüfung: Zumindest Zettel und Stifte müsste es doch geben, oder? Gab es bei mir zumindest immer und die Prüfer haben es sehr gern gesehen, wenn man etwas aufgemalt hat. Oder versuche den Prüfern mal zu erklären, dass du so etwas wie ein Rechner mit sehr kleinem Arbeitsspeicher bist: du kannst dich nur an das allerletzte erinnern (weil es dich so sehr beansprucht, dich darauf zu konzentrieren), dass das Vorhergehende gelöscht wird. Daher brauchst du externe Hilfsmittel.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich ein wenig lernen konnte, manchmal zwischendurch daran zu denken, dass ich die Gleiderung beachten muss.

    Das was ich im vorherigen Beiraf mit der Gliederung geschrieben habe, gehörte eigentlich zur mündlichen Prüfung, d.h. ich hatte vorgeschlagen nach einer gestellten Frage in der mündlichen Prüfung eine Gliederung auf ein Blatt zu schreiben.

    Die Gliederung durchziehen finde ich auch sehr schwer. Bei schriftlichen Dingen versuche ich die anderen Themen, die in den Kopf kommen, aber nicht zur Gliederung gehören, auf einen extra Zettel zu schreiben und dann mit der Gleiderung weiterzumachen. Leider habe ich zu viele Zettel, bzw. gedanken auf den Zetteln, sodass trotzdem ein heidenloses Chaos entsteht.
    Beim Lernen oder Arbeiten verfassen versuche ich die Gliederung an einen gut sichbaren Platz zu hängen. Ich habe häufig To-Do-Zettel für die Arbeit. Daher kann ich auch den Befehl "Vollständigekit der Gliederung prüfen" auf den To-Do-Zettel schreiben, sodass ich mich auch daran erinnere und die Gliederung vervollständige.
    Prinzipiell finde ich externe Hilfsmittel, die an Arbeitsthemen und die Gliederung erinnern sehr nützlich: das können auch Wecker, Organizer... sein. Im Schreibprogramm lasse ich mir neuerdings auf der linken Seite immer die Gliederung anzeigen.

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.275

    AW: Mein Studium und Ich.....

    Ganze 5 Stunden volle Konzentration - einen solchen Erfolg hatte ich schon lange nicht mehr.


    Soll ich mich vielleicht wieder an Nachtarbeit gewöhnen?

    Bin tatsächlich in eine Art "Flow" gekommen, hatte aber immer noch Mühe, zwischen Handout und Vortrag zu unterscheiden, da ich dazu neige, auf einmal das Ganze (in diesem Falle also den Vortrag) im Blick zu haben.

    Das ist bei mir immer so, auch bei Arbeiten... Ich habe plötzlich eine Vision, wie das "Ganze" sein soll - d.h. ich kenne die Struktur, das Gerüst der Arbeit und wie alles miteinander verknüpft ist. Meine konkreten Ausführungen, wie ich von einem Punkt zum Anderen komme, und schlussendlich das "Resultat", meine Schlussfolgerungen, ist mir aber am Anfang noch nicht klar - was es glücklicherweise auch spannend hält (also eigentlich positiv, wenn ich mich nur konzentrieren könnte).

    Ehm ja, wieder abgeschweift.
    Lustigerweise habe ich gemerkt, dass ich hellwach war, solange ich am Handout gearbeitet habe.
    Kaum habe ich den PC eingeschaltet um hier zu schreiben und etwas für die Vorlesungen morgen nachzugucken, wurde ich zum Umfallen müde.
    So, als könnte ich über meine Leistungen gehen,solange ich auf etwas (hyper)fokussieren kann. Schönes Gefühl

    Aber obwohl ich hundemüde bin, bin ich total aufgedreht... wahrscheinlich wegen des Koffeins.

  9. #49
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Mein Studium und Ich.....

    verpeilt. schreibt:
    .
    Die Gliederung durchziehen finde ich auch sehr schwer. Bei schriftlichen Dingen versuche ich die anderen Themen, die in den Kopf kommen, aber nicht zur Gliederung gehören, auf einen extra Zettel zu schreiben und dann mit der Gleiderung weiterzumachen. Leider habe ich zu viele Zettel, bzw. gedanken auf den Zetteln, sodass trotzdem ein heidenloses Chaos entsteht.

    Beim Lernen oder Arbeiten verfassen versuche ich die Gliederung an einen gut sichbaren Platz zu hängen. Ich habe häufig To-Do-Zettel für die Arbeit. Daher kann ich auch den Befehl "Vollständigekit der Gliederung prüfen" auf den To-Do-Zettel schreiben, sodass ich mich auch daran erinnere und die Gliederung vervollständige.
    Prinzipiell finde ich externe Hilfsmittel, die an Arbeitsthemen und die Gliederung erinnern sehr nützlich: das können auch Wecker, Organizer... sein. Im Schreibprogramm lasse ich mir neuerdings auf der linken Seite immer die Gliederung anzeigen.
    Ich kann dir da nur zustimmen. Die Idee an sich ist super. Ich mach grundsätzlich auch viel mit Gliederungen. Egal ob ich arbeite oder irgenwas schreiben oder Lernen muss, zuerst gibt es eine To Do Liste. Die ist meist schon sehr feingliedrig. Ich zwinge mich wirklich dazu, sie so ausführlich wie möglich zu machen, auch wenn es mich Zeit und Überwindung kostet, weil ich "keine Zeit verschwenden" möchte. Das ist ein blödsinniger Gedanke, weil ich ja viel mehr Zeit vergeude, wenn ich ohne Gliederung arbeite Mit To-Do Liste komm ich auf jeden Fall besser zurecht, da ich ja immer wieder drauf schauen kann, wenn ich abschweife. Außerdem ist es toll, die erledigten Aufgaben FETT durchstreichen zu können

    Beim Abarbeiten von Gliederungen und Listen treten allerdings folgende Probleme auf:

    - Häufig vergesse ich dass ich eine Liste habe!!!

    - Mir springen ständig GEdanken zwischenrein, fange was neues an oder schiebe "schnell" etwas dazwischen, was entweder nicht auf der LIste steht oder drauf steht, aber noch nicht dran ist. Muff! Ohje, was ich da alles aufschreiben müsste, an das ich nciht denken sollte...das würde ja endlose Kreise ziehen Ja das Chaos entwickelt oftmals ein Eigenleben...

    - Häufig habe ich geradezu eine RIESEN ABNEIGUNG, so ein drängendes Gefühl (die Unruhe, Impulse...), mich an die Liste zu halten. Kennt ihr das? WEnn allein das Denken an die LIste bzw. die Gewissheit, sich an die Liste halten zu sollen aggressiv macht? Ich denke das kommt davon, dass ich ständig neue Ideen habe oder mir "wichtige" Dinge einfallen, die ich UNBEDINGT gleich umsetzen will. Wenn ich das nicht kann, muss ich sie aufschieben und dann verschwinden sie gleich wieder, was mich dann frustriert! Oder ich muss sie zwischendrin aufschreiben, was wieder ewig Zeit kostet...dann kann ich sie ja gleich tun

    Aufjeden Fall dauert alles viel länger und das meiste auf der Liste (wenn ich sie denn bis zum Ende beibehalte) schaffe ich nicht. Ich versuch das Gefühl und die Impulse zu ignorieren. Wenn ich die Liste vollständig schaffe.

    Wie schafft ihr es der Liste (oder Gliederung) "treu zu bleiben"?

    Bei der Arbeit schaffe ich es meist besser dran zu bleiben, da ich da meinen Arbeitsplatz habe und ich mir immer bewusst mache, dass ich ARBEITE und nicht wie zuhause ständig die Option habe alles umzuschmeißen. Sehr zur Verbesserung hat auch das MPH beigetragen, ich bleibe einfach mehr auf die Liste fokussiert und vergesse sie nicht ständig.

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Mein Studium und Ich.....

    @jetztaber:

    Freut mich, dass du eine solch erfolgreiche Nachtschicht hattest!

    Kenn ich, solche "Schübe" (ich nenn sie für mich immer "luzide Phasen" ). Nur manchmal stell ich dann am nächsten Morgen fest, dass ich einiges wohl doch zu flüchtig gemacht hab, z.B. dass dann Stellen im Handout verrutscht sind oder so Formatierungskram, was mir in meinem "Schub" gar nicht aufgefallen ist.

    Wie kam das Handout bei deiner Dozentin an??

    Viel Erfolg noch mit dem Referat!!

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