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Diskutiere im Thema Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    Joa, ich dacht ich hau mal meine Verzweiflung hier raus, is ja anscheinend sogar der passende Ort hier.

    Ich bin ein Student - ich muss sagen, ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sein würde. Ich habe ZAHLREICHE Jahre verschwenden müssen. Es ist ein Dielamma gewesen - man rannte zum Arbeitsamt und diese wollten, dass man den psychologischen Test macht. In Mathe nicht sonderlich abgeschnitten - damit unvermittelbar, oder nur schlecht vermittelbar. Also wieder Monate verstrichen und wieder den Test gemacht. Und dumme Tipps und all sowas. Es gab nie auf mich zugeschnitten Hilfestellung. Früher war ich mal deswegen in Behandlung, Gruppentherapie, welche aber absolut fürn Arsch war. Hatte es irgendwie 2 mal versucht in so ner Gruppensache. Aber das war damals jedoch immer der reinste reinfall.

    Und Lösungen gabs ohnehin nicht wirklich. Nie.

    Gepeinigt von sämtlichen Schulproblematiken erreichte ich den Hauptschulabschluss, nachdem ich versuchte den verbesserten Haupt zu machen scheiterte ich kläglich. Dabei lag es nicht am Intellekt, bin ich doch auch in der Hauptschule nie lernerisch aktiv geworden.

    Aber Mobbing führte halt dazu, dass man irgendwie nix mehr wusste mit sich anzufangen. Am Ende schaffte ich es gar, dass die ganze Schule gegen mich war, musste gar Polizei eingeschaltet werden.Ich versuchte auch den Wechsel mittendrin, leider wollte man mich auf einer anderen Schule nicht...somit wieder zurück. Das waren dunkle Zeiten.
    Danach nahm ich Abstand. Zunächst nur ein Jahr Pause, versuchte ich schließlich im 2. Jahr wieder einzusteigen. Wurde nix, es wurde noch ein drittes Jahr(Realschulversuch mit Elektrotechnik. ), da ich aber wusste, dass es nicht mein Ding ist, machte ich einen Rückzieher, damit ich nicht einen machen hätte müssen, wenn ich das beginne.

    Ich fühlte mich nie irgendwo dazugehörig, neben Dingen die ich nicht machte um dazuzugehören, vertrat ich auch Ansichten, die nicht jeder hatte. Und ich war selten meiner nicht treu. Das sorgte für Probleme.

    Dank einer Zeitungsanzeige fand ich eine geeignete Schule. Wenn sie auch privat war, war es dennoch die Möglichkeit Anschluss zu finden. Muss man doch mit Probleme rechnen, wenn 9 Jahre Schulpflicht nicht mehr vorhandne sind.

    Da wurde ich genommen. Sehr gut. Endlich musste ich mich nicht mehr dumm und versagerisch fühlen. Ich war sogar so motiviert.. dass ich nicht einen Schultag fehlte, nicht einen! Und ich war immer pünktlich. Man sah, dass ich es unbedingt wissen wollte, dringlichst.

    Denn einen Job als Maurer konnt ich mir zB niemals vorstellen. Ohnehin hab ich hinsichtlich meiner beruflichen Laufbahn seltsame oder sehr unkonventionelle Ansichten.

    Und so hatte ich dann nach 2 Jahren fachschule meinen astreinen Realschulabschluss. Der Lernaufwand war gering, ich habs halt kompensiert mit Anwesenheit. Nur Mathe und alles was damit in Zusammenhang stand, machte mir Probleme. Ich galt immer als matheschwach. Und ich bekam dafür nie richtige Hilfe. Nachhilfe war teuer und man konnte es sich kaum leisten.

    Ohnehin musste ich mich immer ohne wirkliche Hilfe durchschlagen. Aber der Real war drin. Ich ärgerte mich nur über die vergeudete Zeit. Aber darin war ich gut. Ich hätte ihn eher haben können, aber war ich doch dumm, weil ich den verbesserten Haupt nicht hinbekam, oder? Es war aber Mobbing, nicht die Intelligenz.
    Ich hätte mich mit dem Real bewerben können - ich tat es nicht. Ich wollte es nun wissen. Ich schlug abermals weitere Zeit rauf, damit ich dann auch mein Fachabi machen konnte. Ohja, ein Abi wär auch noch drin gewesen - aber Privatschule is teuer.
    Meine Noten waren eher solala. Moti sank ab. Leute waren doof. Keine Lernpartner, zuviel Mathe und Zeug. War ungut.
    Aber es lag nicht an der Intelligenz.

    Allgemeine Hochschulreife machte ich also nicht - ich woltle sie jedoch so gern Es war ein großer ideller Wert. Mehr als Geld.
    Nunja.. so machte ich ein Praktikum von einem jahr. Das woltte ich NICHT. Ich wollte im Medienbereich arbeiten - hatte gar noch ambitonierte Vorstellungen. Aber ich nahm die Werbeagentur. Das schien auch ganz gut. Das Jahr in dem ich für nicht einen Euro arbeitete fiel mir schwer. Diese Ausbeutung stank zu Himmel. Das ganze kaptialistische System kotzt mich an - und wenn man denn noch vom Vadders zu hören bekam, was man damals selbst als ungelernter verdienen konnte, kotze es mich umso mehr an.

    Dennoch wollte er mich für ne Ausbildung. Ich war hin und her gerissen - wollte ich doch soviel mehr, wollte ich mittlerweile auch studieren. Nach einigen Spinnereien durfte ich dann doch nicht ne Ausbildung da machen, wollte er mir am Ende gar duales Studium anbieten.

    Yeah, zwei Fliegen mit einer Klatsche. Aber es kam anders. Wieso sollte es auch klappen? Der Verräter nahm eine andere die er ausbeuten konnte. Ich war so demotiviert. Hass. Dann bewarb ich mich sinnlos. Ich bekam nach hunderten Bewerbungen nix. Warum? Ich weiß es nicht - ich nahm jemanden zur Unterstützung der vom Fach war und Erfahrung um mich als Fehlerquelle auszuschließen. Ich versuchte alles Mögliche - man nahm mich nicht. Super. Das hätte man sich schenken können. Man muss dazu sagen, dass ich zwar studieren wollte zu dem Zeitpunkt, aber ich wollt erstmal ewtas Geld haben - damit ich falls das Studium länger dauert Nachhilfe hätte leisten können bzw. auch die Studienzeitverlängerung hätte tragen können. Das war der Gedanke.

    Nunja, nach so kraser Verzweiflung.. nahm ich denn was mir bestmöglich in Last Minute Manier in den Sinn kam. Das Studium für Informatik und Design fiel mir ins Auge. Es hatte durchaus eine interessante Kombination und gute Berufsaussichten.

    Ich wusste, dass ich des Wahnsinns sein würde wegen Mathe, aber ich dahcte mir, du findest sicher Studenten, die mit dir lernen - ein gefährlicher Irrglaube. Niemand lernte mit mir. Nie. Und viele distanzierten sich. Ich schrieb nur eine Klausur. nach nem halben Jahr. Es hätten aber noch 3 mehr sein müssen. Aber mathe/Physik( ist zusammengelegt) traute ich mich nicht. Digitaltechnik versemmelte ich und für die andern Dinger war keine Zeit(programmieren, + noch was) da ich noch für 2 andere fächer Abgabekrams hatte joa, schaffte ich es netma die Abgabesachen abzuliefern, weil ich unzufrieden mit dem Endergebnis war.

    Attest verhalf mir Zeit zu gewinnen. Ich war demotiviert - aber das nächste halbe Jahr sollte besser werden. Meine tolle Prokrastination, meine soziale Isolation und ne Menge anderer Externa führten aber zu keinem Ergebnis der Freude. Ich muss nächste Woche 4 Klausuren schreiben und fühle mich für keine bereit.

    Also gar nicht erst angemeldet. Nun muss ich insgesamt 7 Klausuren und insgesamt 4 Projekte abliefern. So is der Zwischenstand nach einem Jahr studieren. Ich krieg net ewig bafög - arbeiten nebenher is undenkbar. Und joa, so geht alles dahin. Und es liegt nicht an der Intelligenz - bin ich gar obwohl ich Mathescheiße bin, der ansicht, dass auch das stemmbar ist, mit geeigneter Hilfe ( ich schrieb in der Oberstufe 10 Punkte.. es geht also)

    Joa, so schauts aus. Ich bin so verhasst von meinen Kommilitionen, weil die mich nicht rallen. Die rallen sowieso nix. Normalos. Standardmenschen. Wesen der Norm. Nur lernen können sie. Struktur haben sie, Organisisation. Und sie sind sozial eingebunden - die lernen Zusammen. Haben ne Menge Knete, da das alles zum Teil wohlhabende Kinders sind. Was will man machen?

    Labern können sie alle nur, sie verstehen ja nichts. Sie sehen nur ihre Welt. Und viele reden wie altkluge Weise, die alles besser wissen und können. Aber sowas verstehen sie nicht, sie sehen es nicht. Ich brauch eines in jedem Fall - Leute die meine fehlende Struktur beseitigen.
    Ich hatte Freitag nochn Vortrag halten müssen. Der war aber alles andere als fertig. Muss ich den vortragen? Ja muss ich, war ALLEIN in einer GRUPPENARBEIT. Die waren alle zu viert oder fünft. Ja, ich war als einzges allein. Und ich war ja nicht fertig. Vortrag+Doku+App.
    ICh hatte die Doku fast. Der Vortrag war Rotz. Sie sagte ich bin gescheitert: warum lässt sie mich denn vortragen? Wieso das alles`? Es war die reinste Demütigung da vorne sowas unferiges abzuliefern. Allein vorzutragen- nachdem man soviele gute Vorträge und Komplettierung sah.. ich fühlte mich dreckig. Und so stammelte ich da mit zusätzlichen technischen Schwierigkeiten meinen Müll runter. Fail.


    Ich bin so der Versager. Ich versuchte noch mit Profs und Prüfungsausschuss-Chef zu reden. Die wissen mit mir auch net weiter. Ich solle Kunst studieren....

  2. #2
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 11.328

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    Hallo randhur,

    Puh! Da hast du echt viel durchgemacht... Ganz fremd ist es mich alles auch nicht. Ich hatte zwar der diagnose als erwachsene bekommen und meine noten waren ehe gut (aber nicht meine intelligenz entsprechend), aber sozial war es bei mich auch so schlecht wie bei dich... Mobbing habe ich auch erlebt und davon krank geworden. Nach eine traumatherapie ging es besser, ich war weniger auf der hut wenn ich mit leute waren und darum auch weniger ausgeschlossen. Ich denke, wir erleben mobbing weil wir anders sind, oder anecken (oder beides) und aus der schmerz verhalten wir uns weiter so um weiter ungeliebt zu werden... Aber aus diese kreis kann man raus. Mit hilfe, arbeit an sich und zeit...

    Allein gelassen, keine hilfe zu bekommen oder nur dumme tips, kenne ich es gut! Es geht sicher viele ADsler so.

    Ich sehe dass du der diagnose als kind bekommen hattest. Und trotzdem kriegst du keine hilfe? Naja, die ADS-kinder die ich beruflich begegnet bin (die diagnose bekommen hatten) hatten auch mit vieles zu kämpfen und hatten auch keine leichte leben.

    lg

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    ja klar, schäden nimmt man irgendwo vom mobbing immer. und das warum ist mir schon klar. wir sind halt wesen mit emotion, verletzbar.(er)
    Als Kind hab ich doch gesagt, so standardgedöns wie unpassenden Bullshit von Gruppentherapie, aber auch Einzel.. jedoch brachte es alles nix, weil irgendwie verkehrt aufhgezogen. Keine Ahnung.
    Was mich ein wenig nervt ist, dass über 30 Leute lesen, aber nur eine schreibt. ADHSLER sind kommunikativ, wo bleibt also eure Kommunikativität?

    Oder hab ich zu großen Batzen rausgehauen, oder zu lang/langweilig geschrieben? >_<

  4. #4
    Lysander

    Gast

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    Hi,
    das mag Dich zwar nerven, dass viele lesen, aber nichts dazu schreiben, allerdings ist das freiwilig und nicht jeder reagiert so, wie Du Dir das vorstellst.
    Was ich jetzt schreibe, wird Dir nicht gefallen. Ich finde es toll, dass Du Dich durchkämpfst und den Mut nicht verlierst. Mir fällt allerdings in Deiner Schilderung auf, dass es immer nur die anderen Menschen sind, die an Deiner Misere schuld sein sollen. Mobbing in der Schule, dann der Verräter und jetzt "rallen" Dich die Mitstudenten nicht. Wo ist denn Dein Anteil an dem Ganzen?

    War das kommunikativ genug?

    Lysander

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.942

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    Hi Rhandur, dein Beitrag ist sehr lang, das kann manche die vielleicht reingeklickt haben auch "abschrecken".

    Ich hab versucht alles zu lesen und zu verstehen, ich denke, es ist gut das Du hergefunden hast.
    Ich rate Dir, nicht nur auf Antworten zu warten, sondern auch aktiv (Suche funktioniert ganz gut hier) nach Stichworten die zu Deiner Situation passen, zu suchen, eventuell gibt es doch noch mehr zu finden im Forum als nur Leidensgeschichten anderer...


    Die Frage die Lysander schon herausgestellt hat ist auch wenns hart klingt, recht treffend.

    Es gab eine Zeit da habe ich genau so gefühlt/gedacht wie Du es hier beschreibst.

    Hab versucht dahinter zu kommen, da ich ja wusste das ich nicht unintelligent war, was um Himmels willen mit mir falsch läuft, das mich keiner in der Gruppe will, ich nirgendwo dazugehöre, ich nicht die selben dämlichen Aufgaben erfüllen konnte wie all die anderen, warum mein Fleiss nie lang anhielt oder meine Selbstmotivation /-organisation mir immer unerklimmbare Berge vor die Nase setzte, wo doch eigentlich nur normale Aufgaben warteten, einfach begonnen zu werden.
    Nun weiss ich es. Ich lerne immer noch, zielorientierter zu denken, versuche herauszufinden, welche Arbeitsweise zu mir passt, welche Denkschritte ich vermeiden sollte, etc.pp.

    Ich sehe, das Du eigentlich weisst, wer in deinem Leben verantwortlich ist, nur der Frust gegenüber all den anderen wächst natürlich.

    Dein erster Schritt sollte sein, nicht nur zu sagen was alles schief gelaufen ist, sondern herauszufinden zu wollen, warum.

    Das hat Dich ja schon hergeführt.
    Gut so!
    :-)

    Und wegen der Verzweiflung...

    Sag Dir einfach selbst: Es wird besser.
    Das hilft, Hoffnung zu fassen und Mut wiederzufinden.

    Wie sind die Tatsachen jetzt, bezüglich Studium?
    Kannst du, willst du etwas anderes machen?

  6. #6
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 11.328

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    Hallo randuhr,

    Es kann passieren dass 30 lesen und nicht antworten. Weil sie schlicht nicht wissen was dazu sagen.

    Vielen kenne vielleicht das thema schon, aber darauf antworten ist auch nicht sehr einfach und einigen verzichtern darauf.

    Vielleicht ist es auch weil du neu bist und viele kennen dich noch nicht und können dich noch nicht einschätzen. Es kann sein dass einigen auch später dich antworten. manchmal muss ich auch zuerst überlegen bevor ich antworte.

    Sonst weiss ich aus erfahrung: Wenn man in sein leben viel gemobbt war, reagiert man sehr enpfindlich auf wie andere uns behandeln. Der kleinste mucks kann ein trigger sein. Es kann auch ein grund sein dass so wenig antworten: sie spüren auch dass sie schnell falsch antworten können.

    Sonst gibt es auch leute die deine beitrag mögen oder solche die dich dafür danken. Ich hoffe du hast es gesehen.

    @ Lysander: da muss ich dich auch ein wenig wiedersprechen: Die ganze märchen dass der mobber irgendwie selbstschuld ist, ist wirklich quatsch!!! Damit macht man der opfer noch mehr kaputt. Aber eben, mobber mache es so geschickt dass sie ihre ganze umfeld davon überzeugen dass der gemobbte provoziert hatte. Gemobbt wird oft wer anders ist, oder schnell zu nerven oder... Es kann auch eine ganz liebe kind sein der sich nicht gut wehren kann.

    Ich hatte es auch als kind erlebt. Man hat mich allein gelassen weil es hat geheissen, ich provoziere auch. Naja, wie alle kindern es immer wieder machen oder?

    Draus zu kommen war keine einfache sache. es ging durch eine therapie (als erwachsene) und jetzt noch muss ich einiges an kommunikationfähigkeiten lernen (da war ich nicht gut, aber bin ich auch nicht schuld dort nicht sehr gut zu sein).

    Ich habe mal einige gute links dazu gefunden:

    http://www.entwicklung.psy.unibe.ch/..._09Alsaker.pdf

    http://www.entwicklung.psy.unibe.ch/...09_alsaker.pdf

    lg

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.942

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    Sonst weiss ich aus erfahrung: Wenn man in sein leben viel gemobbt war, reagiert man sehr enpfindlich auf wie andere uns behandeln. Der kleinste mucks kann ein trigger sein. Es kann auch ein grund sein dass so wenig antworten: sie spüren auch dass sie schnell falsch antworten können.
    Das war genau mein Grund, erst "nur" zu danken, ich brauchte eine Weile, bis ich mich doch noch zum Schreiben durchrang. Ich finde Lysanders Kommentar trotzdem sachlich richtig, wenn auch unbequem, so nachgefragt zu werden. Das mag sein.

  8. #8
    Bulme

    Gast

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    ganz schön anmaßend... jeder kann schreiben, wann er will. nicht jeder adsler ist so super kommunikativ oder findet alle texte langweilig.

    es geht wohl nicht darum, hier opfer von mobbing oder deren erfahrungen mies zu machen, sondern die einstellung "ich bin so der versager, aber die andern sind schuld dran, ich kann nix mehr ändern!"
    klingt für mich ein bisschen nach fishing for mitleid.
    man KANN da raus. habe es auch geschafft, ich wurde von klein auf bis zum ende gemobbt, ich weiß wie grausam das ist! aber ich habe dieses kapitel nun beendet und gehe weiter, nicht alle menschen sind böse, manche versuchen ja sogar zu helfen.

    aber mit so einer einstellung wird das wohl kaum was.

    somit auch von mir: daumen hoch, lysander.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    Lysander schreibt:
    Hi,

    das mag Dich zwar nerven, dass viele lesen, aber nichts dazu schreiben, allerdings ist das freiwilig und nicht jeder reagiert so, wie Du Dir das vorstellst.
    Was ich jetzt schreibe, wird Dir nicht gefallen. Ich finde es toll, dass Du Dich durchkämpfst und den Mut nicht verlierst. Mir fällt allerdings in Deiner Schilderung auf, dass es immer nur die anderen Menschen sind, die an Deiner Misere schuld sein sollen. Mobbing in der Schule, dann der Verräter und jetzt "rallen" Dich die Mitstudenten nicht. Wo ist denn Dein Anteil an dem Ganzen?

    War das kommunikativ genug?

    Lysander

    Ist mir eh klar, dass man auch solche Reaktionen wie die deinen zu erwarten hat.

    Die einzige Schuld die es bei mir offensichtlich gibt ist, dass ich auf Schwächen überreagiere und dies "gemerkt" wird. Und dies bedeutet, es macht Spaß diesen Menschen dann damit aufzuziehen, zu treten - halt niedermachen zu können. So schauts aus. Und weil ich eben meine Ansichten vertrete, oder nicht den Rand halten kann, wenn man es müsste. Ich sage, wenn es mir nicht passt. Aber ich sage es mit Begründung. Ich finde dazu kann ich stehen - bzw. sollte es. Und das ich hier mit gewisser "Ungeduld reagiere"liegt an der momentanen Sachlage, logisch, oder?
    Ich will oder brauche schnell Lösungen.
    Mein Anteil ist, dass ich sage, was an mir nicht stimmt. Und trotzdem verstehen sies nicht. Ich kanns auch unterschiedlich sagen, es führt zu nix. Sie haben ihre Wahrnehmung und ich meine.

    Soweit klar, oder noch was unklar?

    @Bulme

    Sauber, natürlich ist das anmaßend, aber wie ich schilderte liegt eine krasse Ungeduld und Verzweilfung zugrunde - ist sowas nicht dann irgednwo normal? Ohnehin sollte man solche Verhaltensweisen doch hier kennen, oder?

    Und ich hab nicht von Adsler gesprochen, sondern ADHSler und ich kenne ne Menge davon und jeder hat das Redeflussyndrom gehabt. Und wenn nicht da, dann zumindest im Schriftlichen.
    Das ist meine Erfahrung. Und auch dies findest überall wieder. Wenn das so nicht vorliegt, dann ist die Form die gegeben ist, anscheinend nicht so stark.
    Und ich würde sagen bei mir ist enorm ausgeprägt.

    Achja, nunja, ich fühl mich jetzt dennoch nicht zwingend gut beraten, auch wenns gewiss nen Versuch ist. Im Grunde erkenne ich hier teilweise gar "Standardreaktionen" von Normalos. Das entsetzt mich dann durchaus, denn gerade hier sind doch Menschen die Ähnliches erleben wie ich dies tat, oder? Liegt dann nicht auch zeitgleich dann eher etwas vor, dass man als "verstehen" sehen kann?

    Vielleicht denke ich da auch falsch oder ihr seid "weiter" als ich und ich stehe noch in einer kritischen Entwicklungsphase. Aber mal ehrlich- ich SUCHE die Kommunikation. Nicht nur hier. Mit Studenten, mit Ärzten und mit zahlreichen anderen Dingen. Glaubt ihr das fruchtet wirklich? Tut es nicht. Und das mir das auf den Zeiger geht, dass es alles so lange dauert in diesem ohnehin schon schneckenlangsamen System. Ich musste jede beschissene Instanz durchschreiten, mich mit jeder Form der Bürokratie befassen, jede noch behinderte Möglichkeit ergreifen, jeden noch so kleinen Versuch testen. Und du fällst trotzdem auf die Fresse.

    Das mach unzufrieden und unglücklich.

    Und ich geb zu ich bin auch etwas gereizt. Wie dem auch sei die Stimmung ist schlecht bislang und bis auf der netten Person mj71 fühl ich mich weder verstanden noch kA. Und Mitleid such ich eigentlich nicht. Aber irgendwie find ich rückblickend hier zu schreiben war insgesamt eher ein Fehler. Ich hätte maximal passiv sein sollen, sprich hier lesen und gut wär gewesen.

    Und ich denke ich bleib erstmal nur beim lesen und lass es bis auf Weiteres sein. Danke soweit.


    Edit: Ich hätte rein von der Gesamtinformation um ein ansatzweises akkurates Verständnis zu ermöglichen MINDESTENS 10 Seiten voller Text schreiben müssen. Ich hab sehr viel unter den Tisch fallen lassen, ich hab sehr vieles nur angerissen und vieles nur mangelhaft geschiildert. Das Gesamtbild könnte zwar zu besseren Verständnis beitragen, vielleicht... es ist ein gigantisches Gesamtkonstrukt, welches mich behindert und ausgrenzt bzw. in Verständnislosigkeit und Überforderung mündet. Also ich habe das @stargazer das "Warum" habe ich nicht dargelegt - dann wären wir zB nicht mehr bei 10.. dann könnten es auch 50 Seiten Text werden. Wir können eine dicke Story draus machen, die niemand lesen wird, lesen kann. Es ist einfach nicht einfach, glaubt mal.
    Geändert von Rhandur ( 1.07.2012 um 15:11 Uhr)

  10. #10
    Bulme

    Gast

    AW: Vom Aufstieg zum Abstieg - Geschichten eines Versagers

    ich zitiere: "Und das mir das auf den Zeiger geht, dass es alles so lange dauert in diesem ohnehin schon schneckenlangsamen System. Ich musste jede beschissene Instanz durchschreiten, mich mit jeder Form der Bürokratie befassen, jede noch behinderte Möglichkeit ergreifen, jeden noch so kleinen Versuch testen. Und du fällst trotzdem auf die Fresse. "


    das geht hier nicht nur dir so. was glaubst wie ich diesen papierkram und systemschrott hierzulande so verachte! da könnt ich im hohen bogen um mich kot**!
    dass du unglücklich und unzufrieden bist, ist doch logisch! das war ich (und ich rede hier sicher im namen vieler anderer) auch, ich habe vollstes verständnis für deinen rage!
    nur.... dann bring dich selbst wieder auf die beine. schau doch nach vorne.. oder zur seite oder wo auch immer. das leben ist nicht nur bürokratie und scheiß umgang! es gibt noch was anderes als jobsuche, therapie und rotz! nur dein umgang hier mit denen, die diese negative einstellung nicht befürworten, find ich schlecht.

    und versteh mich doch auch, wenn ICH mich von ausdrücken wie "liest hier denn keiner mal?? ist der text zu langweilig für euch oder was??" oder "ich dachte, hier kriegt man auch mal anderen rat als von den blöden normalos" angegriffen fühle. man muss nicht auf mitleidende einkloppen....

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