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Diskutiere im Thema Umschulung: Frage an die "im sozialen Bereich tätigen" im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 54

    Frage Umschulung: Frage an die "im sozialen Bereich tätigen"

    Hallo Ihr Lieben!

    Nach langer beruflicher Irrfahrt bin ich einige Zeit vor meiner Schwangerschaft arbeitslos geworden. Das Arbeitsangebot, welches ich damals hatte, wurde aus diesem Grund zurückgezogen, so bin ich noch vor der Geburt meines Sohnes in HartzIV "gerutscht". Für die Elterzeit habe ich mir vorgenommen, DEN BERUF zu finden. Ihr wisst schon: Beruf und Berufung und so

    Aber wie so oft: Tausende Ideen, die sich als nicht stimmig erwiesen. Bis auf einen roten Faden: Ich möchte gerne mit Jugendlichen arbeiten. Aber leider komme ich beruflich aus einer ganz anderen Ecke, die gar nicht sozial ist (Bank ). Ich kenne mich also nicht aus, weiß nicht wo mein Weg sein könnte als Quereinsteiger. Überall treffe ich immer wieder auf: Studium Sozialpädagogik oder ähnliches Pflicht..........

    Nun habe ich mit etwas Glück die Möglichkeit, eine Umschulung zur Sozialassistentin zu machen. Diese Ausbildung ersetzt hier bei uns den Beruf Kinderpfleger. Die Ausbildung zielt darauf ab, hinterher in Krippen und Kitas eingesetzt werden zu können.

    Ich kann mir vorstellen eine begrenzte Zeit mit kleinen Kindern zu arbeiten. Aber auf lange Sicht möchte ich eben in die Jugendarbeit.

    Wie seht Ihr das? Kann diese Umschulung ein Weg sein? Ich habe schon zwei abgeschlossene Ausbildungen, und möchte nicht wieder Zeit vergeuden - wenn Ihr versteht wie ich das meine.

    Macht es überhaupt Sinn mit einer so schwammigen Vorstellung loszuziehen, oder sollte ich schon konkret sagen können, wie die Arbeit aussehen soll? Denn mir schwebt zwar etwas in Richtung Streetworker vor, aber genau kann ich das noch nicht sagen, da mir einfach die Einblicke fehlen.

    Vielleicht könnt Ihr einfach mal Euren Senf dazusenfen, da wäre ich Euch wahnsinnig dankbar! Denn, ehrlich gesagt, ich hab das Gefühl ich blick da nicht mehr durch..... und habe auch ständig diese Angst im Nacken, nur nicht wieder was falsches anzufangen, denn beruflich habe ich schon langsam das gefühl dass mir die Zeit wegrennt

    So, und jetzt schreib ich nix mehr, kommt eh nix produktives mehr

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 386

    AW: Umschulung: Frage an die "im sozialen Bereich tätigen"

    Hallo Ich,

    mein erster Gedanke als ich deinen Beitrag las, war....mach, wenn möglich Praktika.
    Eine grobe Vorstellung zu haben ist schonmal gut, aber reicht absolut nicht, wenn du, wie du sagst, keine Zeit verschwenden willst.
    Den Beruf Sozialassistent kenne ich nicht, aber so wie du es beschreibst, würde dir die Umschulung nicht wirklich helfen um dann im Jugendbereich zu arbeiten.
    Und auch da gibt es so viele verschiedene Arbeiten...

    Ich bin aus dem sozialen Bereich.
    Ich wollte nie Erzieherin werden, weil ich keine Lust auf Arbeit mit KIndern hatte, hatte ja auch selber schon 2 zuhause. Aber der soziale Bereich sollte es auf jedenfall sein.
    Ich hab dann Heilerziehungspflegerin gelernt, wollte in die Behindertenarbeit, aber auch hier wieder, mit Erwachsenen bitte, nicht mit Kindern arbeiten.

    Schon während des Anerkennungsjahres merkte ich, dass es das doch nicht so richtig ist. Alltagsbegleitung, Förderung von schwerstmehrfach Behinderten Menschen war zwar eine Sache, bei der man sehr viel von den Menschen bekommt mit denen man arbeitet, aber arbeitstechnisch fühlte ich mich schon damals unterfordert.

    Danach war ich erstmal länger arbeitslos, war Eigenverschulden...

    Durch Zufall kam ich dann in die Integrationsarbeit. Es ging um Schulbegleitung, aber nicht in der Form, wie es auch viele unausgebildete Menschen machen, sondern als Fachkraft, schwer verhaltensauffällige oder Kinder mit Asperger Syndrom mit erschwerter Symptomatik, zu betreuen.
    Erst dachte ich, och ne....doch mit Kindern arbeiten, ist ja noch weniger Abwechslung zum Alltag und sicher auch langweilig.
    Da es stundentechnisch aber Ideal war, so gerade eben ein sozialversicherungspflichtiger Job, hab ich zugesagt.

    Ich kam dann an eine Förderschule für soziale und emotionale Förderung, mein Klient war schwer traumatisiert und sehr Verhaltensauffällig.
    Und siehe da, ich hatte eine Herausforderung, keine Langeweile und fühlte mich unheimlich wohl.
    Doch das ganze wurde noch getoppt, denn irgendwann stellte ich durch die Arbeit an der Schule fest, dass es mein Ding wäre, die Kinder zu unterrichten.
    Und nun werde ich, wenn ich den Studienplatz bekomme, ab dem WS Lehramt studieren.

    Hätte mir, einem Menschen mit langer Mobbingvergangenheit der heute noch Probleme hat, wenn er Schulen betritt oder Lehrern und Schülern begegnet, irgendjemand mal gesagt, dass ich Lehrerin werden möchte, ich hätte ihn für total gestört gehalten!

    Warum erzähl ich dir das?
    Um dir zu zeigen, dass du damit rechnen musst, deinen Traumjob nicht auf anhieb zu finden. Und die Ausbildungen/ Erfahrungen die man in der Zeit macht, sind nie verschwendete Zeit.
    Genau diese verhelfen dir dazu, herauszufinden, was du willst und was auch nicht.
    Und um Gottes Willen, breche nicht ab, wenn du merkst, es ist nicht so dein Ding. Jede Quali im Lebenslauf erhöht deine Chance auf Arbeit später...
    Es sei denn, du quälst dich extrem, dann ist abbrechen sicher besser.

    Du kannst dich sicher noch was ausführlicher beraten lassen und wie ich schon sagte, vielleicht das eine oder andere Praktikum machen, aber es kann trotzdem gut sein, dass du noch mehr als einen Weg gehen musst, bis du das Gefühl hast, im richtigen Job angekommen zu sein.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 56

    AW: Umschulung: Frage an die "im sozialen Bereich tätigen"

    Hallo,

    Aslo ich bin ebenfalls Heilerziehungspfleger. :-) Ich arbeite im Kinder und jugendpsychiatrischen Bereich. Also keine "klassische" Behindertenhilfe. Der Job bietet dir halt ein relativ breites Spektrum. Sowohl vom Alter, als auch von der Art der Bekleitung. Aber liegt auch nicht jedem. Mit "Sozialassistentin " hab ich auch keine Erfahrung. So weit ich weiß braucht man aber in der Regel als Streetworker ein SozPäd Studium. Ansonsten Mit Jugendlichen gibt es noch Jugend- und Heimerzieher. Sowohl dafür, als auch für den HeP gibt es sowohl rein schulische, als auch duale Ausbildungen.

    Gruß

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Umschulung: Frage an die "im sozialen Bereich tätigen"

    Ich danke Euch für Eure Antworten :o) Ich muss sagen, dass ich ziemlich überrumpelt war von der Möglichkeit der Umschulung, daher wollte ich soviele Informationen wie möglich holen. Und das eben in kürzester Zeit, den die Bewerbungsfrist für die Umschulung endet diese Woche (wo ich mich doch immer so gut entscheiden kann ^^).

    Ich habe Glück gehabt, die eine Erzieherin in der Krippe meines Sohnes hat an genau der gleichen Einrichtung ihre Umchulung gemacht, und mit der habe ich mich lange darüber unterhalten.

    Bin dann nochmal in mich gegangen, denn ich muss ja auch an meinen Lütten denken...

    Meine Entscheidung: in diesem Jahr noch nicht. Ich habe noch bis Mai 2013 Elternzeit. Die habe ich genommen, damit ich ganz für mein Kind da sein kann. Und die Umschulung ist jedes Jahr. Ist halt eine Vollzeit-Umschulung mit Blockwochen. Das möchte ich ihm nicht antun..... also willich ein Jahr abwarten und dann mal sehen. Ich denke dann sehe ich klarer, und vielleicht habe ich auch ganz viel Glück und werde dann ach die Möglichkeit für ein Studium haben. Drückt mir die Daumen!

    So, das ganze muss ich morgen früh erstmal meinem "Berufsberater" klar machen *schluck*

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Umschulung: Frage an die "im sozialen Bereich tätigen"

    Hallo!

    Ich kram das hier mal wieder aus...bist du denn schon weiter gekommen mit deiner Entscheidung?

    Also ich bin Erzieherin/Sozialassistentin....die Sozialassistenz ist die Vorstufe (nicht in allen Bundesländern) , um zur Erzieherausbildung zugelassen zuwerden.
    Als SA arbeitet man (leider) nur mit kleineren Kindern...die Arbeit mit Jugendlichen ist nur Erziehern und Studies SP vorbehalten.

    Erzieherin und SA ist ne reine schulische Ausbildung.... Vorteil: viel vorgegebene Struktur

    Nachteil: das Amt wird dir wohl nur ne Weiterbildung zur SA sponsern...Erzieherin müsstest du dann selber finanzieren. SA ist ne gültige Ausbildung und das Amt ist danach raus, alles andere wäre dein Privatvergnügen....

    Studium (Sozial)Pädagogik ...

    Vorteil: So lang dein Lütter unter 3 ist finaziert das Amt dich eh, kannst also auch studieren! Und mit nem Kind unter 14 Jahren fallen die Studiengebühren weg!
    mit dem Studium kannste überall arbeiten, nicht nur erzieherisch sondern auch beratend...(JA, Gericht, usw.) und natürlich auch in der Jugendhilfe!

    Viele FH´s und Uni´s bieten zudem auch ne Kinderbetreuung an!

    Nachteil: Du musst alles selber organisieren und dich struktuieren...

    Ich selber arbeite in der Jugendhilfe als Gruppenerziehern im Schichtdienst (super toll abwechslungsreich)...und verdiene genauso viel wie ne studierte und meine Erfahrung hat gezeigt, dass Studies (sorry) echt keinen Plan haben von der Praxis, leider, alles Theoretiker aber keine Basiskämpfer...und denen musste ich auch immer alles 3 mal sagen und die hatten wohl kein ADHS

    Ne Ausbildung zur Erzieherin ist schon was feines, bekommst sehr viel in deinen Praxis-Rucksack und gerade an solchen Fachschulen haben die extrem viel Verständnis für "Anderstickende"

    Wünsche dir alles Gute für deinen weiteren beruflichen Weg!


    Viele Grüße

    Chaosbiene

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