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Diskutiere im Thema Nicht gut genug- für mich, für andere? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    Nicht gut genug- für mich, für andere?

    Hey, studier jetzt im zweiten Semester, nachdem ich schon ein Studium abgebrochen hab und es mir zu der Zeit sehr bescheiden ging (anderes Thema). Na ja jedenfalls ist jetzt zwar alles besser geworden und ich fühl mich in dem Fach auch total aufgehoben. Aber jetzt zu dem Problem. Hab versucht mir den Perfektionismus abzutrainieren als ich das Studium angefangen hab, um mich selbst nicht mehr so unter Druck zu setzen. Schön und gut, aber was macht man, wenn die "Gesellschaft" die Latte so hoch legt und einen damit unter Druck setzt? Ich hab zwei Klausuren mit 1,7 bestanden, Mündliche ne drei (nur weils haltne Mündliche war). Ich wäre ja auch zufrieden damit, abe rwenn ich dann höre, dass der Durchschnitt, um später nen Platz im Masterstudiengang zu bekommen bei 1,5 liegt, ja dann könnt ich durchdrehen und ja, dann bin ich wieder nicht mehr zufrieden mit mir. So kann man sich doch nicht mal mehr über ne 1,7 freuen und besser gehts halt nicht, wenn man ständig dumme Fehler macht, obwohl man vorher noch wusste, wie es richtig geht. Ich versuch schon solche Gedanken zu verdrängen, dass ich mir nachher drei Jahre lang den A.. aufgerissen habe, um dann nicht weiter machen zu dürfen und mir meinen Berufstraum zu erfüllen. Wofür strengt man sich denn an, um gut zu sein, aber eben leider nciht gut genug... Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie das gehen soll, man soll seine Ansprüche an sich selbst runterschrauben und am Ende bringt einen das doch nciht weiter. Ich bin ja schon froh, wenn ich mal einen Tag lang "vernünftig funktioniere" und mich an meine Pläne halte, auch was den Haushalt betrifft und so. Wie soll ich denn da denken, dass ich gut genug bin, wenns keiner anerkennt, weil keiner versteht, was es für ne Anstrengung war. Kann mir mal jemand verraten, wie ich stolz auf etwas sein soll, was andere ganz locker hin kriegen? Fängt jA Hhier zuhause schon an, ich kann nicht stolz drauf sein, wenn ich zb geschafft hab, mal meine Küche zu putzen, weil es eben jedem "normalen" Menschen so locker von der Hand geht. Wieder anderes Thema, aber iwie lässt sich das Problem ja auf alle Lebensbereiche übertragen

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Nicht gut genug- für mich, für andere?

    Hallo,

    so wie ich das sehe und deinen Text interpretiere (korrigiere mich ruhig, sollte ich mich irren):

    der "Trick" dabei ist, über soviel Selbstvertrauen zu verfügen damit man sich durch Vergleiche mit anderen und mangelnde Anerkennung nicht selbst runter zieht. Wenn du selbst schon von Grund auf zufrieden mit dir bist, dann kannst du deine Energie nach außen richten, anstatt dich selbst zu kritisieren (was enorm anstrengend und destruktiv zugleich ist und dir auch den Blick auf wesentliche Dinge nimmt).
    Den Weg zu einem guten Selbstvertrauen muss jeder selbst gehen (was aber nicht heißt, dass man sich nicht auf andere stützen kann) - aber der Wille muss der eigene sein. Es sind Fragen wie: Was baut mich auf, was macht mir Spass, wo kann ich etwas erreichen mit dem ich mich (und ggf. andere) glücklich machen kann?

    Wie lässt sich das im Alltag umsetzen? Beobachte dich selbst, hör auf dich und nimm dir die Zeit dich zu verstehen. Wenn du dich wirklich in deinem Alltag so stark eingeschränkt fühlst, dass du darunter leidest, dann ist es auch Zeit, dich Rat bzw. Hilfe zu holen.

    Wenn dir das Studium und der daraus resultierende Beruf Freude bereitet, dann ist das doch an sich genau das richtige. Ist der Master denn unabdingbar für deinen Traumjob? Ich nehme an, du studierst grad Bachelor.
    Die Noten sind auch immer nur eine Sache - es sind halt Momentaufnahmen der Leistungsfähigkeit. Zudem ist es doch erst das zweite Semester - da kommen noch mindestens drei theoretische und auch noch eine Abschlussarbeit. Ein Prof. bei uns sagt immer, man soll das Problem in Teilprobleme zerteilen und jedes für sich bearbeiten, sonst verliert man den Überblick. Für mich ist das nachvollziehbar. Erst das eine, dann das andere. Wenn du jetzt schon panisch wirst wegen einem Notendurchschnitt der in 2 Jahren vielleicht garnicht mehr aktuell ist, dann wirst du nur dir selbst damit schaden. (ist nur meine persönliche Meinung - auch, weil ich vor nicht allzu langer Zeit ganz ähnlich dachte).

    Alles Gute

    MfG
    Chaoticus

    PS: eine 1,7 ist doch klasse und mittlerweile kann ich mich auch ab und an über eine saubere Küche freuen

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