Hallo,

nun denn.
Ich werde , wenn nichts dazwischen kommt, am 1. September wieder anfangen zu arbeiten.
Ich habe das Ende der Elternzeit immer wieder aufgeschoben, aufgeschoben, aufgeschoben...
naja ihr kennt das ja mit den Entscheidungen.

Jetzt steht es fest und ich muss Einstieg, Arbeitszeiten etc nur noch mit meinem Chef besprechen.
Ich bin jetzt schon aufgeregt ohne Ende.

Wie hier schon beschrieben, wurde erst seit meine Tochter geboren ist, mein Verhalten
richtig auffällig und darum endlich hinterfragt.

Es ging gar nichts mehr.
Darum ist jetzt wo ich mein Leben aufmerksamer und wertschätzender betrachte klar,
dass ADHS sehr wahrscheinlich ist .


Ich muss mich nicht mehr beschuldigen in meinem Leben immer wieder versagt zu haben,
weil ich zu langsam, zu faul, zu stur, zu abgedreht für andere war.


Mit Hausärztin und Neurologin ist alles abgeklärt,
aber auf nen Termin für ´nen Test muss ich noch bis Juli warten. Knirsch...


Ich weiß gerade gar nicht mehr wie ich mein Leben und meinen Beruf überhaupt organisiert kriegen soll.
Manchmal bin ich zur Zeit total aufgekratzt, dann fühl ich mich fast apathisch, neben mir,
als würde mein Leben vorbei laufen und ich mache so mit ohne anwesend zu sein.


Ich weiß mein Mann steht total hinter mir und er wird mir in jedem Fall helfen, bei meinemWiedereinstieg.
Bloß keiner ,auch er nicht, kann nachfühlen, wie es in mir aussieht. Ich weiß gar nicht wo ich grade bin.

Aber ich möchte nicht mehr, dass mein Leben einfach so "mit mir geschieht", ich will aktiv an meinem Leben teil haben.

Ich weiß aber gar nicht wo ich anfangen soll.

Insbesondere fürchte ich mich meine beiden Kolleginnen meines Teams zu enttäuschen.
Ich habe schon so oft in meinem Leben Kolleginnen enttäuscht und habe immer wieder den Arbeitsplatz gewechselt.

Wie so ein Einsiedlerkrebs, der ein Häuschen weiterzieht, um dort erst alle zu begeistern
und am Ende doch in den Wahnsinn zu treiben.


Ich habe mich immer gefragt, was mache ich falsch.
Nahm mir stets Arbeit mit nach Hause damit ich alles so perfekt schaffe wie ich es mir vorstelle.
Versuchte mich zu engagieren, neue Ideen mitzubringen, dann verlief meine Initiative doch wieder im Sand,
die anderen ziehen an mir vorbei und ich bin unzufriedener als zuvor.

Ich hoffe ich schreibe nicht zu sehr durcheinander, aber ich bin glaub ich einfach durcheinander.
Chaos im Kopf und im Herz...

Es grübelt
die Niccy