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Diskutiere im Thema Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 93

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    Wotemer schreibt:
    D Sarrazin sagt, statistisch belegt, dass ein großteil der Intelligenz veerbt sei und erntet einen "Shitstorm" sondergleichen, nur weil die Leute es nicht besser wissen





    Ehrlich. Wer von Vererbter Intelligenz spricht, hat einen Lattenschuss.

    Intelligenz kann auf diese Weise nicht direkt genetisch vererbt werden und dafür gibt es keinerlei Belege in der Wissenschaft. Jede seriöse Quelle spricht von irgendwas zwischen 3-5 Prozent und oft wird auf den spekulativen Charakter und die Belegschwierigkeiten hingewiesen.

    Das was in einer Familie, die ja auch eine soziale Gemeinschaft und Kulturzelle ist, weitergegeben wird, also die sozialen Strukturen, die Verhaltensnormen, Lebenslust statt Lebensfrust, Hiebe statt Liebe oder umgekehrt. Suff statt Nachtgeschichten. Was auch immer, das hat natürlich in der Entwicklung des Nachwuchses folgen.

    Genauso wie es Folgen hat, das Menschen aus der Armut heraus keine oder weniger Chancen haben. Bei gleicher Leistung werden Kinder aus Akademikerkreisen trotzdem massiv bevorzugt bei der Gymnasialempfehlung. Da könnte Paul auch den IQ von 135 haben und Peter hat nur 95. Trotzdem wird Peter viel warscheinlicher das Rennen machen und Paul geht nicht aufs Gymnasium sondern landet vorzugsweise auf der Realschule oder sogar Hauptschule wenn er aus dem sozialen Brennpunkt kommt oder irgendwelche Auffälligkeiten hat, die den Schulbetrieb stören (Wohlgemerkt: TROTZ der guten Noten!)

    Das ist die Wirklichkeit. Sarrazin ist einfach nur ein Mensch, der nicht richtig denken kann und das auf einem hohen Niveau. Seine Aussagen sind faktisch falsch, aber nicht immer inhaltlich völlig an den Haaren herbei gezogen. Darum ja meine Erläuterung weiter oben, wie die soziale Vererbbarkeit von sozialer Stellung ausschaut.
    Das ist auch der Grund für viele Probleme unserer Einwandererkindergeneration. Die sind allesamt Kinder von Einwanderern, gleichzeitig von Arbeitern und stehen zwischen den Kulturen, haben oft also ein massives Selbstfindungsproblem weil sie zerrissen sind zwischen den Idealen zweier Kulturkreise, das macht sich im Verhalten auch oft bemerkbar.

    Davon abgesehen mag das, was du über Gene sagst ja teilweise wahr sein, aber du darfst nicht vergessen, das der Mensch mit dem Tier oft über 90%, teilweise über 99% und sogar mit ner BANANE! die Gene teilt (30%).

    Deine Ähnlichkeit mit einer Banane ist also extrem groß, weil du teilweise dieselben Gene hast?

    Also damit dürfte deine These deutlich entkräftet sein, wobei sie nicht falsch ist, aber im Sinne des Beleges keine Korrelation aufweisen kann.

    MFG

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    Sinnstifter schreibt:
    Ehrlich. Wer von Vererbter Intelligenz spricht, hat einen Lattenschuss.
    "Heritability takes a value ranging from 0 to 1; a heritability of 1 indicates that all variation in the trait in question is genetic in origin and a heritability of 0 indicates that none of the variation is genetic."

    "while a 2004 meta-analysis of reports in Current Directions in Psychological Science gave an overall estimate of around .85 for 18-year-olds and older" uuund Genetic Influence on Human Psychological Traits falls du Geld ausgeben magst.

    Ach, und ich kenne lustigerweise niemanden, der trotz "Begabung" nicht auf ein Gymnasium kam und die, die aus sozialen Brennpunkten stammten und es nicht schafften, hatten so gute Realschulabschlüsse, dass sie die Oberstufe gemach haben.
    Und wer teilweise mit Hauptschul-empfehlung auf die Gesamtschule ging, ist dann da 9 Jahre ohne ehrenrunde geblieben...

  3. #23
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    habe mir sagen lassen, dass man bei den Juristen schon mit einer guten 3 eine Heldin sein kann ...

  4. #24
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    Bei uns in Chemie ist jeder gut, der bestanden hat! Über Noten mache ich mir schon lange keine Gedanken mehr (und an der Schule war ich Einser-Schülerin, bin also eigentlich nicht der Typ, der sich mit schlechten Ergebnissen zufrieden gibt). Wenn man sieht, dass zu den Nachklausuren deutlich mehr als die Hälfte der Studenten antritt...

  5. #25
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77222582.html

    So, mittlerweile habe ich es offiziell von zwei Prüfungsämtern:

    Uni X (Pädagogik): Durchschnitt zwischen 10 und 11 Punkten (da studiere ich, Hausarbeiten bei mir 15 bis 11 Punkte)
    Uni Y (Außerschulische Bildung): Durchschnitt etwa 13 Punkte, laut Dozent (da habe ich zwei Hausarbeiten geschrieben; 2 x 15 Punkte)

    Fazit: Nicht aufregen, interessante Hobbies, Praktikas, die richtigen Nebenjobs und soziales Engagement zählen oft mehr.

    Einfach mal beim Prüfungsamt nach dem aktuellen Durchschnitt fragen, das beruhigt oft.
    Geändert von bricklayer (16.12.2012 um 23:19 Uhr)

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    Sinnstifter schreibt:
    Deshalb ist das deutsche Schulsystem dreigliedrig bis heute. Deshalb ist der Chancenlose Abschaum auf die Müllhalde "Hauptschule" verfrachtet und deshalb kämpft ein großer Teil der Oberschichts-Elitären gegen jeden Versuch eine Chancen und Ausbildungsgleichheit zu erreichen.
    So ein Unfug. Das Schulsystem ist immernoch dreigliedrig, weil wir damit weit gekommen sind und weil wir immernoch vergleichsweise gut damit fahren.

    Was am System hindert den "chancenlosen Abschaum" denn daran, die Oberstufe und im Anschluss eine Universität zu besuchen? NICHTS. Außer Leistung und Einstellung. Das "Problem" ist nicht das Bildungssystem, sondern dass manchen Kindern halt zu Hause nicht vermittelt wird, dass Bildung etwas wichtiges ist und die Eltern u.U. zu sehr mit sich selbst beschäftigt sind, als dass sie durchsetzen könnten, dass die Kinder auch wirklich zur Schule gehen, ihre Hausaufgaben machen usw. usf.. Helfen können sie bei den Hausaufgaben evtl. einfach nicht, weil sie es selbst nicht können.

    Eine ehemalige Freundin von mir hatte nach der Grundschule eine Hauptschulempfehlung und war dort auch für das erste Jahr nach der Grundschule, dann auf der Gesamtschule. Heute studiert sie Jura und das gar nicht mal so schlecht. Ich finde das toll und sie kann zurecht stolz auf sich und auch auf ihre Eltern sein. Die Eltern sind keine Akadamiker, aber haben ihr trotzdem vermittelt, dass man Chancen, die man bekommt nutzen muss. Sie haben das Potential ihrer Tochter erkannt und dafür gesorgt, dass sie es auch ausschöpfen kann. Hat sie das auch nur einen Cent gekostet, den sie vielleicht nicht gehabt hätten? Nein. Es geht um Engagement. Niemand kommt mit einem großen Trichter und füllt das Wissen in die Köpfe der Kinder. Lernen bedeutet eben Arbeit und wenn die Eltern ihrem Kind vermitteln, dass das eh alles Quatsch ist in der Schule und man das meiste eh nicht braucht, wird's halt auch nichts mit dem Dr.-Titel.

    Wenn die Hauptschule überflüssig wäre, hätten da ja alle nur einsen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine Reform des öffentlichen Schulsystems zu "Nur-Gesamtschule" dazu führt, dass haufenweise Privatgymnasien aus dem Boden schießen. Und das wäre eine Entwicklung, die völlig in die falsche Richtung ginge.



    edit: Wie man für eine Hausarbeit als normaler Mensch eine 1,0 bekommen kann, ist mir als Ingenieurstudent völlig unbegreiflich. Sowas gibt's bei uns fast nie. In Mathe, Physik, Regelungstechnik und einigen anderen Disziplinen gibt es genügend Studenten, die einfach nur der 4,0 entgegenfiebern. Und mehr als genug, die auch im dritten Versuch scheitern und sich dann anderweitig umsehen müssen.
    Geändert von Käsebrot (16.12.2012 um 23:50 Uhr)

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    Wotemer schreibt:
    [...]
    EDIT: Zur Klarstellung:
    Chancengleichheit:
    Peter und Paul haben beide einen IQ von 115, Peters Vater ist Manager, Pauls nur Bauarbeiter.
    Beide Besuchen diesselbe Schulform und schließen mit den gleichen Noten ab- sie schrieben diesselben Klausuren, unterlagen den gleichen Bewertungskriterien und kein Lehrer hat Peter aufgrund seines Vater bevorteilt/Paul benachteiligt.

    Ergebnisgleichheit: Peter hat einen IQ von 135, Paul nur 95. Die familiären Verhältnise sind umgekehrt.
    Dennoch bekommen beide den gleichen Schulabschluss mit denselben Noten. Den Paul standen lauter Extrawürste, wie leichtere Aufgaben, bessere Förderung und besondere Notenkriterien zu. Das muss aber angeblich so sein, denn alle sollen ja die gleiche "Chance" haben- klare Mißinterpretation des Begriffes "Chance".

    Da duckt sich wer vor der bekannten Nazikeule

  8. #28
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    bricklayer schreibt:
    DER SPIEGEL*9/2011 - Alles Spitze

    So, mittlerweile habe ich es offiziell von zwei Prüfungsämtern:

    Uni X (Pädagogik): Durchschnitt zwischen 10 und 11 Punkten (da studiere ich, Hausarbeiten bei mir 15 bis 11 Punkte)
    Uni Y (Außerschulische Bildung): Durchschnitt etwa 13 Punkte, laut Dozent (da habe ich zwei Hausarbeiten geschrieben; 2 x 15 Punkte)

    Fazit: Nicht aufregen, interessante Hobbies, Praktikas, die richtigen Nebenjobs und soziales Engagement zählen oft mehr.

    Einfach mal beim Prüfungsamt nach dem aktuellen Durchschnitt fragen, das beruhigt oft.

    Nutzt ihr MPH? Also ich habe erst im Januar meinen Termin beim Psychiater. Hausarbeiten oder allgemein Lernen für Klausuren ist bei mir die totale Qual. Trotz Lernpläne und Zeiteinteilung schaffe ich 90% der letztlich geleisteten Arbeit erst in der Nacht vor dem entsprechenden Abgabe oder Klausurtermin. :/

  9. #29
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    Käsebrot schreibt:
    edit: Wie man für eine Hausarbeit als normaler Mensch eine 1,0 bekommen kann, ist mir als Ingenieurstudent völlig unbegreiflich. Sowas gibt's bei uns fast nie. In Mathe, Physik, Regelungstechnik und einigen anderen Disziplinen gibt es genügend Studenten, die einfach nur der 4,0 entgegenfiebern. Und mehr als genug, die auch im dritten Versuch scheitern und sich dann anderweitig umsehen müssen.
    Hausarbeiten waren bei mir (früher) egal. Die Zensur auf dem Diplomzeugnis setzte sich nur aus den Zensuren der Diplomprüfungen zusammen. Es galt also, sich 3 Monate vor der ersten Prüfung hinzusetzen, 20 Stunden am Tag zu lernen und die Prüfung mit besser als 1,5 zu bestehen.

    Ich habe während meines Studiums selten eine Vorlesung besucht (statt dessen habe ich lieber gearbeitet). Es reichte aus, mir ein Skript der Vorlesung zu besorgen. Die Klausuren und Kolloquien hat man irgendwie bestanden oder nicht bestanden.

    Am Tag X der Prüfung musste man ausgeschlafen sein und durfte keinen Stress mit der Freundin gehabt haben. Ausgeschlafen sein war noch machbar. Aber der Stress mit der Freundin war nicht berechenbar. Ich habe einige Bekannte, die wegen der Frau eine beschissene Prüfung absolviert haben.

    Also mein Megatipp ist: mache die Prüfung erst dann, wenn die Frau weg ist.

    Ich hatte einen Notendurchschnitt von 1,55, also aufgerundet 2,0. Meine Exfreundin hatte sich 2 Wochen vor der Prüfung von mir getrennt.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: Ist eine 1,7 (12 Punkte) heutzutage an der Uni schon "schlecht"?

    Käsebrot schreibt:
    edit: Wie man für eine Hausarbeit als normaler Mensch eine 1,0 bekommen kann, ist mir als Ingenieurstudent völlig unbegreiflich. Sowas gibt's bei uns fast nie. In Mathe, Physik, Regelungstechnik und einigen anderen Disziplinen gibt es genügend Studenten, die einfach nur der 4,0 entgegenfiebern. Und mehr als genug, die auch im dritten Versuch scheitern und sich dann anderweitig umsehen müssen.
    In der Tat. Hier liegt die Abbrecherquote bei uns Informatikern bei gut 50%. Viele davon gehen freiwillig, aber mindestens genauso viele "werden gegangen" - bzw. hören nach dem zweiten Fehlschlag in einer Prüfung freiwillig auf, um der Zwangsexmatrikulation zu entgehen. In den übrigen Ingenieur- und Naturwissenschaften bietet sich ein ähnliches Bild.
    Im Rahmen des Studium Fundamentale durfte ich dann bei den Wirtschafts"wissenschaftlern" teilnehmen und war fast entsetzt, wie einfach man Topnoten bei den Hausarbeiten und Prüfungen bekam. Ist also hier an der Uni ebenfalls stark abhängig vom Fachbereich, wie die Noten verteilt werden.

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