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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    Studiumabbruch, was jetzt?

    Hallo Ihr Lieben,

    ich, 24, bin im 2. Semester eines BWL Studiums, welches ich zum Sommer hin abbrechen werde. Hab das Studium sowieso nur angefangen, weil ich nix mit mir anzufangen wusste.

    Zuvor hab ich nach 16 Monaten eine Ausbildung zur Bürokauffrau abgebrochen, weil mich es tödlihc gelangweilt hat. Diese Monotonie im Büro hat mich einfach nur noch depri gemacht.

    Das BWL Studium brech ich ab, weil ich aus Desinteresse wenig gelernt hab und all die geschriebenen Klausuren auch versemmelt habe. Muss jetzt vom 1. Semester 6 Klausuren nachschreiben plus natürlich die laufenden. Würds auch packen, wenn ich wollen würde, aber es verursacht bei mir Kotzgefühle wenn ich schon an die Themen denke, die ich mir durchlesen muss.

    Ein ADHS Coach aus einer Selbsthilfegruppe, die ich seit 2 Wochen besuche, hat mir geraten, dass beruflich zu machen, wo wirklich mein Herz hängt und mir wirklcih viel Spaß macht, ohne darauf zu achten, ob man Berufschancen damit hat oder viel Geld verdient oder zu schwer. Wer wirklich Spaß an einer Sache hat, der wird es auch packen und ganz besonders: Nicht abbrechen.

    Das Problem ist nur, ich weiß einfach nicht was mir Spaß macht. Was mich zum Beispiel wahnsinnig interessiert ist Psychologie, was ich alllerdings aufgrund eines zu schlechten Numerus Clausus erst nach 10 Wartesemestern studieren könnte, das würde 5 Jahre bedeuten, ich wäre dann 29. Würd ich mich für diesen Weg entscheiden, kommt aber dann die Frage auf: Was machs du in diesen 5 Jahren? Jobben gehen? Ne andere Ausbildung? Wobei ich mir schon denken kann, dass ich diese wieder abbrechen werde, weil mich einfach nichts interessiert.

    Wenn man mich jedoch fragen würde, wofür ich lebe, was meinem Leben Sinn geben würde, wäre meine Antwort Kindern aus sozialschwachen Familien zu helfen.

    Ich könnt also Sozialpädagogik studieren, weiss aber nicht aus welchen Gründen ich das nicht mache. Im Gegensatz zu Psychologie könnt ich damit nämlich zum kommenden Wintersemester anfangen. Ich denk mir einfach, dass Psychologie nicht so trocken sein wird wie Sozialpädagogik, da meine Angst, dass mich etwas langweilt, immer dazu geführt hat dass ich etwas abbreche. In Psychologie werde ich nebst den Psychologischen Fächer Statistik und Mathe haben, die mich auch wiederum langweilen und ich da warscheinlich auch noch Probleme haben werde, wo meine Stärken auch nicht wären. In Sozialpädagogik wird mich vieles langweilen wie das Rechtliche, Politische.

    Das Leben ist kein Ponyhof, es gibt immer Dinge, die einem keinen Spaß machen, dass ist mir auch durchaus bewusst. Aber sobald etwas da ist, was mich langweilt, renne ich davon.

    Meine Angst, wieder etwas abzubrechen ist mittlerweile so groß, dass ich mich erst gar nicht mehr traue etwas in Angriff zu nehmen. Ich komm mir total lächerlich vor.

    EDIT: Dann gibt es wieder Tage, wo ich am liebsten ein Kind haben möchte, jemand um den ich mich kümmern kann, beschützen kann, und würd am liebsten ein Kind adoptieren oder in Pflege nehmen. Ein Kleines, welches ein bessers Leben mit mir haben kann, eine glückliche Kindheit. Ein eigenes macht mir Angst, dass es krank sein könnte, die Schwangerschaft verläuft nicht richtig etc.

    Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist, aber ich denke mir, dass mein eigenes Leben einfach keinen Sinn ergibt, es sei denn ich gebe jemand anderes die Möglichkeit zu leben.
    Geändert von bummlerin (15.04.2012 um 17:05 Uhr)

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    klingt aber nicht lächerlich

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    Dann kriegst du noch Bafög, falls du ein zweites Studium anfängst. Schau doch mal einfach in alle verschiedene Studiengänge an. In Pädagogik schreiben wir fast nur Hausarbeiten - Super Studiengang, aber das ist von Uni zu Uni unterschiedlich. Evtl. wäre auch Pädagogik was für dich. Hat zwar auch einen hohen MC, aber du kannst Psychologiemodule belegen. Ich finde das gar nicht trocken, ist neen lockerer Studiengang (hast da aber auch Statistik, aber nur ein Semester). Wir haben gar nichts rechtliches im Modulplan. Kannst mich ja anschreiben, dann sage ich die die UNI per PN, falls du magst. Nur ich möchte das nicht öffentlich machen.

    An der Fernuni Hagen kannst du Psychologie ohne MC anfangen und dann nach ein paar Semester an eine andere Uni wechseln.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    Hi Bummlerin,

    ich habe eine Frage: Wie findest Du raus, was Dir Spass macht?
    Ich ganz persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass ich vieles wirklich praktisch ausprobieren muss, um festzustellen, ob ich es mag.

    Was hälst Du davon, ein Jahr eine Art Auszeit zu nehmen, um in verschiedene Berufsfelder reinzuschnuppern? Manches wird entzaubert, manches überraschend faszinierend.

    lg
    jh

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    ich würde auf "studieren.de" oder wie die Seite heißt, gib es einfach mal in deine Suchmaschine ein, gucken, was es noch für Studiengänge gibt, die in die Richtung gehen. Es gibt auf jeden fall super viele, die so kommunikation-pädagogik-psychologie oder sonstwas haben, neuere studiengänge, je nachdem, wo man studieren mag und natürlich, auf den nc kommt es auch an.
    lass dich jeweils beraten, was man da für berufe mit machen kann und dann probier, dass du schon vorher welche machst, also praktika.

    oder willst du überhaupt studieren?
    ist es echt nur das falsche fach?

    na das sind so weise ratschläge aber man macht es ja doch nicht.
    ein ganzes jahr auszeit würde ich nicht nehmen. grad mit adhs kommt man da schnell ausm tritt, könnte ich mir vorstellen (also von dem, wie du dich beschreibst). Wenn überhaupt, würd ich das mit Praktika durchmischen. ich merk das an mir, ne weile pause, schon brauch ich ewig um morgens in die gänge zu kommen, okay, grade gehts wieder super aber ne weile war das echt ein prozedere und das sind bei mir jeweils nur wochen... aber gut, ist ne typsache.
    Geändert von schnuppe (15.04.2012 um 03:57 Uhr)

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    An der FernUni Hagen kannst dich ohne NC in den Studiengang Psychologie einschreiben und im nächsten Wintersemester anfangen. Allerdings ist es nicht jedermanns Sache, ein Studium ohne Vorlesungen durchzuziehen. Du hättest weitaus weniger Kontakt mit Dozenten und Kommilitonen als auf einer Präsenz-Uni und müsstest ein gewisses Maß an Eigenständigkeit aufbringen. Vielleicht liest du dir mal die Infos auf der Homepage durch, könnte sein dass es was für dich ist .

  7. #7
    Immer eingeloggt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 464

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    Zur Fernuni Hagen:
    Es gibt Kurse in den Studien- und Regionalzentren und eventuell von den Fachschaften organisierte. Auch einen Ausstausch unter Studienservice

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    Hallo bummlerin,

    kann nachvollziehen wie es Dir geht, ich habe soeben mit 29 während der Abschlussarbeit das Studium geschmissen... Also hey, Du hast mir gegenüber immerhin fünf Jahre gewonnen!

    Wie wäre es denn mit dem Beruf Erzieherin? Kann man mittlerweile auch studieren, hat sehr gute Berufsaussichten und fasst irgendwie alles zusammen, was Du in Deinem Ausgangspost so geschrieben hast...

    Ausbildung/Studium | ErzieherIn.de

    Warst Du schon bei einer Studien- oder Berufsberatung? (Steht mir auch noch bevor...)

    Viel Erfolg und Kraft für die nächsten Schritte!

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    achje bummlerin,

    das klingt alles so verdammt nach mir....Ich wollte nach dem abi auch eigtl psychologie machen, aber bin am NC gescheitert (auch bei mir wären es ca. 5 jahre wartezeit), jetzt steck ich in den abschlussprüfungen von pharmazie und lern einfahc nicht....hab einfach keine lust, weil dieses ganze studium nicht meins ist und das danach (beruf) erst recht nicht...

    werd demnächst 25 und bin total verzweifelt, weil ich nicht weiß, was ich machen will....
    hab auch die tendenz "helfen" zu wollen (also so wie du das mit den kindern aus sozialschwachen familien schreibst)...ne freundin von mir hat sozialpädagogik studiert und geht jetzt aktiv in familien und schaut nach den kindern..das find ich schon toll.
    ich würd auch gern frauen in ländern helfen, wo sie unterdrückt/missbraucht werden...also diese soziale komponente ist bei mri auch vorhanden...
    das problem bei mir ist (neben dem nicht wirklich wollen, was ich will - also interessier mich zwar für einiges, aber weiß nicht, ob das dann wirklich meins ist), dass ich total gehemmt und angstvoll bin...deswegen hab ich das studium auch nie abgebrochen, sondenr nur zeitlich verzögert ("extrarunden" gedreht)....

    und ja, diese angst, dass einem, wenn man was neues ausprobiert, wieder was nicht gefällt und man dann auch da wieder die lust verliert....das kenn ich nur zu gut...

    das was dein ADHS-coach gesagt hat klingt ja eigtl toll....aber as kan man sich ja leider nicht erlauben (als vernünfitger mensch)...ich mein, ich brauch mir nicht einzubilden, dass meine kindlich-naiven "traumberufe" real werden könnten....weiß nicht, ob du realistischere träume hast?

    und auch das mit dem "dann gibts momente, a hätt ich gern ein kind" kenn ich!! einfahc, um ne sinnvolle aufgabe zu haben, sich um ein kidn kümmern....ich würd zwar nie jetzt eins bekommen, weil dazu muss ich erst mein leben in den griff bekommen usw...aber ja, dieser wunsch, der einem einen sinn im leben geben würde, den kenn ich...

    also, wollt dir nur sagen, dass du mti deinen problemen nicht allein bist....

    zitat einer verhaltenstherapeutin letztens, der ich mein leid geklagt hab: "ja, also da bin ich jetzt auch ratlos mit ihrer situation"
    jippieh....

  10. #10
    Danae

    Gast

    AW: Studiumabbruch, was jetzt?

    Hallo Bummlerin,

    dein Eintrag ist zwar bereits fast einen Monat alt, aber vielleicht ließt du diese Antwort ja vielleicht doch noch...

    Dein Problem werden die meisten hier nur allzu gut kennen, aber dennoch kann dir deine Berufswahl leider niemand abnehmen! Dennoch hat die eine oder andere Bemerkung deines Hilferufs den Impuls zur Antwort in mir ausgelöst.

    Zu deiner "geplanten Schwangerschaft" kann ich dir nur eines raten: Das hört sich für mich schwer nach Flucht an und daher: Lass diesen Mist bitte sein, denn dann fangen die Probleme erst richtig an...

    - evtl. Überforderung mit dem Kind (bei ADHSlern leider keine Seltenheit)
    - keine Berufsausbildung und Langeweile zu Hause, die zu großem Frust führen können
    - wirtschaftliche Abhängigkeit
    - evtl. Probleme mit dem Partner
    Daher: Ein Kind als Flucht aus der Frustration heraus in die Welt zu setzen kann nur im Chaos enden!

    Und was die Fernuni Hagen betrifft, so würde ich dir auch davon abraten, da ein Fernstudium für ADHSler vollkommen ungeeignet ist. Dazu sind wir einfach nicht strukturiert genug. Das kann ich dir leider aus eigener Erfahrung berichten.

    Alle Studienfächer haben Komponenten, die langweilig und uninteressant sind, aber da muss man eben durch oder es ganz sein lassen!

    Daher mein letzter Rat: Wenn du unbedingt studieren willst, dann suche dir am besten ein Studium, das man an der FH studieren kann. Denn dort ist das Studium eher verschult, man ist mehr unter Druck und es gibt eine feste Struktur. Ich habe diese Erkenntnis leider für mich zu spät gewonnen. Hatte aus dem selben Grund wie du mit Jura begonnen, bin nach dem Grundstudium zur Politiologie gewechselt und habe dann kurz vor den Magister-Prüfungen abgebrochen. Die Semester, die ich auf dem Buckel hatte, habe ich zum Schluss gar nicht mehr gezählt...

    Psychologie hatte ich als Nebenfach und musste mich trotz großen Interesses häufig auch sehr quälen. Das ist fürchterlich viel Theorie und schwierig zu lernen. Da ist Sozialpädagogik um einiges interessanter und leichter noch dazu.

    Viel Glück!
    Danae

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