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Diskutiere im Thema Wie war eure schulische Entwicklung? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    Ooooh nicht dass es am Ende doch heißt wir wäre´n einfach schlicht und ergreifend stinkefaul und nicht fähig, in dieser leistungsorientierten Welt zu überleben... Dann muss ich wohl raus aus Europa.

    [/QUOTE]

    genau davor graut mir nämlich auch....genau so fühl ich mich nämlich: überfordert mit dieser welt und ihren anforderungen an mich...

    denk mir oft, dass es für mich viel einfacher wäre, wenn ich einfach aufm land irgendwo aufgewachsen wär, und meine aufgaben klar wären: ich würd den elterlichen betrieb (oder auch ne wirtschaft oder sowas) übernehmen und das leben wäre einfach und geordnet und berufswahl wäre somit eh klar...

    diese möglichkeiten, die wir haben (was ja eigtl ein geschenk ist) die überfordern mich....und der druck ist so immens....seh ja viele bei uns im studium schon depressiv und krank werden....(ist also sicher nicht nur ADS bedingt, sondern generell steigt ja auch die zahl der burn-outs also depressionen...)

    aber wo willst du denn hin, wenn du europa verlassen solltest? gibts da nen tollen plan, wie man dem hier entkommen kann?

    und wie kommts, dass du in england wohnst, wenn ich fragen darf? find ich cool

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    denk mir oft, dass es für mich viel einfacher wäre, wenn ich einfach aufm land irgendwo aufgewachsen wär, und meine aufgaben klar wären: ich würd den elterlichen betrieb (oder auch ne wirtschaft oder sowas) übernehmen und das leben wäre einfach und geordnet und berufswahl wäre somit eh klar...
    Stell dir das mal nicht einfacher vor. Ich bin auf dem Land aufgewachsen, trotzdem hatte ich immer alle Möglichkeiten. Aber du hast Recht, mich überfordert das auch extrem. Hatte immer Angst, die falschen Entscheidungen zu treffen. Weil von der Einstellung "Ich fang mal ein Studium an und wenn das nix ist mach ich halt was anderes" hab ich für mich persönlich nie viel gehalten.

    Wollte mir erstmal sicher sein, dass das was ich anfange das Richtige für mich ist. Wobei genau die Einstellung mir das Leben vielleicht auch schwer macht. Dass ich mir von vornherein sage, dass ich das auf jeden Fall durchziehen muss. Und das obwohl ich nie nem anderen diesen Rat geben würde, wenn er unglücklich ist mit dem was er tut. Finde mich selbst auch extreeeem komisch

    aber wo willst du denn hin, wenn du europa verlassen solltest? gibts da nen tollen plan, wie man dem hier entkommen kann?
    hehe Ich bin mir da auch nicht so sicher, beim Backpacken in Neuseeland hatte ich ne echt tolle Zeit, die Neuseeländer, die ich kennengelernt hab waren seeehr entspannt, ob das wohl auf mich übergehen würde? Ein Freund von mir ist in Südamerika unterwegs, in Ecuador hat er gearbeitet und war chronisch unterfordert weil in dem Laden alle alles ganz easy gesehen haben =)

    Andererseits hab ich halt auch ein starkes Bedürfnis nach Ordnung (wenn ich selber auch keine halten kann ) und Zuverlässigkeit, dass jemand der meinen Wasserrohrbruch reparieren soll auch wirklich kommt und das tut und nicht erst 4 Stunden später auftaucht.

    Ich studiere in England, hab Hotelmanagement in Deutschland angefangen und mache hier den Bachelor. Gestaltet sich für mich ein bisschen schwierig, Irgendwie haben die ganzen Leute, die mit mir hergekommen sind weniger Probleme mit dem Studium als ich. Dieses selbständige Arbeiten krieg ich einfach nicht auf die Reihe. Schreibe grundsätzlich bis kurz vor Abgabe der Hausarbeiten und erleide regelmäßig halbe Nervenzusammenbrüche, was an meinem Arbeitsverhalten allerdings nichts ändert, obwohl ich auch in der Zeit, wo ich nichts mache nicht entspannt bin oder das genieße.

    Es liegt wohl nicht dran, dass ich zu blöd dafür bin. Die Noten waren alle noch okay, nicht richtig gut aber auch nicht schlecht. Deshalb denke ich mir ja, das kanns doch nicht seinj...weiß auch nicht :/

  3. #23
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    Grundschule gehörte ich zu den Klassenbesten
    dann aufs Gymnasium und von da gings nur noch bergab.... ABER RICHTIG!!! In der Grundschule nie gelernt, habe ich das natürlich auch auf dem Gym so weitergeführt, mit entsprechendem Ergebnis. Außer Sport und Kunst war alles mitunter schlecht.

    Bis Klasse 8 noch gerade so immer durch und dann die Klasse 8 wiederholt.

    Etliche Lehrergespräche, Empfehlung zum Psychologen zu gehen usw.

    Oberstufe ADHS Diagnose+ Medis. Anfangs läufts es besser, dann wieder schlechter bis zur völligen Katastrophe die sich nun anbahnt . Schule schleift mich zum Schulpsychologen, der empfiehlt neue stationäre Medi-Einstellung und Schule sagt, dass ich das entweder mache oder die den Schulvertrag lösen. Also quasi Erpressung: Psychiatrie und wiederkommen oder keine Psychiatrie und das war hier. Ich das also gemacht, weil ich mein Abi haben wollte.

    Klinik bestätigt was eh alle wussten, setzen Dosis wieder runter und ich darf nun auch noch die 12 wiederholen. Wieder eine neue Stufe. Leistungen wurden ein wenig besser, was aber eher an der Tatsache lag, dass mein neuer Stufenleiter super war und er mich meine Lehrer hat aussuchen lassen ;-)

    Und zu guter letzt mit 2,8 Abi doch noch geschafft. Jippie!!!

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    Bei mir fing es in der Grundschule schon an, hatte zwar noten die ok waren, hab in den mathearbeiten aber oft schon ne note schlechter gekommen, weil ich mit den aufgaben in der vorgegebenen zeit nicht fertig wurde.

    hatte in schrift und form ne zwei, obwohl ich denke, dass die lehrerin mir nur ne zwei gegeben hat weil ich linkshänder bin und somit nen bonus hatte. meine erste fünf hab ich in der grundschule auf meine abgegebene musikmappe bekommen, weil die zettel verknickt waren, manche gefehlt haben u.s.w.

    in der realschule war ich immer mittelmäßig bis naja... hatte weiter probleme meine mappen ordendlich zu halten, habe meine hausaufgaben nicht gemacht und nicht gelern, fast nie gewusst wann die nächste klassenarbeit anstand. im kunstunterricht war ich immer sehr gut, außer wenn ich die aufgaben totoal beknackt und "bastelmäßig, alle machen das gleiche" fand, hab ich meine bilder nicht abgegeben und dann eben auch ne vier bekommen. hab auch oft krank gemacht oder mich krank gefühlt weil ich meine hausaufgaben nicht gemacht hab und angst vor ärger und blauen briefen hatte.

    bin in der realschule dann so durchgekommen, hab ne ausbildung als schneiderin gemacht, hatte jedoch immer probleme genau zu arbeiten, oder mir manche arbeitsabläufe zu merken. mein kopf war die meiste zeit eher auf stand by, und ich arbeitete sehr sehr langsam.
    bin dann auch in der praktischen prüfung nur knapp durchgekommen.

    hab dann gestalterisches fachabi gemacht, das lief echt gut, da wir als erwachsenen gesehen wurden und keine albernen hausaufgaben wie das zusammenfassen eines textes oder so verlangt wurden. und in den gestalterischen kursen war ich auch sehr gut, ich mochte meine lehrer, da diese wirklich was mit kunst am hut hatten und sie generell den schülern positiv gegenüber standen.

    probleme hatte und hab ich jetzt wieder im praktikum und im studium, da es mir sehr schwer fällt texte "schön" zu vormulieren, andere texte zu lesen und zusammen zu fassen. auch mit den anmeldungen, abgabeterminen und dem gefühl an der fh kontrolliert und beäugt zu werden, umzugehen.

    also mal sehen wie es weiter läuft.

    liebe Grüße
    J. von der Weser

  5. #25
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    Hallo,

    Grundschule weiß ich nicht mehr so genau. In den Zeugnissen hatte ich immer Schwankungen. Am Gymi war ich in Sport, Musik und Zeichnen sehr gut. Die anderen Fächer schwanken immer zwischen Gut und Mangelhaft. Teilweise von einer Klassenarbeit zur nächsten. Thema interessiert, glatte Eins. Langweilig, abgelenkt, Fünf oder sechs. Schule geschwänzt. Danach am Riemem gerissen und wieder Zweier geschrieben...

    Ab der elften Klasse gings dann richtig los. Gymnasium abgebrochen auf TG gewechselt. Viel Fehlzeiten. TG abgebrochen. Ein Semester Physikalisch technischer Assistent abgebgrochen, weil zu oft gefehlt, Noch einmal von vorne, nach einem Semester wieder abgebrochen. Danach Jobben gegangen. Zwei Jahre Später Ausbildung 1. Jahr kein Zeignis, fast geflogen. 2. Jahr tollen Lehrern Schnitt 1,5. 3. Jahr Ausbildungsstelle gewechselt und mit 2 abgeschlossen. Telekolleg Fachhochschulreife nach 5 von sechs Trimestern hingeschmissen. Ein paar Jahre später nächste Ausbildung so lala geschafft.

    Danach berufsbegleitendes Studium mit tollem Kollegen dem ich sehr viel zu verdanken habe. Notenschnitt 1,6 von da an hat es mit viel Disziplin und Druck geklappt. Aufbaustudium erfolgreich absolviert.

    Erst 8 Jahre später habe ich festgestellt, dass ich ADHS habe. Es ist für mich ein Wunder, dass ich dass geschafft habe und ich weiß dass ich einigen Menschen verdammt dankbar für ihre Hilfe und Unterstützung sein muss!

  6. #26
    Lysander

    Gast

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    Schnupferich schreibt:
    Meine Mutter hat mich Nachmittags gezwungen, geschwungene Bögen auf Papier zu malen, es war grauenhaft.
    Schnupferich, ich kann's Dir nachfühlen. Schrecklich :-( Mein Mutter hat mich auch gezwungen, schön zu schreiben. Es gab einen Lysander mit einer Sauklaue und einen mit einer gestochenen Schrift. Erstaunlicherweise schreibe ich immer noch sehr gerne mit einem Kalligraphiefüller, wenn ich "Bedeutendes" zu Papier bringen möchte. Meine sonstigen Notizen kann keiner lesen. Ich habe später ein Faible für Schriften entwickelt, hab mich mit Hieroglyphen , der Keilschrift, chinesischen Schriftzeichen oder der Maya-Schrift beschäftigt. Aber nur freiwillig, wenn das Wort "MÜSSEN" keine Rolle spielte. Und derart gestaltete sich meine schulische Laufbahn. Unter Zwang konnte ich kaum lernen. Ich wusste auch gar nicht wie ich lernen sollte. Das Fach "Lernen lernen" wäre gut gewesen.
    Wenn mich etwas interessierte, erbrachte ich sehr gute Leistungen. Doch wenn ich die Thematik für mich abgeschlossen hatte (Hyperfokus, so dass ich alles zum betreffenden Thema lernte), konnte ich mich in der Schule nicht mehr einbringen. Der Kick war weg. In der Grundschule war ich zuweilen ein guter Schüler, erst im 4. Schuljahr verschlechterte sich die Mathenote.
    Im 5. kam ich aufs Gymnasium. "Lysander ist häufig ohne Hausaufgaben" stand im Jahreszeugnis. Ich hatte es nicht "bemerkt", ich wusste nicht, dass ich häufig ohne Hausaufgaben war. Mein Klassenlehrer machte mich eines Tages darauf aufmerksam, indem er mir einen Zusatz unter einer Deutscharbeit schenkte: "Du bist faul...fehlende Hausaufgaben....", inklusive der Forderung, meine Eltern mögen das unterschreiben. Ich fiel aus allen Wolken.
    Und weil ich Furcht vor der Reaktion meiner häuslichen Regierung hatte, riss ich die Seiten der Arbeit heraus, schrieb sie neu, inklusive der Fehler, der Note und der Unterschrift des Lehrers. "Dafür kommst Du ins Zuchthaus......", sagte er vor versammelter Klasse, als der Lehrer die Unterschrift verlangte..... Es dauerte noch Tage, während derer ich Höllenqualen erlitt, weil ich nicht wusste, wann der Pädagoge meine Mutter einbestellen würde. Als es soweit war, regenete es. Ich stand klitschnass vor unserer Haustüre, meine Mutter glaubte, ich weinte und es gab keine Strafe. Ich bin nicht stolz auf die Fälschung. Heute denke ich aber, der Lehrer hätte mit mir reden können, auch mit 11 Jahren hätte ich verstehen können, wo das Problem lag. Stattdessen.....

    Um es abzukürzen, denn ich fabuliere gerade einen Aufsatz: Ich blieb stets unter den Leistungen, die andere von mir erwarteten oder mir ob meiner (vermeintlichen) Intelligenz zuschrieben. Als ich im 7. Schuljahr in Mathe und in Latein 5 stand, fing ich an, die gesamte Sprache zu lernen, tapezierte die Wände meines Zimmers mit allen lateinischen Formen. Danach stand ich lange Zeit auf Note 1, die von Jahr zu Jahr schlechter wurde, weil ich nie wieder für Latein büffelte. Mein Latinum bekam ich dann mit einer 4- gerade so. In Mathe ging es mal auf und mal ab, abhängig von meinem Interesse und der Persönlichkeit der Lehrer. Dabei war mein Hobby Astrophysik und hier war Mathe nie ein Problem. Ich wurde von meinen Mitschülern "Professor" genannt, wegen meines Sendungsbewusstseins.... ich wollte alle an meiner Faszination teilhaben lassen, nur hatte es keinen interessiert. Mein Abi schaffte ich dann mit ach und krach und einer eher schlechten Note, da ich erst zwei Wochen vor Beginn der Prüfungen mit dem Lernen anfing.

    Mein darauf folgendes Studium ist eine andere Geschichte.......... ;-)

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    Hi Lysander,

    kann ich echt nachvollziehen, deine Angst vor dem Lehrer und Ärger mit den Eltern. Hab in der 7. Klasse oder so nen Brief wegen dreimalig "vergessener" Hausaufgaben in Englisch für meine Eltern zum Unterschreiben bekommen. Weil ich vorher schon nen Brief in einem anderen Fach bekommen hatte, hatte ich Angst meinen Eltern den Brief zu zeigen und hab die Unterschrift von meiner Mutter gefälscht. Der Lehrerin kam die Unterschrift natürlich komisch vor, ich bin tausend tode gestorben, hab dann gesagt dass ich die Unterschrift fälschen wollte, doch zu meiner Mutter gegangen bin und sie ja gerne anrufen könne. Glücklicherweise meinte sie dann dass sie mir mal glauben würde...

    ganz schön stressig son mist

  8. #28
    EvS


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    oh lysander, da kann ich ja fast nur dito drunter schreiben. obwohl ich eher die unterschrift meiner mutter gefälscht hatte...leider hab ich das auch mal vor der stunde machen müssen und mein lehrer hatte es bemerkt...er meinte dann ich soll das meiner mutter zeigen und sie soll dann nochmal unterschreiben. hab ich natürlich wieder nicht gemacht sondern selbst unterschrieben und bin damit durchgekommen.
    aber zur sonstigen schullaufbahn:
    grundschule...verträumt...lan gsam...etc. - meine klassenlehrerin wollte mit aller macht verhindern dass ich aufs gymnasium komme aber meine mutter hat sehr dafür gekämpft
    tja ansonsten immer sehr wechselhaftes zeugnis...zu ner eins hat es nie gereicht aber von 2 bis 4 war alles dabei...v.a. sprachen waren immer sehr hart (story oben aus ner 6 im diktat entstanden) in der zwölften hatte meine mutter und ich dann auch noch gespräch mit meiner tutorin weil ich das abi vllt. nicht schaffen würde...hab ich allerdings doch und das sogar besser als alle erwartet hatten (und das mit zwei tagen lernen), was mir dann auch noch gesondertes lob von unserer rektorin bei der abifeier einbrachte.
    studium dann auch so lala durchgebracht...diplomarbeit war hart, hab sie in nem halben monat runtergeschrieben. und jetzt doktorarbeit mit dem selben problem nur noch ein bissl schlimmer

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    Wenn ich hier so drüberles fühl ich mich irgendwie wie ein riesen Glückskeks, was ich für gewöhnlich nicht tue...

    Puh, Schulzeit bekomm ich, vorallem Grundschule, nur noch dank meiner Zeugnisse in Erinnerung, ging aber ungefähr so:
    1. Klasse: Unaufmerksam, trotzdem mitgekommen, gerne gestritten.
    2. Klasse: bisschen aufmerksamer, aber kaum mehr gemeldet.
    3. Klasse: weniger aufmerksam, noch weniger mitarbeit, viel mit Platznachbar(seit Kindergarten befreundet- einer von wenigen) geredet.
    4. Klasse: "Arbeiten" im 1,5er-Bereich, Mitarbeit 5, wenn man ein Auge zudrückt- Schnitt somit knapp bei 3.
    Empfehlung: Aufgrund meiner Arbeitsweise eher nicht angemessen, aber wegen meines Potentials doch am besten Gymnasium, aber bloß nicht Bilingual(Schade, interessiert also jetzt keinen, dass ich besser englisch kann als die meisten)
    5-8: Progressives schlechter werden, bis hin zum Schnitt von ~4,6- Nicht versetzt
    8(II): Erneut mittelmaß, da ich den Stoff schonmal halbherzig mitbekommen hab- trotzdem fast erneut hängen geblieben.
    9. Sinneswandel wegen nahendem Schulverweis durch Sitzenbleiben? Ach was...
    10. Oh, Abschlusstest- Kindergartenaufgaben, dafür sind dann 3en und 2en schon mieserabel -.-
    11. Kurzzeitig fanden sich Leute, die es ansatzweise mit mir aushielten. Bessere Laune sorgte für ein wenig Motivation, etwas bessere Noten als vorher.
    12/13. Sämtliche Leute der Stufe scheinen sich geistig zurück zu bilden, fangen erneut mit unterschwelligem und später offenem Psychomobbing an. Keinerlei Wortmeldungen mehr, selbst bei kurzzeitiger Aufmerksamkeit- Angst vor hämischen Kommentaren
    Abitur: Naturwissenschaften(<3) retten meine Endnote- aber auch nur auf eine 3,1.

    Zwar wurde ich nie von Schulen geschmissen, aber ich bin dank fehlender Diagnose gut 2 Noten schlechter als Möglich- Merkten mehrere, vorallem von allen streng und "unfair" genannte Lehrer exakt so an. Bei steter Hausaufgabenverweigerung und konstanten Verspätungen fiel ihnen natürlich nichts besseres ein als zu Fragen, ob mich grad meine Freundin verlassen habe, meine Eltern sich trennen oder ich sonst Probleme habe. Soviel zum Thema dass Lehrer nicht gut genug für "Problemfälle" wie ADS geschult werden.

    Ich hör jetzt auf zu schreiben- scheinbar wirkt das Medikament, aber ich fürchte, wenn ich zu lange über diesen Scheiß nachdenk/schreibe, werd ich letztlich doch wieder aggressiv.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Wie war eure schulische Entwicklung?

    hm ja.

    meine schulzeit war mal so mal so. hatte viele abschnitte.

    probleme hatte ich vorwiegend mit meinen MitschülerInnen. Hab sehr viel für die Schule gemacht, immer. Joah.

    Nu hab ich Abi und studiere.

    Manche Fächer mochte ich, andere nicht, geändert hat sich das nie. Interessiert hat mich alles, merken konnte ich mir wenig, die Naturwissenschaften konnte ich schwer verstehen.

    Mein Schulgebäude war sehr schön, das mochte ich.

    Und generell hatte ich halt Probleme mit meinen Eltern.

    Hm tjoah. Ja also wesentlich mehr ist dazu wirklich nicht zu sagen. Sonst stehen auch ziemlich viele private Sachen über mich im Internet. Tja tja.

    Könnt mir vorstellen, dass das bei den meisten ADHSlern son bisschen ähnlich ist, nicht nur, weil die Schulzeugnisse zur DIagnose nötig sind. Aber innerhalb der Klassen sind es immer nicht viele.


    An jemanden, ders erlebt hat: Wie fühlt man sich, wenn man die Schule wechselt, Abschlüsse nicht kriegt etc.? Drückt bestimmt auch auf das Selbstbewusstsein, oder? Stell ich mir schwierig vor, insgesamt, auch, sich dann überhaupt noch ne Einstellung dem ganzen gegenüber zurecht zu legen.
    Geändert von schnuppe (29.04.2012 um 22:12 Uhr)

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