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Diskutiere im Thema wieder einen Job - JUHU aber auch Angst ... :-( HELP im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 79

    wieder einen Job - JUHU aber auch Angst ... :-( HELP

    Hallo Ihr Lieben,

    von Nov.2011 bis Jan.2012 war ich arbeitslos. Konnte (zum Glück) schon Mitte Sep. aussteigen, da ich nen Englischkurs vom Arbeitsamt aus mitmachen konnte (hatte zum 31.10.11 nen Aufhebungsvertrag).

    War ehrlich gesagt ganz erleichert das ich da raus war. Der Job hat mir psychisch nicht mehr gut getan - war extremst Unterfordert und am Schluß häufiger als sonst noch krank ...

    Lange Rede kurzer Sinn: Es tat mir gut einfach mal daheim zu sein und den ganzen "Stress" nicht mehr zu haben. Viel daheim war ich aber auch nicht, da ich von Mitte Sep. bis Mitte Nov. den Englisch Kurs in Teilzeit hatte und dann 2 Wochen Anfang Dez. nen BewerbertrainingsKurs noch hatte.

    Nun konnte ich vorletzte Woche kurzfristig über eine Zeitarbeitsfirma zu einem Kunden rein kommen, der sehr interessiert an mir war. Die Chancen auf Festeinstellung bei diesem Kunden sind auch sehr hoch.

    Klingt alles super. Wenn da nicht mein Chef wäre ...

    Der ist eigentlich ein netter Typ, manchmal etwas seltsam, aber im großen und ganzen als Chef ok ...

    Nur hat er sehr hohe Ansprüche an mich. Ich MUSS alles schnell lernen und sehr ORDENTLICH nach SYSTEM arbeiten, unnötige Arbeisschritte unterlassen, KONZENTRIERT sein etc. ...

    Die ersten Tage habe ich ihm versucht zu erklären das ich NICHT Dumm bin etc., sondern einfach länger als normalos brauche etc.
    Er meinte, ist ja alles kein Thema, in nem Monat hast dus drauf ... aber da bin ich mir nicht so sicher ...

    Nun ist schon fast die 2. Woche zu Ende und wir hatten gestern (oder heute) wieder die Disskusion, weil ich einfach etwas abgelengt war, was vergessen hatte und dann total verwirrt war und es Chaos war.

    Habe wieder versucht ihm das zu erklären, das ich mir alle Mühe gebe und mich anstrenge etc., aber es mir halt extrem schwer fällt und Stress für mich ist.
    Darauf hin er, das es aber gehen MUSS und ich MUSS mit dem Stress klar kommen und ich MUSS und MUSS und blablabla ...

    Musste mich echt zusammen reißen dass ich ihm nicht an den Kopf knalle das ich ADHS habe etc.

    Eigentlich will ich das ja nicht sagen ... dann übernimmt er mich bestimmt nicht.

    Ich soll ja seine Sekretärin werden. Er ist Leiter im Versand und machte bis jetzt die Büroarbeiten. Da er sich aber um die Jungs drausen im Versand kümmern muss, braucht er jemanden der die Schreibtischarbiet macht. LKW Abfertigungen, Zoll, Stundenberichte und Mitarbeiter Protokolle, Tabellen führen etc.

    Ist schon ne große Verantwortung der Job.

    Kennt Ihr das auch? Wie soll ich mich am besten Verhalten?

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: wieder einen Job - JUHU aber auch Angst ... :-( HELP

    Hallo Igel

    Vorab: keiner hier kann Dir diese Entscheidung abnemen!

    Ich persönlich würde mir überlegen wie es denn in 2-3Wochen ausschaut,habe ich es da drauf oder eher nicht,wird`s da laufen?

    Je nach dem was dabei rauskommt würde ich es Ihm in einem guten Moment sagen,
    es nutzt/bringt Euch beiden ja nix es nicht zu sagen,außer Streß auf beiden Seiten.

    so spielst Du mit offenen Karten und brauchst Dir hinterher nix vorwerfen(lassen).



    Gruß Matze

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: wieder einen Job - JUHU aber auch Angst ... :-( HELP

    Hm, ich würde nicht sagen, dass ich ADHS habe.

    Meine Kollegen wissen, dass ich "krank" bin. Als die Probleme in der Arbeit immer größer wurden und als ich dann die ADHS Diagnose hatte, habe ich in der Arbeit gesagt, dass ich eine Störung der Botenstoffe im Gehirn habe und dass ich daher in ärztlicher Behandlung bin. Ich musste irgendwie meine häufigen Arzttermine erklären. Und ich habe einige andere Probleme, wie mein verschobener Tag-Nach-Rhythmus damit erklärt. Ich habe aber auch gesagt, dass ich an diesen Problemen arbeite, weil ich weiß, dass diese so nicht akzeptabel sind.
    Außerdem hatte ich mir konkret überlegt, wie mich meine Kollegen insbesondere die Sekretärinnen unterstützen können. Ich gehe recht offen mit meinen Problemen um. Die Sekretärinnen wissen, dass ich Probleme habe, meine Termine einzuhalten und ich habe sie daher gebeten, mich an diese Termine zu erinnern. Im Gegenzug habe ich daran gearbeitet, dass ich nicht mehr so agressiv reagiere, wenn die Sekretärinnen mich an Termine und anderes erinnern etc.
    Mit der Sekretärin, die hauptsächlich für mich zuständig ist, habe ich ausführlich unsere Zusammenarbeit besprochen. Was braucht sie von mir, damit sie ordentlich arbeiten kann und was brauche ich von ihr? Wir haben uns darauf geeinigt, gewisse Aktionen sehr frühzeitig in Angriff zu nehmen, damit wir nicht unter Zeitdruck kommen. Wir haben Fristen vereinbart, in denen jede ihren Teil der Arbeit erledigt hat. Sie schreibt mir alles auf einen Zettel, was ich erledigen soll bzw. sie achtet darauf, dass ich es mir aufschreibe und diesen Zettel dann auch mit in mein Büro nehme.
    Manchmal ist es etwas nervig, weil ich mich wie ein kleines Kind fühle, aber es lohnt sich.
    Vor ein paar Wochen meinte diese Sekretärin zu mir, dass sie jetzt gerne mit mir zusammen arbeitet.
    Leider hat sie gekündigt (nicht wegen mir, sie war definitiv überqualifiziert und hat jetzt eine tolle neue Stelle) und wir haben jetzt eine neue Sekretärin. Ich hoffe, ich kriege das wieder so hin.

    Kurz gesagt: Ich sage meinen Kollegen, welches Probleme ich habe, wie ich damit umgehe und wie sie mich unterstützen können. Und ich frage sie nach ihrer Meinung. Außerdem musste ich lernen, mit der Kritik konstruktiv umzugehen und nicht gleich rumzuschreien und auszuflippen.

    Welche Probleme hast du? Was bereitet dir die größten Schwierigkeiten.
    Mir hilft es, wenn ich mir das aufschreibe und diese Probleme dann Schritt für Schritt angehe.

    Mir hat das Buch "ADS im Job" von Lynn Weiss sehr geholfen.

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