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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    THF


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Abend,

    Ich habe nach meinem Abitur nicht viel auf die Reihe gekriegt. 2 abgebrochene Studienfächer, 2 Jobs und viel gammeln. Seit 2,5 Jahren wohne ich 1000 Kilometer von der Heimatstadt entfernt und studiere Chemie, hat anfangs gut geklappt aber seit etwa einem Jahr krieg ich gar nicts mehr auf die Reihe. Mein Tagesablauf ist chaotisch, war dieses Semester fast nie in Vorlesungen und leqrnen tue ich höchstens einpaar Tage vor der Klausur, lass es aber dann auch immer schnell wieder sein weil ich mich nicht darauf konzentrieren kann und das Gefühl habe es eh nicht mehr schaffen zu können.

    Letzte Woche hatte ich meinen ersttermin bei einem Psychologen, seine Vermutung ist ADHS. Hat mich ziemlich überrascht, ist für mich nachdem ich etwas recherchiert und mir viele Gedanken gemacht habe aber endlich eine Erklärung für vieles. Ich habe endlich den Mut gefunden mich über mich selbst nachzudenken, mir helfen zu lassen und mal wieder zu probieren wie ich mich dem Alltag stellen kann und dabei irgendwie produktiv zu sein. Und eventuell einen Plan entwickeln aus meinen Schulden zu kommen.

    Meine erste Maßnahme ist mir jeden Abend eine Liste mit Dingen zu machen, die ich am nächsten Tag erledigen will. Und andere Dinge, beispielsweise Computerspielen, eine Serie anschauen vor der erledigung meiner to-do zu unterlassen. Heute hats einigermaßen geklappt, konnte mich zumindest den halben Tag aus meiner absoluten Untâtigkeit reissen, auch wenn ich das Gefühl hatte zwischendurch durchzudrehen.
    Laufen gehe ich seit 2 Tagen jeden morgen, das kostet zwar überwindung aber ich habe das Gefühl es hilft mir im Anschluss Antrieb für ande Dinge zu haben.
    Naja, konnte alle Dinge erledigen, hatte mir aber auch nicht übertrieben viel vorgenommen. Hoffe ich schaff es morgen ein wenig zu lernen, realistisch gesehen denke ich aber nicht das ich dieses Semester auch nur eine Prüfung schaffe.

    Ich bin immoment total verwirrt, die Diagnose und die vielen Gedanken die ich mir immoment über mich selbst mace, die Angst vor dem Versagen. Gleichzeitig habe ich das Gefül es ist möglicherweise mit Therapie und Ritalin und strenger Selbstkontrolle mein Leben schon bald wieder in den Griff zu kriegen. Und immer wiederder Gedanke, es wäre schön nach Wien zurückzugehen wo ich richtige Freunde, nicht nur Kumpels habe. Aber ich will erstmal nichts überstürzen.

    Abschließend fehlt nur noch zu sagen, das ich vergessen habe welche Intention ich mit dem schreiben djeses Posts hatte. Ist jedenfalls ein gutes Gefühl meine Gedanken mal ungefiltert niederzuschreiben und mit anderen zu teilen...

    So, werd jetz schlafen gehn gute Nacht!

  2. #2
    THF


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Habe gerade meinen Text nochmal durchgelesen... Leider keine Möglichkeit ihn wieder zu löschen, also sorry für alle Typos, Rechtschreibfehler und den verdrehten Satzbau!

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Lass dich nicht unterkriegen, dass wichtigste ist doch das du erkannt hast das du Hilfe brauchst und sie dir auch geholt hast, arbeite weiterhin an dir und du wirst sehen, dass du Fortschritte machen wirst. Sicherlich wird nicht alles auf einmal funktionieren und du wirst auch mal Rückschläge haben, aber bleib am Ball, es ist halt auch harte Arbeit sein Leben bzw. sein Verhalten zu ändern.

    Ich spreche da aus Erfahrung. Ich habe damals 3 verschiedene Ausbildungen angefangen und habe nie irgendwas durchgehalten bis ich an mir gearbeitet habe und es geschafft habe endlich eine Abzuschließen. Also lass dich nicht unterkriegen!

    Wenn du deinen Text bearbeiten will, dann klick unter deinem Text einfach auf "Beitrag bearbeiten"

  4. #4
    THF


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Hey und danke für die Aufmunterung,

    Es ist immoment für mich alles gerade nur so unglaublich depremierend. Nach einer langen Phase der kompletten Lethargie habe ich angefangen mir endlich mal Gedanken über mich selbst zu machen, was mir die Erkenntnis gebracht hat mein Leben komplett an die Wand gefahren zu haben. Da ich es geschafft habe sehr lange alle meine Probleme zu verdrängen kann ich gerade nichts anderes machen als über mich selbst nachzudenken. Ich bemühe mich gerade was zu ändern, glaube aber im großen und ganze ist es eh schon egal...

    Als ich heute auf Vermittlung meines Psychologen beim Psychiater war, meinte die Sekretärin nur ich wäre zu spät, ich soll das nächste mal um 2 kommen und überhaupt gäbe es 1 Jahr Wartezeit. Das ist zum einen deshalb bescheuert, weil Sprechzeiten von 3 bis 6 sind. Außerdem meinte mein Psychologe er kennt den Typen, ich soll einfach sagen ich wäre über ihn vermittelt und das läuft alles schon.
    Ist im Grunde egal, steigert einfach nur meine Frustration wenn ich endlich die Kraft habe was zu unternehmen, nur wenig Ansätze habe wo ich anfangen soll, keine Ahnung wie und bei so Kleinigkeiten der Hilfsbeschaffung scheitere.

    Ich hasse immoment mein Leben, wohin ich mich gebracht habe und habe Angst vor der Zukunft... Wüsste ich wies geht, würd ich am liebsten heulen...
    Deswegen werd ich mir jetzt einen Joint anrauchen, mich vor den Computer setzen und daddeln um einfach nicht mehr nachzudenken...

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Ich kann dir denke ich einigermaßen nachempfinden, was du gerade durch machst. Ich habe selbst mein erstes Studium verkackt. Meinen Bachelor habe so gerade eben geschafft, weil ich mich in ständiger Lethargie befand und es nicht voran zu gehen schien. Jetzt im Master läuft es aus Sicht des Studiums besser, dennoch habe beziehungsweise hatte ich gerade eine sehr schwere deprimierende Zeit. Unter anderem auch mit dem Eindruck mein Leben an die Wand gefahren zu haben.

    Ich selbst bin nicht wirklich der Typ, dem es viel bringt, wenn ihm andere Mut zusprechen, aufmunternde Worte sagen oder dergleichen. Zumindest nehme ich das bewusst nicht so wahr. Ich denke aber, dass du auf dem richtigen Weg bist. Hilfe zu suchen und anzunehmen ist nicht leicht. Es werden bessere Zeiten kommen!

    Den einen oder anderen Tipp versuche ich dir zu geben. Überfordere dich nicht. Gerade wenn es mir schlecht geht passiert mir das unbewusst um so schneller. Es frustriert mich dann ungemein, wenn ich nicht die Sachen schaffe, die ich mir eigentlich vorgenommen habe. Und das fängt schon damit an, jeden Tag laufen zu gehen oder auch manchmal nur den Einkauf zu erledigen. Lass es langsam angehen und setz dich nicht selbst unter Druck in dem du dir zum Beispiel vornimmst um exakt 12:30 aber auf jeden Fall den Abwasch zu erledigen. Versuche dich ein wenig zu strukturieren und zu organisieren, aber ohne dabei in das andere extrem zu fallen, nämlich alles haarklein durchzuplanen. Die kleinen Erfolge, die man vielleicht auch gar nicht so wahrnimmt, bringen einen viel weiter als man denkt.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Ich hatte auch phasenweise das selbe Tal der Tränen durchgemacht, wobei ich nur ein Studium an die Wand gefahren habe, dennoch bin ich schon 25 und sitze noch an meinem Bachelor insofern kann ich es irgendwo verstehen was du durchmachst. Wie Elend schreibt solltest du mit dir selbst nicht zu hart mit dir ins Gericht gehen. Ich kann von meiner eigenen Erfahrung sprechen und die ads verstehe ich nicht bloss als Sehschwäche. Die Krankheit führt dazu dass ich eben nicht zu jeder Zeit meine Leistung abrufen kann. Du musst einfach schauen was ist wirklich auf deine Krankheit zurückzuführen und was kannst du verändern. Also versuche dich einfach mit deiner Krankheit zu recht zu finden und mach dir deshalb keine Vorwürfe.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Hm, das klingt zum Teil vertraut... Also mein Tipp: Lass das Kiffen sein. Echt, das bringt einen unausgeglichenen Menschen nur noch mehr durcheinender und macht das fokussieren noch schwieriger. Und wenn deine Liste für den nächsten Tag nicht klappt, dann mach es anders, nimm dir erstmal jeden Tag eine Stunde, wo du deine selbstgestellten Aufgaben abarbeitest. Du wirst sehen, wenn dir das ein paarmal gelingt, ist die daraus resultierende Zufriedenheit so gross, dass weniger Schwierigkeiten haben wirst, dich aufzuraffen und auf Dauer der Berg von Aufgaben schrumpft. Und kauf dir 'ne Spülmaschine! (klick) Das leben ist zu schade, um es mit Tellerwaschen zu verbringen (außer auf dem Weg zum Millionär natürlich).

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Schon wieder sogut wie gescheitert...

    Dem kann ich mich anschließen. Mir wäre das selbe geblüht wie dir hätte ich nicht schnell genug eingelenk. Ich kann zwas nicht behaupten das es in meinem Studium einfach ist, ich habe immernoch sehr damit zu kämpen. Aber glaub mir, lass das kiffen besser sein, denn ad(h)s und THC haben , sag ich mal, ein recht kämpfendes Zusammenspiel. Erst wenn du wirklich in den gewünschten Schienen fährst, kannst du vielleicht rumexperimentieren. Aber das kannst du mit nem Psychologen am besten zusammen besprechen. Der wird dir auch sagen, dass eine sinnvolle Therapie nur ohne kiffen funktioniert. Am besten du hörst vor der Therapie schon auf, dann kann die Arbeit an dir auch direkt losgehen.

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