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Diskutiere im Thema Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 321

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    @Fliegenpilz

    WOW! Weißt Du, was mir gerade auffällt?

    Ich persönlich, hätte es jetzt gar nicht geschafft eine solch strukturierte Anleitung zu schreiben, deshalb meistens von mir nur ein paar Sätze hier im Forum, weil ich es noch nicht schaffe, auf die Texte schriftlich so hinreichend einzugehen, wie mein Kopf

    Alle Achtung!!! *verneig*

    @Fliegenpilz und Sapasi

    hier scheint eine gewisse Struktur schon so weit zu greifen, dass sie dann auch für Andere Tätigkeiten verwendet werden kann.... SUPER!

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    @ Witchbird: Als ich deinen Beitrag gestern Abend gelesen habe, habe ich erstmal eine Runde geheult. Freudentränen.

    Als ich vor drei Jahren angefangen habe zu arbeiten, habe ich immer wieder zu hören bekommen, dass meine Gespräche, Mails etc total unstrukturiert und wirr sind. Ich musste dann meine Konzepte etc schriftlich beim Vorgesetzten einreichen mit sinnvoller Gliederung und allem drum und dran... Und selbst dann war es oft noch chaotisch geschrieben. Bei meinen Kollegen hat immer der mündliche Vortrag ausgereicht. Ich brauche ja nicht zu sagen, wie unzulänglich ich mich immer gefühlt habe.

    Ich selber merke ja kaum, ob ich was strukturiert oder unstrukturiert sage oder schreibe.
    Daher vielen lieben Dank für dein Feedback. Es zeigt mir, dass es vorwärts geht.

    Mir hatte letztes Jahr eine Freundin sehr geholfen, mein Chaos zu strukturieren. Sie hat lange gebraucht, um die Probleme rauszufiltern. Dabei habe ich mir abgeschaut, wie sie arbeitet. Und jetzt mache ich das ähnlich.
    Meistens lassen sich die Probleme auf die bekannten Problemfelder: Ablenkbarkeit, fehlende Struktur, mangelndes Zeitgefühl, zu hohe Erwartungen an sich selber, Motivationsprobleme etc zurückführen.

    Wir sind uns ja alle sehr ähnlich mit unseren Problemen. Da brauche ich gar nicht großartig nachfragen, woran es liegt. Ich brauche mir nur mein eigenes Chaos anschauen.

    @ Sapasi: Gern geschehen. Viel Erfolg.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 321

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    Irgendwie hab ich gerade keinen DANKE Knopf hier zur Verfügung

    Also dann so rum: D A N K EEEEEEE *freuhüüpf*

    GLG Witchy

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257
    Tapatalk? Lang auf den Beitrag tapsen, dann erscheint eine Meldung mit Zitat, Teilen und Mehr. Auf "Mehr" und dann auf "Thanks".

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    @ Fliegenpilz: warst Du bei mir im Büro oder woher weißt Du so genau, wie ich arbeite und wo meine Probleme liegen? Liest sich jedenfalls wie mein Arbeitsalltag.

    Mein Problem ist, dass ich seit einigen Jahren auch zunehmend mit dem Papierschiet zu tun habe. Vermutlich wäre ich in dem Job bereits weit gekommen, hätte ich nicht das Problem, dass erst die Ablagen verstopft werden und dann die Stapeln auf dem Schreibtisch immer wieder wachsen, zu Bergen, Berge zu Bergketten usw.

    Da kommt es schon mal vor, dass ich dies oder jenes vergesse.

    Am besten ging es mit in Jobs wo es so lief: Projekt auf den Tisch, mit klaren Vorgaben (und kreativem Freiraum… bin nun mal Grafiker) - Projekt abgearbeitet - Korrekturphase - abgenommen - und tschüss…

    Das Papierwerk bleibt bei mir reinster Horror, Pest und Cholera in einem und wenn ich an diese Papiere nur denke, dann kommen mir schon mal merkwürdige Fantasien in den Sinn. "Alles schreddern und gut" ist dabei noch die harmloseste Idee. Und vor allem: wie der Thread-Öffnerin kommt mir der Papierkram auch total unwichtig und nebensächlich vor und das sage ich auch laut… Hauptsache ja das Ergebnis stimmt… aber so mache ich mir in dem Laden hier nicht nur Freunde. Mit 49 ist an einen Jobwechsel auch eher nicht mehr zu denken. Hmmm… hoffentlich hilft die Medikamententherapie, die bald beginnt, wenigstens ein wenig…

    Und ja, an diversen Zeit-/Selbstmanagement-Seminaren nahm ich teil. Das waren sehr gute Seminare. Leider offensichtlich nicht für Leute wie mich. Habe jetzt seit kurzem eine nette Assistentin bekommen, die den Papierkram organisiert, den ich jahrelang schleifen lassen habe. Das macht sie einfach so im Handumdrehen - hat sie doch lange Erfahrung als Verwaltungsangestellte. Ich staune, wenn ich es sehe.

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    Hey Sapasi!

    Ich hoffe, dass du dich mittlerweile besser strukturiern kannst! Ich wünsche dir ganz viel Erfolg für deine Ref- Zeit! Und eine Therapie würde ich dir auch empfehlen, einfach nur um regelmäßig jemanden zu haben bei dem du dir den Stress von der Seele reden kannst! Durch eine Freundin weiß ich, dass die Refzeit auch ohne Adhs anstrengend ist!

    Viel Erfolg und alles Gute!!

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    OK, meine Knder und mein Mann sind weg, damit ich meine Akte anlegen kann. Noch 4 Tage Zeit und jetzt weiß ich nicht wie anfangen. Weihnachten spukt mir noch im Kopf rum, aufräumen wär auch gut, Freunde treffen hätte ich Lust. Kann mich nicht aufraffen, warte das der innere Druck zunimmt und ich loslege. Lege aber nicht los.

    Was soll ich als erstes machen?

    (immer die verdammte selbe Leier, ich hasse diesen Zustand!)

    Jammer!
    Sapasi

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    Sapasi schreibt:
    OK, meine Knder und mein Mann sind weg, damit ich meine Akte anlegen kann.

    Noch 4 Tage Zeit und jetzt weiß ich nicht wie anfangen.
    Baut das aufeinander auf?
    Ich muss z.B. in meiner Arbeit ein Angebot erst berechnen, bevor ich es dem Kunden schicken kann und den entsprechenden Kommentar dazu verfassen kann.
    Gibt es bei dir eine logische Reihenfolge?
    Wenn nicht, dann ist es vollkommen egal, wo und mit was du anfängst!

    Weihnachten spukt mir noch im Kopf rum, aufräumen wär auch gut, Freunde treffen hätte ich Lust.
    Das ist jetzt erstmal nicht drin und solche Gedanken lenken dich ab. Versuch die mal abzublocken.

    Ich mache das so:

    Ich nehme mir meinen Timer (das ist so eine digitale Eieruhr), die stelle ich mir auf fünf Minuten oder zehn oder 15. Das hängt davon ab, wieviel Zeit ich für den einzelnen Arbeitsschritt veranschlage. Wichtig ist es, dass diese Zeitabschnitte so kurz wie möglich sind. Denn, wenn die Zeit läuft, dann darf ich nur die Sache machen, die ich machen soll. Jeder Gedanke an was anderes oder jede Tätigkeit, die nix mit meiner Aufgabe zu tun hat, versuche ich, erst gar nicht anzufangen.
    Jetzt ist es aber so, dass ich es nicht immer schaffe, mich nicht in Tagträumereien zu verlieren. Da hilft mir dann das Piepsen des Timers, weil mich das daran erinnert, dass ich schauen muss, ob ich noch das mache, was ich eigentlich machen wollte/sollte.

    Bei ADHSlern ist das Zeitgefühl sehr schlecht. Daher ist es hilfreich, wenn man sich die Zeit durch solche Hilfsmittel greifbarer macht.
    Beii mir hat das außerdem den positiven Nebeneffekt, dass ich mittlerweile weiß, dass ich z.B. für das Erstellen eines Angebotes nur ca. 15 Minuten brauche, wenn ich mich nicht ablenken lassen.

    Früher habe ich wesentlich länger gebracht (Stunden...). D.h. ich hatte in meinem Kopf schon diesen Berg. Jedesmal wenn ich so ein Angebot erstellen musste, dachte ich mir, dass das jetzt schon wieder eine halbe Ewigkeit dauern wird. Jetzt weiß ich, dass das nicht so ist. Dadurch fällt es mir wesentlich leichter anzufangen.
    Daher sind regelmäßige Pausen auch so wichtig.

    Unsere "Last-Minute"-Aktionen, die wir sonst immer machen, brennen sich ins Gehirn ein. Wir kennen es ja gar nicht anders, als dass wir kurz vor knapp bis zur Erschöpfung arbeiten. Solche Arbeiten sind so im Gehirn schon mit einem Haufen negativer Gefühle belegt. "Umprogrammieren" kann man das Gehirn nur, wenn man nicht nur anfängt, sondern auch wieder aufhören kann, bevor man vollkommen ausgebrannt ist.

    Kann mich nicht aufraffen, warte das der innere Druck zunimmt und ich loslege. Lege aber nicht los.
    Genau das ist das Problem.

    Durch unser schlechtes Zeitgefühl begreift unser Gehirn erst kurz vor knapp den Ernst der Lage.
    Normale Menschen können Arbeiten, die für das Erreichen eines langfristigen Ziels, wichtig sind, entsprechend gewichten. Bzw. deren Gehirne machen das. Da läuft das im Gehirn dann so ab, dass da z.B. gesagt wird, dass die Akte wichtig ist, um das Referendariat gut zu machen und dass es daher jetzt wichtiger ist, sich der Akte zu widmen als auf der Couch rumzuliegen.
    Unsere Gehirne haben diese Weitsicht nicht.
    Daher werden wir auch erst dann aktiv, wenn keine Weitsicht mehr erforderlich ist. Also kurz vor knapp.

    Wir müssen uns daher immer wieder selbst in Gedächtnis rufen, was unser Ziel ist. Welche klitzekleinen Arbeitsschritte dafür notwendig sind. Wir müssen unser fehlerhaftes Hirn quasi jedesmal aufs Neue davon überzeugen, dass die Akte wichtiger ist als das Surfen im Internet.
    Mir hilft es, wenn ich mir aufschreibe, was mein Ziel ist und wie die einzelnen Schritte dorthin aussehen.
    Und wenn ich mir dann noch sage, dass ich mich selber bzw. mein Gehirn jetzt erstmal nur für fünf Minuten überwinden muss.
    Wenn ich dann erstmal angefangen habe, dann läuft es bei mir bedeutend besser und die Überwindung ist nicht mehr so groß.

    Was soll ich als erstes machen?
    Nimm dir eine Eieruhr oder stell dir dein Handy oder einen Wecker oder sowas auf fünf Minuten.
    Und dann schreibst du dir auf, was du alles machen musst für die Akte.
    Danach überlegst du dir, wieviel Zeit du ungefähr für jeden einzelnen Schritt brauchst.

    Wenn zwischendurch die fünf Minuten abgelaufen sind, stellst du die Zeit neu. Wenn die Planung fertig ist, kannst du dir aufschreiben, wie lange du gebraucht hast, dann hast du für das nächste Mal einen ungefähren Richtwert.

    Und dann fängst du mit dem ersten Punkt auf deinem Plan an.
    Da überlegst du dir zunächst, was du genau im nächsten Zeitintervall machen möchtest und wie groß das Zeitintervall sein soll.
    Wenn du z.B. einen Stapel Papiere hast, die du sortieren möchtest, würde ich mit fünf Minuten anfangen und dann sagen, dass ich in diesen fünf Minuten fünf Papiere loche und einsortiere.
    BEVOR du anfängst, legst du dir alles bereit, was du für deine Arbeit brauchst: Stifte, Locher, Papier etc. Und stell dir was zu trinken hin und ev. was zu essen. Und auch wenn sich das jetzt blöd anhört, geh vorher auf die Toilette. Denn jedesmal wenn du dein Raum verlässt, läuftst du Gefahr, dass irgendwas dich ablenkt und es ist sehr schwer immer dagegen anzukämpfen. Du machst es dir daher leichter, wenn du im Raum bleibst.
    Telefon, Handy, Internet etc. alle möglichen Ablenkungsmöglichkeiten sollten auch außerhalb deiner Reichweite sein.



    (immer die verdammte selbe Leier, ich hasse diesen Zustand!)
    Damit bist du nicht alleine. Mir geht es ganz oft so und ich denke, vielen anderen ADHSlern auch. Mach dich damit nicht fertig.

    Bei ganz ätzenden Aufgaben hilft es mir, wenn ich z.B. hier irgendwo meinen Plan aufschreibe und sage, was ich bis wann erledigt haben möchte. Dadurch wird das Ganze für mich verbindlicher und hat durch in meinem Gehirn einen wichtigeren Stellenwert. Das ist eine weitere Möglichkeit das Gehirn zu überlisten.
    Manchmal bitte ich auch Freunde oder Kollegen, mich zu fragen, ob ich das gemacht habe, was ich machen wollte.

    Viel Erfolg

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    Hallo du,

    momentan bin ich auch im Referendariat, und ich kenne das Problem nur zu gut.
    Hier einige Tipps, die mir ein wenig weitergeholfen haben (wobei ich selbst immer noch überfordert bin):

    Ich mache meine Notizen nur am PC und speichere alles am PC (und einmal wöchentlich auf einer Festplatte, damit keine Daten verlorengehen). Alles außer Notizen zur Rechenschaftsablage schmeiße ich konsequent in den Müll, sobald die Stunde gehalten wurde, weil das Papierchaos sonst zu groß wird. Folien lege ich in einem Extraordner ab, lagere sie allerdings in einem Karton, bis sich die Gelegenheit ergibt, sie einzuheften.
    Stoffverteilungspläne und Stundenverläufe mache ich mithilfe einer festen Tabelle, die mir eine Kollegin gegeben hat. So sieht man eher, wo man etwas vergessen hat. Unfertige Dinge markiere ich am PC farbig. Ich hasse diese Aufgabe auch und habe schon einige Male wichtige Details vergessen (etwa, meinen Namen draufzuschreiben ; - )). Bei Interesse kann ich sie dir gerne zukommen lassen. Ich finde die Dokumentation auch albern und überflüssig. Oh Mann, wie ich diesen Mist hasse. Dafür geht mit Abstand die meiste Zeit drauf.

    Lg, Fuchs

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Hilfe, wie führt man Akten? Referendariat vorm Scheitern

    PS. Fang damit an, dir am PC eine Tabelle anzulegen...wenn du das Gerüst hast, geht es leichter!

    Und was bei mir manchmal hilft: Sich nach erledigter Arbeit belohnen, zum Beispiel Freunde erst danach anrufen, etwas schönes essen etc.

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