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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Mir macht die Reizüberflutung Angst, bei vielen Leuten bekomme ich eine regelrechte Aggression, das ist fatal als Lehrer.

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    zlatan_klaus schreibt:
    Mir macht die Reizüberflutung Angst, bei vielen Leuten bekomme ich eine regelrechte Aggression, das ist fatal als Lehrer.
    Das kenn ich auch, hab aber bisher nicht gedacht das das Reizüberflutung wäre. Ich dachte eher mehr an sowas: "Es gibt viel Volk, aber wenig Menschen" :-D

    Und so ist das auch, die Masse verachte ich, den einzelnen kann ich aber lieben, jeden von Ihnen ! Solange jedenfalls bis Sie wieder zur Masse werden !

  3. #33
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Das heißt ich habe falsch entschieden...

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 88

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Keine Ahnung das kannst nur du selbst entscheiden !

    Ist es nicht Ziel des ADHS`ler nicht sich der Umwelt anzupassen, sondern die Umwelt an ihn ? Ist ja unheilbar, warum gegen den Wind kämpfen wenn man sich von ihm auch tragen lassen kann ?

  5. #35
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Wenn ich nichts gegen die Reizüberflutung machen kann, was soll ich dann im Lehramt? Ich würde doch nur kapputt gehen!!!

  6. #36
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 160

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Da gibt's nur eins: Probier es aus. Du hast genügend Praktika schon im Studium, nehme ich an, und wenn nicht, mach freiwillig eines.

    Es ist nach meiner Erfahrung auch ein Unterschied, ob man in der Menge ist oder vor ihr steht.

    Hijo

  7. #37
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Was ich in den Praktikas festgestellt habe: Im Praktikum stand ich vor einer Klasse und das hat mir Spaß gemacht. Ist aber auch so, dass solange etwas neu ist, es mir immer Spaß macht und ich es gut kann. Theoretisch könnte ich auch viele andere Dinge gut, solange diese neu sind. Das Problem ist, was mache ich wenn ich aus dem Praktikum falsche Rückschlüsse ziehe? Ich bin auch sehr sensibel und schnell reizüberflutet. Da das AD(H)S bei allen Menschen jedoch anders ausfällt und ich mir ein mittelschweres (schnelle Reizüberflutung, niedrige Selbstmotivation und große Stimmungsschwankungen) zurechne, stellt sich sich die Frage ob ich jeden Tag unterrichten könnte. Oder nur solange es "neu" ist. Was mache ich wenn mein Kopf es für "Routine" einordnet? Wie gesagt, ich weiß meine Ausstrahlung ist dann negativ, und als ADHSler bekomme ich die Reaktionen der Menschen zu 200% mit. Das gleiche Problem habe ich auch mit anderen Dingen, so bin ich zum Beispiel im Fußball gut solang es keine Routine ist. Was ich besonders pervers finde, ist dass ich unglaublich viel Abwechslung brauche. So kann das eine Fußballtraining für mich nicht immer am gleichen Ort stattfinden. Findet es auf einem anderen Trainingsplatz statt, bin ich viel motivierter! Ich würde so gern wissen, was daran "Schuld" ist, dass das so ist. WIESO FINDE ICH NEUES SO INTERESSANT? WIESO KANN ICH ES SO GUT? Wenn ich nicht darauf komme, werde ich jämmerlich zugrunde gehen -.- Ich gehe ein wenn ich immer an den gleichen Ort muss, mit immer den gleichen Leuten. Ich hoffe wirklich dass sich jemand mit meiner Lage identifizieren kann.

  8. #38
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    ich bekomme das gefühl nicht los, falsch entschieden zu haben, ich bin richtig traurig gerade.

  9. #39
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    zlatan_klaus, auf mich macht es gerade den Eindruck, dass du dich da enorm in was reinsteigerst.

    Was in Zukunft sein wird, kannst du heute nicht wissen. Du weißt nicht, ob dich dein Job irgendwann langweilen wird. Es ist auch gar nicht klar, ob du überhaupt in der Klasse dann langfristig nicht mit der Reizüberflutung klar kommen wirst.
    Das Ätzende an ADHS ist ja, dass wir einfach nicht berechenbar sind. Mal können wir was gut, mal läuft was und mal dann wieder gar nicht.

    Dieses Inkonsistente nutze ich aber für mich. D.h. ich sage mir, dass eine Situation, mit der ich in der Vergangenheit Probleme hatte, mir nicht immer Probleme bereiten muss. Es kann gut sein, dass die äußeren Umstände beim nächsten Mal so gut sind, dass ich sehr gut mit der ansonsten furchtbaren Situation klar komme.

    Seit meiner Diagnose finde ich Schritt für Schritt heraus, wie ich ticke und warum. Das hilft mir, meine Verhaltensweisen erstmal erklären zu können und als nächstes schrittweise zu ändern. Denn das kann ich. Ich kann lernen mit der Reizüberflutung besser umzugehen. Und auch verschiedene Möglichkeiten der Selbstmotivation eigne ich mir schrittweise an.
    Das geht nicht von heute auf morgen. Das ist klar. Aber es geht!
    Ich kann mein Leben verändern und langsam die Kontrolle über mich erlangen.

    In meinem Job werde ich auch mit Dingen konfrontiert, die mir schwer fallen und in denen ich eine Niete bin. Ich muss sehr viele Formular ausfüllen. Der Horror.
    Und bei mir ist auch nicht zwangsweise alles immer wieder neu. Ich gestalte mir ab und an meine Arbeitssituation neu. Meine Kunden wechseln. Unsere Produkte verändern sich. Ich besuche Fortbildungen, damit ich auf dem Laufenden bleibe und vor allem, um mein Interesse und meine Neugierde für meinen Job wach zu halten. Ich hole mir ständig neue Impulse von Kollegen. Tausche mich aus und probiere Neues aus.

    ADHSler neigen dazu, Negatives und eigene Schwächen stärker zu bewerten als Positives und die eigenen Stärken. Dazu kommt noch unsere Neigung, Gedanken endlos wiederzukäuen. Dadruch schaffen wir uns unsere eigene Abwärtsspirale und versacken in der Schwarzmalerei. Das ist ein fantastischer Nährboden für eine Depression.
    Meine Gegenstrategie ist es, mir gezielt positive Erfahrungen, Momente und meine positiven Eigenschaften zu notieren und diese dann bei Bedarf abzurufen. D.h. immer wenn ich merke, dass ich Gefahr laufe in die Abwärttspirale zu rutschen, dann krame ich Dankesmails von Kunden raus oder schaue mir Fotos von Begebenheiten an, bei denen ich mich wohl gefühlt habe. So bekommen die negativen Gedanken keine Chance. Sie werden von den positiven überlagert.
    Der zweite Effekt ist, dass wir ADHSler sehr stimmungsabhängig sind. D.h. wenn wir negative Stimmungen spüren oder wenn wir was negatives erlebt haben, dann fühlen wir uns extrem schlecht. Aber das funktioniert auch umgekehrt. Wir sind derart reizoffen und sensibel, dass positives auch so auf uns wirkt. Wenn wir also frühere positive Erfahrungen abrufen, dann fühlen wir uns gut und dadurch fällt uns automatisch alles leichter.

    Mein Tip ist daher, sich weniger auf Negatives und die eigenen Schwächen zu konzentrieren, sondern sich gezielt Positives rauszusuchen und die eigenen Stärken zu erkennen und zu nutzen.

  10. #40
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    zlatan_klaus schreibt:
    Wenn ich nichts gegen die Reizüberflutung machen kann, was soll ich dann im Lehramt? Ich würde doch nur kapputt gehen!!!
    Wer sagt denn, dass du nichts gegen die Reizüberflutung machen kannst?
    Klar kannst du was dagegen machen. Du bist ihr nicht hilflos ausgeliefert.

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