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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Hi,
    ich bin gerade im Ref und kann ein Lied von den "unsympathischen Zuständen" singen. Überraschenderweise finden die Schüler das gar nicht so schlimm. Wenn man eine gute Unterrichtsvorberietung gemacht hat, zieht man sich im idealfall ja aus dem Lernprozess raus und lässt die Schüler den Stoff erarbeiten. Wenn man reflektiert genug ist, um bei sich selbst zu erkennen, dass man gerade seine Null Bock Phase durchmacht setzt man Lernstandsgespräche, Beziehungsarbeit und Ähnliches für diesen Tag weg. Schierig wirds dann meist im Lehrerzimmer mit den Kollegen, da musst du dich freundlich abgrenzen und das ist in diesen Zuständen schwer.
    Am Schwierigsten im Lehrerberuf ist die Organisation und die Bürokratie, aber die hast du als Therapeut genauso, wenn nicht noch extremer.
    Ich glaube ADSler können super Lehrer sein, wenn sie um ihre Stärken und Schwächen wissen und sie gezielt einsetzen.

    (Und wenn sie sich dazu eine Haushaltshilfe leisten!)

    Sapasi

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Hallo Klaus,

    ich glaube, mit den Problemen die du beschreibst, bist du beim Lehramt vielleicht noch besser aufgehoben als bei Psychologie.
    Gerade das mit den Motivationsproblemen: Als Therapeut ist das noch schlimmer, man hat da ja eine so große Verantwortung: der Anspruch supertoll, dynamisch und perfekt zu sein ist da eigentlich
    ständig vorhanden (während der Therapiesitzung).

    Das mit der Reizüberflutung beim Lehramt ist schon ein Problem,
    ich stelle es mir schwierig vor mit sovielen kids auf einen Haufen. In der heutigen Zeit soll der Lehrer ja
    auch schon fast perfekt sein...
    Trotzdem habe ich das Gefühl, dass der Lehrerberuf vielleicht schon
    eine Nische für einen ADHSler sein kann.
    Der Vorteil ist, dass man sehr selbstständig ist und die ADHS Probleme wahrscheinlich (?) nicht so leicht auffallen.

    Was die Schüler betrifft: die sollen doch nicht von dir bespaßt werden...schau lieber auf dich und dass du zurecht kommst
    Die Schüler können zufrieden sein, wenn ihr Lehrer normal freundlich bis neutral ist
    und ihnen den Lernstoff vermittelt.

    Gruß, die Unnormale

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Alle raten mir zu Lehramt und ich denke ihr werdet Recht haben. Als Psychologe muss man genau zu hören und wenn man ADHS hat ist das sehr sehr sehr anstrengend. Ich werde trotzdem versuchen mir eine "Fluchtmöglichkeit" offen zu halten und Psychologie parallel an der Fern-Universität zu studieren. Das fordert dann noch ein höheres Maß an Eigenmotivation... Das Leben eines ADHSlers ist echt kompliziert man -.-

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    hi zlatan_klaus,

    in Deinem Posting erkenne ich mich (vor gut über einem Vierteljahrhundert…) wieder. Eigentlich bin ich geborener Pauker, zumal es in der Familie auch nur so von Lehrern und Pädagogen wimmelt. Also habe ich auf Lehramt studiert, es war eigentlich keine Frage. In den Praktika stellte sich dann heraus, dass ich als Lehrer nicht wirklich geeignet bin - zu unruhig, zu zerstreut, zu leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, zu viel auf einmal machen wollend, die ganzen Klassiker halt. Ich dachte, mir platzt der Kopf… ein Praktikum musste ich zwischendurch sogar abbrechen.

    Das Studium habe ich dennoch zu Ende durchgezogen. Danach machte ich beruflich viele andere Dinge, vom Kistenschlepper zum Publizisten, die ich allesamt nicht bereue.

    Seit einigen Jahren gebe ich nebenbei (neben meinem eigentlichen festen Job) Schulungen und Workshops (Fotografie, Grafik, elektronische Bildbearbeitung…) für Erwachsene und gehe darin regelrecht auf. Es ist halt was völlig anderes, ob Du mit 30 Bengeln zu tun hast, die eigentlich null Bock auf die Schule haben und nur stören, oder mit 10, 20 Erwachsenen, die für die Schulung Kohle bezahlt haben und von Dir was lernen wollen.

    Leider bin ich ein viel zu schlechter Geschäftsmann, um von diesen Schulungen zu leben, also schiebe ich meinen eher langweiligen Job und mache die Workshops nebenbei & viel zu selten.

    Das so als Anregung - es muss ja nicht immer Vollzeit-Lehrer sein, und was Du an Pädagogik, Methodik, Didaktik lernst, das nimmt Dir niemand weg.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    ich bin auch der geborene Lehrer, aufjedenfall fühle ich mich so. Leider bin ich morgens extrem anfällig für Stress jeglicher Form und kann eigentlich auch nur nachts ruhig arbeiten und denken. Das macht mir sehr zu schaffen. Aber auch als Psychologe könnte ich vorallem nur abends arbeiten. Ich fühle mich gerade ziemlich ausgelaugt und weiß nicht mehr was ich machen soll. Die Erfahrungen im Praktikum waren größtenteils negativ, jedoch kann ich mit meiner unfähigkeit, mich selbst zu motivieren, wohl kaum in ein psychologiestudium wagen. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 457

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Klaus, denk doch in Richtung "Erwachsenenbildung". Nicht nur angesichts des demographischen Wandels unserer Gesellschaft eine Option mit Zukunft.

    Das mit der stark erhöhten Stressanfälligkeit kenne ich allzu gut und habe leider auch mit meinen 49 Lenzen immer noch kein Kraut dagegen.

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Verdient man was in der Erwachsenenbildung?

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Herr Gott bin ich verzweifelt, so eine schwierige Entscheidung hatte ich noch nie.

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 23

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Hallo Klaus,

    wollte noch kurz was loswerden.
    wenn du die 5 Jahre Psychologiestudium hinter dir hast, kannst du noch nicht als Therapeut arbeiten.
    Dafür bräuchtest du dann noch die 3jährige Therapeutenausbildung (kostet einige Tausend Euro, muss man selber zahlen).

    Wenn du "nur" Psychologe bist, kannst du dich auf die gleichen Stellen bewerben wie ein Sozialpädagoge, und die werden
    glaube ich bevorzugt genommen, weil sie weniger kosten.

    Könntest du dir den Beruf Sozialpädagoge vorstellen? Ich habe das selber studiert und würde sagen, dass Studium ist zu schaffen,
    sicherlich leichter als Lehramt.

    Danach hättest du sehr viele Nischen, wo du arbeiten könntest, vielleicht auch Bereiche,
    wo nicht so schnell Langeweile auftritt:
    Beispiel Arbeit mit Alkoholkranken Menschen
    Arbeit im Gefängnis
    Arbeit als Bewährungshelfer...

    Allerdings sollte man das nur studieren, wenn man keine allzu großen Probleme mit Menschen hat.

    Mein Problem ist, dass ich sehr menschenscheu (und sozial gehemmt bin)..
    habe deshalb den Beruf an den Nagel gehängt.

    Gruß von der Unnormalen

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Lehramt oder Psychologie - ADHS

    Ich bin ein Mensch der sehr auf Sicherheitsdenken gepachtet ist, das heißt ich mag einfach keine Unsicherheiten in meinem Leben. Klar ist das Leben allgemein als "unsicher" zu betrachten, wenn ich aber jeden Tag um meinen Job zittern muss, dann werde ich nicht glücklich. Das weiß ich.

    Aber wenn ich jeden Tag Angstzustände habe, weil ich befürchte beleidigt zu werden, was soll dann aus mir werden? Ich kann doch nicht einfach so aufgeben. Aber ich fühle mich echt kraftlos zur Zeit.

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