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Diskutiere im Thema Ständig verpeilt / kognitive Störungen im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ehem. Mitglied

    Gast

    Unglücklich Ständig verpeilt / kognitive Störungen

    Ich war auf einem wunderbaren Gymnasium damals, war in einigen Fächern Kassenbeste und in anderen (die eben etwas lernen bzw interesse erfordert hätten was ich einfach nicht aufgebracht habe und meine Etern haben mich auch nie gepusht oder hausaufgaben kontrolliert oder sonstwas) hatte ich schlechte Noten, da ich mich nur auf die konzentriert habe und somit dachte meine chancen sind gleich null, bin ich erst auf ein anderes Gymnasium gewechselt und dann auf die Mittelschule.
    Diese hab ich ohne je irgendwas zu machen (mir waren Band, Kunst, Ehrenamt und Partys wichtiger) mit 1,78 abgeschlossen, was demzufolge auch kein Erfolgserlebnis war, denn ich hätte viel viel besser abschließen können.
    Es folgte eine Ausbildung zur Kosmetikerin (2,3), die auch mehr recht als schlecht lief, die ich aber immerhin zu Ende gebracht habe. Womit ich jetzt aber auch nichts anfangen kann (es sei denn ich geh Richtung Wellness- Therapeutin was ich zur Zeit aber nicht favorisiere.)
    Dann folge Wirtschaftsgymnasium (?!!), dessen erstes Halbjahr mit ner schön ausgeprägten Panikstörung, Depression und ner gelösten Verlobung in nem Stationär- Aufenthalt in ner Klinik endete. (diese wurde vorzeitig beendet weil ich auch dort wegen Verpeiltheit/zu Spät kommen etc. rausflog, war aber ok)

    Es folgte dann wieder ein guter Sommer, neue Beziehung (und auch diese wurde nach ner Weile von mir beendet) und der Wechsel zum sozialen Fachabitur.
    Dieses endete letzten Winter erneut in Depression und Panik, diesmal ohne stationärer Therapie, dafür ab und an ambulanten Gesprächen mit diversen Antidepressiva und auch Mischkonsum, Tablettenmissbrauch, usw.
    Kann mich da auch nicht mehr so gut an Einzelheiten erinnern,
    das ganze gipfelte Anfang März diesen Jahres in eine kurze Einweisung wegen suizidaler Krise.

    Es ging wieder bergauf, ich bin seit Sommer mit dem Mann zusammen, der mir seit nem reichlichen Jahr als allerbester Freund zur Seite stand und meine größten Tiefpunkte miterlebt hat.

    Ich bin seit ich denken kann schon 12 mal umgezogen, davon allein im letzten anderthalben Jahr 7 mal.

    Klar, man muss auch die Forschritte sehen, vor einem halben Jahr habe ich endlich (nach 6 Jahren) die Bulimie besiegt...

    ich gehe regelmäßig zur Seelsorge, lebe endlich in dem Stadtteil und einem Zimmer, in dem ich mich wohlfühle...

    habe aber immer noch Schulden, bin öfters krankgeschrieben oder verpenne und ich hab noch nie nen Nebenjob mal wirklich lange behalten können...

    Ich hab Schweine Angst vor dem Winter der jetzt kommt....

    ich hab mein Elontril (AD was aber schon etwas wie Ritalin light wirkt) abgesetzt, um an dieser Ritalin Studie teilzunehmen (gerade so rechtzeitig, bin die letzte Teilnehmerin Deutschlands ^^) und vermute, dass das was ich gerade krieg ne Mischung aus Placebo und ner Mini- Ritalin- Dosis ist (20 mg oder so), heißt es bringt nicht wirklich was.
    Ich hab immerhin keinen Bock mehr auf Alkohol (krieg da bei nem kleinen Schluck schon mega Übelkeit und Kopfschmerzen --> daher glaub ich es sind nicht nur Placebo), aber ich vermisse mein Elontril, was so schön wach und wenn auch überdreht dann wenigstens gut drauf gemacht hat...

    ich bin gerade
    - total unmotiviert
    - habe psychosomatische Beschwerden die echt belastend sind und weswegen ich krankgeschrieben bin
    (Gastritis, Schlafstörungen, komische Träume die mich bis sonstwo verfolgen und beschäftigen, Schwäche, Gleichgewichtsstörungen, Tinnitus, schlechte Stimmung, Müdigkeit, Übelkeit, trotzdem superviel Appetit )

    - vor nem anderthalben Jahr hatte ic noch 10 Kilo weniger drauf, was glaub ich mein allergrößtes Problem ist. Es klappt einfach nicht mehr, den Scheiß wieder loszuwerden...)
    - ich schaue jeden Abend auf meine to do - liste, nur um festzustellen, dass ich seit Wochen besitmmte PUnkte immer wieder nur verschiebe und sowieso niemals einfach mal alles abgehakt habe.
    - ich kann es nicht mehr hören, dass leute sagen, meine verpeiltheit mache mich sympatisch... klar ich hab haufen freunde und ich engagiere mich auch da wo mich was interessiert und so.-
    - aber ich versinke einfach ununterbrochen in meinem chaos ...
    - ich habe keinen Bock auf Vermeidung (z.b.. nicht zur scule zu gehen wenn wir was schreiben wo mir stoff fehlt oder ich nicht soo gut bin von natur aus, weil ich angst vor schlechten noten habe), merke aber dass ich damit schon wieder anfange....

    - ich fühle mich so scheiße behindert.....
    ich kann selbst meinem freund oftmals nicht erzählen, wenn ich mal nicht in der schule war, weil ich mir so blöd vorkomme weil ich denke leute finden es lächerlich wenn ich mich krankschreiben lasse (immerhin krankschreibung holen ist ein fortschritt, letztes jahr wurde irgendwann wegen fehlender krankenscheine und zu viel fehlzeiten der bafög hahn zugedreht und ich durfte über 2000 euro zurückzahlen...)
    ich glaub viele kennen mich als die fröhliche, aktive und die die vieles unter einen hut kriegt.. krieg ich aber nicht
    ich lege das telefon weg und denke "wenn du wüsstest wie wenig ich wirklich hinkriege in meinem leben", fang an zu heulen und nix geht mehr.
    und ich weiß nicht wieso.
    - ich will dieses bekackte abi... meine intelligenz ist mehr als ausreichend dafür. (ich schreib hier ziemlich umgangssprachlich ich weiß, daher kommt das vielleicht nicht so rüber
    - ich möchte meine Verpeilung einfach nur wegoperiert haben... bitte...

    ich bringe nicht mal die kraft auf ein bisschen sport zu machen oder den haushalt zu schmeißen wenn ich schon daheim bin. und ich wünschte ich könnte wenigstens nichts essen, so wie andere, wenn sie depressiv sind.
    leider ist mein stoffwechsel völlig durcheinander. (und auch ein paar schöne zahn ops hab ich noch vor mir, danke liebe bulimie)

    klar man muss auch die fortschritte sehn, auch verletz ich mich selbst nicht mehr, trinke keinen alk mehr und so.
    aber mir geht das alles zu langsam.
    ich werde in wenigen monaten 22 und wenn ich dann immer noch nicht meinen scheiß abschluss hab dreh ich durch.

    ich hasse es auch wenn meine familie halb ängstlich - halb mitleidig nachfragt wies so läuft und dass ich doch gucken soll, dass ichs diesmal wirklich schaffe.... aaarrrrgghh. und dass ich doch wirklich langsam mal nen "regulären" nebenjob kriegen könnte, so wie meine schwester, in der kanzlei... und überhaupt die kriegt doch alles hin. jura studium und so.
    da kann ich mich doch einfach mal ein bisschen zusammen reißen und auch einfach mal alles hinkriegen.

    klar weiß ich, dass es der schule nicht zuträglich ist, dass ich am Wochenende nen schönen Band Auftritt hatte. Oder dass ich für Leute da bin oder irgendwelche ehrenamtlichen Aufgaben und Projekte übernehme. ICh schraub das ja schon zurück.
    Aber ich merke dass selbst dann ich die Sachen die MÜSSeN (ich sag nur steuererklärungen seit 2009) nicht auf die Reihe kriege.....

    ich fühl mich hochgradig behindert und ich hab keinen Bock mehr darauf.
    ich fange 50 Sachen an und bringe keins zuende. Ich lese 8 Bücher gleichzeitig und lese davon nur 1 zuende.
    ich weiß nicht wo das Geld schon wieder geblieben ist.
    ich würde gern einmal im Leben was machen, wo ich hinterher sage das war 100 prozent und zufriedenstellend und einfach ok so wie es war. es war gut. ich habe mein bestes gegeben. einmal.

    selbst wenn ich das fachabi habe, was mach ich denn dann damit?
    beim studium kann man wenigstens ausschlafen und mit notebook mitschreiben, das wäre ideal für mich..

    Gibt es wenigstens wen der irgendwie sich schonmal ähnlich gefühlt hat oder fühlt???



  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ich fühl mich einfach nur noch behindert -.- (sry, thema gibts bestimmt scho

    Gibt es wenigstens wen der irgendwie sich schonmal ähnlich gefühlt hat oder fühlt???
    Ja, ich

    Gerade das mit dem Wegoperieren der ganzen Sache kenne ich. Das wünsche ich mir oft auch.


    Ich habe gerade nicht viel Zeit (müsste eigentlich arbeiten ), aber eine Sache möchte ich schnell noch loswerden: Kannst du die Ritalin-Studie nicht einfach abbrechen und wieder zurück zum Elontril gehen? Wenn es dir damit besser ging, dann wäre das doch eine bessere Möglichkeit?

    Ähja, Steuererklärung 2009 habe ich erst nach Zahlung der ersten Mahnung vor kurzem erledigt. Da hatte ich aber nur noch die Hälfte der Unterlagen und habe dementsprechend viel Steuern nachzahlen müssen.
    Und das Doofe ist: Nach der Steuererklärung ist vor der Steuererklärung

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: ich fühl mich einfach nur noch behindert -.- (sry, thema gibts bestimmt scho

    Willkommen!

    Wolltest du das nicht in der Vorstellungsecke schreiben? Wenn ja bitte doch einen Admin bzw. Mod, deinen Tread zu verschieben (und meinen Kommentar zu löschen)

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ich fühl mich einfach nur noch behindert -.- (sry, thema gibts bestimmt scho

    Syl Verado hat sich doch schon vorgestellt.


    @ Syl Verado: Ich sehe gerade, dass du bei mir in der Gegend wohnst. Wenn du magst, können wir uns gerne mal zu ner Tasse Kaffee treffen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Ständig verpeilt / kognitive Störungen

    Hallo Syl Verado,


    ich kenne das durchaus. Auch bei mir ist vieles chaotisch verlaufen. Eines meiner größten Probleme ist ebenfalls das "Aufschieben".

    Z.b. Sport,


    seit 2007 treibe ich regelmäßig Sport (joggen). Und laufe dabei eigentlich ganz gute Zeiten. Das Problem ist nur: Ich halte das nicht regelmäßig durch.

    Ich habe immer mal wieder eine Durchhängephase, wo ich mich nicht dazu aufraffen kann. Nach einiger Zeit gelingt es mir dann doch, mich wieder aufzurappeln, und wieder weiterzulaufen.


    Aber das dauert seine Zeit.


    In meinem Leben habe ich auch schon viel angefangen, ohne es zu beenden.

    Z.b. Studieren.

    Nach meinem Fachabitur habe ich zunächst an der Fern Uni Hagen Informatik studiert. Schon nach kurzer Zeit bin ich in ein totales Chaos geraten.

    Ein Grund dafür war sicherlich, daß mir der Stoff zu schwer war, ich mir dies aber nicht eingestehen wollte. So vergingen die Jahre, bis ich an der FH Emden Informatik studierte.

    Aber hier die gleichen Probleme.

    Am Ende mußte ich das Studium beenden, weil ich im Fach Mathematik II (Integralrechnung) endgültig durchgefallen bin.

    Insgesamt bin ich da 3 mal durchgefallen, und hätte da in die mündliche Ergänzungsprüfung gemußt (Maximalziel 4,0) . Ich habe beim Prüfungsausschuß eine weitere Prüfung beantragt (der sogenannte Jocker den man einmal im Grundstudium hat) die auch bewilligt wurde.

    Ich sah es als ultimative Herausforderung an, diese Prüfung zu bestehen, jedoch ging dieser Versuch auch daneben.

    Nun mußte ich in die mündliche. Hierbei ging es nur noch um Sein oder nicht sein.

    Ich war für diese Prüfung eigentlich viel zu nervös, obwohl ich gelernt hatte. In der Prüfung selber ist dann alles durcheinander gelaufen.

    So bin ich dann endgültig durchgefallen und mußte mein Studium beenden.

    Derzeit bin ich noch auf der Suche nach einem neuen Job.

    Ich wünsche Dir Glück und Kraft


    Viele Grüße

    Astrofred

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 156

    AW: Ständig verpeilt / kognitive Störungen

    Syl Verado schreibt:
    Ich war auf einem wunderbaren Gymnasium damals, war in einigen Fächern Kassenbeste und in anderen (die eben etwas lernen bzw interesse erfordert hätten was ich einfach nicht aufgebracht habe und meine Etern haben mich auch nie gepusht oder hausaufgaben kontrolliert oder sonstwas) hatte ich schlechte Noten, da ich mich nur auf die konzentriert habe und somit dachte meine chancen sind gleich null, bin ich erst auf ein anderes Gymnasium gewechselt und dann auf die Mittelschule.
    Diese hab ich ohne je irgendwas zu machen (mir waren Band, Kunst, Ehrenamt und Partys wichtiger) mit 1,78 abgeschlossen, was demzufolge auch kein Erfolgserlebnis war, denn ich hätte viel viel besser abschließen können.
    Es folgte eine Ausbildung zur Kosmetikerin (2,3), die auch mehr recht als schlecht lief, die ich aber immerhin zu Ende gebracht habe. Womit ich jetzt aber auch nichts anfangen kann (es sei denn ich geh Richtung Wellness- Therapeutin was ich zur Zeit aber nicht favorisiere.)
    Dann folge Wirtschaftsgymnasium (?!!), dessen erstes Halbjahr mit ner schön ausgeprägten Panikstörung, Depression und ner gelösten Verlobung in nem Stationär- Aufenthalt in ner Klinik endete. (diese wurde vorzeitig beendet weil ich auch dort wegen Verpeiltheit/zu Spät kommen etc. rausflog, war aber ok)

    Es folgte dann wieder ein guter Sommer, neue Beziehung (und auch diese wurde nach ner Weile von mir beendet) und der Wechsel zum sozialen Fachabitur.
    Dieses endete letzten Winter erneut in Depression und Panik, diesmal ohne stationärer Therapie, dafür ab und an ambulanten Gesprächen mit diversen Antidepressiva und auch Mischkonsum, Tablettenmissbrauch, usw.
    Kann mich da auch nicht mehr so gut an Einzelheiten erinnern,
    das ganze gipfelte Anfang März diesen Jahres in eine kurze Einweisung wegen suizidaler Krise.

    Es ging wieder bergauf, ich bin seit Sommer mit dem Mann zusammen, der mir seit nem reichlichen Jahr als allerbester Freund zur Seite stand und meine größten Tiefpunkte miterlebt hat.

    Ich bin seit ich denken kann schon 12 mal umgezogen, davon allein im letzten anderthalben Jahr 7 mal.

    Klar, man muss auch die Forschritte sehen, vor einem halben Jahr habe ich endlich (nach 6 Jahren) die Bulimie besiegt...

    ich gehe regelmäßig zur Seelsorge, lebe endlich in dem Stadtteil und einem Zimmer, in dem ich mich wohlfühle...

    habe aber immer noch Schulden, bin öfters krankgeschrieben oder verpenne und ich hab noch nie nen Nebenjob mal wirklich lange behalten können...

    Ich hab Schweine Angst vor dem Winter der jetzt kommt....

    ich hab mein Elontril (AD was aber schon etwas wie Ritalin light wirkt) abgesetzt, um an dieser Ritalin Studie teilzunehmen (gerade so rechtzeitig, bin die letzte Teilnehmerin Deutschlands ^^) und vermute, dass das was ich gerade krieg ne Mischung aus Placebo und ner Mini- Ritalin- Dosis ist (20 mg oder so), heißt es bringt nicht wirklich was.
    Ich hab immerhin keinen Bock mehr auf Alkohol (krieg da bei nem kleinen Schluck schon mega Übelkeit und Kopfschmerzen --> daher glaub ich es sind nicht nur Placebo), aber ich vermisse mein Elontril, was so schön wach und wenn auch überdreht dann wenigstens gut drauf gemacht hat...

    ich bin gerade
    - total unmotiviert
    - habe psychosomatische Beschwerden die echt belastend sind und weswegen ich krankgeschrieben bin
    (Gastritis, Schlafstörungen, komische Träume die mich bis sonstwo verfolgen und beschäftigen, Schwäche, Gleichgewichtsstörungen, Tinnitus, schlechte Stimmung, Müdigkeit, Übelkeit, trotzdem superviel Appetit )

    - vor nem anderthalben Jahr hatte ic noch 10 Kilo weniger drauf, was glaub ich mein allergrößtes Problem ist. Es klappt einfach nicht mehr, den Scheiß wieder loszuwerden...)
    - ich schaue jeden Abend auf meine to do - liste, nur um festzustellen, dass ich seit Wochen besitmmte PUnkte immer wieder nur verschiebe und sowieso niemals einfach mal alles abgehakt habe.
    - ich kann es nicht mehr hören, dass leute sagen, meine verpeiltheit mache mich sympatisch... klar ich hab haufen freunde und ich engagiere mich auch da wo mich was interessiert und so.-
    - aber ich versinke einfach ununterbrochen in meinem chaos ...
    - ich habe keinen Bock auf Vermeidung (z.b.. nicht zur scule zu gehen wenn wir was schreiben wo mir stoff fehlt oder ich nicht soo gut bin von natur aus, weil ich angst vor schlechten noten habe), merke aber dass ich damit schon wieder anfange....

    - ich fühle mich so scheiße behindert.....
    ich kann selbst meinem freund oftmals nicht erzählen, wenn ich mal nicht in der schule war, weil ich mir so blöd vorkomme weil ich denke leute finden es lächerlich wenn ich mich krankschreiben lasse (immerhin krankschreibung holen ist ein fortschritt, letztes jahr wurde irgendwann wegen fehlender krankenscheine und zu viel fehlzeiten der bafög hahn zugedreht und ich durfte über 2000 euro zurückzahlen...)
    ich glaub viele kennen mich als die fröhliche, aktive und die die vieles unter einen hut kriegt.. krieg ich aber nicht
    ich lege das telefon weg und denke "wenn du wüsstest wie wenig ich wirklich hinkriege in meinem leben", fang an zu heulen und nix geht mehr.
    und ich weiß nicht wieso.
    - ich will dieses bekackte abi... meine intelligenz ist mehr als ausreichend dafür. (ich schreib hier ziemlich umgangssprachlich ich weiß, daher kommt das vielleicht nicht so rüber
    - ich möchte meine Verpeilung einfach nur wegoperiert haben... bitte...

    ich bringe nicht mal die kraft auf ein bisschen sport zu machen oder den haushalt zu schmeißen wenn ich schon daheim bin. und ich wünschte ich könnte wenigstens nichts essen, so wie andere, wenn sie depressiv sind.
    leider ist mein stoffwechsel völlig durcheinander. (und auch ein paar schöne zahn ops hab ich noch vor mir, danke liebe bulimie)

    klar man muss auch die fortschritte sehn, auch verletz ich mich selbst nicht mehr, trinke keinen alk mehr und so.
    aber mir geht das alles zu langsam.
    ich werde in wenigen monaten 22 und wenn ich dann immer noch nicht meinen scheiß abschluss hab dreh ich durch.

    ich hasse es auch wenn meine familie halb ängstlich - halb mitleidig nachfragt wies so läuft und dass ich doch gucken soll, dass ichs diesmal wirklich schaffe.... aaarrrrgghh. und dass ich doch wirklich langsam mal nen "regulären" nebenjob kriegen könnte, so wie meine schwester, in der kanzlei... und überhaupt die kriegt doch alles hin. jura studium und so.
    da kann ich mich doch einfach mal ein bisschen zusammen reißen und auch einfach mal alles hinkriegen.

    klar weiß ich, dass es der schule nicht zuträglich ist, dass ich am Wochenende nen schönen Band Auftritt hatte. Oder dass ich für Leute da bin oder irgendwelche ehrenamtlichen Aufgaben und Projekte übernehme. ICh schraub das ja schon zurück.
    Aber ich merke dass selbst dann ich die Sachen die MÜSSeN (ich sag nur steuererklärungen seit 2009) nicht auf die Reihe kriege.....

    ich fühl mich hochgradig behindert und ich hab keinen Bock mehr darauf.
    ich fange 50 Sachen an und bringe keins zuende. Ich lese 8 Bücher gleichzeitig und lese davon nur 1 zuende.
    ich weiß nicht wo das Geld schon wieder geblieben ist.
    ich würde gern einmal im Leben was machen, wo ich hinterher sage das war 100 prozent und zufriedenstellend und einfach ok so wie es war. es war gut. ich habe mein bestes gegeben. einmal.

    selbst wenn ich das fachabi habe, was mach ich denn dann damit?
    beim studium kann man wenigstens ausschlafen und mit notebook mitschreiben, das wäre ideal für mich..

    Gibt es wenigstens wen der irgendwie sich schonmal ähnlich gefühlt hat oder fühlt???


    Darf ich dir etwas sagen, mir geht es genauso.
    Ich habe auch Depressionen, Ängste etc.
    Ich habe auch Tausend Dinge angefangen und mache sie nie zuende.
    Mein Geld ist mir auch immer weg.
    Ich habe auch so hohe ansprüche wie du was den Schulischen werdegang betrifft (Meisterschule) und gehe nicht regelmässig hin weil es mir schlecht geht.
    Und mir geht es auch alles viel zu langsam von Statten (kleine Erfolge nur).
    Dieser Liebenswürdigdreck den kann ich auch nicht mehr hören.
    Aber....
    wenn ich nur wüsste was ich jetzt schreiben sollte....
    Es gibt nur eins was ich dir mitgeben kann:" Solche Menschen wie ich und du kennen das leben. Wir machen kleine Schritte im Leben die uns vielleicht viel weiterbringen als erst gedacht. Und wir sind Intelligenter als manch unserer Menschen in unserer Umgebung."
    Sei dir eins im klaren, du bist nicht die einzige die es so ergeht.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Ständig verpeilt / kognitive Störungen

    Hallo

    Wenn ich deine "Lebensgeschichte" lese, stelle ich mir die Frage, ob du dir einen enormen Leistungsdruck auflegst! Ich denke, du könntest versuchen etwas zu machen, was dir gefällt (ohne ständige Hintergedanken zu machen, was du unter anderen Umständen hättest machen können)?

    Gruss

    PADS

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Ständig verpeilt / kognitive Störungen

    Hi Syl Verado,

    du klingst mir irgendwie nach einem satten Burn-Out ....

    Syl Verado schreibt:
    Mittelschule [...] hab ich ohne je irgendwas zu machen (mir waren Band, Kunst, Ehrenamt und Partys wichtiger) mit 1,78 abgeschlossen, was demzufolge auch kein Erfolgserlebnis war, denn ich hätte viel viel besser abschließen können.
    Siehste! Nicht angestrengt und gute Noten. So geht es mir persönlich auch immer. Aber sobald ich mit etwas zu ehrgeizig werde und denke, mit mehr Anstrengung könnte ich was besser machen dann geht's schief und ich hab lauter Blockaden und Aussetzer.

    Versuch lockerer zu werden .... ist leicht gesagt.

    LG Camisinho

  9. #9
    Chaosfee

    Gast

    AW: Ständig verpeilt / kognitive Störungen

    Syl Verado, du scheinst mir eine vertauschte Verwandte - Lebenslauf- und Störungen (auch biographische, gesundheitlich, familiär.. etc.!!).. schon erstaunlich..sie haben bestimmt mich mit deiner schwester vertauscht.. oder dich mit meiner. viele schreiben vielleicht auch nicht so ausführlich, oder ich les gerade mal zufällig etwas noch identischeres als sonst manchmal..

    mysteriös

    Bleib tapfer * was willst du studieren?

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Ständig verpeilt / kognitive Störungen

    Ja, mir kamen auch viele Dinge sehr bekannt vor ... ein paar Beispiele ...

    Diese hab ich ohne je irgendwas zu machen (mir waren Band, Kunst, Ehrenamt und Partys wichtiger) mit 1,78 abgeschlossen, was demzufolge auch kein Erfolgserlebnis war, denn ich hätte viel viel besser abschließen können.
    ... zieht sich bei mir durch ... schule glatte Eonsen ohne lernen und die Lehrer deswegen nicht erst genommen, prompt das einzige Fach stuiert, das mi nicht gelegen hat *lol*

    - ich schaue jeden Abend auf meine to do - liste, nur um festzustellen, dass ich seit Wochen besitmmte PUnkte immer wieder nur verschiebe und sowieso niemals einfach mal alles abgehakt habe.
    - ich kann es nicht mehr hören, dass leute sagen, meine verpeiltheit mache mich sympatisch... klar ich hab haufen freunde und ich engagiere mich auch da wo mich was interessiert und so.-
    - aber ich versinke einfach ununterbrochen in meinem chaos ...
    - ich habe keinen Bock auf Vermeidung, merke aber dass ich damit schon wieder anfange....
    ... 3x das kenn ich auch ...

    klar weiß ich, dass es der schule nicht zuträglich ist, dass ich am Wochenende nen schönen Band Auftritt hatte. Oder dass ich für Leute da bin oder irgendwelche ehrenamtlichen Aufgaben und Projekte übernehme. ICh schraub das ja schon zurück.
    .. ich hab auch diesen Sprachfehler ... ich will dann immer sagen - auch ich probiers mal ... : "NNNNEIIIIja OK ich mach's" .... schon wieder. Und für die Band lass ich alles stehen und liege. Aber: Musik ist ein super Ausgleichssport für die verfuselten ADHS-Hirne glaub ich. Man *muss* sich fokussieren. Das tut gut.

    ich fange 50 Sachen an und bringe keins zuende. Ich lese 8 Bücher gleichzeitig und lese davon nur 1 zuende.
    Jepp. Na ja, bei Büchern ist die Quote eher 1:4, also etwas besser als bei dir ...

    ich weiß nicht wo das Geld schon wieder geblieben ist.
    Was würd ich ohne meine Tabellen und Ausgabenrechner auf dem Handy machen ... dauerpleite.

    ich würde gern einmal im Leben was machen, wo ich hinterher sage das war 100 prozent und zufriedenstellend und einfach ok so wie es war. es war gut. ich habe mein bestes gegeben. einmal.
    ... also der Punkt ... na ja, das hat jetzt aber nix mit AD(H)S zu tun - guck dich mal um. Das Problem hat doch jeder irgendwie.

    selbst wenn ich das fachabi habe, was mach ich denn dann damit?
    ... aber bitte. Dann gehts doch erst los.

    Gibt es wenigstens wen der irgendwie sich schonmal ähnlich gefühlt hat oder fühlt???
    Siehe die Antworten: Jepp.

    ---

    ich fühl mich hochgradig behindert
    So, und das ist jetzt der ganz große der Unterschied zumindest zwischen und beiden.

    Ich fühl mich nicht behindert und ich bin auch nicht behindert.

    Ich habe gelernt, dass ich ein Problem habe.

    ich habe aber auch gelernt, dass es ein lösbares Problem ist.



    Kopf hoch. Du bist auf einem guten Weg. Schritt eins ist ja geschafft.

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