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Diskutiere im Thema Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 88

    Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    Hallo mitienander...


    Ich habe 3 Jahre Koch gelernt mit 8-Monatigem Unterbruch in der Praxis wegen Bandscheibenvorfall... Danach hab ich weiter gemacht und nun die praktische Prüfung NICHT bestanden... Der schulische Teil jedoch schon... Nachdem ich erfahren habe, dass ich nicht bestanden habe, geriet ich in eine tiefe Kriese, die dann statinär endete in 2 Kliniken. Jetzt bin ich seit über einem Jahr weg vom Beruf und immer noch in einer Klinik, zumindest tagsüber... Ich wurde eigentlich mein ganzes Leben lang gemobbt und ausgegrenzt und hatte schon immer Probleme bei der Kordinantion, Organisation, Perfektionismus, langsames arbeiten e.t.c und das war bei der letzten Arbeitstelle nicht anders... Das erste halbe Jahr das ich nun wieder krank war, wollte ich nie wieder arbeiten, war mir da sicher und wollte aussteigen aus dieser Gesellschaft, danach war es Phasenweise, sprich : 2 Wochen total motiviert zum wieder Lehre fertig machen, 3 Tage absolut kein interesse mehr und will nur noch aussteigen und alleine sein.... dieser Wechsel zwischen Motivation und Resignation durchlaufe ich permanent seit über 6 Monaten...


    Leider wird diese Spanne zwischen Motivation und Resignation immer extremer, so das ich entweder Top motiviert bin oder total am Boden.... Seit 2 Wochen lebe ich jedoch in einem WAHN, einem nicht enden wollender Terror zwischen diesen Extremen, die ich zur Zeit mehrmals täglich abwechslungsweise durchlebe... Dabei sind Gefühle zu verstehen die von "Absolut befähigt" bis zum "ich bin ein nichts, schaffe es nicht, ist nicht realistisch e.t.c" reichen.... Es ist ein riesen Karussell das mich durchschleudert und ich merke von Tag zu Tag wie es mir schlechter geht... Alpträume, wenn überhaupt Schlaf, seit gestern auch Selbstmordgedanken (hatte ich seit 7 Jahren nicht mehr), es ist die wahre Hölle kann ich euch sagen, emotional soooo schlimm und kaum aushaltbar....


    ein Zustand (entweder hoch motiviert oder total versagergefühl) kann sich auch festigen für mehrere Tage oder sogar für 2-3 Wochen... Seit zwei Wochen festigt sich ein Zustand nur noch wenn überhaupt wenige Stunden... Z.B : Man ist im totalversagerzustand und auf einmal hat man eine Idee wie man es doch schaffen könnte im Beruf und sieht einen Weg der in dem moment total realistisch scheint und man ist sofort hochmotiviert und schwärmt von dieser Idee die man dann sofort jedem erzählen muss in seiner Familie.... wenige Stunden später erkennt man, dass puure Gegenteil und sieht auf einmal keine Möglichkeit mehr diesen Weg zu gehen und ist wieder im "Versagerzustand"...

    Das ganze geht rauf und runter und man kann es nicht kontrollieren und macht mit seinen extremen Hoch und Tieffasen seine mitmenschen sauer, da ich einmal so rede und wenige Stunden gegenteilig.... Sie neigen sie immer mehr ab und das kann ich auch verstehen....


    Realistisch betrachtet sehe ich keine Möglichkeit meine Ziele zu erreichen. Mein Ziel : Ich will meinen Beruf auslernen und dann als Koch arbeiten oder einen andern Beruf dazu lernen, dann in die offene Wirtschaft wechseln und dort 100 % arbeiten um einen normalen Lohn zu erlangen mit dem ich ein normaler Leben fianzieren kann... Ich lebe zur Zeit wieder zuhause und kann mir weder Wohnung noch sonst was leisten, stehe auch hier wieder unter druck und will selbständig sein...

    Also komme ich nach langen Überlegungen zu dem entschluss, das mein Ziel zu hoch ist... Laut Psychologin wäre ein Arbeitspensum von 70 % realistisch auf die Dauer... Toll, mit 70 % Arbeitspensum verdiene ich warscheindlich genug Geld um in Thailand ztu leben aber sicher nicht hier in diesem Land... Klar, dann müsse ich eben eine Teilrente aktzeptieren von der IV damit ich auf einen 100 % lohne komme der im höchsten Fall 3000 CHF ist (IM HöCHSTEN FALL). Also muss ich davon ausgehen, dass ich mein restliches Leben von maximal 3000 CHF leben muss, tendenz auf weniger (politischer Druck) ohne aussicht auf mehr ? ok....


    Der Gedanke geht also weiter... ich müsste mich also auf ein höchst bescheidenes Leben einstellen in dem ich zumindest Beruflich eher keine weitere Perspektiven haben werde als das ich ald einfach diese 70 % arbeite... Da werde ich mir wohl kein Auto und schon garkeine Familie finanzieren können...


    Setzt sich dieser Gedanke erstmal und überlege ich dann weiter wie ich mein Leben dann gestalten soll, kommen mir leider automatisch Gedanken wie : Dann lebe ich Wild und ziehe einfach so um die Welt oder dann trinke ich viel Alk und lebe das leben einfach so wie es auf mich zu kommt e.t.c , ja genau , disfunktionales Verhalten, und dabei trinke ich jetzt schon seit 5 Monaten keinen Schluck alk und das obwohl ich NIE ein eigentliches Alkproblem hatte, zudem habe ich seit Januar 35 KG abgenommen da ich so Fett von meinen Fressanfällen war, dass ich die Schuhe nicht mehr schnüren konnte :-) ja ich finde es richtig lustig weil es so traurig ist :-)

    Dazu muss ich sagen dass ich seit Januar täglich 1H Schwimmsport betreibe und das 7 Tage/Woche, manchmal auch 90 Minuten und das sehr konsiquent auch wenn ich zwischendurch immer wieder einen Rückfall hatte und wieder gefressen hatte.. Vor dem Januar war Sport nie ein Thema....


    Alle in meiner Umgebung finden meine Leistung sehr gut und ich bekomme Komplimente, die mich ja auch schmeicheln da ich da wohl wirklich etwas grosses zustande gebracht habe... Trotzdem : Bin ich nicht 100 % Motiviert was das berufliche angeht, kann ich keine Minute Schwimmen und auch meine Ernährung kann ich dann keinen tag einhalten und fresse wieder Fastfood... Das führt in den letzten 2 Wochen dazu, dass ich jenachdem auf welchem Tripp ich bin (Motivation-Versager) Schwimmen kann oder nicht.... Es ist sehr schwer wenn man zum 3ten mal in einer Woche schwimmen geht obwohl man gestern erst so viel gefressen hat, das man das im verhältnis nicht verbrennen kan beim sport...


    Dieser Wechsel von stark und selbstsicher un d selbstüberzogen zum absoluten nichtsnutz Versager ist so schmerzhaft, dass ich das Gefühl habe, es würde mich in den nächsten Sekunden innerlich zerreissen.... Angst das es bald aus ist mit mir... Diese Belastung die dadurch entsteht fühlt sich unbeschreiblich riesen gross an....


    Man hört immer sehr viel von den Ärzten... der eine so, der andere so : SO hörte ich z.B das ich kleine Schritte gehen soll und mein Weg zum Ziel gehen soll, andere Ärzte sagen, das ich mein ADHS entlich aktzeptieren soll und realistische Ziele anstreben soll....

    Soll ich mich echt mit einem Leben auf der IV und einer 50-70 % Rente zufrieden geben ? Ist es wirklich das was ich machen muss ? Ist das DIE Lösung des Problems ? Soll ich einfach downshiften und mich zufrieden geben mit einer teil.IV-Rente ?

    Soll ich wirklich meinen Willen denn ich jedoch nur noch an einigen Tagen besitze aufgeben um das bequemere, eventuell gesündere Leben für mich und mein ADHS-Teufel zu führen ?


    Hätte ich keine starken Eltern die mich immer wieder motivieren, wäre ich wohl schon längst gestorben oder auf der Gasse, mitlerweile ist jedoch dieses motivieren und festhalten sehr störend, da ich garnicht fallen kann, wenn ich es dann doch wollen würde, weil sie mich vorher wieder soweit bringen, dass ich für 1-2 tage wieder motoviert bin um dann wieder 1 tag total am boden zu sein....


    Ich würde ja nichts sagen, wenn sich mein Leben in der letzten Zeit total verändert hätte und all das jetzt das Problem währe... Mein Leben war schon immer ein Problem und es spielt keine Rolle an was ich aus meiner Vergangenehit denke, um hass auf gewisse Leute und auch auf mich zu entwickeln... Der Misserfolg war schon immer mein treuer Begleiter und ich misse die Zeiten an denen mir das ganze einfach blank am A vorbei ging, Wo ich einfach wegsehen konnte, wo ich einfach mein Leben leben konnte auch wenn es mit dem rest der Welt nichts zu tun hatte, wo es mich noch nicht interessierte was mit mir in zukunft sein soll...


    Das schlimmste an allem ist, das ich alles bis ins kleinste Detail aktiv miterlebte und immer klar wargenommen habe und es auch jetzt noch tuh... Man leidet nicht nur weil etwas nicht stimmt, dondern sieht ganz genau was mit eim passiert und kann es nicht aufhalten...$

    Die emmotionale Instabilität ist derart ausgeprägt, das ein kleiner Satz aus einem Mund eines Menschen vollkommen reicht um mich komplett um zu stimmen, auch wenn ich zuvor ganz andere Meinung war und selbstsicher zu dieser stand....


    Habe schon etliche Therapien gemacht, darunter auch DBT und mache ich immernoch aber hilft garnichts, auch Skills greiffen keine, weiss einfach nicht mehr weiter


    Die die bis hier her gelesen haben sind HELDEN und sollen einen Orden bekommen :-)

    Bin ald ziemlich offen und kann genau so gut über meine Schwächen als auch über meine Stärken reden... sorry

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 806

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    Hi Steve!

    das tönt ja wirklich schwierig, mit deinen gefühlsschwankungen! da kann ich eigentlich nicht wirklich mitreden, obwohl ich ja auch so meine schnell wechselnden auf- und ab-phasen habe.

    ich stehe aber trotzdem an einem irgendwie ähnlichen ort wie du, was ausbildung, beruf und so angeht! mein studium habe ich abgebrochen, werde den beruf nicht wirklich ausüben können, bin seit langem krank geschrieben, IV droht mir auch, und ich fürchte manchmal, dass mir nur noch ein plätzchen unter der brücke bleiben wird. mobbing das ganze leben lang kenne ich auch

    im moment lebe ich - sozialschmarotzerin, ja! - von ca. 2000 franken sozialhilfe, und es geht! ich weiss, es ist furchtbar wenig, und man kann sich wirklich kaum etwas leisten. ausserdem fühlt man sich schlecht, weil man nichts arbeitet, nur schmarotzt eben, und quasi um jeden rappen betteln muss. die gänge zum sozialdienst sind für mich das allerschlimmste, sage ich dir! die absolute hölle!

    trotzdem, ich sehe es als einen vorübergehenden zustand an. ich bin froh, dass wir (noch) ein solches soziales auffangnetz haben, das uns immerhin vor dem schlimmsten bewahrt, und irgendwie die zeit überbrückt, bis wir es selber schaffen. das mit der IV ist doch genauso! heute, mit dem politischen und gesellschaftlichen druck, von dem du ja auch schreibst, werden eher umschulungen und reintegration angestrebt, als dauerrenten. versuche es doch mal so zu sehen: die können dir helfen, indem sie dir einen einstieg in ein lebenswertes leben ermöglichen!

    zum beruf koch: ich bin sicher, du weisst das selber, aber ich habe gehört, dass dies ein sehr stressiges metier ist. da geht es einfach immer extrem hektisch zu und her, es wird geschrien und geflucht, man hat unmögliche arbeitszeiten, und schnell muss man auch noch sein, sonst geht es gar nicht! bist du sicher, dass du das aushalten würdest? ausserdem verdient man da, so viel ich weiss, auch nicht gerade super gut ...

    es gibt so viele tätigkeiten, berufe in denen man auch mit einer teilzeit-stelle sehr gut über die runden kommt ... hast du denn eine idee, was du sonst machen könntest? gibt es dinge, die dir spass machen, die sich vielleicht ausbauen liessen?

    also hey, nur mut! lass dich nicht so von der welt und der gesellschaft tyrannisieren! vor allem nicht vom geld und der zeit!

    offen über stärken und schwächen reden können ist übrigens nichts gschämiges, sondern eher eine qualität, die dich auszeichnet

    lg
    Lineli

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    Salü Steve

    Es schüttelt dich ja wirklich grad sehr durch. Das braucht auch viel Kraft.

    Ich finde es sehr gut, kannst du das schriftlich formulieren.

    Das es, gerade im Küchenbreich, oft zu Mobbing kommt, musste auch mein Sohn erfahren und ich weiss dass es dort häufiger vorkommt,
    dass Lehren wegen dem abgebrochen werden.

    Es gibt aber auch Lehrstellen in speziellen Institionen, wo auf so etwas Rücksicht genommen wird. Wäre das für dich ein Option?

    Gerade die IV kann, wie Lineli schon schreibt, aber auch eine Chance sein. Es gibt da inzwischen gute Angebote. Z.B. zhepp.ch |

    Ich wünsche dir viel Kraft und verliere nicht den Mut.

    Herzliche Grüsse
    Pucki

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    Danke viel viel mals für deinen Beitrag Lineli!


    Ich denke mir es liegt auch an meiner Zielsetzung.... Ich strebe das heutige moderne Leben an mit all seinen Seiten. Auch wenn ich von der materiellen Seite aus auf vieles verzichten könnte, so wäre es für mich schwierig mich z.B so ein zu schränken, dass ich auf ein Auto verzichten müsste, dass mir in meinem Leben wohl als einzig positives geblieben ist und mich auch von Alk + co fern hielt, da ich lieber Fahre als trinke... Klingt zwar lächerlich und das ist es auch aber trotzdem die wahrheit. Ich kenne ebenfalls junge Leute, die ADHS haben, sich von materiellen befreut haben, aber diese können sich im Bezug auf disfunktionales Verhalten schlecht strukturieren und konsumieren leichte Drogen und Alk... Ich hatte auch Zeiten, wo ich am Wochenende regelmässig eins zuviel getrunken hab, aber ich konnte mich immer wieder selbst heraus ziehen aus diesem Teufelskreis, mit dem festen glauben, das ich es besser kann und vorallem weil ich gerne autofahre...


    Naja man wird immer älter und man sieht irgendwie immer klarer und das scheint mir eher nicht eine stärke des Menschen zu sein. In diesem Zusammenhang erkennt man sein erbärmliches dasein und erkennt das das Leben das man zu leben versucht absolut sinnlos sein muss... Und ich denke ganz so unrecht erkenne ich das garnicht...


    Zumindest empfinde ich immer wieder seit dem letzten beruflichen Crash vor einem Jahr, dass ich mein Leben ändern muss, dass ich mich von allem materiellen Sachen trennen muss und mich auf einen alternativen Weg machen muss, der mich andere Werte lernt... Der nichts mit dem Geld-Zeit Verhältnis zu tun hat und und eher mit Lebenskunst in verbindung steht...

    Ein Leben, das frei ist, nicht frei von all dem leiden dieser Welt aber ein Leben das mich in dem Ritmus leben lässt, in dem ich laufe, in dem ich jederzeit stehen bleiben kann, mich umschauen kann, mir die Zeit nehmen kann die ich brauche ohne getrimmt zu werden. Ein freies Leben, das sich entlich einmal nach mir und meinem dasein richtet, ohne den Stock im Ars.. zu spüren...

    Ein Leben das mich unabhänger macht, so dass ich neue private Ziele erreichen kann, die sich nicht nach Leistung und Geld orintieren... Das alles klingt sehr gut aber realistisch ? ich weiss nicht..


    Koch ist sicher nicht der Idealjob für mich, aber einzige was ich mir angeboten wurde zu lernen in all diesen jahren...


    Eigentlich ist es lächerlich, das man sich überhaupt noch zu abgeben versucht mit diesem System... Wenn man vom System redet redet man von einem Konzept das für alle funktioniert und nennt es dann eben DAS System... aber da ich aus Erfahrung nicht kompatibel bin, sollte ich mich eigentlich auch nicht integrieren oder ? Hat was oder ?


    Es scheint mir nur schwierig sich paralell zu unserer Gesellschaft zurecht zu finden, ohne disfunktional zu werden...


    Ich weiss echt nicht weiter und alles dreht.... Und nein, es gab bisher kein Arzt oder Therapie die half, da Fakten Fakten bleiben und psychologie ist durchschaubar :-)

    so, genug schrott geredet, lool

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    äähhm ich habe die Kochlehre genau in so einer geschützten Arbeitstelle gemacht ---> Berufliche Massnahme... trotzdem Mobbing und das massiv und ich bin nicht zimperlich und ertrage viel und es war hammerhart.... Eine Lehre kann eine Chance sein die Frage ist nur für was .... hätte ich eine chance danach normal in der offenen Wirtschaft zu arbeiten zu 100 % und so ein normales Leben zu führen mit Weiterbildungsmöglichkeiten e.t.c so würde ich es als Chance sehe... Ich merke jedoch : Je mehr ich mich anstrenge im Leben und je mehr ich mir mühe gebe und interesse zeige und kämpfe, je mehr gibts aufs maul... Es kommt nichts zurück... Wieso hab ich 35 KG abgenommen ? genau, weil ich ergebnis sehen konnte... es kam etwas zurück und ich war motiviert... Genau so ist es beim Beruf eben nicht und das seit Jahren, schon immer....


    Im moment sehe ich auch keinen Grund mehr weiter ab zu nehmen... Schliesslich ist es ja nur eine Frage der Zeit bis ich alle Zähne ausgebissen hab und dann doch am rande der Gesellschaft leben muss ohne wirklich etwas dagegen zu tun können... jajaja klingt sehr pessimistisch und einfach aber ist doch so...


    Es scheint ja normal zu sein, dass wenn man ein stark ausgeprägtes ADHS hat wie ich das man es zu nichts bringt im Leben, das sieht man ja bei realistischem betrachten an praktisch allen anderen Fällen, klar kann man es zu ETWAS bringen aber ETWAS reicht mir nicht... Ich will bestehen und das in DIESER Welt und das fordert 100 % Arbeitsfähigkeit in der offenen Wirtschaft und kein Teilzeitpensum mit IV Unterstützung, soviel ist sicher...

    echt schwierig Leute.... ich bin sonst nicht immer so pessimistisch eingestellt aber ich will hier bewusst nichts schön reden weil man schon mal realistisch denken muss.. :-)

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    Hallo Steve

    Steve_one schreibt:
    Danke viel viel mals für deinen Beitrag Lineli!


    Ich denke mir es liegt auch an meiner Zielsetzung.... Ich strebe das heutige moderne Leben an mit all seinen Seiten. Auch wenn ich von der materiellen Seite aus auf vieles verzichten könnte, so wäre es für mich schwierig mich z.B so ein zu schränken, dass ich auf ein Auto verzichten müsste, dass mir in meinem Leben wohl als einzig positives geblieben ist und mich auch von Alk + co fern hielt, da ich lieber Fahre als trinke... Klingt zwar lächerlich und das ist es auch aber trotzdem die wahrheit. Ich kenne ebenfalls junge Leute, die ADHS haben, sich von materiellen befreut haben, aber diese können sich im Bezug auf disfunktionales Verhalten schlecht strukturieren und konsumieren leichte Drogen und Alk... Ich hatte auch Zeiten, wo ich am Wochenende regelmässig eins zuviel getrunken hab, aber ich konnte mich immer wieder selbst heraus ziehen aus diesem Teufelskreis, mit dem festen glauben, das ich es besser kann und vorallem weil ich gerne autofahre...

    ......
    Was bitte klingt daran lächerlich?
    Du denkst weiter und willst es uu was bringen,da kannst Du keine Drogen und Alc brauchen,wenn deil Führerschein/Auto Dich davon abhält ist das doch prima!
    Das zeugt von Verantwortungsbewustsein und Reife.


    Bei mir ist es übrigens ganz ähnlich,wenn ich nicht so an meinem Führerschein und meinem Hobby Autos hängen würde wäre ich früher wohl schon so manchmal dem Alc verfallen.


    Ich wünsche Dir viel Kraft weiterhin.




    Gruß Matze

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    danke, hast recht... :-) Îch will nicht stürzen und trotzdem ist die angst da, dass ich es nicht schaffe...

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 321

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    ...die Angst es nicht zu schaffen ist doch eigentlich bei jedem Menschen vorhanden.... ;-)

    Diese Angst zu überwinden und dann doch noch zu erreichen, was man sich vornimmt, dass ist es, was dann die Erfolgreichen von den nicht Erfolgreichen trennt....

    Eine gesunde Angst hat ja auch Vorteile, finde ich.

    Du betrachtest halt eben genauer und bist ehrlicher zu Dir selbst und das ist schon weit mehr, als es einige Menschen erreichen....



    DU SCHAFFST DAS SCHON!!! vor allem, weil Du es doch willst :-)

    GLG und viel Erfolg

    Witchy

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    Hallo Steve,

    das wichtigste ist, daß Du Dich NICHT AUFGIBST. Du solltest lernen, für Deine Ziele zu kämpfen, nur so erreichst Du sie. Suche Dir eine Tätigkeit, von der Du glaubst, daß sie Dir Spaß macht, und die Du ein Leben lang ausführen kannst.

    Ich kenne zwar deinen genauen Lebenslauf nicht. Aber ich denke, daß Deine Stimmungsschwankungen durchaus auf ein geringes Selbtsvertrauen zurückzuführen ist. Dagegen solltest Du angehen.

    Jeder noch so kleine Erfolg kann dich in deinem Leben weiterbringen.

    Viel Glück

    Astrofred

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Ich sehe keinen Sinn mehr, will nicht mehr wirklich einsteigen

    Hey Steve
    Ich verstehe dich absolut und obwohl ich im naderen Berufsmileau gearbeitet habe, wurde ich gemobbt und ständig ausgegrenzt. Mein ganzes Leben lang. Ich wurde sogar oft bei Professoren angeschwärzt. Dieser Hass als Antwort ist dann so stark, dass nur ein Gedanke an diese Menschen in mir Mordfantasien hervorruft. Und ich glaube ich würde längst Amok laufen, wenn ich logisch nicht verstehen würde, dass es alles nur schlimmer macht.
    Zu der Zukunft und Akzeptieren, na ja wenn man versagt, steht man auf und tut es nochmals, bis man tot ist oder es klappt! Halte durch, dass machen wir doch alle!!!
    UNd wenn du an Selbstmord denkst, dann bedenke es von allen Seiten - keiner verspricht, dass es danach besser wird. Keine Ahnung, ob wir dann als Kakalaken wiedergeboren werden oder in der Höhle brutzeln. Stell dir mal vor, man ist tot und es ist noch schlimmer. WTF?!
    Nee, zu viele Variablen, bleib lieber beim bekannten Übel und steure darauf dein Glück zu finden. Viel Erfolg!!!

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