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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 21

    Wiedereinstieg, aber wie in der jetzigen Situation??

    Hallo zusammen,

    bevor ich nächsten Stunden gar nicht mehr zur Ruhe komme, weil ich mich gedanklich im Kreis bewege, frage ich euch einfach mal um Rat.
    Kurz vorweg; ich bin alleinerziehende Mutter, zweier Kinder, einer 5 Jahre und selber ADHS und der andere 3 Jahre.. Und ich selbst habe ADHS..
    Der Alltag ist für mich bereits eine echte Herausforderung, weil mir jegliche Entlastung durch Familie etc..fehlt. Gibts auch nach vielen Umzusgplänen ect.. nichts dran zu rütteln.
    Also bleibt es an mir, alleine den Alltag zu schaffen. Darauf habe ich mich nun auch eingestellt und bin quasi mit allem was es so um einen herum gibt, im Umbruch, Wandel wie auch immer.. aber fest steht, das es bei mir selbst noch keinerlei wircklich feste Strukturen oder Halt gibt.
    Ich habe mich entschieden weiter in dem Ort zu leben, in dem meine Kids gerade in der Nachbarschaft, Kindergarten etc.. Freundschaften schließen und ich dabei bin nach der Trennung eine neue Basis zu schaffen.

    Soweit so gut, wie gesagt alles ist erst am Anfang einer sicheren Basis.und neben der Herausforderung wenigstens an zwei Tagen den Minijob zu schaffen, um den Kindern das Umfeld und die gewohnte Umgebung bieten zu können (ohne Job könnte ich das Haus nicht zahlen und wäre gezwungen umzuziehen), bin ich bereits mehr als gefordert die Therapie Termine für meinen Sohn einzuhalten und baldige auch für mich.. mir steht ein Wechsel des Arztes bevor, was natürlich auch Wartezeiten mit einbezieht.. also fehlt auch eine sichere Begleitung bzgl. meiner Defitzte.

    In diesem gesamten unstrukturiertem Chaos, klopft nun auch das Arbeitsamt an meine Tür, zwecks, Wiedereinstieg nach 5 Jahren Kindererziehung und setzt gleich noch einen drauf, DRUCK; denn ich habe am Freitag erst die Einladung im Kasten gehabt und natürlich gleich morgen einen Termin der sich überschneidet..

    Also brauche ich nun euren Rat...
    A) Wie sieht es bei euch aus ín Bezug auf ADHS und Job (habe selbst schon Schwierigkeiten den Minijob ordentlich auszuführen und zeitig einzuhalten, da Kinder krank, Termine etc.) auf? Seid ihr auch unter Druck durch Amt ect.. oder gilt man als Fall für die REHA Abteilung mit Diagnose? Oder wie schützt ihr euch, wenn ihr Überforderung fühlt?

    B) bin gewillt zu arbeiten, aber total überfordert mit dem Gedanken, weil mein Alltag noch so ungeordnet verläuft
    habe aufgrund solcher Situationen bereits in früherer Zeit wegen Depression den Job unterbrechen müssen. Also kann ich meine Sorge gut einschätzen und blockiere nicht aus "Unlust, Faulheit" etc..
    Wie geht ihr mit euren Gefühlen um, hattet ihr auch Zusammenbrüche am Arbeitsplatz etc.? Oder sogar unterbrochen?

    und zu guter Letzt:

    C) was für ein Beruf ist denn für uns ADHSLer wie gemacht? Ohne dem immensen Druck ausgesetzt zu sein. Wie gesagt ich will arbeiten, aber ich habe Hotelfachfrau gelernt und das ist mir in meiner Situation weder vorzustellen, noch war es für mich gesund, weil ich ja daran gebrochen bin.
    Und seitdem mehr Klinik, Ausfälle, Krankheiten etc.. in meinem Lebenslauf stehen hätte..
    Also wie schafft man eine gesunde Grundlage, die auch mit dem Amt kompatibel ist, um eine gesunde Balance zu finden, statt im Extremen zu kippen???

    Danke für das lange Lesen, und für jede Idee, oder Rat..
    Vielleicht mache ich mir ohne Grund Sorgen und die Lösung liegt ganz einfach auf der Hand, aber hätte ich nicht gerade ADHS, dann würde ich mich ja auch gar nicht gedanklich so sorgen ;-)


    Lieben Gruß
    sunnyred

  2. #2
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Wiedereinstieg, aber wie in der jetzigen Situation??

    Hallo sunnyred...

    mit dem Gedanken wieder in ein Berufsleben zu kommen spiele Ich auch seit einiger Zeit.
    Allerdings bin Ich auch an meinem Beruf zerbrochen.
    Anfangs mit hoher Motivation, später hat es sich quasi schleichend gelegt und dagegen konnte Ich nichts machen, es wurde einfach Monoton.
    Durch die ständigen Fehlschläge habe Ich viel Selbstbewusstsein verloren und würde nach meinem jetztigen Status auch nicht wieder in dieses Berufsfeld gehen.

    Da Ich seit 2,5 Jahre aber nicht mehr gearbeitet habe, wird es Mir langsam zu wider.
    Ich bin Student und es gibt zahlreiche Studentenjobs, aber Ich traue Mich nicht, denn Ich fühle Mich auf Grund meiner Depression ADS und überhaupt meine chaotische Lebensweise und mangelden Selbstvertrauen nicht in der Lage, selbst für die einfachsten Dinge nicht.

    Also habe Ich Mir gedacht, dass Ich Mich an so eine Art soziale Organisation wende, wo weiß Ich allerdings auch noch nicht, letzlich wahrscheinlich das Arbeitsamt.
    Möglichst einen Job zum Einstieg, aber unter Gleichgesinnten, um auch wieder Fuss zu in die Arbeitswelt zu fassen und selbstvertrauen aufzubauen und ohne diesen Druck es gleich jedem recht zu machen und sich auch nicht für seine Macken rechtfertigen zu müssen.


    Wenn Ich dann genügend Selbstvertrauen habe, würde Ich Mich auch wieder in die normale Arbeitswelt trauen, aber momentan "NO WAY".

    Zu Deiner Frage, welcher Job für Uns AD(H)S'ler am geeignet ist.
    Ich kann Dir kein konkreten Job an Sich sagen,ledeglich sagen was ein Job an Anspruch für Uns haben sollte
    Also man sollte seine Kreativität nutzen können, außerdem sollte keine Monotonie auftreten, ist gaaanz tödlich für Uns

    Ich würde Mich persönlich in den Naturwissenschaftlichen Bereich stecken.
    Desweiteren sollte man die Ausführungen einem anderen überlassen, wenn man z.B etwas geplant hat oder so
    Am besten keine Hierarchie und eigenes Zeitmanagment(bin Ich Mir aber ned so sicher, bei Mir klappt es am besten wenn Ich grad Lust habe, es wäre ja zu schön, wo zu arbeiten, wo man gerade dann arbeite wenn man Lust hat und das abarbeite worauf man gerdae Lust hat )

    So das war es erstmal

    LG MoC

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 36

    AW: Wiedereinstieg, aber wie in der jetzigen Situation??

    Überforderung nenne ich es nicht, sondern Streßlevel.
    Überforderung klingt für mich persönlich ein wenig wie "geistich nicht ausreichend". Daher:

    Der Streßlevel ist bei mir durchaus ein Dämon, den es in allen Situationen wenn irgendwie möglich zu verbannen gilt.
    Als Anwendungsentwickler (Programmieren etc) kommt Streß auf bei:
    - Kundenkontakt (Man muss schnell verstehen, was die wollen und gleichzeitig das ganze konzeptionieren und feststellen wie man es entwickeln könnte und ob das überhaupt geht. Ach ja und Smalltalk muss man auch noch drauf haben.)
    Meine Lösung: Da ich darin eine niete bin, macht das mein Kollege. ich habe dafür die Programmierlast. Beim Programmieren kann ich mich darauf konzentrieren eine Aufgabe auf einmal zu bewältigen und nicht zwanzig.
    - Zu viel Verantwortung in Projekten (Verantwortung ist gut. Man wird wichtig für das Unternehmen. Zu viel Verantwortung ist Gift in Form von Stress)
    Meine Lösung: ich mache mich wichtig durch die Dinge, die ich gut kann. Wenn verantwortungsvolle Aufgaben anstehen, gucke ich mir diese sehr genau an, bevor ich mich dazu entscheide sie zu übernehmen. Und: zu viele auf einmal sollten es auch nicht sein.

    Insgesamt halte ich also den Stresslevel möglichst niedrig. So könnte ich zB auch niemals ein Abteilungsleiter oder sogar Chef sein. Der Streß wäre mir das Mehrgeld nicht im Ansatz wert.

    Im Dienstleistungssektor ist es recht schwierig so einen Job zu bekommen, da Kundenkontakt fast immer unausweichlich ist. Ich habe da sicher Glück gehabt.
    Ich könnte mir aber gut vorstellen, daß das in großen Firmen nicht so stark vertreten ist und man durchaus auch ohne auskommen kann (da dort alle Mitarbeiter im Allgemeinen viel spezialisierter sind).

    So ich hoffe ich habe nicht geschwafelt (es kam mir ein wenig so vor).

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