Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 15

Diskutiere im Thema Ausbildung auf der Kippe wegen ADS im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    Ausbildung auf der Kippe wegen ADS

    Hi,

    ich bin neu hier und befind mich grad in der Ausbildung zum Mechatroniker in einem mittelständischen Maschinenbaubetrieb. Komme jetzt ins 3. Lehrjahr.
    Mit ADS hab ich noch nicht so viel Erfahrung weil es erst seit 2 Monaten "schwarz auf weiß" ist und ich medikamentös nich nicht wirklich eingestellt bin. Ein nicht so angenehmes Gespräch mit meinem Chef hat mich dazu gebracht, mich da endlich zu kümmern.
    Neben ADS hab ich auch noch paar andere Probleme was Gesundheitliches und Probleme mit sozialen Kontakten, sag ich mal so (will da jetzt nicht weiter draug eingehen, das wird zu umfangreich). Es ist aber mein Wunschberuf und ich will alles dafür tun, ein guter Facharbeiter zu werden, ich mag nichts anderes machen.

    Aber nun hab ich einige Probleme dort. Das belastet mich im Moment sehr. V.a. mit Konzentration in Vergesslichkeit. Wenn man mir was erklärt/zeigt, kann ich es einfach nicht "abspeichern" oder bloß zu 50% obwohl ich mir schon Mühe gebe zuzuhören und hab auch immer meinen Notizblock und Kuli dabei. Manchmal versteh ich aber auch nicht, was derjenige, der gerade mit mir redet, eigentlich so richtig von mir will. Auch verleg ich mein Werkzeug ständig, obwohl ich eben wirklich versuch aufzupassen und es sogar beschriftet hat. Ständig muss ich mich kontrollieren. Manchmal bin ich fast davor durchzudrehen. Ich bin auch langsamer als die anderen Azubis. Manchmal steh ich davor und weiß nicht wie ich was machen soll, es ist als ob ich nicht nachdenken kann! Ich ärger mich selber darüber warum ich mich manchmal so blöd anstelle. Viele haben mir aber auch gesagt: das kannst du doch eignetlich, du bist doch nicht blöd! Mein Ausbilder weiß zwar von ADS und er ist auch wirklich nett zu mir aber er hilft mir auch nicht wirklich weiter. Er ist halt mehr oder weniger auch nur Ausbilder "auf dem Papier" und außerdem nicht oft da.

    In der Firma sind die Mitarbeiter eigentlich wirklich Ok, es herrscht ne gute Atmosphäre und es für uns Lehrlinge ist kein Zeitdruck oder so. Das ist eigentlich ganz gut. Wir bekommen unsere Ausbildungshefte gestellt, kriegen pünktlich Geld und außerbetriebliche Kurse werden organisiert.
    Aber einen Haken hat es: es ist ziemlich unstrukturiert, es wird wenig erkärt und gezeigt. Die Ausbilder (wir haben 1 für Elektro und 1 für Metalltechnik) machen das noch nicht lange und wissen nicht wie sie mit mir umgehen sollen. Es gilt so bisschen die Devise: was du jetzt nichzt lernst das lernst du später irgendwann oder auch nicht. Da ich aber nicht übernommen werde (was ja Vorraussetzung dafür wäre) habe ich nun die große Angst, später eben dazustehen und (übertrieben) nichts zu können. Das sieht mein Chef übrigens ähnlich, nur meint er es läge eben alles an mir.
    Ich hab die Elektro-Abteilung z.B. jetzt im 2. Lehrjahr durchlaufen und habe aber weder mal einen Schaltschrank komplett mit aufgebaut, noch irgendwelche Schutzmaßnahmen geprüft, noch Inbetriebnahmne (mit Messtechnik + Fehlersuche) gemacht etc. Der Ausbilder meint nur; ja das machen wird irgendwann schon noch und versucht mich mit "jaja das wird schon" zu beruhigen". Er hat gut reden. Ihm kann es egal sein wenn ich nach der Lehre weg bin.

    Ich find mich generell auch jetzt nach 2 Jahre immer noch nicht wirklich in der Firma zurecht (z.B. wo was ist, etc). Auch bei
    den Maschinen die wir bauen oder bei Teilen die ich montieren muss, weiß ich nicht recht wie was funktionert und für was das überhaupt ist usw. Ich kann auch nicht ständig die Leute fragen weil die haben ja nicht nur für mich Zeit und würden auch irgendwann durchdrehen.
    Für die anderen Lehrlinge (die mir übrigens auch kaum helfen können da wir betreibsbedingt kaum Kontakt haben) ist das weniger ein Problem. Für die ist das ok, das mal nebenbei gezeigt zu bekommen.
    Ich bin jetzt 19 und fühle mich wie ein 13jähriger den man an die Hand nehmen muss. Es gibt schon 2 Mitarbeiter die nicht mehr mit mir arbeiten wollen.
    Aber ich brauche z.B. jemand der Geduld hat, mir Ding schritt für schritt erklärt/zeigt und mir hiilft, strukturierter arbeiten zu können. Aber man hat mir ja schon deutlich gemacht, es ist eben ein reiner Produktionsbetrieb und das sei nicht möglich (was ich ja irgendwo auch verstehe), die anderen Azubis kommen ja auch zurecht. Es wird sich wohl kaum einer ändern wegen mir. Der Chef will mich am liebsten nicht mehr haben.
    Habe letztes Jahr ausbildungsbegleitende Hilfen beantragt aber auch dort fühl ich mich unverstanden. Es hilft zumindest ein wenig deswegen will ich es weiter laufen lassen.

    Hab natürlich auch schon mit meinem Ausbilder geredet mehrmals aber es ändert sich nicht. Das sind eben die betrieblichen Dinge/Probleme, die ich auch mit Ritalin nicht ändern kann. Bin zu Hause auch bloß noch müde und bekomme nichts angefangen was ich mir vornehme. Ich denk fast nur an die Probleme. Und nein: ich setze mich nicht zu sehr unter Druck! Denn die Probleme sind real und es sehen ja auch andere.
    Ich war über die 2 Jahre hinweg bei mehreren Psychotherapeuten, bei einem Job Coach und einem Hypnotyseur. Keiner konnte mir bisher helfen und ich habe in diese "Dinge" dadurch auch das Vertrauen verloren. Ich fühle mich unverstanden.
    Allein mein Ergeiz und der Wille, es zu schaffen halten mich noch. Aber es ist klar, das es nicht so weiter gehen kann. Ich muss was ändern!
    Jetzt stellen sich für mich einige Fragen.

    Erwarte ich zu viel von den Leuten dort?

    Sollte ich den Beterieb wechseln (jetzt noch) und mir einen suchen, der "besser auf meine Probleme abgestimmt" ist? (ich weiß klingt komisch)

    Wenn ja, wie/wo find ich so einen? (Muss dazu sagen, das ich da schon mit meiner Berufsberaterin geredet hab und sie mir überhaupt nichts sagen konnte.)

    Kann mir jemand weiterhelfen, bitte ich weiß nicht was ich noch tun soll...!

    Danke schonmal and diejenigen die den Beitrag bis hier gelesen haben und mir antworten.
    Viele Grüße
    der audi-fahrer

  2. #2
    hirnbeiß

    Gast

    AW: Ausbildung steht auf der Kippe !!! Bitte um Hilfe

    Well. Ich habe deinen Beitrag gelesen.
    Viel Hilfe kann ich dir nicht geben, da alles sehr komplex wirkt.
    Ich bin selber Mechatroniker und die Ausbildung bei mir war 1968 schon
    ganz schön happig.
    Aber einen Tipp will ich dir geben.
    Wende dich schnell an einen SPDI (Sozialpädagogischer-Dienst) in deiner Nähe.
    Die arbeiten Praxisorientiert und helfen auch wirklich.
    Arbeite weiterhin offenen Wortes mit deinen Vorgesetzten.
    Und vor allen Dingen das Wichtigste: Mach dir ein Bild über dich selbst,
    offen und ehrlich, ob du in der Lage bist das Unterfangen "Mechatroniker"
    mit einem Abschluss zu beenden.
    Der Wunsch alleine wird dir da nichts helfen.
    Rede mit dem SPDI und sucht nach gemeinsamen Lösungen.
    Ich wünsche dir trotz allem viel Glück!

    LG --hirnbeiß--

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Ausbildung steht auf der Kippe !!! Bitte um Hilfe

    icFreund von mir hat au würde mir an deiner Stelle Fragen ob das wirklich der richtige beruf für dich ist, weil tech. Berufe sind oft mit viel Zeitdruck und Stress verbunden. Ich spreche aus eigener erfahrung, hab Elektriker gelernt und musste nach der Ausbildung feststellen das ich damit gar nicht zurrecht komme. jetzt will ich mein Abi nachholen und Theaterpädagogik studieren. Ein guter Freund von mir hat Automechaniker gelernt und ist damit gar nicht zurrecht gekommen. Jetzt arbeitet er seit 6 Jahren in einem kino in der Haustechnik und kommt gut damit zurecht. Villeicht bist du einfach nur im falschen berreich tätig. Leute mit technikkenntnissen werden auch in vielen anderen Branchen gesucht. Sei Kreativ, wirst schon was finden.
    ADS ist nicht unbedingt eine Krankheit wir können viel was die Verrückten....ähhhm ich meine die Normaldenker nicht können.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Ausbildung steht auf der Kippe !!! Bitte um Hilfe

    Hallo audi-fahrer,

    du schreibst du kommst ins 3. Lehrjahr. Es wäre schade, wenn du jetzt den Betrieb wechseln würdest oder gar aufgeben. Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass du deine Ausbildung nicht erfolgreich beenden kannst (und erfolgreich ist für mich auch ne 4)?

    Klar ist das nicht gut, dass du deine Sachen verlegst aber vielleicht fällt dir irgendwann mal eine Strukturmöglichkeit auf. Das mit dem Beschriften finde ich gut, aber vielleicht kannst du dir dein Werkzeug auch unsortiert in eine Tasche legen, so dass du wenigstens sicher sein kannst, in dieser Tasche finde ich es.

    Auch das mit dem nicht immer alles Verstehen ist unglücklich, wobei ich bei diesem Thema etwas kritisch bin und zwar dem Erklärenden gegenüber. Ich persönlich bilde auch Mitarbeiter aus und meine Aufgabe als Ausbilder ist es einen Weg zu finden, dass mich mein Kollege versteht. Auch kann man mich immer alles doppelt und dreifach fragen oder eben so lange bis es verstanden wird.

    Du schreibst, dass du nicht medikamentös eingestellt bist. Vielleicht ist die medikamentöse Einstellung eine Lösung für dich?

    Liebe Grüße
    Lucy

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Ausbildung auf der Kippe wegen ADS

    Hallo Audi-Fahrer,

    ich kann mich sehr gut in dich hineinversetzen. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Wechsel in jedem Fall der richtige Weg ist, denn auch andere Ausbildungen haben so ihre Tücken. Als ADSler ist es bei dir vielleicht oft wie bei mir: im Augenblick, da man dir was erklärt, verstehst du, was die Frage war, doch kaum kommt das nächste "Thema", schon wird dir bewusst, dass du die Frage von vorhin entweder doch nicht richtig verstanden hast oder zwar die Frage verstanden hast, aber nicht bewusst über mögliche Lösungen oder Antworten nachgedacht hast und hinterher genauso schlau dastehst wie zuvor.

    Während meiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger hatte ich das Gefühl, dass ich niemals selbständig als Heilerziehungspfleger arbeiten kann. Andere Mitschüler haben da ein größeres Selbstbewusstsein!! Nun da ich mit meiner Ausbildung aber fertig bin und wenigstens 25% in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung arbeite, merke ich, dass ich erst jetzt so richtig lerne, worauf es bei dieser Arbeit ankommt.

    Ich mache immer noch Fehler in der Arbeit und finde, dass es gerade die Ausbildungszeit sein sollte, in der man nicht nur Fehler machen kann, sondern auch besonders Fehler machen sollte. Aber wie gesagt auch nach der Ausbildung ist man vor Fehlern nicht geschützt. Man wird nicht "perfekt", nur weil man plötzlich einen Wisch hat, auf dem steht: "Sie sind ausgebildeter dies oder das...."

    Was mich bei deiner Erzählung auch stark an mich erinnert, ist, dass du dir solcherlei Fehler wie "Verlieren von Gegenständen" oder "Nichtverstehen von Fragen" etc... sehr zu Herzen nimmst. Du brauchst mir nicht antworten, allenfalls dir selbst, aber bei mir war es so, dass ich von kleinauf wegen meiner Unaufmerksamkeit und damit einhergehende Probleme, wie falsche Sachen einkaufen, simpelste Schulaufgaben, Rechnungen, Textaufgaben, soziale Kontakte, nicht mit der Norm konform ging. Ich habe also im Laufe der Jahre gelernt, dass ich "nichts kann" und dies insofern kompensiert, dass ich niemals zweimal nachgefragt habe, selbst wenn ich wusste, dass ich etwas Grundlegendes gerade nicht verstand. Ich bildete mir ein, ich könnte es ja zu Hause und in Ruhe durch den Kopf gehen lassen, dann würde ich die Lösung schon finden.

    Doch falsch gedacht: ich habe am Schluss soviele Dinge nicht mitgekriegt, nicht verstanden etc... dass ich noch heute mit gewissen Problemen kämpfe, die andere spielend lösen (ich bin 28 Jahre alt).
    ABER: ich habe auch mitgekriegt, dass nicht jeder so ist wie ich. Es gibt Leute, die ohne über die Lächerlichkeit ihrer "vermeintlich" dummen Frage diese Frage trotzdem stellen. Gerade diese Menschen habe ich immer bewundert und ganz allmählich mir zugetraut, auch gern ein drittes Mal nachzufragen.

    Wenn mir die Frage absolut dämlich vorkam, habe ich mich manchmal kurz in eine stille Ecke verdrückt und dann zu mir gesagt: "Los, Schocker, trau dich. Du schaffst das, ganz gleich wie er oder sie reagiert..." Wenn du nämlich nicht fragst, und die Aufgabe, die man dir anvertraut hat, nicht bewältigst, weil du Angst vor der Lächerlichkeit deiner Verständnisfrage hattest, dann kriegst du gleich zweimal was auf die Mütze: zum ersten hast du die Aufgabe nicht bewältigt, zum zweiten kommt spätestens jetzt raus, dass du die Aufgabe niemals verstanden hast (vielleicht unterstellt man dir noch: "der nickt nur immer und sagt 'ja, ja', aber blicken tut er's dann doch nicht."

    Meine Erfahrung heute ist, dass Menschen zwar sicher manche Fragen für etwas "unangebracht" halten, aber in der Regel doch ein größeres Verständnis zeigen als man ihnen vorher zugetraut hätte. Aber das auch nur, wenn du deine Fragen, die dir kommen, ernst nimmst und sie stellst.


    Ich wünsche dir aber in jedem Fall alles Gute. Ich bin ja jetzt auch oft in der Position, Menschen mehr oder weniger auszubilden (wenn auch nur als 25% Kraft. Ich muss aber auch Anweisungen geben). Und ich finde viel schlimmer als "vermeintlich dumme Fragen", wenn jemand mir Stein und Bein versichert, alles im Griff zu haben, ich mich auf dieses Wort verlasse und dann letztendlich vor einem Haufen Scherben stehe, der auf mangelnder Kommunikation beruht.

    okay, genug gebabbelt. Ich hoffe du kannst was damit anfangen. Ich finde toll, dass es Menschen wie dich gibt, die so viel selbst reflektieren. Das zeigt, dass du auf dem richtigen Weg bist, egal, wohin er führt.

    liebe Grüße

    Schocker

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Ausbildung auf der Kippe wegen ADS

    Hallo, Leute!

    Vielen Dank, das ihr euch Zeit genommen habt, mir zu schreiben! Also ich will diesen Beruf schon auf jeden Fall lernen, ich bin vllt. nicht die "perfekte Besetzung" aber ich hab gemerkt, das ich mit dem Willen und vor allem unter bestimmten Bedingungen / mit bestimmten Ausbildern u. Lehrern die sich intensiv kümmern, dies auch ereichen kann! Die Erfahrung habe ich im 1. Lehrjahr gemacht. Aber das Problem ist eben, das ich diese Vorraussetzungen bzw. die Menschen, die für mich gut wären, nicht (mehr) wirklich habe! Und dann habe ich die Probleme auch in jeder anderen Situation, ob ich nun Bürokaufmann oder Maurer lerne, die Probleme sind ja fast dieselben...

    Werde mal sehen ob/wo es bei uns diesen SPDI gibt, wobei ich mir noch nicht so richtig vorstellen kann, wie der mir helfen will. Ich kenne das doch von den Psychologen bzw. Job Coach (also ein Spezialist!!), wo ich war und ich meine... die reden doch alle nur, und können / konnten mir bis jetzt auch nicht weiterhelfen, deswegen bin ich skeptisch geworden.

    Dass ich im falschen Berich bin, könnte auch sein, ich will ja auch nicht mein Leben lang Teile streng nach Plan montieren, wo ich eigentlich gar nicht weiß, warum es so gemacht wird und wie es überhaupt funktioniert (so wie es ja jetz ist). Das frustriert mich schon. Aber wenn ich ständig frage und mit Problemen komme, drehen die Mitarbeiten irgendwann durch, das sagt man mir schon.

    @Schocker: ja, du redest mir aus der Seele. Genau so wie bei dir, ist es bei mir auch. Hab mir deinen Text mehrmals durchgelesen.
    Ich mache immer noch Fehler in der Arbeit und finde, dass es gerade die Ausbildungszeit sein sollte, in der man nicht nur Fehler machen kann, sondern auch besonders Fehler machen sollte
    Ja generell stimmt das ja und das wissen die Kollegen bei mir auf Arbeit ja auch. Mich hat auch noch (fast) niemand angeschrien oder so.
    Aber ich mache eigentlich auch Fehler, die - und so empfinde ich das- nicht so passieren sollten. Fehler, die mit logischem Denken bzw. normalen Menschenverstand zu tun haben.
    Ich weiß, das ich nicht dumm bin aber das belasetet mich mindestens genau so wie die Kollegen, die sich darüber aufregen (was ich auch verstehen kann).
    Das sind eben meine Macken. Zusätzlich kommt noch dazu, das die "Ausbilder" unstrukturiert sind, zu wenig erklären, zeigen etc (siehe mein EingangsPosting). Wobei ich mich da auch oft frage "Muss der dir das wirklich zeigen oder ist das eine Sache, die ich mit ein bisschen Nachdenken selber hinbekomme?" Und ich geb mir wirklich Mühe, nachzudenken, ich zähle sogar innerlich bis 10, ehe ich ne Sache anfange.

    Was mich bei deiner Erzählung auch stark an mich erinnert, ist, dass du dir solcherlei Fehler wie "Verlieren von Gegenständen" oder "Nichtverstehen von Fragen" etc... sehr zu Herzen nimmst. Du brauchst mir nicht antworten
    Nein, im Gegenteil. Ich fand ich anfangs sogar gar nicht so schlimm, ich wusste ja "ok, bist halt n kleener Chaot" aber dann habe ich ja mitbekommen, das ich Probleme mit den Kollegen und bei meinen Arbeitsaufgaben habe. Und das wurde ja mit der Zeit auch nicht besser.
    Danke auf jeden Fall, Schocker, für deine Zeilen und dein Mut-machen.

    Mittlerweile hat die Berufsschule wieder begonnen und auch da stellen sich nun kleine Probleme ein. Wir haben ein neues Programm (zum SPS Programmieren) kennengelernt und ich hab ja sowieso Probleme mit Neuem. Und abgesehen das ich das Programm nicht mag (in seinem Aufbau/Struktur, im Gegensatz zu S7 und Logo) she ich da überhaupt nicht durch. Es geht nicht in meinen Kopf. Heute sollte wir eine Aufgabe lösen, und ich hab nicht mal die Aufgabenstellung verstanden. Die anderen tippten fleißig los und ich saß da. Da hab ich auch Hemmungen, den Lehrer zu fragen, wenn da noch 20 meiner Mitschüler im Zimmer sind und meine Probleme die ich da habe, mitkriegen (sofern es nicht so ist, das fast alle anderen das gleiche Problem haben, z.B. die gleiche Sache nicht verstehen, dann ist ja nicht schlimm, für mich). Ich ziehe mich immer mehr zurück und habe eigentlich kaum noch Freunde. Weil ich Angst hab das jemand mitbekommt, das ich "schlecht" bin und wenn ich alles verpeile und unkonzentriert bin und ständig die Mitschüler frage, dann nervt die das auch. Sie wissen nichts von meinem ADS und naja es sind auch ja auch (wie ich) Jugendliche die das nicht so verstehen werden.

    Auch habe ich gemerkt, das ich nicht nur mit Leuten, die sich nicht um mich kümmern (sorry, das klingt total komisch und babyhaft, weiß aber nicht wie ich es besser sagen soll) und wenig erklären/zeigen, Probleme hab. Sondern auch wenn jemand neben mir steht und mir zusieht (um mir zu helfen) und bei Leuten, die sehr nett zu mir sind bzw. die ich sehr mag. Dann habe ich auch so einen Druck weil ich die Leute nicht enttäuschen will und traue mich dann oft auch nicht zufragen!

    Das sind alles so Dinge, die vllt. nicht unmittelbar mit ADS zu tun haben, aber es sind die Folgen davon.

    Ich habe mit der Medikamentenstudie aufgehört, da ich mitgekriegt habe, das es mir nix bringt (ich hatte wohl sicher den Placebo) und Zeit verschwendet. Morgen werde ich das erste mal Mediknet nehmen (fange mit 10mg an). Ich hoffe, das es hilft, aber andererseits habe ich auch Angst das es vielleicht nicht hilft...

    Wie ich in meinem Betrieb weitermache bzw. ob es woanders weitergehen soll, darüber bin ich auch noch unsicher. Das ist eben auch so ein Problem, das ich unfähig bin eingene / die richtigen Entscheidungen zu treffen....

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Ausbildung auf der Kippe wegen ADS

    Hi Audi-Fahrer,

    und einmal mehr finde ich mich da in was wieder, was du geschrieben hast:

    Aber ich mache eigentlich auch Fehler, die - und so empfinde ich das- nicht so passieren sollten. Fehler, die mit logischem Denken bzw. normalen Menschenverstand zu tun haben.
    Ich weiß, das ich nicht dumm bin aber das belasetet mich mindestens genau so wie die Kollegen, die sich darüber aufregen (was ich auch verstehen kann).
    In meiner Zivi-Zeit habe ich in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet. Kannst du dir vorstellen, wo sich die Zivis in ihrer Pause rumtrieben? Sie standen zusammen herum, haben Billard oder Tischfußball, Fußball etc gespielt, gequatscht und dies und das.

    Und nun frage ich dich, ob dir vorstellen kannst, wo ich mich hinverdrückt habe: zu den Leuten mit geistiger und körperlicher Behinderung.

    Die meisten, die mich so sahen, dachten vielleicht: ach, das ist ja mal ein netter Zivi, der sogar in seiner Freizeit noch mit den behinderten Leuten verbringt, aber nichts liegt ferner als die Wahrheit (ich mochte die Leute zwar, aber es gab nen anderen Grund, warum ich nicht bei den anderen Zivis rumhing)

    Der Grund war: ich hatte unter den geistig behinderten Menschen endlich das Gefühl, nicht zu schlecht, nicht zu dumm oder unfähig zu sein. Ich fragte mich damals andauernd, wie so ein geistig behinderter junger Kerl wie ich das Abi hatte schaffen können. Wie überlebt so jemand wie ich überhaupt?
    Das ging soweit, dass ich mir insgeheim richtig "schlecht" und "hinterhältig" vorkam, wenn meine Mutter sagte: "Ja, der Schocker war immer schon ganz anders als die anderen." Und wenn sie dann zu meiner Schwester sagte: "Naja, lass ihn doch einfach mal so sein wie er ist, ich bin mir absolut sicher, dass der Schocker seinen Weg gehen wird. Da bin ich mir absolut sicher! Wirklich!"

    Ich selbst weiß nicht, wie ernst meine Mutter das wirklich sah, aber sie hörte sich eben verdammt überzeugend an. NUr ich hatte damals noch so stark das Gefühl, dass ich nie im Leben je alleine wohnen können würde (ein Jahr in Offenburg in einem Studentenwohnheim verbracht: mein Zimmer war kaum passierbar! Ich hatte so schiss, dass jemand mal zufällig reinschaut und das Chaos sieht. Zu allem übel wohnte ich in einem Kellerzimmer mit großem Fenster. Nicht, dass mir der "unschöne Ausblick zu den Mülltonnen" etwas ausgemacht hätte, aber ich machte mir Sorgen über den unschönen Ausblick in mein Zimmer. Wenn nun Mitbewohner zu den Mülltonnen kamen und das Zimmer sahen... oh weh! Also hatte ich die Rollläden fast dauernd unten!
    Und ich muss in dem einen Jahr irgendwie über die Runden gekommen sein, aber an gescheiter Nahrung oder Körperpflege lag es nicht, dass ich überlebte. Ich schätze, ich hab halt genügend Mist gegessen, dass es ausgereicht hat, über die Runden zu kommen, aber von der Normalität war es weit entfernt.

    Heute stehe ich ein wenig über dieser Zeit von damals, das heißt, mir fällt es nicht mehr so schwer, anderen davon zu erzählen, aber noch heute habe ich so meine Probleme, die, seit ich Medis nehme, jedoch deutlich weniger geworden sind.
    Inzwischen traue ich mir sogar zu, alleine zu leben. Allerdings bin ich noch immer nicht ganz unabhängig von meinen Eltern (ich bin 28, fast 29, habe Angst vor einer Beziehung und sitze häufig in meiner eigenen Welt in meinem eigenen Zimmer herum). Man kann also noch nicht sagen, dass ich schon unglaublich weit bin. Noch heute habe ich übrigens Angst, mich irgendwo neu zu bewerben, aus Sorge, dort mit meiner Art versehentlich anzuecken. Ich glaube, ich habe auch eine Dyspraxie und falle damit häufig peinlich auf.
    hier der Link dazu, wen es interessiert: Dyspraxie

    ABER: dass ich etwas drauf habe, merke ich immer dann, wenn andere Schwierigkeiten haben. Das ist so eigenartig. Wasserski zum beispiel: der Freund meiner Schwester hatte da voll die Probleme, und ich sehe das und traue mich erst nach dessen Versagen auf die Wasserski. Und einmal drauf gestanden, schon schaffte ich es aus dem Wasser und fiel nicht einmal von den Ski.

    oder: ich war auf einem Wirtschaftsgymnasium und kam mit dem BWL / VWL einfach nicht zurecht. Nun studiere ich in einem erziehungswissenschaftlichen Bereich, in dem BWL nur als Nebenseminar belegt werden musste und natürlich von den meisten meiner Mitstudenten verachtet wurde, und plötzlich steche ich voll übers Ziel hinaus und schreibe eine 1 in der Abschlussklausur.

    Es ist also genau wie bei dir, dass ich häufig von den Meinungen der anderen abhängig bin. Ach, wenn man das so liest, komm ich mir grad vor wie so ein "Energievampir": gehts anderen schlecht, gehts mir gut. Ich mein, wieso kann ich nicht einfach auf mich achten und darüber stehen, was andere zu mir sagen oder über mich denken?

    Diese Frage ist auch etwas ironisch gemeint von mir, denn ich denke, die Antwort habe ich schon:

    Ich bin KEIN Energievampir, aber ich bin ein Mensch, der früher sein eigenes Tempo hatte, doch von der Gesellschaft ausgebremst wurde. Oder andersrum: meist wurde gesagt: "Du sollst mehr das tun, du bist ZU langsam, du träumst andauernd, du hast keinen Blick für die Realität, du bist zu ruhig (bin Hypoaktiv), du musst mehr aus dir rauskommen, du machst zuviele Leichtsinnsfehler etc..."

    Ergo: es dauert so nicht lange, bis man anfängt, statt auf sich selbst auf andere zu schauen. Man beginnt, sich mit anderen zu vergleichen, und im optimalen Fall kommt man dabei mal besser, mal schlechter als der andere durch. Man entwickelt also ein Bild von sich, das sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften beinhaltet. Aber ich glaube, in meinem Fall (und vielleicht auch in deinem) war das so, dass ich schon von außen immer als "UNTER DEM DURCHSCHNITT" bewertet wurde. Das ging solange, bis ich selbst damit fortfuhr, mich unter dem Durchschnitt zu bewerten.

    Du, heute lache ich so herzhaft darüber, wenn ich mitbekomme, dass jemand zum Beispiel nicht kochen kann und sogar Probleme damit hat, ne Pizza in den Backofen zu stellen. Aber weißt du, WARUM ich lache? Weil ich daran erkenne, dass andere eben auch mal so anfangen wie ich. Dass andere genau wie ich mit Problemen kämpfen, die ich damals ebenfalls hatte. Nur dass ich mir dabei dumm vorkam, während die Leute, denen ich begegne, die jetzt diese Probleme haben, sich dabei nicht dumm vorkommen. Diese "sogenannten Normalen" sagen dann allen Ernstes: "Du, kannst du mir das mal erklären. Ich hab das noch nie im Leben gemacht." Während ich den Teufel getan hätte und zugegeben hätte, keinen Plan zu haben.

    Diese "Normalen" haben ein höheres Selbstbild von sich, und daher schämen sie sich nicht für ihre Fehler.

    Ui, ich kann und kann nicht aufhören mit schreiben, sorry, ich weiß, manche finden die Texte gut, ich schreib sehr bildlich, aber das ist auch so ne Sache, die ich noch unbedingt beherrschen möchte: große Zusammenhänge in kurzen Sätzen verpacken ^^

    Gruß Schocker

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Ausbildung auf der Kippe wegen ADS

    Tach Audifahrer,

    der Schocker hat schon viele gute Hinweise in Sachen Selbstwert gegeben. Ich möchte Dir gern noch was zur praktischen Seite sagen.Mir geht es genau wie Dir, was Abläufe erinnern und Sachen verlegen angeht. Auch mit dem Mut Fragen zu stellen hab ich so angefangen, wie du.
    Ich hab folgendes gemacht: immer, wenn etwas wichtiges erklärt wird, was ich nicht umgehend einüben kann schreibe ich es mir sehr kleinlich auf (dabei denk ich immer: wie würde ich es jemand anderem erklären). Das war der wichtigste Schritt, um mein Leben zu regeln. Klingt banal, isses auch. Aber bei mir hat's 25 Jahre gedauert, bis ich es begriffen hab. Natürlich gibt es Situationen, in denen das nicht geht. Da schreib ich es sofort im Anschluss auf. Wichtig ist auch, sich einen Weg zu suchen,mit dem man die "Anleitungen" immer passend parat hat. Einlaminieren und in Sichtweite (der jeweiligen Arbeitsstelle) ankleben ist mein Favorit. Nach der Schicht einfach abhängen und wieder mitnehmen.
    Und beim Werkzeug hilft bei mir nur eiserne Disziplin. Ich leg alles sofort, nachdem ich es benutzt hab zurück. Das sieht sau blöd aus und man läuft 2 Dutzend mal extra weil man Sachen doch wieder braucht. ABER: es geht schneller als jedes Werkzeug suchen zu müssen. UND: wenn es unerwartet schnell gehen muss,ist das Werkzeug da.

    Noch eine Bemerkung dazu:beide Sachen (aufschreiben und Werkzeug griffbereit haben) machen im Zweifel auch einen viel besseren Eindruck. Das ist auch wichtig. Im letzten Praktikum vor meinem Abschluss meinte mein Chef über meine Stärken:"Sie fragen nichts zwei Mal". Rat mal, woran das lag...
    Wichtig ist das vor allem weil alle lieber jmd. helfen, den sie als kompetent erleben und der ihnen nicht dauernd auf den Sack geht. Wenn man (durch solche Hilfsmittel) vermeiden kann, blöde Fragen (wie: was muss ich nochmal machen, nachdem ...)1000 Mal zu stellen, haben alle Kollegen mehr Verständnis für die inhaltlichen Fragen.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Ausbildung auf der Kippe wegen ADS

    Hallo,
    @Schocker: hm kann ich da auch verstehen, klingt auch nich einfach bei dir. Bei mir ist es aber leider oft nicht so, dass ich Dinge gut kann wo andere Schwierigkeiten haben Ich kann das auch nur auf Fachliche beziehen weil einen Freundeskreis hab ich nich wirklich, wo man Vergleiche sehen kann (z.B. Hobbies etc.).
    Aber ich glaube, in meinem Fall (und vielleicht auch in deinem) war das so, dass ich schon von außen immer als "UNTER DEM DURCHSCHNITT" bewertet wurde.
    Tja kann ich nicht wirklich sagen, da ich mich selber eh schlecht einschätzen kann.
    Ich glaube, bei vielen ist es ja so dass sie Probleme auf Arbeit haben wegen ihrem Selbstwertgefühl. Bei mir ist es eher umgekehrt glaub ich. Damals (Schulzeit) kam ich auch mehr oder weniger gut um die Runden, es hat bei mir mit der Ausbildung angfangen...
    Diese "Normalen" haben ein höheres Selbstbild von sich, und daher schämen sie sich nicht für ihre Fehler.
    Oh ja da hast du wohl recht... Ich wünschte ich wär auch so, nicht so sensibel, sondern dass mir so Dinge einfach ma am Arsch vorbeigehen. Ich glaube die da am wenigsten drüber nachdenken sind wohl mit am glücklichsten. Sobald ich fachlich in einer Sache ganz gut bin, was ja in der Ausbildung bis jetzt trotz aller Problemen auch mal vorkam, geht es mir auch so. Dann bin ich entspannter und fühle mich, ich sag mal "normal".

    @low_Budget:
    Ich hab folgendes gemacht: immer, wenn etwas wichtiges erklärt wird, was ich nicht umgehend einüben kann schreibe ich es mir sehr kleinlich auf
    Ja, das mache ich auch. Vorrangig in der Berufsschule, weil dort ist oft der einzige Ort wo überhaupt was erklärt wird (sind ja auch Pädagogen, das macht die Sache leichter). Das klappt auch oft. Auf Arbei ist es schwierig. Wenn da doch mal irgendwas erklärt wird, dann meist so dass ich es nicht verstehe (viel zusammenhanglos, ich will dann wirklich alles wichtige dazu wissen, so ein "Hier das ist ein Frequenzumrichter, damit kann man bei Elektromotoren die Drehzahl regeln, schraub den ma an.." reicht mir nicht aus. Es gibt ja auch firmenspezifische Dinge, die man in der Berufsschule nicht lernt) und beim Aufschreiben noch die Hälfte vergesse. Aber das was ich mir aufgeschrieben hab, das weiß ich dann auch also das klappt dann meist ganz gut. Ich hab so ein Notzbüchlein das immer in meiner Arbeitshose ist.
    Das mit dem Werkzeug ist und bleibt schwierig, selbst wenn ich es mir markiere und auf eine Stelle bei mir lege, kommt es trotzdem irgednwie weg... letzte Woche erst 3 Werkzeuge!!..und dabei pass ich schon auf, ich hätte echt fast durchdrehen können, also da zweifel ich richtig an mir selber...
    "Sie fragen nichts zwei Mal". Rat mal, woran das lag...
    Ja das ist natürlich positiv, aber ich frage oft schon wegen meiner Unsicherheit (auch wenn iches aufgeschrieben hab) ein 2.mal...

    Tja ist halt alles schwierig. Die Arbeitskollegen sind alle ok (also von der Freundlichkeit her und von Fachlichen eig. auch) und es gibt sogar von den 150 Mann so ca. 3 die total nett zu mir sind, aber mir fachlich auch nicht weiterhelfen (können). Ich hab mal (da ich ja immernoch unsicher war, ob ein Wechsel besser wär) die Stelle der "Passgenauen Vermittlung" (für Azubis an Untermehmen) an der IHK angeschrieben ob es so ein Unternehmen (wie es in meinen Wunschvorstellungen existiert) hier überhaupt gibt. Auch wenn natürlich große Bedenken sind, ich meine ich bin ja jetzt schon 3. Lehrjahr..
    Z.B. hab ich auch im Netz gesucht, und Firmen gefunden die auf ihrer Website über ihre Ausbildung schreiben. "Individuelle Betreuung und Förderung der Auszubildenden", "...geschulte Ausbilder sind stets an eurer Seite..", "Bei uns lernt ihr mehr als üblich". Wenn ich das lese da geht mein Herz auf, da denk ich wow, da musst du hin. Versteht ihr? Ich glaube das wär genau das richtige für mich. Leider waren das Unternehmen die im Westen oder Norden sind...
    Als mir aber die Stelle, wo ich hingeschrieben und meine Probleme erklärt hab, schrieb, dass tatsächlich 2 Unternehmen (die man nach meinen Gesichtspunkten ausgesucht hat, hoff ich mal) über eine Übernahme nachdenken, da hab ich wieder so bissl Panik bekommen, weil das ist ja dann ernst.
    Ich würde meine Kollegen sehr vermissen und trotzdem weiß ich ja nicht ob es mir dort wirklich besser geht...

    Leider hilft das Medikinet was ich seit 3 Wochen nehme, recht wenig. Eigentlich gar nicht, ich spüre keine Wirkung und keine Nebenwirkung. Ich bin jetzt bei 40mg tägl. (2x20mg). Und mein Arzt war auch schockiert als er hörte dass ich (noch) keine Wirkung habe, er ist sich noch nicht sicher wie wir weiterverfahren.

    Ich weiß nicht was ich von den anderen erwarten soll/kann (und von mir selber). Ich will nichts machen was ich später vllt. bereue.
    Auch wenn mir das Schreiben und Lesen hier im Forum gut tun und eure Antworten mir immer ein wenig Mut geben. Es ist ist und bleibt wohl sehr schwierig..

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Ausbildung auf der Kippe wegen ADS

    audi-fahrer schreibt:
    "Individuelle Betreuung und Förderung der Auszubildenden", "...geschulte Ausbilder sind stets an eurer Seite..", "Bei uns lernt ihr mehr als üblich".
    Sei da mal nicht zu naiv. Das schreiben sehr viele auf ihrer Homepage aber machen tun es nur wenige.

    Leider hilft das Medikinet was ich seit 3 Wochen nehme
    Ich kenn aus meiner beruflichen Erfahrung einige, die das Medikinet erst angefangen haben. Und bei den meisten hat es länger gedauert, bis sich Änderungen gezeigt haben. Ich will dich nicht überreden unbedingt beim Medikinet zu bleiben, wenn es nix hilft. Aber ber wirklich regelmäßiger Einnahme hilft es oft und erst nach einer Anlaufphase von ein paar Wochen ( das entspricht jetzt nur meiner praktischen Erfahrung).

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Mit 25 meine erste Ausbildung!
    Von AndyCologne im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 8.08.2011, 14:40
  2. Ausbildung zum Grundschullehrer?
    Von Cowboylx im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 27.05.2011, 08:07
  3. ADS und gastronomische Ausbildung....
    Von Sheryll im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 13.10.2010, 20:59
  4. Suche Ausbildung
    Von porsche25gi im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 3.04.2010, 10:29

Stichworte

Thema: Ausbildung auf der Kippe wegen ADS im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum