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Diskutiere im Thema Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 135

    Frage Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Meine Diagnose steht ja nun noch nicht so lange fest. Auf der Arbeit weiß bisher nur ein einziger Kollege Bescheid, daß ich ADHS habe.

    Ich bin nun hin und her gerissen, ob ich es öffentlich machen soll oder nicht.

    Pro: Die Leute, die bisher ein Problem mit mir hatten, verstehen mich danach vielleicht besser

    Contra: Es könnte ausgenutzt werden in was auch immer für einer Weise... Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg...
    Zuzutrauen wär´s denen allemal.

    Was meint Ihr, soll ich oder soll ich nicht?

    Wie lief es denn bei Euch?

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Hallo Telea,
    ich kann mir nicht vorstellen, dass ein nicht AD(H)S-ler sich in Dich hineinversetzen kann und auch will.

    Wer hat bei Euch schon öffentlich bekannt gegeben, dass er Magenschmerzen oder Probleme mit der Niere hat? Das sind normalerweise Dinge, die in den privaten Bereich gehören.

    Ich denke das Einzige, was Du erreichst sind Vorurteile, die man gegebenenfalls gegen Dich aufbaut.

    Aber das ist sicher auch abhängig von den Kollegen oder dem Chef.

    Viele Grüße
    Uwe

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 735

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Moin, also wirklich...Also ne.
    Stell Dir mal vor, wie verletzlich Du dann bist und angreifbar, falls irgendwas schief läuft.
    Das erzähl ich ja noch nicht einmal im erweiterten Bekanntenkreis...und im Endeffekt:
    Wie überhaupt erklären? In wenigen Worten, mal so nebenbei? Bei etwas, was so dermaßen
    komplex ist und vielschichtig?

    Ne, also...ne.
    Das Risiko wäre mir viel zu unkalkulierbar und überhaupt: Eigentlich geht das doch wirklich
    auch keinen was an?


    Also ich habe es längst aufgegeben, Leute mit etwas zu konfrontieren, was nicht eingänglich
    leicht nachvollziebar ist. Da bin ich viel zu enttäuscht, wenn ich nur diese ungläubigen Blicke
    ernte...und auf die Schulter klopfen wird Dir sicherlich kaum einer. So von wegen: "Ohhh, hat
    sies aba schwer gehabt..."

    Zweifelnde Etosha-Grüße

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Danke, Ihr zwei!

    Ja, sowas in der Art hatte ich mir auch gedacht, wollte aber doch mal wissen, wie Ihr damit umgegangen seid.
    Ihr seht es genau wie ich, das macht mich jetzt entspannter im Umgang mit meinen Kollegen.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Hallo Talea,
    es gibt dafür sicher kein Patentrezept. Mir hat mein Mitarbeiter schon nach ein paar Wochen gesagt, dass er ADHS hat. Uns beiden hat es sehr geholfen.
    Auch die anderen Mitarbeiter kommen mittlerweile mit dem Thema klar. Es wurde von uns beiden ganz bewusst bei den anderen angesprochen, damit auch die ihren neuen Kollegen verstehen.

    Wenn ich hier im Forum stöbere muss ich aber leider feststellen, dass es eben nicht immer funktioniert.
    Also mein Rat, wenn dann ganz vorsichtig vortasten.

    Gruß Stefan

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 148

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Hallo Talea,

    habe nirgends, also wo ich auch mit dem Thema ankam, auf Verständnis treffen können, nicht mal bei meiner Familie. Ein Kollege auf der Arbeit weiß es, aber auch der ist ziemlich ungläubig. ADHS ist für die viele Menschen ein Produkt der Pharmaindustrie oder etwas, was nur verhaltensauffällige Kinder bezeichnet.

    LG,

    Scarlatti

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Hallo,

    die Frage stelle ich mir ebenfalls und bin genauso hin- und hergerissen,

    Auf der einen Seite war ich schon immer angreifbar, "anders" und ein gern genommenes Mobbingopfer, und die bisherigen Schutzmechanismen haben wohl nicht so wirklich gezogen, ....
    Da frage ich mich schon:
    Wie kann ich mich schützen?
    Denn ohne Schutz geht's ganz offensichtlich nicht, auch wenn ich das nicht wahrhaben will, zumindest noch nicht.
    Ich hab mein Leben lang versucht, so zu sein wie sie,
    Mit dem Ergebnis, dass ich mich jetzt mit Burnout, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen etc. und einer möglichen Einstufung als Schwerbehindeter rumschlagen muss.

    Wenn es so ist, dass wir sozusagen "schutzbedürftiger" als andere sind, um wenigstens halbwegs in der Gesellschaft weiter am Leben teilnehmen zu können, dann stellt sich mir schon die Frage:
    "Wie kann dieser Schutz aussehen?"

    Ich denke nicht, dass wir uns dahinter verstecken möchten oder Ausreden suchen, etwas nicht amachen zu müssen, etc.
    Aber wenn am Ende das Leben zur Hölle wird und man es am liebsten aufgeben möchte (mag schockieren und extrem klingen, ist aber m.W. soo selten nicht unter ausgebrannten und dekompensierten ADS'lern), dann sehe ich da schon eine Notwendigkeit, das irgendwie abzuwenden, wenn man nicht Gefahr laufen will, dass Betroffene sich ("bestenfalls...") komplett zurückziehen.

    Ich weiß nicht, ... aber ich denke schon lange über dieses Dilemma nach und finde keine Lösung.
    Mag sein, dass es eine Sache ist, wenn man selbst als Betroffener über all das und die Zusammenhänge bescheid weiß, aber das wird unsere Persönlichkeit und die damit verbundenen Probleme nicht ändern und uns weiter zum Ziel machen oder?
    Zumindest sehe ich zur Zeit keine andere Lösung.
    Wenn mir jemand die Zuversicht geben und sagen kann, wie es künftig gehen kann, wäre ich um eine große Angst ärmer.


    LG
    Fliegerlein
    Geändert von Fliegerlein (12.05.2011 um 23:50 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 117

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Ich hab es gesagt.
    Immer mal wieder, wenn es sich im Gespräch ergab - natürlich bei unterschiedlichen Personen.
    Es hat weder weh getan, noch hat es mir irgendwelche Vor- oder Nachteile gebracht.

    ABER:

    Ich habe ja auch im Job keine Probleme. Meine Herausforderungen liegen im privaten (falsch...) LAGEN im privaten Bereich.
    Und davon hat niemand was mitbekommen und schon gar nicht im Bezug mit ADS.

    Ich empfehle es auch wirklich nur bei Kollegen denen man vertraut oder denen man zutraut, dass sie das Thema überhaupt verstehen und annehmen können.
    Erwartungen sollte man allerdings keine haben.

    Ich glaube sogar, dass keiner meiner Kollegen die es wissen meine Person heute noch mit ADS in Verbindung bringen.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    Hallo Talea,

    überlege Dir, was das Ziel eines Outings sein soll und in welchem Kontext Du das tust. Bei Freunden, auch bei gut befreundeten Kollegen kannst Du dies vielleicht mit dem Ziel der "Rücksichtnahme" tun. Ist das Verhältnis anders, wird das aber schnell problematisch.

    Nach meiner Erfahrung ist es erfolgversprechender, dies als "Ich möchte Vorschläge machen, wie das Arbeitsgebiet besser laufen kann" formuliert und es auch so angeht. Ausführlich hatten wir dies schon mal in diesem Thread besprochen. Theoretisch musst Du Dich dazu noch nicht mal outen, sondern nur momentane Probleme des Arbeitsgebietes formulieren (auch die, die Dich behindern, eine bessere Leistung zu erbringen) und Lösungen vorschlagen und diskutieren. Ob es vorteilhaft ist, sich dabei tatsächlich zu outen, hängt von Deiner Souveränität, Deinem Selbstbewusstsein, Deiner Stellung im Team, dem Vertrauensverhältnis zu Kollegen und Chef und anderen sensiblen Umständen ab. Es gibt dafür kein Patentrezept.

    Bei Kollegen, die mich schätzen und mit denen ich auch privat befreundet bin, habe ich mich gleich geoutet, als ich von Verdacht und Diagnose erfahren habe und bin mir sicher, dass sie diese Info nicht missbrauchen oder zu meinem Nachteil weitergeben. Im Gegenteil: Das Verhältnis ist dadurch noch enger und besser geworden. Mein Chef und andere Kollegen wissen es nicht. Es bestand dafür bisher kein Grund...ohne dass ich ausschließe, dass es mal einen Anlass geben könnte, es ihnen zu sagen.

    LG
    Spezi

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 355

    AW: Habt Ihr auf Arbeit erzählt, was Ihr habt?

    jahallo,

    also ich würde mir jetzt auch kein schild umhängen hallo kollegen/ hallo leute ich habe adhs, allerdings würde ich wenn es sich im gespräch ergibt zum beispiel man du bist heute ja wieder verstreut oder wieso vergissst du den alles einfach sagen ja sorry ich habe adhs , da ist das etwas schwierig seine gedanken zusammen zu halten, meistens wird dann zwar erst mal doof geguckt , nach dem motto was issen das , dann sag ich noch 2-3 sätze dazu, weil die ganze materie könneen "normalos" eh nicht verstehen und dann ist es auch in der regel in ordnung so und leute oder kollegen denen was an mir liegt,d ie kommen dann auch von alleine und fragen mal näher nach.

    gestern zum beispiel war ich in ner katzenpension weil ich ja in rhea gehe und da haben die mich einfach gefragt warum ich den weg muss und dann habe ich das gesagt und die haben auch weiter gefragt was die dort in rhea machen und so , fand ich voll in ordnung, weil die haben mich nicht doof angeguckt sondern einfach gefragt was sie wissen wollten, gut das waren holländer, die sind eh bei so was offener, klar ich erzähl jetzt auch nicht jedes detail aber ich denke wenn man offen mit seiner adhs umgeht , lernt man schnell oberflächliche und vernünftige leute zu unterscheiden.

    lg chaoskater

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