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Diskutiere im Thema Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Ich bin auch schon seit Jahren der Ansicht das das Bildungssystem komplett falsch ist in Deutschland.
    Ich finde das Zensurensystem einfach nicht gerecht.
    Ich habe in meiner Schullaufbahn und auch jetzt im Studentenleben so viele erlebt die einfach nur dumm sind und trozdem extrem gute Noten erhalten.
    Einfach nur durch Spicken und Auswendig lernen ohne den Inhalt überhaupt zu kennen geschweige dne zu verstehen.
    Das finde ich unfair vorallem weil gerade uns ADSler das Auswendig lernen so schwer fällt.
    Ich finde es dürfte nicht nur aufgrund einer Note die zu einem bestimmten Zeitpunkt schriftlich festgestellt wird die Leistung eines Menschen beurteilt werden.
    Die Epochalnoten machen da ja gering was aus.

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hi Elischa,

    ja, ich habe mein Potenzial tatsächlich nie wirklich ausschöpfen können. In Fächern, die mich gefesselt und interessiert haben, war ich in Schule und Studium sehr gut, oft der Jahrgangsbeste bzw. einer der Besten im Semester. In diesen Fächern machten mir auch Klausuren nichts aus, solange die Leherer mein schlimmes Gekritzel lesen konnten (hab wirklich große Probleme mit der Schrift und "Verschreibern"...). Ansonsten waren meine Leistungen eben Durchsschnitt.
    Was das Argumentieren betrifft: Da geht es mir ähnlich wie Dir, das mache ich auch gerne und das fällt mir auch nicht schwer... wenn es ein Thema ist, welches mich interessiert und wo ich sicher bin, dann habe ich da auch keine Probleme. Aber wehe, es ist etwas Langweiliges und dann gar noch etwas Komplexes...oaaah...dann wird es problematisch mit dem Fokussieren und der Konzentration, besonders bei schriftliche Arbeiten. Das ist auch ein Nachteil bei ADS, dass Konzentration nur schwer willentlich steuerbar ist!

    Ich habe auch zwei sehr verschulte, also gut strukturierte Studiengänge absolviert - das sie so strukturiert waren, war mein Glück! Ein drittes, wenig strukturiertes Aubaustudium habe ich nie abgeschlossen... Ich hätte dann die Möglichkeit gehabt, zu promovieren, ich habe ab meinem zweiten Studium ein Stipendium bekommen, mit dem Angebot, ein Promotionsstipendium zu bekommen, wenn ich gewollt hätte, auch mehrere Semester im Ausland zu studieren (von der Stiftung finanziert)...ich habe es nicht wahrgenommen. Mir war irgenwann klar geworden, dass ich dabei nicht glücklich werde....heute weiß ich, warum.

    Später habe ich meist in Teilzeit gearbeitet, weil ich gemerkt habe, dass ständiger Stress und permanente Anspannung über längere Zeiträume meine Batterien leerfrisst...auch hier wuste ich damals nicht, warum. Heute schon.

    Und was die Medikamente betrifft (habe keine eigenen Erfahrungen, da ich noch keine nehme): Hier musst Du auch sehen, dass sie selbst finanziert werden müssen. Auch das ist eine Benachteiligung...und nicht jeder kann sich das leisten.

    Und dass "unser" Bildungssystem reformiert gehört, dass war mir auch schon vor der ADS-Diagnose klar. Diesbezüglich sind wir uns völlig einig.

    Liebe Grüße
    Spezi

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Elischa schreibt:

    ...
    Gut - ich gehe davon aus, dass das nur solche ADS'ler beantragen würden, die wirklich Not damit haben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ADS'ler bei Klausuren generell als benachteiligt anzusehen sind.

    -> Frage an DusDussel (Beitrag Nr. 22): "klassenbeste Prüfung" als Ergebnis der Sonderkondition... Jetzt mal ganz ehrlich: Bist du dir ganz sicher, dass du unter normalen Bedingungen so kapital eingebrochen wärst? ...

    Hallo Elischa, hier eine Antwort auf Deine Frage:

    Ja, ich bin mir sicher, daß ich ohne längere Bearbeitungszeit nicht so gut abgeschnitten hätte. Vielleicht wäre ich gerade über die Mindestpunktzahl hinausgekommen, um zu bestehen. Aber nur vielleicht!

    Der Zeitdruck bei den Klausuren in dieser Abschlußprüfung ist extrem groß, man hat noch nicht einmal Zeit, in Ruhe an seinem Butterbrot zu beißen oder Wasser zu trinken ... auch mit verlängerter Bearbeitungszeit!
    Und nur fünf Minuten mehr Zeit zum Schreiben können die entscheidenden drei oder fünf Punkte mehr bedeuten, die einen über die 50-Prozent-Grenze zum Bestehen heben.
    Und es ging absolut ums Bestehen bei diesem letzten Mal, nicht etwa darum, eine bessere Note als andere (oder die beste von allen) zu erzielen. (Habe die Prüfung im dritten (und letzten) Versuch endlich bestanden, nachdem die ersten beiden in die Hose gegangen sind.)
    Und ohne Medis hätte ich vielleicht gar nicht (schon wieder nicht) bestanden.

    So wie ich vermute, war ich die einzige mit ADS in der verlängerten Bearbeitungszeit, die anderen, die mit mir in der verlängerten Zeit geschrieben haben, hatten alle kein ADS, trotzdem um eine ganze Note schlechter abgeschnitten, obwohl sie viel mehr Vorbereitungszeit hatten als ich.
    (Vom Zeitfaktor her: ungefähr das Doppelte bis Vierfache an Vorbereitungszeit mehr als ich, schätze ich).
    Ich bin als Quereinsteiger in diese Vorbereitungsgruppe 'reingerutscht und mußte mich quasi im "Turbo-Booster-Tempo" fit für die Klausuren machen.

    Mit Ohrstöpseln geht bei mir gar nichts, habe es während der Lernphase probiert ... das Rauschen meines eigenen Blutes und mein eigener Herzschlag im Ohr haben mich so abgelenkt, daß ich die Ohrstöpsel wieder beiseite gelegt habe. Außerdem hatte ich durch die Stöpsel ein sehr störendes Druckgefühl im Gehörgang... bin eben empfindlich!

    Aber auch extrem leicht ablenkbar, schon das Rascheln der Seiten beim Umblättern oder das Kugelschreiber-Geräusch auf dem Papier lenken mich ab (oder Stuhlquietschen, Füßescharren auf dem Boden,...).
    War schon damals in der Schule und dann im Studium so. Und wenn dann noch einer laut eine Frage an die Aufsichtsperson stellt... bin ich so aus meinem Gedankengang 'raus, und das Chaos in meinem Kopf ist schon vorprogrammiert!

    Daß ich ohne größere Schwierigkeiten einigermaßen durch die Schulzeit gekommen bin und auch mein Abi mit schlechtem Durchschnitt geschafft habe, kann ich auch nur meiner raschen Auffassungsgabe und hohem IQ zuschreiben... aber diese beiden helfen nicht gegen das Abdriften der Gedanken (im Unterricht, beim Lernen und in der Klausur).

    Ich hoffe, damit ist Deine Frage beantwortet, Elischa!

  4. #44
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hallo dusdussel,

    ich nehme an, dass dich meine kritische Frage etwas geärgert hat - das wollte ich natürlich nicht, bitte entschuldige. Es war dieses triumphierende "victory"-Smiley hinter deinem Satz, das mich etwas irritiert hat - wahrscheinlich wolltest du damit einfach deine Erleichtung ausdrücken, jetzt verstehe ich das besser. Tut mir leid.

    Wie ich zwischenzeitlich schon geschrieben habe, habe ich durch die Antworten hier im thread dazugelernt und gemerkt, dass ich die Massivität der Schwierigkeiten, die einige von euch in Klausuren haben, falsch eingeschätzt habe (s.o.). In bin da inzwischen ganz bei euch, das hat mich überzeugt - und ich freu' mich, dass du's gepackt hast!

    Ich hoffe also, das kam nicht zu negativ an. Danke für deine Antwort!

    Liebe Grüße,

    Elischa

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hey Elischa,

    Deine Entschuldigung ist angenommen.

    ADS ist natürlich bei jedem Menschen sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Jeder ist anders betroffen.

    Wie ich im Fernsehen in einer Doku gesehen habe, gibt es einige, die überhaupt nicht arbeitsfähig sind (lebenslang) und in einer betreuten WG leben müssen, dann gibt es diejenigen, die die Medis nicht vertragen (kenne ich persönlich eine Person) und dadurch arbeitsunfähig sind, diejenigen, die sehr stark dosieren müssen, diejenigen, die erst spät im Erwachsenenalter diagnostiziert werden (gibt es ganz viele) - usw. usw.

    Und vielleicht hast Du auch den psychischen (Erfolgs-) Druck, unter dem einige stehen, stark unterschätzt. Eine ganz normale Sache im Lebenslauf wie Berufsausbildung oder Studium (im teilweise schon vorgerückten Alter, über 30 oder 40) abzuschließen, was Normalos gut und ohne zu versagen und ohne unterstützende Medis (MPH oder auch AD) in der ganz normalen Zeit mit Anfang 20 hinkriegen, ist für ADS'ler eben ungleich schwerer zu bewältigen.

    Und sie leiden ja schon ihr ganzes Leben lang unter Mißerfolgen, Versagen, daraus resultierenden Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln... Das eine zieht eben das andere nach sich.

    Und es geht ja nicht nur um Schwierigkeiten in den Prüfungen... es geht ja auch um verschlechterte Fähigkeiten bei sozialen Kontakten, Aufrechterhalten von Freundschaften, Beziehungen, Konflikte mit den Kollegen und Vorgesetzten, Schwierigkeiten, das tägliche Arbeitspensum zu strukturieren und zu bewältigen... Chaos im Haushalt, bei den persönlichen Unterlagen... Schwierigkeiten mit der Zeitplanung und Pünktlichkeit...

    Wie es sich anfühlt, z.B. die Schule, ein Studium, Berufsausbildung nicht abgeschlossen zu haben, arbeitslos zu sein, Depressionen zu bekommen, dann erst vielleicht die Diagnose ADS (im vorgerückten Erwachsenenalter), ... wie man Medikamente finanziert, die nur auf Privatrezept verschrieben werden können, wenn man irgendeinen schlechtbezahlten Hilfsjob machen oder von ALG 2 leben muß... und dann auch noch in den Massenmedien als "Schmarotzer" diffamiert und als "psychisch krank" stigmatisiert zu werden... kann keiner von den Nicht-ADS'lern ermessen.

    Mehr fällt mir im Augenblick nicht ein, aber ich denke, das sind schon eine ganze Menge Benachteiligungen, unter denen die ADS'ler ihr Leben gezwungen sind in den Griff zu kriegen. Gerade die massive Häufung der Probleme macht ihnen zu schaffen.

    Offiziell existiert ADS ja bei Erwachsenen überhaupt nicht, also gibt es auch kein Verständnis dafür. Mißerfolg im Leben oder im Beruf wird häufig mit Dummheit oder Faulheit gleichgesetzt.
    Und sie werden ja immer an den Normalos gemessen... die Meßlatte hängt sehr hoch!

    Aber ich freue mich, daß Du durch das Lesen hier schon mehr an Hintergrund kennengelernt und Du außerdem gezeigt hast, daß Du lernfähig und in der Lage bist, Deine Meinung zu ändern...

    Liebe Grüße,

    dusdussel
    Geändert von dusdussel (18.03.2011 um 11:54 Uhr) Grund: mußte noch mal ergänzen

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hey,

    habe eben noch mal weiter oben gelesen und gesehen, daß ich in meinem letzten Betrag (Nr. 45) ziemlich langatmig das ausgeführt habe, was in Nr. 35 und 37 kurz und knapp geschrieben wurde. Ich entschuldige mich für die Langatmigkeit!

    Immunschwäche kann übrigens nach neuesten Untersuchungen auch auf ständigen psychischen Streß ( u.a. durch Reizüberflutung des Gehirns - die berühmte "Gedankenflut ohne Bremse") zurückgeführt werden.

    Nochmals liebe Grüße,

    dusdussel

  7. #47
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hallo dusdussel,

    danke für deine Antwort! Also, wie gesagt: Bei der Klausurensituation hatte ich nicht gedacht, dass es das so oft gibt, dass die Lage kaum verbessert werden kann - aber das hatten wir ja schon "besprochen".

    Bei mir war es jetzt nicht so, dass ich eine Ausbildung nicht geschafft oder berufliche Anstellung verloren hätte. Als ich vor vier Jahren einige Erfahrungsberichte anderer ADHS'ler las, merkte ich, dass es mich in einigem nicht so hart "erwischt" hat wie andere. Dafür bin ich schon sehr dankbar.

    Aber auch so ist es noch hart genug: Jeden Tag bin ich am Suchen, verlege Zettel, Belege, Telefonnummern; frage jemanden nach seinem Namen, und als er den gesagt hat, merke ich: hab' nicht hingehört... Ich bin manchmal zu schroff, wenn ich mich abgrenzen will, und verletze Leute dadurch; durch meine Organisationsschwäche vergesse ich Anrufe, melde mich zu spät bei Leuten, krieg vieles nicht auf die Reihe. Diese Negativerfahrungen verdichten sich und lösen dann eine gewisse Menschenscheu aus, so dass ich oft zu passiv werde und zu wenig Kontakt suche - und die andere denken dann, sie wären mir nicht wichtig, oder ich würde meine Arbeit nicht ernst nehmen oder nur das machen wollen, worauf ich Lust habe. Dadurch stand es beruflich schon mal fast auf der Kippe (äußerlich - frag mich nicht nach dem inneren Druck, den ich schon lange Zeit vorher empfand).

    Und es sind Freundschaften versandet, viele unnötige Konflikte entstanden, ich habe so manches Geld verloren durch versäumte Fristen, Bußgelder beim Autofahren, Nachkaufen von Sachen, die ich verschlampt habe und vieles mehr - und jeden Tag diese innere Unruhe, dieses Chaos im Kopf, dieses Getriebensein! Wenn ich arbeite, schaffe ich oft weniger Leistung als andere, wenn ich frei habe, kann ich nicht abschalten. Und an all das, was ich hätte machen können - und Nicht-ADS'ler hätten es wohl hinbekommen - mag ich gar nicht denken: ein Leben voller versäumter Gelegenheiten! Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich eben noch wollte, und gleich fange ich etwas ganz Neues an - um es dann gerade wieder aus den Augen zu verlieren.

    Das sind alles bekannte Symptome - aber alles definitiv meine (und das war noch lange nicht alles!). Ich will damit nur sagen: Ich kenne das! Und es ist oft grausam. Ich würde gerne einfach nur ein ganz normales Leben führen können, ohne ständiges Katastrophen-Management. Oft ist der ganz normale Alltag einfach nur bitter. Sich jeden Tag zu rasieren und zum selben Zeitpunkt aufzustehen, bestimmte Routine-Abfolgen für Wiederkehrendes zu haben - ein Klacks für viele, aber extrem schwer für mich.

    Damit mich also keiner missversteht: Ich weiß sehr gut, was es heißt, ADHS zu haben! Nur habe ich offenbar ein paar (wenige ) Bereiche, die trotzdem ganz gut funktionieren - wie eben schriftliche Prüfungen... Da fehlte mir einfach die Erfahrung anderer.

    So, jetzt soll's mal gut sein. Nur wirkte deine Antwort auf mich so, als würdest du annehmen, mir würde generell der Hintergrund fehlen, was ADS angeht.

    Schönen Sonntag noch!

    Liebe Grüße,

    Elischa

  8. #48
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hier mal eine gute Seite der Uni Bremen mit möglichen Ausgleichen:

    Universität Bremen: Nachteilsausgleich bei Studienleistungen und Prüfungen

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Danke! Super Link. Sobald ich irgendwann mal eine Erwachsenen Diagnose habe, schließlich zählt die als kind ja nicht , werde ich diese möglichkeiten in Betracht ziehen.
    Hoffe das ist noch bevor ich die Regelstudienzeit rum habe

    Bis es mal soweit ist, kann ich mich noch wunderbar ärgern...

    Gestern hatte ich nämlich mal wieder Klausur. Da mein Bus zwei Stationen vor der Haltestelle an der ich raus musste eine Panne hatte kam ich nur gerade so zu Beginn der Klausur an und hatte keine Zeit mehr mir die extra gekauften Ohropax rein zu machen

    Und jetzt wo ich mich wieder etwas mit dem Thema ADHS auseinandergesetzt habe, fallen mir plötzlich lauter Sachen auf: wie ich verzweifelt versuche mich auf die Rechenaufgabe zu konzentrieren und immer wieder die gegebenen Werte in meinem Kopf ordene muss, um auf die Lösung zu kommen... wiederholtes durchlesen der Aufgabe und zwanghaftes drauf Konzentrieren... dabei bin ich spitze in Mathe! Ich gebe sogar Mathe Nachhilfe aber wenn ich mich nciht mehr konzentrieren kann brauche ich für ne simple Aufgabe schon mal 20 - 30 min. Dann hatte ich es endlich geordnet und ausgerechnet. Dann fällt mir im Bus auf dem Heimweg ein, das ich garnicht weiß ob ich die letzte Rechnung jetzt richtig umgesetzt habe...

    Ich gucke bei Klausuren auch ständig auf die Uhr und markiere mir aufwenidige Aufgaben, über die ich erstmal nachdenken muss für später, da ich weiß, dass die Zeit für mich oft recht knap ist. Besonders wenn ich selber schreiben muss.

    Ich brauche eigentlich für alles mehr Zeit und Ruhe. Mehr Zeit da ich viel auswendig lernen muss und mich nicht 5 Stunden am Tag aufs Auswendig lernen konzentrieren kann und mehr Zeit um in Ruhe die Klausur zu bearbeiten. Und Ruhe...wie mir alles auffällt was um mich herum passiert.

    Boa wie mich das ärgert ....

    Jaja, ich weiß..ich heul rum sry^^

  10. #50
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Danke für eure guten Ratschläge, ich habe bei meiner Universität auch eine Anfrage gestartet.
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    Wusste gar nicht, dass wir so etwas haben. Eventuell kann ich damit und mit einer Psychotherapie jetzt langsam mein Studium in den Griff bekommen.

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