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Diskutiere im Thema Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    ich bin auf einer berufs- und technikerchule..sie ist öffentlich wie zb haupt real oder gym..dort hab ich scho9n angerufen dort sagte man mir das der minister oder landrat persönlich dafür gesorgt habe das es bei adhs nicht gilt das benachteiligungs recht....in meiner schule gibt es zwar eine beauftragte für lese und rechtschreibschwäche aber die fühlt sich für mich nicht verantwortlich..der rektorin isses auch egal, wenn es sowas geben sollten dann wenden sie sich bitte ans schulamt bisdie sich aber gerührt haben mit offizielm antrag usw vergehen 5 jahre...und selbst wenn es sowas doch nach langer recherche geben sollte dann hätte man das am schulanfang sagen sollen da die behörden davon ausgehen das jeder seine rechte kennt...

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hallo zusammen!

    Erstmal: Ich nehme eure Nöte absolut ernst!
    Also bitte nicht missverstehen. Aber ich habe hier einfach ein paar grundsätzliche, etwas kritische Fragen, bitte nehmt mir das nicht übel. Was Studiendauer und -Organsation angeht, könnte ich auch ein Liedchen singen - da wären andere garantiert schneller gewesen. Ich beziehe mich jetzt nur auf die Situation "schriftliche Klausuren":

    Was mir hier nicht ganz klar ist:

    1. Kann man davon ausgehen, dass ADS'ler bei Klausuren generell benachteiligt sind?

    Meine eigenen Erfahrungen mit Klausuren damals waren extrem positiv (ohne ADS-Diagnose und ohne Medikamente). Zeitprobleme habe ich selten gehabt, und ich hatte das große Glück, dass ich in der Regel fast 100% von dem, was ich gelernt hatte, auch parat hatte. Andere hatten da "Riesenverluste" zum Teil, obwohl sie besser gelernt hatten. Bin ich da eine Ausnahme? Ein Einzelfall? Aber selbst wenn: Wenn ich auch noch besondere Umstände zugestanden bekommen hätte, wäre das für die anderen wirklich unfair geworden. (zur Info: An meiner ADS-Diagnose ist nichts zu rütteln - ich hab's!)
    Gut - ich gehe davon aus, dass das nur solche ADS'ler beantragen würden, die wirklich Not damit haben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ADS'ler bei Klausuren generell als benachteiligt anzusehen sind.

    -> Frage an DusDussel (Beitrag Nr. 22): "klassenbeste Prüfung" als Ergebnis der Sonderkondition... Jetzt mal ganz ehrlich: Bist du dir ganz sicher, dass du unter normalen Bedingungen so kapital eingebrochen wärst?

    2. Was ist mit der Wirkung der Medikamente in der Prüfung?
    Erlebt ihr das wirklich so, dass es dann immer noch eine so krasse Minderleistung gibt, dass das durch beantragte Sonderkonditionen ausgeglichen werden müsste? Das wirft doch ein trauriges Bild auf die Möglichkeiten der Medikation. Bringt die wirklich so wenig?

    3. Gleichen die Stärken von ADS nicht auch im Studium einige ADS-typischen Schwächen wieder aus?
    Das wird sicher variieren und evtl. in Geisteswissenschaften mehr der Fall sein als in Naturwissenschaften (?). Aber ich verstehe ganz ehrlich hier eines nicht: Hier im Forum wird so oft gesagt: "Wir sind nicht krank, wir sind nur anders", bis hin zu Ansichten wie "Wir sind die Besten"... Ich gebe zu: Ich kann mich da selbst immer noch nicht ganz entscheiden, tendiere aber stark zum "einfach anders". Schwächen in schriftlichen Klausuren und der Studienorganisation - okay. Aber: Was ist mit Dingen wie: Hervorragende Auffassungsgabe, Improvisationstalent, Charisma, Überzeugungskraft, rhetorische Stärke (Referate, Diskussionen,...) usw., usf.? Ist unterschiedlich verteilt, klar. Aber: Haben ADS'ler nicht auch im Studium an einigen Stellen echte Vorteile? Muss man also die Nachteile in einzelnen Bereichen von außer her ausgleichen lassen?

    Ich meine: Es gibt Behinderungen und chronische Krankheiten, bei denen ich wirklich keinen ausgleichenden Vorteil im Studium erkennen kann. Aber ganz ehrlich: Bei ADS sehe ich das anders! Mit meinem bisherigen Horizont habe ich Mühe, dem Grundgedanken in diesem Thread zu folgen. Ordnen wir uns dann also freiwillig in die Kategorie "behindert" ein? Also, ich weiß nicht...

    Noch einmal: Ich nehme eure Not absolut ernst, und das ist nicht bös' gemeint, aber mir fehlt hier vom Anfang her eine überzeugende Begründung.

    Ich lasse meinen Horizont gern erweitern und mich umstimmen! Vielleicht ist allen anderen Lesern manches von vornherein klar, was darum gar nicht mehr erwähnt wurde. Dann erklärt's mir bitte noch mal.

    Bin gespannt auf eure Antworten!

    Mit herzlichem Gruß,

    Elischa







  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    ich kann nur von mir reden ich bin durch jedes kleine geräusch abgelenkt habe immer zeitprobleme und da bei uns die schriftlcihen noten zu 90 % zählen und wir nur einmal die möglichkeit haben eine klausur zu schreiben denke ich das es sinnvoll ist es auf jedenfall mal zu testen..versuch macht klug...das wir die besten sind steht doch außer frage...ich ordne mich nicht bei behindert ein aber wenn ein legesteniker extras bekommt warum dann nicht auch wir?

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hallo Elischa,

    ich denke, das ist individuell sehr verschieden. Ich habe in Prüfungssituationen beides bemerkt: Vorteile wie Nachteile

    Vorteile: Der Hyperfokus. Themen, die mich interessieren, verstehe ich quasi spielend, sauge ich förmlich auf.
    Ich habe unter Druck kurz vor der Prüfung unheimlich viel lernen können. In der Prüfung war ich dann auch hochfokussiert (hinterher dann aber völlig erschöpft).

    Nachteile: Ablenkbarkeit, mangelnde Übersicht, mangelndes Zeitgefühl, ungünstige Priorotätensetzung, erhöhte Fehlerquote.
    Das wirkte sich nicht nur bei der Vorbereitung aus, sondern auch bei der schriftlichen Prüfung. In mündlichen Prüfungen weniger, da sind Versprecher kein Thema (werden korrigiert), kurzeitige Abschweifungen usw. werden von den Prüfern bemerkt und dann werden diese zum Thema zurückführen.
    Bei schriftlichen Prüfungen sind diese schon bedeutsam: Mir passieren dann überduchschnittlich viele "Schusselfehler", ich übersehe Details usw. Das kann sich nachteilig auswirken. Ich brauche dann Zeit zum Zweimal-Lesen und am Ende zur nochmaligen Korrektur. Auch ist es für mich relativ anstrengend, mir einen Plan zu machen und den systematisch und diszipliniert abzuarbeiten, den auch zeitlich einzuhalten, weil mir viele Gedanken durch den Kopf gehen, was noch alles wichtig wäre etc. Es kann auch passieren, dass ich unter zu großem Zeitdruck unruhg werde und dann eher die Übersicht verliere. Usw.

    Wie Du siehst, gibt es sehr wohl Nachteile. Da ich mit Ausnahme weniger Themen oder Fächer meistens keine schlechten Ergebisse ablieferte, oft sogar überdurchschnittlich gute, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ich benachteiligt sei und Nachteilsausgleich benötigen würde.

    Aus heutiger Sicht sehe ich das aber insofern etwas anders, als das (unbehandelte) ADS mich schon behindert hat, mein Potential voll auszuschöpfen. Ich kann das an verschiedenen konkreten Punkten festmachen. Das wurde mir auch immer in den Zeugnissen bescheinigt, mit Formulierungen wie "Könnte bessere Leitungen erbringen, wenn er wollte", oder "Muss an sich arbeiten, sein Leitungsvermögen ist bei weitem nicht ausgeschöpft", oder "Könnte seine Leistung bedeutend steigern, muss da und dort gewissenhafter werden", etc. Es wurde - wie bei vielen AD(H)S'ler - also angenommen, es läge an meinem "Willen". Das es an ADS lag und den damit zusammenhängenden Einschränkungen, hat niemand gesehen.

    Die Frage ist also, woran man Benachteiligung misst: Ist Benachteiligung schon, wenn man in Folge der Einschränkung sein Potential nicht ausschöpfen kann und unter seinen Möglichkeiten bleibt? Oder ist man erst dann benachteiligt, wenn man keine durchschnittlichen Leistungen mehr bringen kann oder gar die Anforderungen gar nicht mehr schafft?

    Ich denke, dass diese Einschätzung auch sehr individuell ist, d.h., von der Stärke der einschränkenden Symtome abhängt. Und hier wird es von der Einschätzung des Arztes abhängen, wie er das sieht und was er bescheinigt. "Objektive Kriterien" wird es einfach nicht geben, das halte ich auch für unmöglich.

    LG Spezi
    Geändert von Spezi (10.03.2011 um 16:08 Uhr)

  5. #35
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Noch eine Ergänzung:

    Im Prinzip ergibt sich die Antwort aus der Gesamtsituation der Menschen mit AD(H)S in dieser Gesellschaft. Betroffene mit AD(H)S erkranken überdurchnittlich häufig, sind sozial und finanziell im Durchschnitt schlechter gestellt, scheitern überdurchschnittlich häufig in Schulbildung, Ausbildung, Studium und Beruf. Sprich: Menschem mit AD(H)S sind gegenüber anderen im Durchschnitt benachteiligt (natürlich mit starker individueller Streuung!). Das liegt letztlich am System, das ausgesprochen AD(H)S-unfreundlich ist. Das System behindert AD(S)'ler, weil es fordert, das Menschen effizient funktionieren. Menschen mit AD(H)S benötigen für die gleiche Leistungen in diesem System oft deutlich mehr Energie, als andere.

    Prüfungsordnungen entsprechen diesem Prinzip, sie sind Produkte zur "Effizienzmessung des Menschen" nach den Kriterien des Systems. Es liegt nahe, dieses System an die Erfordernisse und Besonderheiten von Menschen mit AD(H)S anzupassen, wenn betroffene Menschen mit dem gleichen Aufwand eine vergleichbare Leistung bringen sollen, wie andere. Und genau das geschieht mit den Ausnahmeregelungen. Und es macht auch Sinn, das im Einzelfall zu klären, ob dies notwenidg ist und wenn ja, in welchen Form. Eine pauschale Antwort darauf kann es nicht geben, da die etwaigen, individuellen Einschränkungen und die konkreten Bedingungen immer unterschiedlich sein werden. Daher ist es schon berechtigt, das mit dem Arzt und der jeweils prüfenden Einrichtung im Einzelfall konkret zu regeln.

    LG Spezi

  6. #36
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    steve schreibt:
    ich kann nur von mir reden ich bin durch jedes kleine geräusch abgelenkt habe immer zeitprobleme und da bei uns die schriftlcihen noten zu 90 % zählen und wir nur einmal die möglichkeit haben eine klausur zu schreiben denke ich das es sinnvoll ist es auf jedenfall mal zu testen..versuch macht klug...das wir die besten sind steht doch außer frage...ich ordne mich nicht bei behindert ein aber wenn ein legesteniker extras bekommt warum dann nicht auch wir?
    Steve, da muss ich dir Recht geben: Gewichtung von 90% und nur ein Versuch... - das sind ja brutale Bedingungen! Da gibt's natürlich nicht viel auszugleichen, das ist klar.Mir fiel übrigens hinterher noch ein, dass ich, glaube ich, bei Klausuren oft Ohrstöpsel benutzt habe, um mich abzuschirmen. Manche kommen mit denen ja nicht klar, bei mir geht's, und das war eine echte Hilfe.


    @ Spezi:

    # Potenzial:
    Ich habe in der Schule (Oberstufe) schon gemerkt, dass ich mein Potenziel nicht ausgeschöpft habe, für's Studium gilt dasselbe. Das hat mich oft frustriert. Mein Hauptstudium war auf einer privaten Akademie, sehr verschultes System mit Anwesenheitspflicht - sehr hilfreich für mich! Aber dann: Den Magister per Fernstudium, uuuh... - Solistendasein pur. Ja, es hat geklappt, aber es war sehr hart, so allein und ohne Struktur. Dass ich dann doch nicht mehr promoviert habe (was erst geplant war), tat mir dann in keiner Weise leid, denn ich war diese Arbeitsform so satt...

    # Klausuren:
    Gut, dass du das noch mal genauer schilderst, wie es dir bei Klausuren ergangen ist, und das wird bei vielen so sein. Einzelnes daraus kenne ich: Schusselfehler z.B. - oder Hyperfocussierung: Ich hab mal in einer Geschichtsarbeit in Klasse 10 eine halbe Seite lang die Breite eines Burggrabens interpretiert... (und den Unsinn nicht bemerkt).

    Aber weißt du, was seltsam ist? Mit manchen anderen dieser Punkte habe ich überhaupt keine Probleme, trotz ADS! Ich habe im Alltag so viel Unordnung im Kopf, das ist schlimm. Aber bei Argumentationen bin ich voll da. Selbst an den schlechtesten Tagen waren meine Klausuren immer noch gut strukturiert, ich konnte den geplanten Aufbau über 2-3 Stunden hinweg im Blick behalten und hab' das alles einfach runtergeschrieben. Nur die Zeiteinteilung, die war manchmal auch bei mir eine Gefahr. Und ich brauchte die Ohrstöpsel.

    Ich frage mich: Wie kann das sein??? Wie kann man mit ADS hier so chaotisch und da so geordnet sein?
    Okay, ich komme damit ab vom eigentlichen Thema, aber das beschäftigt mich. Vielleicht bin ich von daher auch nicht der richtige, um diese Frage hier richtig einzuschätzen.


    Ich hab aber an euch alle, denen es so geht, weiterhin die Frage nach der Medikation, darum noch mal: Ist das mit Medikamenten in Klausuren immer noch so eine Minderleistung?

    LG,

    Elischa








  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    hey elischa.

    also ich versuch mal drauf zu antworten, da ich das ganz anders sehe als du:

    zu 1.: ja,allerdings.ich auf jeden fall.was ja auch absolut logisch ist bei konzentrationsproblemen und leichter ablenkbarkeit.
    bei mir ists so:wenn ich nur ein einziges geräusch höre, das noch so leise ist (räuspern, husten, seite umblättern) ist meine konzentration weg oder zumindest stark vermindert.und das nicht nur kurz,sondern,wenn ich pech hab für die gesamte klausur.habe deshalb schon einmal eine klausur nicht bestanden,die ich dann beim 2.versuch im einzelraum bestanden habe!^^
    aber klar sind die ADHS-symptome bei jedem anders und unterschiedlich stark ausgeprägt.

    zu 2.: es nimmt nicht jeder medis.einige,weil sie noch drauf warten,bis es soweit ist (is bei mir der fall) und andere lehnen diese generell ab,was ich verstehen kann (nebenwirkungen etc).ich persönlich möchte gern mph für prüfungen bekommen. zudem wirken die medis ja nicht bei jedem gleich (gut)...


    zu 3.: sicherlich tun sie das.ohne meine stärken (die du da ua aufzählst) wär ich nicht so weit gekommen,wie ich es bisher bin (hatte mit 18 nur ein abgangszeugnis nach 9. klasse hauptschule,diesen monat schließe ich allerdings meinen bachelor ab....).
    aber:auch wenn mir diese stärken (zb einfallsreichtum, kreativität, analytischer verstand, schnelle aufassungsgabe) zb sehr viel helfen,beispielsweise bei der vorarbeit für eine wissenschaftliche arbeit, so sehr schaden mir dennoch die schwächen,also die negativen ADHS-symptome.denn was bitte nützt mir meine überdurchschnittliche auffassungsgabe,wenn ich mich während einer klausur null konzentieren kann?!-eben.gar nix...

    fazit:ADS/ADHS ist mMn sehr wohl ein guter grund, nachteilsausgleiche zugestanden zu bekommen.ADHSler SIND nun mal benachteiligt in vielerlei hinsicht im vergleich zu normalos, ohne etwas dafür zu können,ohne hoffnung auf "heilung"-also sehe ich persönlich zb nicht ein,auf hilfen zu verzichten, die meine leistungen verbessern können.ich sags mal so:ich bin mir sicher, dass ich ohne meine konzentrationsstörungen einen weitaus besseren schnitt hätte als es aktuell der fall ist.derzeit liegt er bei 2,3 (trotz unfalltrauma, trotz ADHS, trotz etlicher privater sorgen während des studiums plus ständiger körperlicher krankheit im herbst/winter aufgrund miesem imunsystem) und ich wette, wäre ich normal konzentriert, hätte ich eher einen 1er statt nur einen 2er schnitt.und da ich sehr ehrgeizig bin und zu 100% zeigen will,was ich wirklich drauf habe, werd ich jede möglichkeit, die mich dazu bringt,dies zu können, auch nutzen.

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Hallo Flopsy,

    danke! Du hast dir echt Mühe gemacht mit der Antwort und bist auch auf alles eingegangen, das hilft mir da weiter.

    Dass du das "ganz anders siehst" als ich, würde ich so nicht bestätigen. Denn: Das war keine ausgereifte Meinung, die ich geschrieben habe, sondern das waren eben wirklich einfach: Fragen! Und die habt ihr mir zu einem guten Teil inzwischen beantwortet.

    Ich habe mir eben auch mal deinen Thread mit der Reizüberflutung angesehen und das Video aus "senseless". Es ist komisch: In manchem finde ich mich wieder, aber bei Klausuren war's bei mir nie so schlimm wie bei einigen von euch.

    Wenn der Leistungsabfall dann also so katastrophal ist und teilweise auch Ohrstöpsel und/oder Medikamente keine wirkliche Hilfe (oder nicht verfügbar) sind - tja, dann kann ich das mit der deutlichen Benachteiligung verstehen. Ich vermute, dass ich in diesem Bereich als ADS'ler ziemlich gut weggekommen bin und in diesem Fall wahrscheinlich nicht weiß, wie schwer das für euch ist. Komisch - ich hab die Ablenkbarkeit ja auch, und die Geräuschempfindlichkeit. Bei mir gleicht die Hyperfocussierung das wohl zum größten Teil aus.

    Also: Danke für eure Antworten - und eure freundliche Geduld...

    LG,
    Elischa



  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 68

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Spezi,

    noch mal kurz zu deiner Ergänzung: Ich fand das schon vor meiner ADS-Diagnose sehr problematisch und auch irgendwo ungerecht, dass in Schule, Studium, Ausbildung die Qualifikation der Lernenden mit so einseitigen Maßnahmen bewertet wird. Wie oben schon kurz angerissen: Bei den Klausuren im Studium blieben manche regelmäßig in der Note so hinter dem zurück, was sie eigentlich drauf hatten - das ist schon hart. Das waren übrigens bestimmt nicht alles ADS'ler. Ich denke, auch manche anderen sind benachteiligt - z.B. solche, die mit dem Schreiben einfach auf Kriegsfuß stehen (aber auch nicht Legastheniker sind).

    Ich halte unser Bildungssystem in vielem für viel zu steif - und daher auch ein Stück ungerecht.

    LG, Elischa

  10. #40
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Besondere Bedingungen im Studium wegen ADHS

    Elischa schreibt:


    Ich habe mir eben auch mal deinen Thread mit der Reizüberflutung angesehen und das Video aus "senseless". Es ist komisch: In manchem finde ich mich wieder, aber bei Klausuren war's bei mir nie so schlimm wie bei einigen von euch.

    Wenn der Leistungsabfall dann also so katastrophal ist und teilweise auch Ohrstöpsel und/oder Medikamente keine wirkliche Hilfe (oder nicht verfügbar) sind - tja, dann kann ich das mit der deutlichen Benachteiligung verstehen. Ich vermute, dass ich in diesem Bereich als ADS'ler ziemlich gut weggekommen bin und in diesem Fall wahrscheinlich nicht weiß, wie schwer das für euch ist. Komisch - ich hab die Ablenkbarkeit ja auch, und die Geräuschempfindlichkeit. Bei mir gleicht die Hyperfocussierung das wohl zum größten Teil aus.

    hallo nochmal elischa,

    hab ich gern gemacht, nix zu danken.kam mir ganz passend,diese überlegungen, da das seit monaten ein großes thema für mich ist,da ich zu der zeit halt von meinem sehr wahrscheinlichen ADHS erfuhr und bald drauf fing dann auch (dank nahendem studienabschluss und liegengebliebener arbeiten) mein übelster stress an...da denk ich automatisch über solche fragen nach.

    zu dem senseless-video:exakt so ergeht es mir an einem miesen tag bei ner klausur.oder an einem nicht gaaanz soo guten tag mit zu-leicht-abgelenkt-sein.
    aber:das mit dem hyperfokus kenn ich natürlich auch.auch von klausuren.aber der tritt bei mir ja nur auf,wenn ich ein thema total liebe-und auch dann nicht immer.an nem miesen tag stellt sich der hyperfokus bei mir gar nicht erst ein.dann habe ich selbst wenns um mein lieblingsthema bzw mein schwerpunkt geht (ethik) absolut keine chance aufn klaren gedanken...

    LG
    flopsi80

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