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Diskutiere im Thema Wie "Lernen" lernen? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    Wie "Lernen" lernen?

    Hi, wie man sieht, bin ich momentan ziemlich aktiv im Forum und nicht nur in diesen, sondern in diversen.

    Dabei hab ich eigentlich wesentlich wichtigere Dinge zu tun, nämlich mich auf die Prüfungen vorzubereiten.

    Ich habe jetzt erst festgestellt, dass ich es anscheinend nie gelernt habe zu "Lernen". Mir fehlt es dabei hauptsächlich an der Disziplin. Wenn ich es doch mal schaffe mich hinzusetzen, komm ich eig gut voran und der "Berg" wird gleich überschaubarer, doch das habe ich in den letzten Wochen vill 1x die Woche geschafft.

    Studiert hier vielleicht noch jemand und hatte anfangs auch so immense Probleme sich aufs Lernen zu konzentrieren bzw. überhaupt erst einzulassen?

    Und jetzt wo noch der ADHS Verdacht aufkommt, ruh ich mich noch mehr darauf aus, ich habe ja krankheitsbedingt damit Schwierigkeiten etc.

    Dabei interessieren mich die zu lernenden Sachen eigentlich sehr, trotzdem klappts momentan gar nicht.

    Wäre extrem hilfreich, wenn mir jemand Tips geben kann, wie man sich selbst am besten zum Lernen "überredet".

    Was ich zu hätte um mir das alles zu vereinfachen, z.b. in die Bib zu gehen, um gar nicht erst in Versuchung zu kommen wieder in div. Foren zu schreiben und ähnliches funktionieren schon ganz gut, nur ich TUE ES SCHLICHT nicht...^^

    LG, Tuber!

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 56
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Hallo tuber,
    Du kannst natürlich immer sagen, es kann ja nicht funktionieren...

    Aber du kannst auch ganz systematisch ( fällt schwer, ich weiß ) heruaszufnden, wann die Zeit für Dich günstig ist, zu arbeiten.
    Bei mir war das lange Zeit zwischen 19-24 Uhr, also tagsüber studieren, zwischen 15-und 18 Uhr Sport / ausruhen und Essen und dann an den Schreibtisch.
    Dann ins Bett. Austehen 6.30Uhr. Es braucht Disziplin. Und Freizeit. Zur Belohnung darfst du feiern und fliegen, wenn geschafft ist. Nicht vorher und auch nicht anstatt. Das ist alles.
    Kleine Häppchen, die nächste Klausur, Hausarbeit, Prüfung..., immer nur eines nach dem anderen, genug schlafen und was du sonst noch brauchst.
    Viel Erfolg, schreib mal, wenn du es ausprobierst, wenn du willst, begleite ich Dich ein Stück.
    Gruß Frauke
    Geändert von Frauke (19.02.2011 um 23:03 Uhr) Grund: Fehler

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Weil ich gerade etwas wortkarg aber dennoch mitteilungsbedürftig bin, wird das hier etwas kurz ausfallen:

    1. Ich find es erstaunlich, dass jemand der studiert, nicht weiß wie man lernt. Ich halte es sogar für ausgeschlossen .
    2. Auf banaler Ebene muss festgestellt werden, dass jeder Mensch "ständig" lernt, ob er will oder nicht.
    3. Jeder Mensch hat seine eigene Art Dinge gut zu lernen. Bis zu einem bestimmten Punkt gibt es dafür allgemeine Tipps, aber gerade bei sehr speziellen Menschen ist die Frustration immer groß, wenn diese Tipps nicht anschlagen. Du kannst natürlich gucken wie es andere machen, aber am Ende solltest du dich auch auf dich selbst Konzentrieren. Was kann ich schaffen, was soll ich tun?
    4. Du solltest kein schlechtes Gefühl beim Lernen haben. Man hört zwar immer davon, dass es manchmal "schmerzhaft" ist und auch sein muss, bzw. dass es viel überwindung kostet, sollte aber nicht vergessen, dass man sich gerade mit solchen Dingen im Weg stehen kann. Besonders schlimm sind diejenigen, die die Ganze Nacht durch gelernt haben, jedoch bei der Präsentation ihres Wissens (wie auch immer) vollkommen versagen. Dabei spielen Dinge wie Emotionalität und auch VItalität eine vordergründige Rolle! (Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch diejenigen, die aus Nichts ne Menge machen können

    Wenn du der Meinung bist, dass du dir nicht anders helfen kannst, dann lass dir helfen..

    PS: Studiere auch und Ritalin hilft sehr. Da Neurologen selbst Akademiker sind, werden sie dich auch verstehen, ausser sie halten nichts von Ritalin, und dann würde es genau diese Spezialisten nicht geben

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Erstmal danke für eure Antworten.

    Also mit "Lernen" lernen wollte ich eig nur ausdrücken, wie schaffe ich es mich so zu organisieren, dass ich mich einfach mal hinsetze und etwas mache. Wurde halt vor meinem Studium nie wirklich gezwungen etwas zu machen, beim Abitur und meiner Ausbildung hat die alleinige Anwesenheit ausgereicht um über ausreichend Wissen zu verfügen, die Prüfungen bestehen zu können.

    @ Sghrn: Ich warte halt irgendwie jetzt nur darauf bis am 8.März meine Diagnose gestellt wird und ich endlich Ritalin bekomme. Sicher wird es vieles vereinfachen, momentan feuern meine Neuronen aus allen Richtungen und es herscht ein gewaltiges Chaos in meinem Kopf, aber ich weiß eig ganz genau, dass ich vielleicht nicht mit meinem vollen "Potential" arbeiten kann, aber es dennoch ausreicht um mich zumindest 2-3 Stunden mal hinzusetzen. Momentan mach ich irgendwie gar nichts, außer irgendwelches sinnloses Zeug^^

    @Frauke: Ich glaube genau sowas was du sagst würde mir helfen, aber selbst da steh ich mir noch total im Weg. Ich denke ich habe mein "Verhaltensmuster" einfach so stark eingeprägt, dass ich von mir erwarte, wenn ich einmal eine Struktur wie du sie z.b. vorschlägst es auch in Zukunft immer so klappt. Dass es besonders anfangs jedes Mal ein Kampf sein wird, diesen "Plant" auch einzuhalten und man eig immer seinen Schweinehung überwinden muss ist mir zwar irgendwie auch klar, aber....ach keine Ahnung. Bin gerade so müde und kann das gerad nicht so ganz beschreiben.

    Nochmals danke für eure Beiträge und versuche es morgen nochmal^^

    LG Tuber!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Wie gesagt.. Wohlbefinden ist da ein ganz wichtiger Schritt.. Aber es ist eben auch nicht unbedingt die "Herkunft" oder die erste Ursache.. Was mir meine Erfahrung sagt, ist, dass ich meinen extremen Selbsthass aufgeben musste. Ich hab mir ständig für alles die Schuld gegeben. Es gibt ja tatsäcblich Krankheitsbilder, bei denen der Leidende sich selbst verantwortlich macht für Kriege oder andere schlimme Ereignisse. Klar, das hört sich extrem an, aber man muss wohl einfach akzeptieren, dass ein paar Menschen in unserer Gesellschaft einfach Medikamente nehmen müssen, um klar zu kommen.. Das ist im moment eigentlich das einzige, was mich derzeit noch einigermaßen bedrückt. Ich weiß, dass ich etwas vom Thema abweiche, aber es muss gesagt werden
    Es gibt momente, in denen ich mir sage, ich bin stark, weil ich mir Hilfe geholt hab, aber manchmal denke ich mir sogar, dass es gar unfair den anderen gegenüber ist...
    Ich kann dir nur raten, dich auf die Sache einzulassen und dennoch so sachlich wie möglich daran zu gehen.. Aber das ist auch nur meine Erfahrung
    Hoffe für dich, dass es dir helfen kann und dass du deine Vorhaben nicht mehr als sinnloses Zeug betrachtest

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 574

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Ich kann dazu auch nur sagen, bisher habe ich vor dem Studium noch nie wirklich lernen müssen, es war bisher alles aus reiner Logik verständlich in der Schulzeit (obwohl ich gut die Hälfte der Zeit einfach nicht da war und einen riesigen Stress hatte, meine aus Faulheit entstandenen Fehlstunden zu entschuldigen)

    Das erste Semester ging auch noch, da war noch diese Übermotivation vorhanden, ich wusste noch net wie alles ablief, es war noch nicht langweilig. Ich habe zwar auch nicht für die Klausuren gelernt, aber ich habe sie locker bestanden, ein Fach sogar ohne dass ich jemals da war, und in der Prüfung eine halbe Stunde zu spät da war o0

    Ab dem zweiten Semester ging es eigendlich nur noch bergab, da mir das Interesse fehlte und ich mich gefragt habe, warum ich überhaupt Mathe studiere. (Antwort: Weil ich keinen Platz für Medizin bekommen habe und mich um keine Alternative gekümmert hatte, also blieb Mathe als Möglichkeit, da ich es immer in der Schule konnte und die Einschreibung ohne irgendwelche Hürden möglich war, damit mich meine Eltern in Ruhe gelassen haben (selbst beides Mathematiker ...))

    Da ich aber gleichzeitig immer mehr in die Situation kam, dass ich was tun muss, aber nie lange dran bleiben konnte. Es war einfach nur ätzend, konnte net konzentrieren, muss bewegen, aber eigendlich keine Zeit bei dem vielen Stoff, aber muss irgendwas tun. (Ja, man merkt, wie es mir geht/ging)

    Naja, ich bin mittlerweile im 3ten Semester, habe schon viel zu viele Klausuren, da ich vieles zu weit aufgeschoben habe durch Atteste verschieben müssen, da ich net lange genug konzentriert sein konnte zum lernen und so weiter.

    Ich bin jetzt noch an Mathe dran, aber auch gleichzeitig schon, nach etwas am suchen, was mich einfach mehr Interessiert, weil die Hauptfrage bei Mathe war bei mir immer: "Wofür brauche ich das nun im echten Leben?"

    Mittlerweile habe ich meine Diagnose, aber noch absolut keinen Therapie / Medikamentansatz und frage mich was ich eigendlich in der Zeit mache, die ich irgendwas fürs Studium tun wollte.

    Aber das Lernen lernen, ist mein großes Problem, was aber wohl in der Familie liegt, weil mein Vater auch zu Beginn vom Studium einen richtig miesen Start hatte, eben weil er vorher nie hatte lernen müssen. Ich habe aber im Gegenzug einfach nicht diese Selbstdiziplin, bzw. mache auch etwas, wofür ich mich nur sehr bedingt für einige wenige Teilbereiche interessiere, die aber jedoch nicht Prüfungsrelevant sind, also es mir nix nützen würde.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 419

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Stellt sich natürlich die Frage, ob du nicht lernst, weil es dir keinen Spaß macht oder weil du durchs Syndrom verhindert bist
    (oder natürlich beides..)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Exul schreibt:
    Ich kann dazu auch nur sagen, bisher habe ich vor dem Studium noch nie wirklich lernen müssen, es war bisher alles aus reiner Logik verständlich in der Schulzeit (obwohl ich gut die Hälfte der Zeit einfach nicht da war und einen riesigen Stress hatte, meine aus Faulheit entstandenen Fehlstunden zu entschuldigen)

    Das erste Semester ging auch noch, da war noch diese Übermotivation vorhanden, ich wusste noch net wie alles ablief, es war noch nicht langweilig. Ich habe zwar auch nicht für die Klausuren gelernt, aber ich habe sie locker bestanden, ein Fach sogar ohne dass ich jemals da war, und in der Prüfung eine halbe Stunde zu spät da war o0

    Ab dem zweiten Semester ging es eigendlich nur noch bergab, da mir das Interesse fehlte und ich mich gefragt habe, warum ich überhaupt Mathe studiere. (Antwort: Weil ich keinen Platz für Medizin bekommen habe und mich um keine Alternative gekümmert hatte, also blieb Mathe als Möglichkeit, da ich es immer in der Schule konnte und die Einschreibung ohne irgendwelche Hürden möglich war, damit mich meine Eltern in Ruhe gelassen haben (selbst beides Mathematiker ...))

    Da ich aber gleichzeitig immer mehr in die Situation kam, dass ich was tun muss, aber nie lange dran bleiben konnte. Es war einfach nur ätzend, konnte net konzentrieren, muss bewegen, aber eigendlich keine Zeit bei dem vielen Stoff, aber muss irgendwas tun. (Ja, man merkt, wie es mir geht/ging)

    Naja, ich bin mittlerweile im 3ten Semester, habe schon viel zu viele Klausuren, da ich vieles zu weit aufgeschoben habe durch Atteste verschieben müssen, da ich net lange genug konzentriert sein konnte zum lernen und so weiter.

    Ich bin jetzt noch an Mathe dran, aber auch gleichzeitig schon, nach etwas am suchen, was mich einfach mehr Interessiert, weil die Hauptfrage bei Mathe war bei mir immer: "Wofür brauche ich das nun im echten Leben?"

    Mittlerweile habe ich meine Diagnose, aber noch absolut keinen Therapie / Medikamentansatz und frage mich was ich eigendlich in der Zeit mache, die ich irgendwas fürs Studium tun wollte.

    Aber das Lernen lernen, ist mein großes Problem, was aber wohl in der Familie liegt, weil mein Vater auch zu Beginn vom Studium einen richtig miesen Start hatte, eben weil er vorher nie hatte lernen müssen. Ich habe aber im Gegenzug einfach nicht diese Selbstdiziplin, bzw. mache auch etwas, wofür ich mich nur sehr bedingt für einige wenige Teilbereiche interessiere, die aber jedoch nicht Prüfungsrelevant sind, also es mir nix nützen würde.
    Das was du so schreibst könnte glatt von mir stammen, nur das wir im Medizinstudium von Anfang an gefordert wurden und sogar das von Semester 1 an. Und ich studiere nur mit so 1,0ern und bislang keinen kennengelernt, der das alles schafft, ohne irgendwas zu tun.

    Hab auch nie wirklich intensiv lernen müssen, kam aber auch deshalb kein 1,0 Schnitt bei rum, weil jemand der nicht lernt für viele Lehrer einfach gar nicht erst gut abschneiden darf. Ausserdem war ich ein schulbekannter "kiff-Chaot", wenn man einmal diesen Stempel aufgedrückt bekommt....und sich dann auch dementsprechend verhält, also nur zu 50% anwesend ist etc. kommt man da nicht mehr so leicht rauß.

    Bei mir wars halt so, dass ich irgendwie ständig verliebt war und meine Gedanken sich eig immer nur darum kreisten, die Vorlesungen meide ich ja momentan schon sicherheitshalber, damit ich mir nicht wieder eine "auserwähle" ausqucke, in meinen anderen Gruppen ist gott sei Dank niemand der mich interessiert.

    Hinzu kommt, dass mich z.b. Biochemie eig total interessiert, wollte schon immer wissen wie das Leben im Detail funktioniert. Auch meine Motivation es durchzuziehen ist im Kopf rel. hoch, weiß schon genau worauf ich mich spezialisieren will, weiß dass mir der Beruf viel Freude bereiten wird und fühle mich genau richtig.

    Trotzdem sitz ich jetzt schon wieder seitdem ich wach bin vorm PC und disktutier in 10versch Foren über Gott und die Welt, aber nichts medizinrelevantes....

    ADHS ja schön und gut, aber anscheinend kann ich mich ja auf irgendwas konzentrieren, sonst könnte ich ja nicht so einen langen Text zustande bekommen. Ich glaub halt, dass ich nur Probleme habe, wenn etwas "unbequem" wird. Es geht mir halt so auf die Nerven, dass ich nicht nur nicht "wenig" tue, ich mach einfach GAR NIX...
    Was ich auch noch erwähnen sollte, mein Dad bekam irgendwann im letzten Herbs die Diagnose Krebs und bin dann zirka 6Wochen gar nicht mehr hingegangen und hat mich kurzzeitig wieder total aus der Bahn geworden, sprich für einen "Rückfall" gesorgt. Hatte dann so krasse Ängste entwickelt, die würde mich wieder raußschmeißen usw, dass ich eig stolz sein kann, jetzt zumindest was Angst/Depressionen betrifft einen riesen Schritt weitergekommen zu sein.

    Kann mir das nur so erklären, dass ich mir dieses Verhalten so stark eingetrichtet habe und erwarte das alles im Kopf zu lösen, was nicht funktionieren wird. Ich muss mit einer Vielzahl kleiner Schritte mich die nächsten Wochen/Monate immer wieder neu motivieren, jeden Tag einen Plan machen etc.

    Ich versuch sowieso immer alles im Kopf zu lösen, dass das nunmal nicht möglich habe ich eig oft genug "erfahren" müssen.

    Wenn ich mir meinen Text so durchlese merk ich ein wenig, wie Durcheinander ich eigentlich bin. Also so toll klappt das auch in den Foren anscheinend nicht. Wenn ich mir meine Texte nicht noch 5x durchlesen würde, bevor ich sie abschicke, kämen dabei sicher teilweise sehr abstruse Geschichten bei rum^^

    Nunja, ich werd gleich erstmal zumindest meine Sachen ordnen (Aufzeichnungen, Scripte, Bücher und son Kram). Und mir jetzt heute eine Zeit setzen wo ich mich einfach mal hinsetze. 16:00 Uhr klingt realistisch, wobei ich eig jetzt schon weiß, dass es 15:00 17:00 sein wird usw....

    Ach mann, würd gerne jetzt schon Ritalin ausprobieren, hoffe so sehr, dass es mir hilft, aber was man hier so liest, so scheint es ja doch den meißten sehr gut zu helfen...

    Naja, danke erstmal für eure Antworten!

    @Sghrn: Ich denke es macht mir wegen der Symptomatik keinen Spaß. Also beides. Würd es mir nicht so schwer fallen, mich auf eine Sache einzulassen, würds mir auch viel mehr Spaß machen. Es ist ja nicht der Stoff an sich der mir den Spaß nimmt, sondern das Drumherum.

    Hinzu kommt noch die rießen Differenz zwischen meinen eigenen Erwartungen und dem was ich tatsächlich leiste usw. Dann noch die Diagnose, die mir einerseits hilft mein Leben zu erklären mich andererseits stink sauer macht, dass ich trotz 1000 Therapien noch nicht mit ADHS konfrontiert worden bin. Hatte was Ärzte/Therapeute anbelangt wohl großes Pech.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 703

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    hey,

    ja das kommt mir auch bekannt vor.ich hab vor meinem studium auch nicht gelernt.also nicht fürs abi oder sonst irgendwie für die schule.mein "lernen",das man eben nicht so nennen kann,bestand damals in halbherzigen versuchen,mathe zu raffen-erfolgslos,tippe auf dyskalkulie.das,was mir sehr gut lag,musste ich ja eh net lernen,philosophie zb hab ich nur zum spaß wiederholt und durchgelesen(ist eins meiner derzeitigen studienfächer).hatte auch so ganz ohne lernen nen 2,8 abischnitt,ich weiß,toll is das nicht,eher mies...
    naja egal,meinen gewünschten studienplatz hab ich trotzdem bekommen.und anner uni musste ich dann auch das lernen lernen.
    wie ich das gemacht hab?na mich hingesetzt,die texte gelesen und zusammengefasst und mir immer wieder laut vorgelesen...oder die anderen erkärt..oder sie per diktiergerät immer wieder angehört.
    wenn man den erfolg will,tut man mMn-irgendwann-automatisch was dafür.egal,wie hart es ist.schließlich ist man ja freiwillig an der uni...
    hat man allerdings null motivation,in seinen fächern was zu leisten,würd ich drüber nachdenken,ob ich das richtige studiere und obs nicht vllt gut wär,zu wechseln.

    LG
    flopsi

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Wie "Lernen" lernen?

    Hey na,

    ich habe auch massive schwierigkeiten mit dem lernen lernen ....aber ich mach fortschritte.

    trotzdem studiere ich und hab mein abitur gemacht.

    was wirklich hilft ist eine zusammenfassung zu schaffen und mindmaps anzulegen.

    einfach struktur in die sache zu bringen.

    trotzdem brauche ich auch mehr zeit und lenke mich ständig ab. aber hey das tun andere auch

    mach viele kleine lerneinheiten in der prüfungsphase und verurteil dich nicht.

    wenn du stimmungsschwankungen hast führ gefühlsprotokolle

    - auslöser für das gefühl

    - interpretation

    - körperbeobachtung

    - handlungsimpuls

    -was ich wirklich getan habe

    - weiterführende gefühle und gedanken

    das hiilft dir den kopf freier zu haben, auch langfristig

    ich lerne lieber zu hause als in der bib. hier fühle ich mich wohler und manchmal kommen kommilitonen zum lernen.

    viell hiflt es dir auch einfach gegenüber von jnd an einem tisch zu sitzen auch wenn ihr andere themen bearbeitet.

    außerdm helfen mir bestimmte lieber die ich auf repeat habe.

    iich höre meist the xx

    gib aus last fm eine beruhigende band ein und dann kommen ähnliche titel.

    alles nur ideen aber anders gehts auch bei mir nicht.

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