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Diskutiere im Thema ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus! im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.110

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    Man kann schon alles auseinanderdröseln, dann findet auch jeder ein Stück Wahrheit für sich.
    Aber wenn die Frau Doktor von Prokrastination redet und diesen Studenten als Beispiel aufführt,
    finde ich das glatt daneben.
    Wobei mir nicht ganz klar ist ob der Student nun ADS hat oder nicht. Aber das ist mir in diesem Fall
    so hoch wie breit

  2. #12
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.735

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    Nightshadow schreibt:

    Der ADHSler ist (so denkt sich in etwa diese Frau Doktor das) eben zu dumm für dieses Studium, und deshalb soll er es sein lassen.
    Sie sagt nicht, dass derjenige zu dumm war, sondern dass er sein Studium nicht begriffen hat.
    Das meint: wenn du vom Studium ein bestimmtes Bild hast, eine Meinung/Einstellung, ein Vorurteil, wie ein Studium organisiert ist, welche außerfachlichen Ansprüche an dich gestellt werden, wie vielleicht sogar die berufliche Umsetzung ausschauen könnte - und wenn diese Meinung/Einstellung nicht der Realität entspricht, dann wirst du auch nicht in der Lage sein, dir dein Studium entsprechend zu organisieren etc etc.

    Und dass muss dann tatsächlich nix mit ADHS zu tun haben oder so. Auch ein Nicht-ADHSler kann sich im Leben verhäddern, so dass er anfängt zu prokrastinieren. Wenn man es in dem Fall schafft, den Mechanismus, d.h. die Ursachen zu durchschauen, welche den Auslöser für das prokrastinierende Verhalten bilden, und wenn man die Ursache auflösen kann, dann kommt man auch aus dem prokrastinierenden Verhalten raus. Und das ohne ADHS-Medikation.

    Im Gegensatz dazu wird ein ADHSler unabhängig von solchen besonderen Ursachen, immer wieder in prokrastinierendes Verhalten fallen. Der ADHSler/Die ADHSlerin wird immer und immer ein bestimmtes therapeutisches Gerüst brauchen (Verhaltenstherapie, Medikation etc.), um das prokrastinierende Verhalten (den Hirnzustand, der in prokrastinierendes Verhalten steuert) vermeiden oder abmildern zu können.

    Ob ADHS oder nicht, jeder hat seine Stärken und Schwächen. Und wenn man auch ohne ADHS aus irgendwelchen Denkfehlern heraus auf Stein und Bein etwas durchziehen möchte, das den eigenen Schwächen entspricht, dann wird man auch ohne ADHS mit der Zeit ausbrennen, depressiv werden und in prokrastinierendes Verhalten verfallen.

    Der ADHSler hat auch Stärken und Schwächen ... UND er/sie/es hat das Problem, durch die neurobiologische Störung einen sehr erschwerten Zugriff auf die eigenen Stärken zu haben. Was wiederum dazu führt, dass die ADHS auch bei den Stärken zur Prokrastination führt (symptomatisch hört man dann den Spruch "du kannst doch, wenn du willst" ...).

    Dafür will die Ärztin hier sensibel machen so wie ich es verstehe.
    Sagt doch sogar, wie sehr wir hier in Deutschland noch hinterherhinkten. Bei uns wurde das noch nicht ernst genommen, weil eben jeder mal etwas verschleppt und "Aufschieberitits" bekommt.

    Woanders war man weiter und hat dem Kind schon länger einen Namen geben können. Eben Prokrastination.

    Was dann wiederum bei Laien missverstanden wird, da Prokrastination ein Symptom ist und keine eigenständige Krankheit. Ein Symptom wiederum kann verschiedene Ursachen haben. Und es gilt, diese Ursache zu finden. Nix anderes sagt die Ärztin hier.

  3. #13
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.735

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    Elisa.beth schreibt:
    Ahhhh Bingo!!!!
    der Link startet ab Minute 10, deswegen hatte ich mich auch gewundert warum so viel fehlt.

    Also einfach das Video von Anfang an schauen...dann kommt auch das ADHS...
    OK, dann muss ich etwas relativieren:

    Sie meint, wenn man seine Ausbildung/sein Studium nicht geschafft hat, dann wäre das ADHS im Erwachsenenalter nicht mehr ganz so schlimm. Das kann man so pauschal nicht sagen!

    Sie sagt aber NICHT, dass es die ADHS nicht gibt. Sie sagt durch ihr Beispiel des Akademikers, dass es Leute gibt, die nicht erwägung ziehen, dass es andere Ursachen/Lösungen für ihre Probleme gibt, sondern sich eine Erkrankung schnappen und damit die Verantwortung für das eigene Verhalten auf diese Erkrankung schieben.

    Ja, sie benutzt tatsächlich den Begriff "Lifestyle-Erkrankung" in Zusammenhang mit der ADHS. Was sie allerdings vielleicht etwas deutlicher machen könnte ist, dass der Begriff/das Etikett aus der Sichtweise des Etikettensuchers gemeint ist. Sie selber nimmt die Erkrankung für mein Verständnis durchaus ernst.
    Sie erwähnt am Anfang, dass Kinder dagegen auch Medikamente bekommen. Sie sagt mit ironischer Überbetonung für die Dritte Person "oh, das böse Ritalin". Und sagt dann aber ganz klar und unironisch, dass es den Kindern hilft und damit nützlich ist. Punkt.

    Mein etwas modifiziertes Resumé: die Tatsache, dass Erwachsene mit ADHS zwar noch eine Ausbildung/ein Studium schaffen und dann aber im Anschluss an der ADHS zusammenbrechen können, dass Erwachsene aufgrund der ADHS noch nicht einmal eine Ausbildung schaffen, dass geht in ihrem Vortrag unter bzw. verflacht durch die o.g. Aussage.

  4. #14
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 509

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    Ich finde das gar nicht so verkehrt, was sie sagt.

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 103

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    Naja. Dieser Fred ist jetzt auch nicht gerade der Heilige Gral dessen, was ADHS ausmacht. Wobei sich web4heals hier (beim genauen hinhören) auch nicht mit Ruhm bekleckert. Ich kann dieses Gekreische ohnehin nicht verstehen. Wenn ich ADHS habe, dann hab ich das halt. Falls Metzgermeister Alois Hanfstängel meint, dass das nicht so sei, dann sei ihm seine Meinung vergönnt. Nur leben damit, das muß ich. Und besagte Dame spricht ja auch von gewissen 'Modeerscheinungen'. Was ja auch bekanntlich der Wahrheit entspricht.
    Ich denke nicht, dass besagte Ärztin einem Menschen mit ADHS und dessen einhergehenden Einschränkungen, die Diagnose verweigern würde.

  6. #16
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 73

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    Pepperpence schreibt:
    Ich finde das gar nicht so verkehrt, was sie sagt.
    Finde ich auch.
    Unterhaltsam vorgetragen, wie ich finde in einem typischen TED-Talk Stil (inkl. Vortragsteppich auf dem Boden ), und aufgrund der Kürze und Würze zwangsläufig auch ein bisschen oberflächlich und unvollständig. Eben passend um der Otto-Normal-Bevölkerung ein paar stigmatisierte Themen etwas näher zu bringen.
    Nicht gedacht oder geeignet für Betroffene.

  7. #17
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.735

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    MyName schreibt:
    Unterhaltsam vorgetragen, wie ich finde in einem typischen TED-Talk Stil (inkl. Vortragsteppich auf dem Boden )
    Den Vergleich hatte ich auch schon in der Tastatru klemmen

  8. #18
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 729

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    hypie1 schreibt:
    Keine annähernd sympathische Erscheinung.Und sie sollte selbst mal Ausdauersport treiben finde ich.



    DAS hab ich auch gedacht! Aber wer weiß, vielleicht macht sie es ja u hat irgendeine ominöse Stoffwechselstörung und/oder geht nach dem Sport erstmal bei Mc Doof futtern.


    @alle: Ansonsten habe ich es so verstanden, dass sie Beispiele dafür bringen wollte, dass auch Leute zu ihr kommen, die gerne eine bestimmte Diagnose haben wollen ohne krank zu sein . Völlig daneben fand ich es aber, dass sie den Prof. Dr., der eine ADHS-Diagnose haben wollte, um seine Ehefrau zu beruhigen, nahezu identifizierbar machte - es fehlte nur noch der Name. Und ebenso daneben fand ich ihre Meinung zu der Frau mit dem "Burn-Out", die nicht zu ihrem Freund in eine andere Stadt ziehen wollte, weil sie sich auf der Arbeit für unersetzbar hielt. Dass dahinter evtl. ganz andere Ängste stehen könnten, auf die Idee scheint Frau Dr. nicht zu kommen. Nun ja, sie scheint ja auch nur für die Stellung von Diagnosen zuständig zu sein und nicht selbst auch Therapien durchzuführen....
    Geändert von Hyper80 (28.08.2017 um 00:11 Uhr)

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.631

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    ADHS als Lifestyle-Erkrankung zu bezeichnen ist einfach panne; das kann man noch so sehr gesundbeten.

    (Auch ist Prokastination ein Symptom, das bei vielen Störungen auftritt, zb. ADHS oder Depression oder oder, und stellt also keineswegs eine eigene Lifestyle-Erkrankung dar.)

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 509

    AW: ADHS-Ambulanz der Uniklinik Ulm schlägt dem Fass (mal wieder) den Boden aus!

    Hyper80 schreibt:



    DAS hab ich auch gedacht! Aber wer weiß, vielleicht macht sie es ja u hat irgendeine ominöse Stoffwechselstörung und/oder geht nach dem Sport erstmal bei Mc Doof futtern.
    Ja, danke für das Gespräch.Empfindlichkeiten bei den eigenen Diagnosen pflegen und ansonsten schön auf die üblichen Vorurteile zurückgreifen. Kaum ist jemand minimal übergewichtig, ist er natürlich unsportlich und rennt jeden Tag nach dem Sport zu McDonalds.

    So wie ADHSler alles nur stinkfaule Studenten sind die simulieren um Drogen verschrieben zu bekommen, gell?

    Nur mal so am Rande: Sport kann man auch mit ein paar Kilos mehr treiben. Es geht ja um die Gesundheit und nicht um die Optik, oder etwa nicht?
    Geändert von Pepperpence (29.08.2017 um 03:15 Uhr)

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