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Diskutiere im Thema Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich" im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Lokalpatriot

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 303

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    @Darina: das stimmt. Hätte ich so gedacht, aber leider gibt es auch bei den Ärzten schwarze Schafe. Ist unfassbar - aber ist so

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    klippklar schreibt:
    Für mich hat das Argument noch am wenigsten Bedeutung. Ich glaube die allerwenigsten Eltern gehen so sorglos mit ihren Kindern um. Und die, die sorglos mit ihren Kindern umgehen, denen ist es noch eher egal wenn die Kinder zappeln und nicht "normal" sind.
    Und die mit mangelndem Wissen gehen erfahrungsgemäß eher in die Richtung "ADHS gibt es nicht".
    Ich bin jetzt nicht sicher ob ich Dich da richtig verstanden habe, daher frage ich nochmal nach:

    Wie genau meinst Du das mit dem sorglosen Umgang? Meinst Du das im Zusammenhang mit der Bequemlichkeit? Die bezog ich da eher auf Ärzte die ohne fundierte Diagnose mal eben schnell Medikamente verschreiben. Ob es sie wirklich gibt? Keine Ahnung. Es wird doch aber ständig darüber spekuliert.

    Ist mit sorglos eigentlich verantwortungslos gemeint? Sorglos muss m.E. nicht unbedingt und automatisch negativ sein.

    Und wenn Du das so gemeint hast, dann muss ich leider sagen, dass ich viel zu oft die Erfahrung machen musste, dass gerade eher verantwortungslose Eltern oftmals ein größeres Interesse haben ihre Kinder "ruhig zu stellen" ob nun mit ;Medikamenten, erhöhtem Fernsehkonsum oder was auch immer. Und das ist für mich dann wiederum auch Bequemlichkeit.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    Ich stelle jetzt mal ganz provokant folgende Fragen :

    Was ist eigentlich "normal"? Alles was der Norm entspricht, die sich irgendwer irgendwann mal überlegt hat?

    Wer entscheidet das?

    Bin ich nicht normal, "nur" weil ich finde, dass viele Normen eigentlich total bescheuert und engstirnig und genau betrachtet eigentlich wider der menschlichen Natur sind und ich daher Schwierigkeiten habe mich ihnen anzupassen?

    Habe ich deshalb häufig den Wunsch, einfach weg zu wollen? Das mich alle mal am Popo können?

    @Darina: Ich sehe die Gefahr, das unsichere oder eben auch bequeme Eltern mit einem "normalen" Kind an einen "schlechten" Arzt geraten, der ohne fundierte Diagnostik Medikamente verschreibt. Denn ja...auch unter den Ärzten gibt es schwarze Schafe, ob nun bewusst oder aufgrund fehlendem Wissen. Wenn wir davon ausgehen, dass es Ärzte gibt, die trotz eindeutiger Symptome keine ADHS diagnostizieren wollen, dann wird m.E. mit großer Wahrscheinlichkeit auch das Gegenteil der Fall sein.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    Ich verstehe ehrlich nicht, warum hier so oft von "ruhig stellen" der "normalen" Kindern die Rede ist. MPD ist ein Stimulanz. Es bedeutet also, dass es normale Kinder aufpuschen und nicht ruhig stellen würde. Bei den ADHSlern wirkt es entgegengesetzt. Bei mir ist es z.B. so, dass mich Kaffee beruhigt und nicht "wach" macht.
    Ich würde eher auf die Krankenkassen schimpfen als auf "schwarze Schafe" bei den Ärzten, denn Tatsache ist doch, dass Ergotherapie bei ADSlern so gut wie nie bewilligt wird. Verhaltenstherapie nur für maximal 80 (?) Stunden, Medikamente hingegen oben end. Da liegt der Fehler!!!

    Und selbst wenn ein Kind kein ADHS hat sondern "nur" eine Anpassungsstörung (vielleicht auch aufgrund von doofen inkompetenten Eltern) was ist so schlimm daran, wenn es im Rahmen einer Spieltherapie behandelt wird? Ich bin ehrlich, ich sehe die Tendenz nicht, dass wegen jeder Kleinigkeit zum Psychologen gerannt wird. Kenne auch aus Erzählungen von meiner Mutter, dass es wirklich schwierig war und sie wirklich mehrere Nervenzusammenbrüche inkl. Heulkrämpfe hatte. Uns beiden wäre so einiges erspart geblieben, wenn ADHS damals hätte diagnostiziert und behandelt werden können.

    @@Lady die Eltern leben aber nun mal nicht im Kokon, es gibt noch andere Bezugspersonen, die ihnen Rückmeldung geben können. Und spätestens wenn nach einem 3/4 Jahr kein Therapieerfolg eintritt wird man als Elternteil doch wohl hellhörig und holt sich eine zweite Meinung ein.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Psychiater in Bezug auf ADHS im Kinder und Jugendalter durchaus sehr kompetent sind und auf eine Multimodale Therapie setzen (kenne drei). Was Therapie für Erwachsene ADSler betrifft hab ich da leider noch niemanden gefunden, der mir zumindest eine "vernünftige" Diagnostik anbieten konnte.
    Geändert von Darina ( 8.06.2016 um 13:26 Uhr)

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    Ich sehe immer häufiger, das auch rein die Schulnoten das Kind zum Arzt befördern. Die Angst das der Bildungsabschluss für das Kind nicht ausreicht um ein finanziell gutes Leben zu führen, lässt viele von überhöhten Erwartungen ausgehen.

    Ausserdem ist es einigen Eltern auch völlig unverständlich, wieso das Kind trotz bester Versorgung in Sachen Bildung so unruhig oder gar überfordert und zurückgezogen ist. Alle Kinder in der Umgebung spielen ein Instrument, machen 2x die Woche Sport und wachsen bilingual auf. Das ist normal, nur nicht die Überforderung.

    Die Leistungsgesellschaft macht doch nicht vor Kindern halt.

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    Ach ja, normal ist in meinen Augen alles, was keinen chronischen Leidensdruck verursacht. Und das hat für mich nur indirekt etwas mit einer festen Diagnose zu tun. Beispiel Trauer, Stress, Überforderung.. ist alles in einem gewissen Rahmen normal. Sobald es aber zu einer chronischen Belastung wird ist es nicht mehr normal und sollte angegangen werden, in erster Linie von einem selbst und wenn das nichts bringt, dann eben mit professioneller Unterstützung.

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 256

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    Habe mir die Kommentare zu dem Zeitartikel angetan

    zuerst das typische: Das gibt`s nicht und bei: die Eltern haben nicht genug drum gekümmert und die Kinder waren zu schnell in der Fremdbetreuung hab ich aufgehört

    Kann an deren Meinung eh nix ändern, wer mich genauer kennt glaubt irgendwie schnell das es das gibt oder zumindest das ich anders bin.

    Bin an einem Punkt gekommen wo ich mich über sowas amüsiere

    ok da schreibt einer man solle es rausprügeln und schon wird das Kind wie es soll, das wird mir zuviel ich hör auf damit

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    Warum doppelt
    Geändert von Darina ( 8.06.2016 um 16:46 Uhr)

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    @rabi.. es gibt so einige, die so sind. Mein Kind ist auch "normal" nur schlecht erzogen. Mir wurde auch schon angeraten mein Kind "vernünftig" (körperliche Tüchtigung) zu erziehen. Denn FRÜHER waren die Kinder nicht so, da gäbe es ein paar hinter die Ohren und schon hörten sie vernünftig.

    Ich bin (leider?) noch nicht an diesen Punkt, dass mich solche Aussagen amüsieren oder zumindest kalt lassen. Mich regt es auf...

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: Süddeutsche:"Zahl der ADHS-Diagnosen steigt deutlich"

    LadyCuckooo schreibt:
    Ich bin jetzt nicht sicher ob ich Dich da richtig verstanden habe, daher frage ich nochmal nach:

    Wie genau meinst Du das mit dem sorglosen Umgang? Meinst Du das im Zusammenhang mit der Bequemlichkeit? Die bezog ich da eher auf Ärzte die ohne fundierte Diagnose mal eben schnell Medikamente verschreiben. Ob es sie wirklich gibt? Keine Ahnung. Es wird doch aber ständig darüber spekuliert.

    Ist mit sorglos eigentlich verantwortungslos gemeint? Sorglos muss m.E. nicht unbedingt und automatisch negativ sein.

    Und wenn Du das so gemeint hast, dann muss ich leider sagen, dass ich viel zu oft die Erfahrung machen musste, dass gerade eher verantwortungslose Eltern oftmals ein größeres Interesse haben ihre Kinder "ruhig zu stellen" ob nun mit ;Medikamenten, erhöhtem Fernsehkonsum oder was auch immer. Und das ist für mich dann wiederum auch Bequemlichkeit.

    Ich meine mit sorglos achtlos. Was die Ärzte angebe geb ich dir natürlich sofort recht, ich glaube das hat aber nicht mal was mit den Ärzten an sich zu tun sondern mit dem System. Aus meiner Erfahrung heraus haben die wenigsten Psychiater (Psychologen erst recht nicht) Ahnung von ADHS, vielleicht gibt es zu wenig Weiterbildungen, vielleicht sind die Zulassungen zu einfach zu kriegen, wer weiß.

    Was die Kinder angeht: Ich denke, wenn du einem Kind, welches kein ADHS hat Medikamente verabreichst, kriegt das höchstens starke Nebenwirkungen und wird noch quengeliger. Aber ja, das mit dem ruhig stellen durchs Fernsehen meinte ich auch und da geb ich dir ebenfalls recht.

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