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Diskutiere im Thema "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann" im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #91
    Celestis

    Gast

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    10 Beispiele kann ich nicht nennen, aber ich finde,
    dass das ADHS bei mir viele gute Vorteile hat.

    Bin sehr kreativ mit Bücher schreiben - Zeichnen und
    mit Elektronik basteln. Kann sehr gut Badminton und
    Fußball (Torwart) spielen, da ich eine enorme Ausdauer
    habe, die manche nicht haben

  2. #92
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.799

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    Und sind das Eigenschaften/ Stärken, die Du Deiner ADHS zuschreiben würdest, die Du also ohne ADHS nicht hättest, oder könnten das auch Deine ganz persönlichen Stärken und Fähigkeiten, unabhängig von ADHS sein?

    Ich stell diese Frage deshalb so gerne, weil, wenn es tatsächlich ein "Symptom" der ADHS sein sollte, diese Eigenschaften überzufällig häufig bei ADHS-Betroffenen zu finden wären.

  3. #93
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 296

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    Zumal in diesem Forum wahrlich nicht besonders viele schwere Fälle sind. Die meisten hier haben einen hohen Bildungsabschluss und auch einen entsprechenden Job.
    Off Topic:

    Möglicherweise liegt es daran, dass Menschen, die in einem Forum aktiv sind, eine relativ gute Bildung haben ?
    Die meisten Menschen, die sich in deutscher Sprache und Schrift schwer tun, melden sich auch nicht in Foren an... oder sind zumeist wenig aktiv in solchen.
    Ich war sehr lange und viel in Hundeforen unterwegs, daher ist es eine reine Beobachtung meinerseits

  4. #94
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.021

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    Fliegerlein schreibt:
    Und sind das Eigenschaften/ Stärken, die Du Deiner ADHS zuschreiben würdest, die Du also ohne ADHS nicht hättest, oder könnten das auch Deine ganz persönlichen Stärken und Fähigkeiten, unabhängig von ADHS sein?

    Ich stell diese Frage deshalb so gerne, weil, wenn es tatsächlich ein "Symptom" der ADHS sein sollte, diese Eigenschaften überzufällig häufig bei ADHS-Betroffenen zu finden wären.
    Wenn ich einzelne Beiträge lese, denke ich auch oft dass hier die individuelle Stärke mit Vorteilen verwechselt wird. ein Irrtum ist aber nicht ausgeschlossen

  5. #95
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 750

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    Spam...gelöscht
    Geändert von Emely (15.04.2016 um 18:46 Uhr) Grund: siehe Edit

  6. #96
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 723

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    da der Part mit Prof. Lesch die Quintessenz der Thematik Evolution, etwaige Selektionsvorteile, Genetik und Vorteile bei ADHS in ein paar Sätzen auf den Punkt bringt, poste ich dasselbe auch hier nochmals:



    """""""""""""""""""""""""""""" """""""""""""""

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    ChaotSchland schreibt:
    was diese Theorie angeht: Prof. Klaus-Peter Lesch von der Universitäts-Psychiatrie Würzburg, der führende Genetiker zu ADHS in Deutschland und einer der führenden Genetiker zu ADHS weltweit, hat ca. März bis August 2013 in der Print-Ausgabe des Spiegel in einem Interview mit dem unsäglichen Journalisten und ADHS-Gegner Jörg Blech genau davon gesprochen: von ADHS-Genen als einem genetischen Selektionsvorteil. Das Interview bzw. der presseartikel stand nur in der Print-Ausgabe des Spiegel und ist über Internet nicht auffindbar. Vielleicht macht sich jemand die Mühe, sämtliche Print-Ausgaben des Spiegel aus dem Jahr 2013 danach zu durchforsten, aber das ist wohl illusionär.



    So, ich hoffe, die Zitierfunktion funktioniert , ich habe den Artikel des unsäglichen Journalisten und ADHS-Gegners Jörg Blech zu Prof. Lesch aus Würzburg gefunden, hier ist er :

    MEDIZIN: Psychopille & Pausenbrot - DER SPIEGEL 26/2013

    Der Abschnitt mit Prof. Lesch lautet:
    "
    Früher vermuteten die Forscher, einige wenige Gene würden ADHS auslösen; doch das trifft, wenn überhaupt, nur auf ganz wenige Familien zu. Für die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gilt: Vermutlich sind es 500 bis 1000 Gene, die einen - jeweils minimalen - Einfluss auf das Temperament und die Konzentrationsfähigkeit des Menschen haben. Diese sind mithin auch keine Krankheitsgene, vielmehr gehören sie zur natürlichen Ausstattung des Menschen.
    "ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt", bestätigt auch Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt. Lesch: "Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn - all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind."
    "



    """""""""""""""""""""""""""""" """""""""""""""""""""""""" ""



    ergänzend dazu aber auch nochmals dieser Beitrag bzw. Pubmed-Link:




    """""""""""""""""""""""""""""" """""""""""""""""""""""""""""" """"""
    Da sich der Thread im Verlauf auch um genetische Selektionsvorteile nicht unbedingt durch ADHS, wohl aber durch ADHS-Gene drehte, siehe unter anderem Zitat Prof. Klaus-Peter Lesch aus Würzburg im Verlauf dieses Threads, poste ich einen aktuellen Review dazu von hochrangigen ADHS-Wissenschaftlern, den ich heute entdeckt habe:

    Empirical tests of natural selection-based evolutionary accounts of ADHD: a systematic review. - PubMed - NCBI


    ich habe als Doktorand mittlerweile Vollzugriff auf pubmed, den ich aber noch nie benutzt habe :-) und werde daher versuchen, die Verweise auf die 3 records included in the review noch nachzuliefern.

    hier mal noch der Abstract dazu:

    Empirical tests of natural selection-based evolutionary accounts of ADHD: a systematic review.

    Thagaard MS1, Faraone SV2, Sonuga-Barke EJ3, Østergaard SD1.
    Author information


    Abstract

    OBJECTIVE:

    ADHD is a prevalent and highly heritable mental disorder associated with significant impairment, morbidity and increased rates of mortality. This combination of high prevalence and high morbidity/mortality seen in ADHD and other mental disorders presents a challenge to natural selection-based models of human evolution. Several hypotheses have been proposed in an attempt to resolve this apparent paradox. The aim of this study was to review the evidence for these hypotheses.
    METHODS:

    We conducted a systematic review of the literature on empirical investigations of natural selection-based evolutionary accounts for ADHD in adherence with the PRISMA guideline. The PubMed, Embase, and PsycINFO databases were screened for relevant publications, by combining search terms covering evolution/selection with search terms covering ADHD.
    RESULTS:

    The search identified 790 records. Of these, 15 full-text articles were assessed for eligibility, and three were included in the review. Two of these reported on the evolution of the seven-repeat allele of the ADHD-associated dopamine receptor D4 gene, and one reported on the results of a simulation study of the effect of suggested ADHD-traits on group survival. The authors of the three studies interpreted their findings as favouring the notion that ADHD-traits may have been associated with increased fitness during human evolution. However, we argue that none of the three studies really tap into the core symptoms of ADHD, and that their conclusions therefore lack validity for the disorder.
    CONCLUSIONS:

    This review indicates that the natural selection-based accounts of ADHD have not been subjected to empirical test and therefore remain hypothetical.


    KEYWORDS:

    adaptation; attention deficit disorder with hyperactivity; biological; biological evolution; genetic; selection

    PMID:27530703DOI:10.1017/neu.2016.14


    """""""""""""""""""""""""""""" """""""""""""""""""""""""""""" """"""""""""""""



    wie gesagt, der Part mit Prof. Lesch auch so ein bischen als Kronzeugen-Funktion....


    lg

  7. #97
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.533

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    Ja super! Endlich mal.

    Es ist also-lt. conclusion-ein hypothetisches Konstrukt. Weshalb sollte man das nun so hoch bewerten und gar als Argument nutzen? Beweist doch nur,was moi et al. toi et al. ausdauernd klarzumachen versuchen.

    ...accounts... have NOT been subjected to EMPIRICAL TEST and therefore REMAIN HYPOTHETICAL.

    Heureka!

  8. #98
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.533

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    Dieser Vorlage KONNTE ich partout nicht widerstehen. Tut mir echt leid! Ich mein' sowas nicht böse!

    Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Folgende hervorragend geeignet,einmal Licht in's (nur scheinbare) Dunkel zu bringen und daher ein ernsthaftes,dickes "Danke!" @ChaotSchland für diese Quelle!

    Alsoergo! Frisch an's Werk:

    ChaotSchland schreibt:
    Da der Part mit Prof. Lesch die Quintessenz der Thematik Evolution, etwaige Selektionsvorteile, Genetik und Vorteile bei ADHS in ein paar Sätzen auf den Punkt bringt, poste ich dasselbe auch hier nochmals:

    "ADHS ist ein Extrem einer Persönlichkeitsvariante, das zunächst einmal gar keinen Krankheitswert besitzt", bestätigt...Klaus-Peter Lesch. Diese milden Ausprägungsformen von ADHS seien in einem Fünftel der Bevölkerung vorhanden und hätten sich im Laufe der Evolution des Homo sapiens immer wieder als vorteilhaft durchgesetzt.

    Lesch:

    "Der hohe Energiepegel, der Enthusiasmus, sich mit einer Sache auseinanderzusetzen, die große Kreativität, die Fähigkeit zum Querdenken und der Gerechtigkeitssinn - all das sind Ressourcen, die für unsere Gesellschaft wichtig sind."
    Okay. Das sind sehr viele Klischees. *schulterzuck*
    Da noch nicht geschehen,ist es wohl legitim davon auszugehen,dass die uns weiterhin schuldig gebliebenen Erklärungen sowie sachliche Nachweise über Dieselben alsbald im Sauseschritt und auf dem Füßlein folgen werden!*ungeduldig inner Butze auf-und absaus*

    Nun also, zwecks Abgleich des erlangten Wissens,Beantwortung drängelnder Fragen und Befriedigung aller möglichen und unmöglichen Bedütfnisse-die wunderzauberhafte,höchst akademische Quelle.

    Diese habe ich-um ihre Lesbarkeit und relative Kürze publikumsgerecht zu garantieren-entsprechend angepasst,ohne jedoch den Wortsinn an irgendeiner Stelle negativ zu beeinflussen.Die Hervorhebungen stammen weitgehend von mir und dienen dem besseren Textverständnis.

    Sodele. Weiter im Text...hülft ja alles nix...
    Bisher haben wir hier nämlich noch gar nix...

    ChaotSchland schreibt:

    OBJECTIVE:

    ADHD is a prevalent and highly heritable mental disorder associated with significant impairment, morbidity and increased rates of mortality.This combination of high prevalence and high morbidity/mortality seen in ADHD and other mental disorders presents a challenge to natural selection-based models of human evolution. Several hypotheses have been proposed in an attempt to resolve this apparent paradox.
    Oh,Halt,Stopp,was soll denn DAS jetzt bitte heißen? Jetze bin ich verwirrt. Platzen die hier doch glatt einfach so rein,stellen mich vor (form-)vollendete Tatsachen und lassen mir zu allem Überfluss den Himmel auf's empfindliche Lufti-Köpfchen fallen.

    ChaotSchland schreibt:

    RESULTS:

    The search identified 790 records. Of these, 15 full-text articles were assessed for eligibility, and three were included in the review.. The authors of the three studies interpreted their findings as favouring the notion that ADHD-traits may have been associated with increased fitness during human evolution. However, we argue that none of the three studies really tap into the core symptoms of ADHD, and that their conclusions therefore lack validity for the disorder.
    AAAAH JA! UND NUN? Was tut'n das bedeuten? *artangemessen bisschen dümmlich kuck*

    ChaotSchland schreibt:

    CONCLUSIONS:

    This review indicates that the natural selection-based accounts of ADHD have not been subjected to empirical test and therefore remain hypothetical.
    Upsalla. Echt? Boah...nee oder? Verrückt! Was denken sich diese Wissenschaftsnerds eigentlich dabei,selbst ADHS-Päpste-und-Innen voll an die Wand zu diskutieren? Und dann auch noch mit FAKTEN!!! Is ja widerlich!

  9. #99
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.021

    AW: "Zehn Beispiele, weshalb ADHS auch ein Vorteil sein kann"

    Mein Englisch ist leider nicht gut genug, um vor einem derartig hochkarätigen Text zu bestehen.
    Die Konklusion jedoch scheint mal wieder typisch für diese Spezies von Wissenschaftler.
    Ich frage mich wozu die ganze Mühe wenn am Ende zugegeben wird dass alles nur eine pure Hypothese ist?

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