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Diskutiere im Thema ADHS Jüdische Allgemeine im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #101
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    Nun, wenn du die Informationen bei Wikipedia als veraltet betrachtest...


    Ursachen


    Nichts, aber auch gar nichts ist eindeutig geklärt!

    Alles Vermutungen, die naheliegen, aber nicht definitiv bewiesen sind.

  2. #102
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    Soziales Umfeld

    Belastende Familienverhältnisse treten häufiger in Familien auf, in denen ein Kind von ADHS betroffen ist. Hierbei ist jedoch nicht feststellbar, ob die Familienverhältnisse sich auf die Auslösung oder den Schweregrad von ADHS ausgewirkt haben. Umgekehrt kann auch ADHS belastende Familienverhältnisse erst herbeiführen oder verschärfen, und es zeigte sich, dass Diagnose und Behandlung zur Abnahme von Feindseligkeiten innerhalb der Familie führten.



    Psychozoziale Faktoren sind also auch nicht wirklich "aus dem Rennen".

  3. #103
    *schnüff*

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 2.168

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    Im Übrigen hat die gestörte Dopaminverarbeitung ihre Ursachen. Sie ist ja nicht einfach so da - bei einem Menschen ja, beim anderen nicht.
    Für das Vorliegen ist die Ursache zu klären.

    Bei genetischen oder soziobiologischen Ursachen könnte jedenfalls eine Häufung in bestimmten Bevölkerungsgruppen bestehen.

  4. #104
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 723

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    Bestimmte Umweltbedingungen als Selektionsvorteil für manche Psychische Erkrankungen in zumindest milder Ausprägung, darum dreht sich dieser Thread hier ja auch sehr viel, eben bezüglich ADHS. Dass das möglicherweise auch auf andere Psychische Krankheitsentitäten, in dem Fall das Autismus-Spektrum zutreffen könnte, dazu liefere ich diesen Link hier:

    Peter Thiel: Asperger's is an advantage - Business Insider

    Ich erinnere ich mich noch, dass in der Vorlesung Kinder- und Jugendpsychiatrie für Mediziner, Prof. Marcel Romanos, der Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uniklinik Würzburg in der Autismus-Einheit über Hinweise auf eine Häufung von Fällen von Autismus bzw. Asperger bei Kindern von Software-Entwicklern im Silicon Valley gesprochen hat, was in die gleiche Kerbe schlägt, wie der Artikel von Business Insider.

    Beachtet werden muss bei der Formulierung "Selektionsvorteil" bzw. "advantage" , dass sich dies vor allem auf milde Formen bzw. Ausprägungen bezieht. Das gilt wohl sowohl für Autismus als auch für ADHS.

    Ich muss außerdem gestehen, dass ich nur sehr wenig über Autismus-Spektrum-Störungen weiß, und stelle diesen Post mal so ohne jeden Anspruch in den Raum.

    Wie ADHS sollen auch Autismus-Spektrum-Störungen zum wesentlichen Teil genetisch veranlagt sein. Wenn nun die jeweiligen Gene für ADHS und Autismus nur zu unbrauchbarem Mist führen würden, wären sie rein logisch durch die Evolution längst von der Erde getilgt worden. Sind sie aber nicht, und das könnte ein Hinweis sein, dass wie bei ADHS auch bei Autismus die entsprechenden Gene einen evolutiven Vorteil liefern. Und das neben ADHS vielleicht auch Autismus nicht überall auf der Welt bezüglich der Häufigkeit annähernd gleich verteilt ist, dazu eben als möglicher Hinweise die Inhalte dieses Posts.

    Jedoch sollte man erwähnen, dass Autismus-Spektrum-Störungen viel seltener sind als ADHS. Die Häufigkeit von Autismus-Spektrum-Störungen liegt laut Studien länderübergreifend recht konstant bei ca. 0,7% +- 0,3% .
    Die Häufigkeit von ADHS im Kindesalter liegt in Deutschland gemäß den offiziellen Diagnosekriterien nach ICD-10 bei ca. 6-8% (man berücksichtige wieder das ständige ungleiche Geschlechterverhältnis Jungen zu Mädchen ca. 3:1 , das Zweifel an der Methodik diverser Prävalenzstudien zu ADHS aufkommen lässt, da rein logisch das Geschlechterverhältnis Jungen zu Mädchen bei 1:1 liegen müsste...) und die Häufigkeit von adultem ADHS bzw. ADHS im Erwachsenenalter gemäß den offiziellen Diagnosekriterien nach ICD-10 bei ca. 3%-6%. 8% sind nun ein viel höherer Wert als 0,7%, was auch ein Hinweis sein könnte, dass ADHS-Gene der Evolution besser standhalten als Autismus-Gene. Bei ca. 8% Häufigkeit (auf ADHS bei Kindern in Deutschland bezogen) ist die Schwankung der Häufigkeiten über Ländergrenzen und Ethnien hinweg in absoluten Zahlen daher schon viel größer. Bei Autismus sind es wie gesagt etwa 0,7% +- plus minus ca. 0,3%. Bei ADHS dagegen ist die Schwankung nicht bloß +- 0,3%, sondern so ungefähr vielleicht minus 3% (und ich würde darauf wetten, dass es weltweit kein einziges Land und keine einzige Ethnie gibt, in der die ADHS-Prävalenz bei Kindern wesentlich unter 5% liegt) und plus 30% (Ethnien mit, die subklinischen Fälle von ADHS miteinbezogen, ADHS-Prävalenzen von um die 40%-50% wie in Griechenland und weit über 50% anderswo habe ich ja hier im Thread bereits ausgeführt).

    Was ich damit letzendlich noch sagen wollte, je höher die Häufigkeit, desto höher auch die Schwankungen in absoluten Zahlen. Das hier als Quintessenz von diesem Post.

  5. #105
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    Den Aspekt mit dem "von der Erde getilgt" finde ich absolut unschlüssig. Es gibt so viele Erbkrankheiten mit gleichbleibender Fallrate, die sogar tödlich sind und waren, die auch nicht weg sind, das ist kein Argument.

    Das bestimmte Krankheiten mit bestimmten Attributen bei bestimmten Bevölkerungsschichten gehäuft vorkommen, kann verschiedenste Ursachen haben. Das fängt bei der Ernährung an, geht über Umwelteinflüsse, und hört bei Modeerscheinung/"nerdy accessoire" auf. Die Genetik kann 1 Faktor sein.

    Ob eine "milde Form" tatsächlich eine Erkrankung ist, noch die Erkrankung ist, oder gar nichts damit zu tun hat, darüber streiten sich ja gerade auch die Gelehrten. Das sollte man abwarten.

  6. #106
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 617

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    Freiheitsliebende ADHSler und starre Regel der traditioneller Roma-Sippe?
    Dort sind so viele ungeschriebene Gesetze, dass wir (also Durchschnittbürger mit und ohne ADHS) damit definitiv nicht klar gekommen wären.
    Es hat mit Freiheit und Spontanität nicht zutun (wenn ich schon an die rote Bettlacken nach der Hochzeit denke, wird mir ganz übel).

    Ich vermute, dass dort nicht viel mehr (oder viel weniger) ADHS-Betroffene gibt, dafür aber sehr viele Menschen mit Milleuschaden, unglaublicher Bildungsferne, unbehandelten Traumatas u.s.w.
    Wenn ich mir nur vorstelle, dass ich in einer Familie aufwachsen muss, wo alle Analphabeten sind, keiner geregelter Arbeit nachgeht und es auch kein Wert auf die schulische Leistungen (und überhaupt auf einen Schulbesuch) gelegen wird, dann weiss ich nicht , was aus mir geworden wäre. Aufwachsen unter unzumutbaren Wohnverhältnissen, Hygienemangel u.s.w
    Viele diese Kinder wissen nicht mal, dass man die Zähne putzt.
    Ich bezweifele sogar, dass man dort eine ernsthafte Diagnose stellen kann, weil man wirklich nicht weiss, ob der Störungsbild dem ADHS geschuldet oder durch enorme Vernachlässigung entstanden ist.
    Geändert von Felis ( 2.06.2016 um 23:13 Uhr)

  7. #107
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 296

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    Ich habe es nur bis zur Seite 5 jetzt geschafft, sorry, habe aber einen interessanten gedanken.

    Ich habe ein wenig Wissen über den jüdischen Glauben und ist es nicht so, dass strenggläubige Juden nur unter sich heiraten... seit sehr langer Zeit ?
    Soweit ich weiss, gab oder gibt es auch noch jüdische Heiratsvermittler, die passende Kanditaten miteinander bekanntmachen ...
    Wie genau das jetzt gehandhabt wird, dass weiss ich nicht, aber wenn jüdische Menschen beim Heiraten eher unter sich bleiben...
    dann erklärt doch die Genetik eigentlich auch ganz schön, warum der Anteil in Israel höher ist.

    Und ich bin mir sicher, israelische Ärzte wissen das auch... was den anderen Umgang mit der Erkrankung erklärt.

  8. #108
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.822

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    1. leben Juden aber nicht nur in Israel, und 2. sind es nur die wirklich streng religiösen Juden, die eine Ehe zwischen Juden und Nichtjuden nicht anerkennen. Israel ist ein sehr junges Land, mit einer Bevölkerung, die sich aus Vorfahren von mehreren Ländern zusammensetzt, und mehreren Kontinenten.

    Jude ist man lt. dem Grossteil der praktizierenden Juden nur, wenn wenigstens die Mutter Jüdin ist, war es nur der Vater, muss das Kind konvertieren wenn es Jude sein will. Ist also nicht ganz so einfach Jude aufgrund seiner Genetik zu sein.

    Was soll da für eine Korrelation zwischen der Glaubensrichtung Judentum und ADHS sein? Steigt auch die Wahrscheinlichkeit der ADHS wenn ich zum Judentum konvertiere?

  9. #109
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 617

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    @Carmen

    Naja, strenggläubige Juden sind ja keine Mehrheit dort und ich bezweifele, dass die Mehreit von israelischen ADHS-Patienten aus deren Reihen kommt. Als ein in traditionellen Welt lebender Mensch hast du einfach nicht so viel Leistungsdruck wie die moderne Menschen, so gut wie keine Reizüberflutung, kein Medienkonsum u.s.w. Sie müssen nur Thora lernen, mehr nicht
    Und wo kein Leistungsdruck ist auch oft kein Leidensdruck.

    Ca. 1/4 von Israelis sind russischer Abstammung und dort ist oft alles quer-Bett gemischt in die Familien: Juden, Russen, Ukrainer u.s.w.
    also könnte es bei ihnen eigentlich viel seltener vorkommen als bei orthodoxen Juden, aber pustkuchen.
    Gerade dort ist die Anteil höher, ein Schelm, wer böses denkt, aber gerade dort sind auch die Anforderungen an die Kinder viel höher. Sie müssen leisten, schliesslich haben sich die Eltern aufgeopfert und für die Kinder ausgewandert. Also müssen die Kinder ran, schaffen, schaffen, lernen, Arzt oder Ingeneuer (für die Rechtschreibung dieses Wortes kann ich nicht garantieren) werden.

    Ich bin mir sicher, dass es so oft diagnstiziert wird, weil die Anforderungen auch viel grösser geworden sind.
    In einem traditionellen Gesellschaft wären nur die schwerste Fälle als "krank" angesehen, alle andere kamen klar, auch wenn sie unter ihren Möglichkeiten bleiben, fanden sie trotzdem einen Weg zu einem zufriedenen Leben.
    Ich erwähnte schon anderswo meine Tante, die in kommunistischer Land gelebt hat und ihr ganzen Leben in einem Betrieb gearbeitet hat, zwar weit unter ihren geistigen Fähigkeiten, aber in Sicherheit und einem bescheidenen Wohlstand.
    Sowas gibt es in die Zeiten von Selbstoptimierung kaum.
    Tja, damit muss man eben leben, man ist in eine Gesellschaft hineingeboren, wo man perfekt funktionieren muss genauso wie die Roma-Kinder in ein Welt hineingeboren wurden, wo sie sich auf andere Art und Weise durchboxen müssen.
    Frei sind wir alle nicht
    Geändert von Felis ( 3.06.2016 um 23:15 Uhr)

  10. #110
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 296

    AW: ADHS Jüdische Allgemeine

    creatrice schreibt:
    1. leben Juden aber nicht nur in Israel, und 2. sind es nur die wirklich streng religiösen Juden, die eine Ehe zwischen Juden und Nichtjuden nicht anerkennen. Israel ist ein sehr junges Land, mit einer Bevölkerung, die sich aus Vorfahren von mehreren Ländern zusammensetzt, und mehreren Kontinenten.

    Jude ist man lt. dem Grossteil der praktizierenden Juden nur, wenn wenigstens die Mutter Jüdin ist, war es nur der Vater, muss das Kind konvertieren wenn es Jude sein will. Ist also nicht ganz so einfach Jude aufgrund seiner Genetik zu sein.

    Was soll da für eine Korrelation zwischen der Glaubensrichtung Judentum und ADHS sein? Steigt auch die Wahrscheinlichkeit der ADHS wenn ich zum Judentum konvertiere?
    Juden sind über die ganze Welt verteilt, deshalb habe ich auch die Heiratsvermittler erwähnt.
    Die brauchte man, um die Verbindungen untereinander zu herzustellen..
    ADHS hat selbstverständlich nichts mit Glauben zu tun... aber du darfst meinen Gedanken ruhig belächeln.

    Aber es erinnert mich ein wenig an Inselphänomene, deshalb habe ich in Erwägung gezogen, dass auch das mit ein Grund sein könnte.

    In meinem Antwortpost ging es sicher nicht darum, ob man strenggläubig ist und ob eine Ehe anerkannt wird oder nicht.
    Ist mir neu, dass man Kinder nur bekommen kann, wenn die Eltern einverstanden sind und... oh Wunder... auch nur mit Trauschein.

    Wie ist es, magst nicht doch konvertieren ? Vielleicht funktioniert es ja umgekehrt ??

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