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Diskutiere im Thema Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/a...n-grosses-Kind


    Dieser Artikel hat mich als Mutter schon sehr betroffen gemacht nd zwar, weil er, meiner Ansicht nach, einen so hohen Wiedererkennungswert hat! Wir ADHS-ChaotInnen kokettieren ja oft damit, ob es sich überhaupt um eine Krankheit handelt und nicht in Wirklichkeit eine charmante Störung ist, die nur in einer falschen Welt leben muss.

    Als ich dann diesen Artikel gelesen habe, da fühlte ich mich so, wie wenn ich mich fühle, wenn ich lese, wie jemand mit Alkoholikern als Eltern aufwuchs oder mit durch eine Ideologie oder wahnhafte Erkrankung durchgeknallte Eltern.

    Ich als Mutter habe mich immer therapeutisch oder/und medikamentös und in Elternberatungen beraten lassen, für mein Kind, aber auch für mich selbst, um stabil und verlässlich sein zu können und nicht unberechenbar und sprunghaft. Das war mein Sohn dann schon selber als auch Hypie und so brauchte ich doppelt Kraft, um mich und ihn zu stabilisieren mit professioneller Hilfe.

    Aber es ist schon hart, zu lesen, wie schlimm es hätte kommen können. Und stolz bin ich auch, wie weit wir davon entfernt geblieben sind.

  2. #2
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Viel von dem was die Autorin geschrieben hat, habe ich als Kind selber von meiner Mutter erfahren müssen. Und erlebe es auch noch heute.
    Ja es ist schockierend das zu erleben, aber noch mehr wenn das Risiko besteht als Eltern genau so zu sein. Ich hatte kein Glück und wusste vor der Geburt meiner Kinder so gut wie nichts über AD(H)S. Schon gar nicht dass ich selber davon betroffen bin. Dadurch muss ich mir leider eingestehen dass auch meine Töchter so einiges von meinen Stimmungsschwankungen, Wutausbrüchen etc. abbekommen haben.
    Es ist auch weder für mich noch für die Kinder ein Trost dass ich heute in den gleichen Situationen nicht mehr heftig reagiere.

  3. #3
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    hm, wenn ich aber lese ...
    Ich musste immer Rücksicht auf meine Mutter nehmen. Im Grunde ist sie wie ein großes Kind.
    denke ich, dass das nix mit ADHS zu tun hat!

    Für mich ist das kein Freifahrtschein für schlechtes Benehmen.

    Manchmal purzeln mir auch Worte oder Sätze raus, mit denen ich andere verletze ... allerdings erwarte ich von meiner Umwelt, dass man mir das sagt, damit ich es mir in ähnlichen Situationen nicht mehr passiert.
    Vor allem tut es mir sehr leid, wenn das passiert!!

    Ich habe auch wegen Chaotichkeit wichtige Termine meines Kindes versemmelt - was mich heute noch traurig macht, weil ich es nicht mehr ändern kann.

    Irgendwie vermischen sich die Beschreibungen dieser Tochter für mich mit narzisstischen Anteilen (narzissmus.org - Töchter narzisstischer Mütter).

    Lange fiel es mir schwer zu glauben, dass meine Mutter krank ist. Weil es bedeutet, dass sie für manche Dinge, die sie macht, nichts kann, und man sie dafür nicht zur Verantwortung ziehen kann.
    Hm, für mich ist es eine Sache, meine Symptome der ADHS zuzuordnen. Das kann vieles erklären und die Seele erleichtern.

    Das entbindet mich aber ganz sicher nicht von meiner Verantwortung, im Sinne von "Gefahr erkannt - Gefahr gebannt" alles zu versuchen, an den Problemen zu arbeiten und dafür Sorge zu tragen, andere eben nicht zu verletzen!

    Es tut mir sehr leid für die Tochter, die Autorin des verlinkten Artikels, in welchem Ausmaß unter dem Wesen ihrer Mutter gelitten hat.

    Den Titel
    Wie ist es, mit einer ADHS-kranken Mutter aufzuwachsen? Ein Erfahrungsbericht
    empfinde ich jedoch als plakativ, weil es so sein kann, aber in dem von der Tochter beschriebenen Maße bestimmt nicht allgemein gültig ist.

    hm ... schwierige Sache ...

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Sie ist vielleicht sogar sensibler als andere. Sie hat nur Probleme,
    sich in sie hineinzuversetzen, behandelt sie schlecht und merkt es gar nicht

    Ehrlich gesagt, ich zweifle ein bisschen, dran, ob die Geschichte nicht fiktiv ist, weil ADHS halt zur Zeit "schick" ist.

    Also ich selbst kann mich in andere sehr gut hinein versetzen, ich kenne mich in "anderen" oft besser aus als in mir selbst.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Ich finde das super authentisch. Bei mir ist es der Vater, und gerade beim Thema Wutausbrüche und Verletzung ist bei ihm die grösste Unmöglichkeit sich zu ändern. Nicht weil er nicht will, sondern weil er nicht kann.

    Wenn es bei der Protagonistin genauso ist wie bei meinem Vater, dann hilft da auch kein 1000000000000faches drauf hinweisen, er weiss es ja...... und er leidet auch selbst darunter.

    Ich finde es gibt einige Dinge, die dem Narzissmus ähneln, aber das ist ja nichts unbekanntes, das sich die beiden Diagnosen teils überschneiden.



    Ja, es ist wirklich schwierig, wenn man diesen Titel als allgemein gültig wertet, genauso schwierig finde ich aber auch die etlichen Artikel über die kreativen ÜberfliegerADHSler.
    Ich persönlich finde, das gleicht das Bild wieder etwas aus. Die Extreme zeigen auch die Extreme in der Ausprägung, den Auswirkungen, den Umgang mit ADHS.


    Für mich ein sehr schmerzhafter, aber für mein Leben auch realer Artikel, der mir genau deswegen mehr gut tut als z.B. die Artikel der #-Nummer Zeitschrift.

  6. #6
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.123

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Nun ich glaube dass ich die Autorin gut verstehe was die dauernde Rücksichtsnahme betrifft. Ob es mit Narzismus zusammenhängt? Da kennen sich andere besser aus. Ich musste und muss in Gesprächen mit meiner Mutter immer darauf achten, dass ich sie nicht in die Verteidigung dränge. Was extrem schwierig ist, da sie sich beim kleinsten Widerspruch oder wenn sie ihrer Wahrnehmung nach unter Druck/Zwang gesetzt wird, persönlich angegriffen fühlt.

  7. #7
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    creatrice schreibt:
    genauso schwierig finde ich aber auch die etlichen Artikel über die kreativen ÜberfliegerADHSler..
    öhhmmm um die ging es hier aber ja auch gar nicht ... also habe ich auch im Artikel nicht als Teil des Themas gefunden.


    Für mich ein sehr schmerzhafter, aber für mein Leben auch realer Artikel, der mir genau deswegen mehr gut tut ...
    Dass dir, also sogar selber betroffene, der Artikel gut tut, rspektiere ich absolut.

    Am Ende ist es ein eh absolut schweres Thema, wenn man als Kind von den Eltern zu oft zu schmerzhaft nicht respektiert wird ... egal, welche Diagnose die haben (wenn überhaupt).

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Nein, um die ging es nicht, ich wollte damit nur meine Meinung genauer beschreiben, also das alle Extreme schwierig sind, wenn sie als allgemeingültig aufgefasst werden.


    Es ging in dem Artikel ja auch nicht um Narzissmus, manchmal muss man eben auch anderes aufgreifen, anreissen, wenn man etwas sagen will.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.726

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    creatrice schreibt:
    Ich finde das super authentisch. Bei mir ist es der Vater, und gerade beim Thema Wutausbrüche und Verletzung ist bei ihm die grösste Unmöglichkeit sich zu ändern. Nicht weil er nicht will, sondern weil er nicht kann.

    Wenn es bei der Protagonistin genauso ist wie bei meinem Vater, dann hilft da auch kein 1000000000000faches drauf hinweisen, er weiss es ja...... und er leidet auch selbst darunter.
    Weil er nicht kann? Vielleich doch eher weil er nicht will?

    Denn ADHS ist gut behandelbar. Und wer lieber seine Kinder fertig macht als die "bösen" Medikamente zu nehmen und ggf. noch zusätzlich eine nichtmedikamentöse Therapie zu machen, dem sind seine Kinder offenbar nicht wichtig.

    Und selbst ohne Behandlung: Niemand muss seine Familienmitglieder so behandeln. ADHS-er sind nicht ferngesteuert.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Es heisst ja immer, die Wahrnehmung gleicht sich an, aber manchmal will man sich ihr vielleicht auch nicht stellen?!?


    Dennoch war in mir schon immer ein Gedanke, was "schlimmer" wäre ... ein Kind mit oder ohne AD(H)S? Und ich meine das nicht einmal so wertend, wie sich das jetzt anhört (weder in die eine noch in die andere Richtung), sondern einfach auch die Basis, die man gemeinsam haben kann, einerseits das Nachvollziehen und das (wirkliche) Verständnis (vom eigenen Erleben) oder eben die (erlebte) Gegensätzlichkeit, aber vielleicht auch das mögliche Ergänzen, wenn auch sicherlich nicht gleich von Anfang an, dennoch bin ich mir sicher, dass das auch auf Eltern-Kind-Ebene geht ohne das Kind (wie im Artikel beschrieben) zu überfordern.

    Auch wenn es nicht immer einfach ist, ich finde es gut so wie es ist und ich hoffe, dass mein Kind es einmal ähnlich sehen kann - die Anzeichen sprechen bisher dafür und die Zeit wird es zeigen. Ich werde mir weiterhin jede erdenkliche Mühe geben!

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