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Diskutiere im Thema Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    4.Kl.konzert schreibt:
    er nicht kann? Vielleich doch eher weil er nicht will?

    Denn ADHS ist gut behandelbar. Und wer lieber seine Kinder fertig macht als die "bösen" Medikamente zu nehmen und ggf. noch zusätzlich eine nichtmedikamentöse Therapie zu machen, dem sind seine Kinder offenbar nicht wichtig.

    Und selbst ohne Behandlung: Niemand muss seine Familienmitglieder so behandeln. ADHS-er sind nicht ferngesteuert.



    Weil er nicht kann. Als unbehandelter ADHSler kann er nicht anders.

    1. Krankheitseinsicht hat nichts mit Charakter/Willen zu tun
    2. mit einem behandelten, aber schlecht einstellbarem Bluthochdruck, der schon den Augenhintergrund verändert hat, ist die medikamentöse Sache schon "böse"...... zumal weitere Medikamente, die nicht unbedingt zimperlich mit dem Magen-Darm-Trakt umgehen auch dem Barett-Syndrom (Vorstufe von Krebs) in der Speiseröhre nicht unbedingt gut tun würden
    3. das impulsive Wutausbrüche und Verletzungen zum Krankheitsbild der ADHS gehören, zeigt der Artikel, genauso wie die Fachliteratur, oder das Vorhandensein eines entsprechenden Unterforums hier, also "muss" ein ADHSler mit starker Ausprägung von einem Subtyp genauso seine Familienmitglieder behandeln, wie ein Depressiver mit einer bestimmten Ausprägung antriebslos sein "muss"..... Ja, ADHSler sind in Teilbereichen von ihrer Erkrankung ferngesteuert, nicht nur in Sachen Konzentration.
    4. Die Familie ist meinem Vater nicht nur wichtig, sie ist ihm heilig. Das weiss jeder, der meinen Vater kennt, trotzdem hat er aber auch seine andere Seite, auch das weiss jeder der ihn kennt
    5. Die Generation meines Vaters hat enorme Probleme mit allem was "psychiatrisch" ist, viele gerade in der Generation, und gerade Männer, bringen sich lieber um, als zum Psychiater zu gehen, das ist unbegründet, aber trotzdem real
    6. Wie jemand handelt, und wie jemand empfindet können nicht nur bei ADHS ganz verschiedene Dinge sein, und die Gründe dafür sind seltenst der Wille oder reale Wichtigkeiten, sondern oft Ängste, Scham, mangelnde Fähigkeit zur Reflexion oder eben Impulsivität oder das Gegenteil



    7. Deine "Meinung" hättest du wirklich besser verpacken können, als in so einen ironischen, oberflächlichen Satz, wenn du schon so einen "Knaller" über ein Familienmitglied eines Users hier ohne Hintergrundwissen bringst.
    Geändert von creatrice (18.12.2015 um 00:39 Uhr)

  2. #12
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Mein Danke für:
    4.Kl.konzert schreibt:
    ADHS-er sind nicht ferngesteuert.
    hm
    Weil er nicht kann. Als unbehandelter ADHSler kann er nicht anders.
    Ich habe meine Diagnose erst spät bekommen - mein Kind war schon recht groß. Die ganzen Jahre vorher war ich damit beschäftigt, mein Leben auf die Reihe zu bekommen, bin immer wieder vor unsichtbare Wände gerannt, weil halt nicht klar war, was los ist.

    Also eine "ganz normal unbehandelte, undiagnostizierte" ADHS-Mutter ... trotzdem: ich bin bin dem Grundsatz groß geworden, dass ich selber höchstpersönlich und ganz allein für mein Handeln verantwortlich bin. Und egal wie schlecht es mir geht: ich habe gefälligst nicht anderen Leuten weh zu tun.

    Für mich persönlich ist es unvorstellbar, in einem System zu leben, wie dem im Artikel beschriebenen oder dem von dir @creatrice - aber irgendwie ist auch das wohl wieder ein Aspekt der unglaublichen Bandbreite, wie sich die ADHS äußern kann.

    Für die eine Familie kann die ADHS bzw der Umgang mit ihr viel Traurigkeit und Tragik bedeuten, In der anderen Familie herrscht einfach ein fröhliches Gewusel und werde die "Marotten" mit gegenseitigem Verständnis und Humor getragen.

    Und ich finde es dabei immer wichtig, nicht alles auf die ADHS zu reduzieren.

    Die ADHS steuert mich nicht fremd, ich "bin" nicht die ADHS - es immer eine Frage des gesamten Systems, in welchem Rahmen jeder jedem die Chance gibt, Dinge zu ändern, dazuzulernen und zu erleben, dass man durchaus selber mit der Zeit ein gesteigertes Maß an Kontrolle übernehmen kann.


  3. #13
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    4.Kl.konzert schreibt:
    Weil er nicht kann? Vielleich doch eher weil er nicht will?

    Denn ADHS ist gut behandelbar. Und wer lieber seine Kinder fertig macht als die "bösen" Medikamente zu nehmen und ggf. noch zusätzlich eine nichtmedikamentöse Therapie zu machen, dem sind seine Kinder offenbar nicht wichtig.

    Und selbst ohne Behandlung: Niemand muss seine Familienmitglieder so behandeln. ADHS-er sind nicht ferngesteuert.
    Jede(r) ADSler hat Bereiche in denen er trotz Medikation, Therapie & Willen und Anstrengungen keine oder nur wenig Fortschritte macht.
    Daher sollte sich auch jede(r) gut daran erinnern was es mit ihm macht wenn Unbekannte ihm fehlende Bereitschaft zur Veränderung unterstellen.
    Geändert von Sunpirate (18.12.2015 um 09:23 Uhr)

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Genau das ist es ja. Es gibt eben auch ADHSler die genau in der Impulsivität ihre grösste Ausprägung haben.

    Und genau aus dem Grund, das mein Vater nicht nur ADHS ist, ist meine Mutter noch da, und habe auch ich und die Schwester meines Vaters so ein gutes Verhältnis zu ihm. Das ist ein Teilaspekt von seiner ganzen Persönlichkeit, das ist er nicht nur, ich denke der Protagonistin des Artikels wird es genauso gehen.

    Das ein Teilaspekt dauerhaft nicht klappt, heisst doch nicht, das sich diese Person nirgends ändert, weiterentwickelt.....


    Ich persönlich arbeite wirklich hart an mir, nehme Tabletten, habe (bis die Kasse jetzt wieder erstmal 2 Jahre nicht zahlt) Therapie gemacht. Und ja, ich fühle mich, gerade in den Wutausbrüchen ferngesteuert, ich kann jeden nachvollziehen, der das macht, aber nicht will. Es sind Momente, wo man ungewollt nicht Herr seiner Emotionen ist, wo man Dinge sagt oder tut, die man 99,99% seines Daseins, ausserhalb dieser Momente niemals tun würde, die gegen den (gesunden) Willen passieren. Die Reaktionen meines Vaters zeigen mir, das es ihm genauso geht.

  5. #15
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    habitbreaker schreibt:

    Also eine "ganz normal unbehandelte, undiagnostizierte" ADHS-Mutter ... trotzdem: ich bin bin dem Grundsatz groß geworden, dass ich selber höchstpersönlich und ganz allein für mein Handeln verantwortlich bin. Und egal wie schlecht es mir geht: ich habe gefälligst nicht anderen Leuten weh zu tun.
    Wenn ich es richtig verstehe, willst du damit unterstellen, das Leute wie mein Vater diesen Grundsatz nicht kennen, oder nicht für wichtig (genug) erachten, sonst würden sie ja anders handeln.

    Allein mit diesem Satz hast du mir schon weh getan, ich empfinde das sehr ungerecht/selbstgerecht, aber ich denke auch, das du das nicht mit Absicht gemacht hast. Es wäre genauso übers Ziel hinaus, dir genau so etwas daraufhin zu sagen, wie es jetzt bei dir der Fall ist. Genauso wenig wie du immer und überall diesen Grundsatz erfüllen kannst, ob aus Unwissen oder Unvermögen, genauso wenig können das andere, das kann kein Mensch.
    Jemand der genau damit Probleme hat, wird wesentlich öfter genau dies tun, wie jemand der seine Arbeit nicht richtig erfüllt, wofür andere mehr arbeiten müssen, was evt der Firma schadet, weil er sich nicht konzentrieren kann..... auch wenn er das noch so gerne will.

  6. #16
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.126

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Ich finde es schon merkwürdig bezeichnend, dass die Normalos für solche Unterstellungen missachtet werden, weil sie meistens keine Ahnung haben wovon die Rede ist. Hier sind aber alles Betroffene die in diese Kerbe hauen

    Keiner soll hier die Handlungen der Autorinnenmutter, dem Vater von creatrice, oder meiner Mutter gutheißen.
    Aber auch nicht verlangen dass sie mit AD(H)S als Eltern 100% funktionieren.
    Geändert von Sunpirate (18.12.2015 um 14:04 Uhr)

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Ich glaube es ist das selbe "Problem" wie bei den sog. "Normalos", wer genau dieses Problem nicht hat, kann es sich in seinem ganzen Dasein und Ausmaß auch nicht so vorstellen.

    Ich selbst habe auch oft arge Probleme Dinge hinzunehmen, sie als gegeben anzunehmen, wo ich gar keine Probleme (mehr) habe, ich hab dann immer das Gefühl ich müsste denjenigen schütteln und in die richtige Richtung lenken, dann klappt das auch. Erzeugt auch Druck der unnötig ist......


    Vielleicht sind es auch andere, persönliche Hintergründe

  8. #18
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Sunpirate schreibt:

    Keiner soll hier die Handlungen der Autorinnenmutter, dem Vater von creatrice, oder meiner Mutter gutheißen.
    Aber auch nicht verlangen dass sie mit AD(H)S als Eltern 100% funktionieren.
    Was ich noch ganz wichtig finde, das heisst auch nicht, das diese Personen so sind, weil sie in einem für sie funktionierenden System leben, weil die Kinder z.B. dieses nicht-re/agierend hinnehmen. Aber ein Mensch kann einen anderen Menschen nicht verändern, erst recht nicht, wenn der andere Mensch sich nicht mal selbst verändern kann.

    Also steht man als Angehöriger vor der Wahl dieses "System" Familie zu verlassen, oder damit zu leben. Und das ich mich z.B. dann so entschieden habe, hat nichts mit nicht hinsehen wollen, oder meinem Vater eine Bühne/Möglichkeit für sein Verhalten zu geben zu tun, sondern mit dem, was er alles ausser seiner Impulsivität ist. Und auch trotzdem gibt es immer noch Reaktionen von mir und meiner Mutter auf diese Ausbrüche, dableiben heisst nicht automatisch Verhalten unterstützen.
    Geändert von creatrice (18.12.2015 um 14:46 Uhr)

  9. #19
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    Ich finde den Artikel sehr treffend und authentisch. Natürlich gibt es ein paar eher plakative Einzelheiten,aber die stören meinen Gesamteindruck nicht.

    Und,nein,gutheißen soll ein solches Verhalten niemand-ich tue es auch nicht,dennoch stelle ich fest:

    Durch ADHS bin ich zwar nicht "fern",aber eben allzuoft auch nicht SELBSTgesteuert,denn das ist doch des Pudels Kern.

    Ich selbst habe schon oft durch meine Impulsivität-im Handeln,wie den Emotionen-großen Schaden angerichtet. Und weil ich mich in der Verantwortung wusste,immer wieder versucht,mich zu ändern. Wenn ich denn ERKANNT habe,dass ich,bzw.mein Verhalten das Problem war.

    Leider hat das (bis zur Diagnose und Medikation)nicht so gut funktioniert. Und auch jetzt noch gibt es mehrere Bereiche,in denen noch deutlich Luft nach oben ist.

    Ich finde es nicht schön,dass selbst Betroffene hier teils so schnell und hart urteilen.

    Das jeder nach seinen Möglichkeiten und mit allen zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln an Verbesserungen arbeiten kann/sollte,will ich natürlich nicht in Abrede stellen. Nur zu bedenken geben,dass nicht jede ADHS komplett beherrschbar ist-trotz und mit Hilfen.

    Also: Nein,ich heiße weder das Verhalten der Mutter der Autorin,noch das irgendwelcher anderer hier schon erwähnten Personen gut,aber Ihren Willen zur Veränderung,KANN ich ihnen nicht absprechen.

    Geschweige denn,dass ich beurteilen könnte,ob ihre Familien und/oder Freunde ihnen wichtig sind.


    LG v. Luftkopf
    Geändert von luftkopf33 (18.12.2015 um 15:12 Uhr)

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.731

    AW: Erfahrungen einer Tochter mit ihrer Mutter: Ein grosses Kind

    creatrice schreibt:
    3. das impulsive Wutausbrüche und Verletzungen zum Krankheitsbild der ADHS gehören, zeigt der Artikel, genauso wie die Fachliteratur, oder das Vorhandensein eines entsprechenden Unterforums hier, also "muss" ein ADHSler mit starker Ausprägung von einem Subtyp genauso seine Familienmitglieder behandeln, wie ein Depressiver mit einer bestimmten Ausprägung antriebslos sein "muss"..... Ja, ADHSler sind in Teilbereichen von ihrer Erkrankung ferngesteuert, nicht nur in Sachen Konzentration
    Liebe Creatrice,

    es tut mir leid, dass ich dich verletzt habe und bitte um Entschuldigung!

    Ja, Impulsivität und Wutausbrüche gehören zu ADHS, das weiß ich sehr gut aus eigener Erfahrung. Und ich erlebe die Behandlung als sehr befreiend und wohltuend, nicht nur für mich, sondern auch für meine Frau und meine Kinder.

    Natürlich steht (und vor allem stand) nicht jedem Betroffenen dieser Weg offen. Und dann "kann" man eben nicht der geduldige, anteilnehmende Vater sein der man sein möchte.

    Dennoch: Die Verantwortung bleibt. Dass man einem (unbehandelten) Kind unter 10 mit ADHS Einiges nachsehen muss ist klar, aber ein Erwachsener, der seine Kinder ungerechtfertigt anschreit, handelt nicht richtig, ob mit oder ohne ADHS. Und ich finde es gut, dass die Autorin des Artikels das ungeschönt anspricht.

    Vergebung wird oft missverstanden als Schwamm drüber, war nicht so schlimm. Aber zur richtigen Vergebung gehört zuerst das Benennen von Schuld, ja, das war schlimm, das hat mir sehr wehgetan.

    Sunpirate schreibt:
    Ich finde es schon merkwürdig bezeichnend, dass die Normalos für solche Unterstellungen missachtet werden, weil sie meistens keine Ahnung haben wovon die Rede ist. Hier sind aber alles Betroffene die in diese Kerbe hauen
    Andererseits sollten gerade wir Betroffene nicht auf der anderen Seite vom Pferd fallen und mit ADHS alles entschuldigen. Eltern von ADHS-lern stehen ja in dem Ruf, schlechtes Benehmen ihres Kindes als schicksalhaft etikettieren zu wollen. Aber das ist es nicht, sondern ADHS ist ein Ansatz um den Betroffenen verstehen und ihm helfen zu können.

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