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Diskutiere im Thema Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Wenn man sich in den richtigen Medien informiert, bekommt man sehr wohl mit, wie viel Forschung an "illegalen" Wirkstoffen getätigt wird.

    F√ľr mich war bisher die erste Anlaufstelle VICE | Deutschland | Der definitive Guide zur Erleuchtung durch Information da dort sehr oft Interviews zu Ketamin und Co auftauchen.

    Gerade bei posttraumatischer Belastungsstörung scheint es gut zu wirken.


    Um wieder zum Threatthema zu kommen: ich w√ľrde behaupten, dass viele Partydrogen genommen werden um verdeckte psychische Erkrankungen zu komensieren (Selbstmedikation).
    In einer Gesellschaft wie der aktuellen w√ľrde es auch die gro√üe Anzahl an Drogenmi√übrauch erkl√§ren.
    Gerade die Stimmungsaufheller wie THC, MDMA oder Meth sind schwer verbreitet und bewirken alle mehr oder weniger eine Stimmungsaufhellung.

    Wenn man in Betracht zieht, dass die Menschheit seit Jahrtausenden halluzinogegen Zubereitungen konsumiert, ist es nicht verwunderlich, dass durch immer leichtere Verf√ľgbarkeit und immer weniger Kontrolle (Set&Setting, bzw wer als Tripsitter dabei ist) der urspr√ľngliche Zweck der seelischen Entwicklung verloren geht.

    Viele Gr√ľ√üe
    Ravenfeather


    Ps ein Zitat von Hunter S. Thompson (Schriftsteller) zu dem Thema:
    "Ich w√ľrde nie jemandem zu Drogen, Alkohol, Gewalt oder Wahnsinn raten, aber f√ľr mich hat es immer funktioniert."
    []Hunter S. Thompson: Seine besten Zitate - KURIER.at

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Ravenfeather schreibt:
    Um wieder zum Threatthema zu kommen: ich w√ľrde behaupten, dass viele Partydrogen genommen werden um verdeckte psychische Erkrankungen zu komensieren (Selbstmedikation). In einer Gesellschaft wie der aktuellen w√ľrde es auch die gro√üe Anzahl an Drogenmi√übrauch erkl√§ren. Gerade die Stimmungsaufheller wie THC, MDMA oder Meth sind schwer verbreitet und bewirken alle mehr oder weniger eine Stimmungsaufhellung.
    Ich halte das f√ľr eine ziemlich steile These - aber immerhin k√∂nnte man gut dar√ľber streiten Das w√§re allerdings problematisch an dieser Stelle, da man die Drogen je unterschiedlich betrachten m√ľsste und es sicher nicht erw√ľnscht ist, auf die unterschiedlichen Wirkfelder einzugehen.

    Generell w√ľrde ich sagen, dass man den Drogenmi√übrauch "ganz einfach" damit erkl√§ren kann, dass viele dieser Drogen das Belohnungszentrum im Gehirn aktivieren und deshalb psychisch und teilweise auch k√∂rperlich abh√§ngig machen. Genau so wie Alkohol das ja auch tut. Mit Selbstmedikation hat das in vielen F√§llen nichts zu tun und viele dieser Drogen k√∂nnen gerade bei starkem Missbrauch leicht Depressionen ausl√∂sen, sodass man diese dann wieder mit Drogen "behandelt" und in einen fiesen Teufelskreis kommen kann. Das w√ľrde ich allenfalls als fatales Wechselspiel von Selbstsch√§digung und unangemessener Selbstmedikation beschreiben.

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Bukowski schreibt:
    Ich halte das f√ľr eine ziemlich steile These - aber immerhin k√∂nnte man gut dar√ľber streiten Das w√§re allerdings problematisch an dieser Stelle, da man die Drogen je unterschiedlich betrachten m√ľsste und es sicher nicht erw√ľnscht ist, auf die unterschiedlichen Wirkfelder einzugehen.

    Generell w√ľrde ich sagen, dass man den Drogenmi√übrauch "ganz einfach" damit erkl√§ren kann, dass viele dieser Drogen das Belohnungszentrum im Gehirn aktivieren und deshalb psychisch und teilweise auch k√∂rperlich abh√§ngig machen. Genau so wie Alkohol das ja auch tut. Mit Selbstmedikation hat das in vielen F√§llen nichts zu tun und viele dieser Drogen k√∂nnen gerade bei starkem Missbrauch leicht Depressionen ausl√∂sen, sodass man diese dann wieder mit Drogen "behandelt" und in einen fiesen Teufelskreis kommen kann. Das w√ľrde ich allenfalls als fatales Wechselspiel von Selbstsch√§digung und unangemessener Selbstmedikation beschreiben.
    Trotzdem sind doch manche Menschen anf√§lliger f√ľr Drogen als andere? Wenn es so einfach w√§re, w√ľrde ja jeder Drogen nehmen, weil niemand der "Belohnung" widerstehen kann. Erkl√§rt werden muss, warum das gerade nicht so ist.
    Gelöscht:siehe Communityregeln
    1. Gesellschaftlicher Druck (Leistungsdenken etc.)
    2. Traumatischer Erlebnisse
    3. Familiäres Umfeld
    4. Soziales Umfeld
    5. Selbstmedikation

    Oder eine beliebige Kombination aus diesen Gr√ľnden.

    Meiner Erfahrung nach ist Selbstmedikation gar nicht so selten.
    Geändert von Pucki (10.04.2015 um 00:17 Uhr)

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Eigentlich ist alles Selbstmedikation, denn traumatische Erlebnisse, Druck etc. sind Ausl√∂ser f√ľr psychische Zust√§nde, die einem manchmal unertr√§glich erscheinen.
    Menschen mit psychischen Problemen sind allgemein anf√§lliger f√ľr Drogen. Bei Drogen geht es ja nicht nur um die Belohnung, sondern auch um die Schattenseiten. Sie zerst√∂ren ja auch sehr viel. Um diese Hemmschwelle zu √ľberschreiten und einen Zustand zu haben, der nur kurzzeitig Linderung/√Ąnderung verschafft, braucht es schon so einiges.

  5. #45
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Ich denke dass es gar nicht so sehr viel braucht um diese Grenze zu √ľberschreiten. Der Weg dahin ist m. A,n. sogar leicht nachvollziehbar. Zum Einen haben Drogen aber auch bestimmte Medikamente den Effekt dass sie auf Dauer nur die gew√ľnschte Wirkung zeigen, wenn die Dosis erh√∂ht wird. Zum Anderen kann man leicht zum Schlu√ü kommen dass der Zustand sich mit erh√∂hter Dosis schneller bessert. Beides kann dann zur Sucht f√ľhren.

  6. #46
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.125

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Ich habe irgendwie vergessen zu schreiben, dass aus diesen Gr√ľnden die Schattenseiten sehr leicht √ľbersehen werden k√∂nnen.

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Ja Sunpirate, da hast du Recht. Die Schattenseiten in Form von Gew√∂hnung und √úberdosierung sind problematisch, haupts√§chlich zur Sucht f√ľhr aber imho eine Dysbalance zwischen Erlebten und Gew√ľnschten Gl√ľcksgef√ľhlen.

    Ein Mensch mit einer normalen Gef√ľhlswahrnehmung wird auch bei leichten bis mittleren R√ľckschl√§gen nur z√∂gerlich zu AD's oder antidepressiv wirkenden Drogen greifen.
    Deswegen ist eine Suchtproblematik wohl eher selten.

    Bei Menschen mit ausgepr√§gter Gef√ľhlsst√∂rung bzw. Gl√ľckshormonmangel (aufgrund organischer (Krankheiten) oder psychischer (Traumata) Vorbelastung) entsteht nach Konsum kurzzeitig Linderung gefolgt von einem verst√§rkt wirkenden "Kater" (der sich aus der Differenz Gef√ľhlsh√∂hepunkt zu Normalpegel ergebibt).
    Dieser "Kater" wird wieder mit Stimmungsaufhellern bekämpft, was aber eine größere Menge an Wirkstoff benötigt.
    Daraus ergibt sich ein noch stärkerer Kater, etc etc...

    Problematisch ist aber, dass neben den gew√ľnschten Effekten unkalkulierbare Nebenwirkungen auftreten, die sich mit h√∂herem Konsum, eventuell verunreinigtem Stoff, oder mangelnder Hygiene zu schweren k√∂rperlichen oder psychischen Krankheiten ausweiten k√∂nnen.
    gelöscht: siehe Communityregeln
    Aber letztendlich kann keine Droge der Welt kann ein Loch in der Seele stopfen...
    Geändert von Pucki ( 8.04.2015 um 17:57 Uhr) Grund: Satz gelöscht

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 63

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Prinzipiell kann man die Diskussion √ľber "die Drogen" eigentlich in dieser allgemeinen Form nicht f√ľhren, da man zwischen einzelnen Klassen von Drogen und ihren potentiellen Anwendungsgebieten und Risiken sehr stark unterscheiden m√ľsste (Stimulanzien, Psychedelika, Opiate etc.). Aber das ist in diesem Forum aus nachvollziehbarer Weise nicht gestattet, da man die Wirkung dieser Drogen beschreiben m√ľsste. Insofern enthalte ich mich an dieser Stelle einfach.

  9. #49
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Eine Sache die ich hier noch ergänzen will, neben den vielen interessanten guten und schlechten Erfahrungen und Meinungen auf beiden Seiten:

    Wie schon erwähnt ist die Pharmaindustrie vor allem geldgesteuert.
    Leider ist das auch notwendig.
    Es bringt nichts der Pharmaindustrie und -lobby kollektive Unmenschlichkeit zu unterstellen.

    Nicht nur sind die Unternehmen dem Recht nach verpflichtet gewinnorientiert zu arbeiten, die komplizierten Zulassungsverfahren beg√ľnstigen dar√ľber hinaus die wenigen gro√üen global player gegen√ľber kleinen Anbietern von Spezialtherapeutika.
    Große Unternehmen sind aber aufgrund der inneren Schwierigkeiten oft gehemmt neue Entwicklungen mitzugehen.

    Medikamente mit geringer Gewinnaussicht geraten so schnell ins Abseits des Interesses oder fristen ein Dasein als akademisches Betätigungsfeld ohne Anwendung.
    Im Fall von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen haben wir noch den Vorteil, dass die Kundschaft meist weiß, meist sozial abgesichert und mitunter zahlungskräftig ist.
    Betrachtet man hingegen typische (vermeindliche) Armutskrankheiten so stellt man ern√ľchtert fest, dass Forschung selten als f√∂rderungsw√ľrdig erachtet wird.

    Sofern wir unsere gesellschaftlichen Maximen nicht √ľberdenken und der sicher auch verst√§ndlichen Gewinnpriorisierung ein ebenb√ľrtiges Verlangen nach miteinander und f√ľreinander da sein an die Seite stellen, k√∂nnen auch die viel verteufelten Industrien nur schwer anders agieren.
    Allein das Steuerinstrument ist im Fall der Gewinnorientierung deutlich handfester und daher die stärkste Droge, der die Menschheit erlegen ist.

    Behaltet auch in schweren Zeiten ein positives Weltbild und lasst uns nicht pauschal ganze Menschengruppen verurteilen.

  10. #50


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Partydrogen sollen Depressionen und Angst heilen

    Ich schliesse diesen Thread erst einmal, da er im öffentlichen Bereich ist und das Thema sehr grenzwertig ist.

    Wenn wir entschieden haben wie es weitergehen kann, teilen wir es hier mit.

    Liebe Gr√ľsse Pucki

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