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Diskutiere im Thema Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS? im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    Einen Zusammenhang legt zumindest folgender Artikel nahe:

    Paracetamol: Forscher fordern Rezeptpflicht - SPIEGEL ONLINE

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    Klingt spannend. Ich finde aber auch die Frage nach dem Warum der Einnahme ganz interessant. Vllt liegt es am Paracetamol, vllt aber auch an dem Umstand, das Schmerzen (evt. irgendwas nicht ok während der Schwangerschaft) da sind.

    Na mal sehen ob die dem Kontext weiter nachgehen...... ich hoffe ja.

  3. #3
    pero

    Gast

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    Ach so, jetzt sind es also die Mütter und falsche Medikamente in der Schwangerschaft.
    Ich würde es besser finden wenn sich die Forschung mit echten hilfen für betroffene beschäftigen würde...

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    pero schreibt:
    Ach so, jetzt sind es also die Mütter und falsche Medikamente in der Schwangerschaft.
    Ich würde es besser finden wenn sich die Forschung mit echten hilfen für betroffene beschäftigen würde...
    Nun, nirgendwo steht, dass das Medikament schuld ist, bisher weiß man nur von einer Korrelation und im Text steht auch nochmal gesondert, dass man nicht auf einen kausalen Zusammenhang schließen kann.

    Aber angenommen, es besteht ein kausaler Zusammenhang, was wäre dann falsch daran, ungeborene Kinder vor negativen Einflüssen zu schützen?
    Warum wäre es keine Hilfe, wenn man rausfinden würde, dass gewisse Medikamente Störungen wie ADHS auslösen können?
    Ist es wirklich besser, erst zu warten, bis möglichst viele Kinder mit Schäden zur Welt kommen und erst dann Lösungen anzubieten, wenn es schon zu spät ist?

    Ich finde es gut, dass man es rausgefunden hat.
    Ein interessanter Ansatz war der, dass möglicherweise Schwangere, die häufig zu Kopfschmerztabletten greifen, selber eine ADHS-Prädisposition in sich tragen und dies ans Kind weiterreichen. Dann wäre die Kausalität andersrum.
    Dagegen spricht, dass keine Korrelation zwischen der Einnahme von Ibuprofen und ADHS gefunden wurde.
    Naja. Noch weiß man es nicht genau, wieso es zu dieser Korrelation kommt und das wird auch nirgendwo behauptet.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    ReRegenbogen schreibt:
    Nun, nirgendwo steht, dass das Medikament schuld ist, bisher weiß man nur von einer Korrelation und im Text steht auch nochmal gesondert, dass man nicht auf einen kausalen Zusammenhang schließen kann.

    Aber angenommen, es besteht ein kausaler Zusammenhang, was wäre dann falsch daran, ungeborene Kinder vor negativen Einflüssen zu schützen?
    Warum wäre es keine Hilfe, wenn man rausfinden würde, dass gewisse Medikamente Störungen wie ADHS auslösen können?
    Ist es wirklich besser, erst zu warten, bis möglichst viele Kinder mit Schäden zur Welt kommen und erst dann Lösungen anzubieten, wenn es schon zu spät ist?

    Ich finde es gut, dass man es rausgefunden hat.
    Ein interessanter Ansatz war der, dass möglicherweise Schwangere, die häufig zu Kopfschmerztabletten greifen, selber eine ADHS-Prädisposition in sich tragen und dies ans Kind weiterreichen. Dann wäre die Kausalität andersrum.
    Dagegen spricht, dass keine Korrelation zwischen der Einnahme von Ibuprofen und ADHS gefunden wurde.
    Naja. Noch weiß man es nicht genau, wieso es zu dieser Korrelation kommt und das wird auch nirgendwo behauptet.
    Kann ich nur voll und ganz unterschreiben, denn so ziemlich genau das hätte ich auch antworten wollen.

    Es ist zunächst mal nur eine Korrelation, mehr nicht.
    Und möglicherwesie bleibt es das auch, denn das ließe sich sogar schlüssig darstellen:

    Wie wir wissen ist ADHS mit höchster Wahrscheinlichkeit vererbbar und die Statistiken zeigen, dass bei Kindern mit ADHS auch zumeist mindestens ein Elternteil betroffen ist.

    Da wir ja nun ebenfalls wissen, dass ADS'ler aufgrund einiger Gegebenheiten zur erhöhten Anspannung und damit verstärkt zu Spannungsschmerzen neigen, die Quote an Schmerzpatienten dementsprechend unter ADS'lern also recht hoch ist, und diese dann auch mit Schmerzmitteln dagegen behandelt werden, macht es auch, zumindest auf den ersten, etwas oberflächlichen, aber dennoch ja nicht unberechtigten Blick, Sinn zu vermuten, dass hier der Zusammenhang besteht:

    - Mütter ebenfalls von ADS betroffen, möglicherweise noch nicht diagnostiziert ->

    - Behandlung der Schmerzen mit Schmerzmittel (wobei man da sicherlich hinterfragen sollte, inwiefern auch andere Schmerzmittel eingenommen wurden usw.) ->

    - Mütter, die Schmerzmittel eingenommen haben, zeigen ein erhöhtes Risiko, dass ihre Kinder ADS haben.

    Es besteht keine Kausalität in bezug auf "Schmerzmittel führt zu ADS", sondern eine Korrelation, da Mütter, wenn ebenfalls ADS-betroffen, auch ein höheres Schmerzproblem haben und die Kinder sowieso die ADS haben, weil sie sie vererbt bekommen.

    Zumindest wäre das eine mögliche Erklärung für eine Korrelation.

    Aber das muss dann auch näher untersucht werden und dabei muss auch geprüft werden, ob tatsächlich eine Kausalität in bezug auf das Paracetamol selbst besteht, denn es wäre auch nichts neues, dass es Medikamente gibt, die das Erbgut beeinflussen ...

    So oder so aber ist da doch nirgends eine Schuldzuweisung oder ähnliches zu finden.
    Die Mütter haben doch nichts falsch gemacht.

    Wenn man auf so etwas stößt, dann sollte man es aber auch prüfen/ untersuchen, denn falls es ein Problem mit dem Mittel sein sollte, dann will man das ja auch vermeiden und andere Lösungen suchen.
    Daran ist doch grundweg nichts Negatives .

    Im Moment erinnert mich das in erster Linie an die amerikanische Studie die Anfang 2013 von den amerikanischen Gesundheitsinstituten veröffentlicht wurde.

    Es handelte sich um eine Langzeitstudie über mehrere (ich glaube 2) Jahre, in welcher der Getränkekonsum von über 260.000 Menschen verfolgt wurde.

    Dabei stellte sich heraus, dass Menschen, die gerne Süßgetränke trinken, ein höheres Depressionsrisiko hatte und besonders diejenigen, die Lightgetränke, also mit Zuckererstzstoffen versehene Getränke, nochmal zu 22% häufger an Depressionen litten, als jene, die gezuckerte Getränke zu sich nahmen.

    Aber auch das ist derzeit nichts weiter als eine Korrelation, man kann dazu, zumindest derzeit, keine Kausalität herstellen.
    Es könnte auch sehr gut sein, dass Menschen, die ohnehin zu Depressionen neigen, auch da weiß man, dass es eine genetische Komponente für eine Prädisposition, also eine Veranlagung zu gibt, auch in ihrem Gesamtverhalten "anders", eben vielleicht "labil" oder etwas ängstlicher, whatever, sind und daher eher aufgesüßte und dazu zuckerfreie Produkte achten etc. oder dass noch ein ganz anderer Grund dahinter steht.

    Das ging wie Teufel durch die Presse, natürlich mit entsprechenden Schlagzeilen (die hier ja (noch) fehlen ), aber letztlich ist es bis heute nur eine Korrelation, mehr nicht.

    Liebe Grüße
    Fliegerlein

  6. #6

  7. #7
    Ist hier zuhause

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    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    Sehr interessant, Danke!

    Die Autoren des Artikels der Kieler Schmerzklinik sehen da, soweit ich das richtig lese, aber schon eine Kausalität, mit der klaren Empfehlung, auf Paracetamol zu verzichten (was auch so oder so wohl schwer zu empfehlen ist, auch wenn es erstmal nur ein Verdacht ist/ wäre).

    Die Autoren des Artikel selbst schreiben im Jama-Pediatrics:
    "Because the exposure and outcome are frequent, these results are of public health relevance but further investigations are needed."

    Die norwegische Studie muss ich später lesen, beim ersten Versuch ist mir das Script abgestürzt ... hab ich manchmal am Schleppi ...

    Wobei ich den Kielern auch dahingehend zustimme, dass die Paracetamol nicht wirklich viel helfen ... mir jedenfalls haben sie nicht geholfen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 122

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    Neuer Ansatz: Vielleicht greifen werdende Mütter, die mit einem ADHSler liiert sind, während der Schwangerschaft häufiger zu Kopfschmerztabletten?

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    Mir ist gerade noch eingefallen, das auch die Entzugsproblematik nach der Geburt noch gar nicht berücksichtigt wurde. Regelmäßiges Gabe von Schmerzmitteln führen unweigerlich zu einer Abhängigkeit, auch körperlich, wer weiss was das mit einem Hirn eines so fragilen Organismus macht.

    Meine Mutter z.B. musste während der Schwangerschaft Faustan (Diazepam) tägl. nehmen, ich kam als hypernervöses Kind zur Welt, Zuckungen, zu schreckhaft etc...... an Entzugserscheinungen hat da aber keiner gedacht....


    Wie muss es da Säuglingen gehen, die vllt. durch einen Analgetikaentzug Schmerzen haben...... und was machen diese ersten Erfahrungen und Prägungen mit den Hirnregionen?





    naja..... ich "spinne" mal wieder rum......

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 122

    AW: Paracetamol in der Schwangerschaft und ADHS?

    Soweit ich weiß, gilt das nur für zentral wirksame Analgetika, also Opiode, da diese den Hirnstoffwechsel beeinflussen. Paracetamol und Co dürften nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit führen.

    Diazepam macht aber natürlich auch stark körperlich abhängig... da hattest du als Säugling vermutlich echt nichts zu lachen.

    Früher war man da wohl auch noch nicht so zurückhaltend- ich war ein Schreikind und der Kinderarzt hat meiner Mutter codeinhaltigen Hustensaft für mich mitgegeben, damit ich nachts mal durchschlafe...

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