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Diskutiere im Thema Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014 im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Vor wenigen Tagen habe ich einen alten Artikel aus dem "Freitag" gelesen. Ich schätze den "Freitag" sehr als eine freie linke Wochenzeitung. Dieser Artikel hat mich allerdings sehr enttäuscht. Meine Enttäuschung habe ich in einem Leserbrief zum Ausdruck gebracht. Der Autor des Artikel hat mir durch Ritalin verursachte Verblendung (meine Darstellung) vorgeworfen.

    Ich weiß nicht, ob ich ihn hier oder im Nonsens-Strang posten soll. "Der Freitag" hat es nicht verdient, dass dieser Artikel so einfach ignoriert wird, sondern kontrovers diskutiert werden sollte.

    Schon allein der Titel hat mich aufgeregt. Daher poste ich den Titel nicht. Ich hatte, bevor ich den Artikel weiter las, die Hoffnung, dass er nur sarkastisch gemeint ist, denn "der Freitag" besitzt eine angenehme Ironie.


    Artikel

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Also, mich regt das nicht zu sehr auf.
    Ich kannte die Zeitschrift gar nicht.
    Ich habe es nur quer gelesen und es hat sich mir nicht erschlossen,
    ob es um Kinder oder Erwachsene oder beides geht.

    Aber auch hier gilt wahrscheinlich

    "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche."

    (Die neue Frankfurter Schule, weiß nicht von welchem der Mitgieder es stammt.)

  3. #3
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Habe diesen Artikel kürzlich auf der Seite von Tokol entdeckt.
    Was mir eben immer besonders sauer aufstösst, sind diese Vorwürfe, die ich als Mutter ja bekomme.
    Ich kümmere mich nicht richtig um mein Kind und setze es bewusst auf Drogen.
    Mein Kind hat ja nur ADHS weil ich mich hab scheiden lassen und es dissozial erziehe.

    Mir gehen gerade tausend Gedanken durch den Kopf, was die Worte gegen erwachsene ADHSler betrifft. Kann sie aber gerade nnicht sammeln und in Worte fassen.
    Versuche es nachher noch mal mit dem zweiten Anlauf....

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Normal ignoriere ich diese Artikel. Allein der Titel hätte mein Desinteresse geweckt. Aber er wurde nun mal im "Freitag" veröffentlicht. Aus diesem Grund habe ich weiter gelesen. Nun überlege ich mir ein Kommentar auf des Autors Kommentar.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Was mir vor allem auffällt neben der Polemik, dass der Artikel schlecht geschrieben ist und vor Kommafehlern strotzt. Finde das spricht nicht für ihn bzw. den Verfasser.

  6. #6
    like a Hobo...

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 639

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Aber was willst du denn da noch weiter kommentieren?
    Das wird dann eh weiter durch den Dreck gezogen. Erwachsene, die versuchen sich zu rechtfertigen, weil sie sich ja freiwillig mit BTMs zuballern, nur weil sie sich ihre Psychosen nicht eingestehen wollen.
    (So zumindest hab ich den Kommentar vom Autor verstanden)

  7. #7
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    @steintor
    Ich finde es gut, dass du konstruktiv die Diskussion zu dem Artikel startest und eben nicht mit dem blöden Titel des Artikels.


    Ich steige ein mit der Kurzvorstellung des Autors und seines Mottos
    Durch das wahnhaften Wissen zum wahrhaften Nichtwissen zu gelangen, das könnte heilsam sein. (In Anlehnung an Richard Wahle)
    ... und komme zum Ende meines Posts nochmal darauf zurück.
    Mich interessiert immer der fachliche Hintergrund solcher Autoren, aber weder hier noch auf seinem von ihm verlinkten Blog ist zu erkennen, über welches Fachwissen der gute Mann verfügt.

    Weitere Überlegungen erübrigen sich, wenn man sich den Anfang seines Artikels anschaut
    Ritalin- Drogenwunder oder Drogenrisiko?

    ...

    AD(H)S, ein Psychosyndrom und daher schon unheimlich
    Ritalin (Stoff: Methylphenidat) ist ein wirksames Medikament und ein süchtig machendes und hirnschädigendes Rauschmittel. - Gleiches könnte für Cannabis oder Kokain auch geschrieben werden.
    So viel gequierlter unsachlicher Unsinn auf einen Haufen ... alleine schon der Vergleich, was will uns denn der Autor sagen? Das Cannabis und Kokain ebenfalls wirksame Medikamente sind??

    [Edit: ok, mit Ausnahme von Cannabis, welches ja mittlerweile als Heilmittel anerkannt ist, bei bestimmter Indikation und nach ärztlicher Verordnung!!!]


    Wenn jemand von "süchtig machend" spricht, kann
    ich mittlerweile gaaanz entspannt bleiben und demjenigen
    erst mal empfehlen seine Hausaufgaben bezüglich der
    fachwissenschaftlichen Definition von Sucht zu machen:
    Auf der Website der Gesundheitsberichterstattung des Bundes ist zu lesen:
    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Abhängigkeit als einen seelischen, eventuell auch körperlichen Zustand, der dadurch charakterisiert ist, dass ein Mensch trotz körperlicher, seelischer oder sozialer Nachteile ein unüberwindbares Verlangen nach einer bestimmten Substanz oder einem bestimmten Verhalten empfindet, das er nicht mehr steuern kann und von dem er beherrscht wird. Durch zunehmende Gewöhnung an das Suchtmittel besteht die Tendenz, die Dosis zu steigern. Einer Abhängigkeit liegt der Drang zugrunde, die psychischen Wirkungen des Suchtmittels zu erfahren, zunehmend auch das Bedürfnis, unangenehme Auswirkungen ihres Fehlens (Entzugserscheinungen wie Unruhe, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Angstzustände, Schweißausbrüche) zu vermeiden. Abhängigkeit wird heute als Krankheit angesehen.
    So, ihr lieben Chaoten, jetzt hebt bitte mal jeder den Finger, der während der Einnahme eines MPH-Medikamentes die Erfahrungen gemacht hat, dass ...
    • ... sein Medikament körperlicher, seelischer oder sozialer Nachteile hat,
    • dass er/sie trotzdem ein unüberwindbares Verlangen empfindet, das Medikament zu nehmen,
    • dass er/sie vielmehr das unüberwindbare Verlangen nicht mehr steuern kann und von ihm beherrscht wird.
    • dass er/sie eine zunehmende Tendenz verspürt, die Dosis zu steigern
    • dass er/sie, für den Fall, dass kein MPH zur Verfügung steht, folgendes verspürt: Entzugserscheinungen wie Unruhe, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Angstzustände, Schweißausbrüche und dass er/sie alles dran setzt, das zu vermeiden

    ...
    naaaa? Hallo? Hm, bin gespannt, wer diese Symptome hier bestätigt unter der Einnahme von MPH.

    Die Definition von Sucht, ebenfalls von den Seiten der Gesundheitsberichterstattung des Bundes:
    (quasi eine "verschärfte Form" der Abhängigkeit - hier spielt noch die Eigenart des jew Suchtmittels eine hervorgehobene Rolle)
    [Drogenabhängigkeit, Süchtigkeit, Rauschgiftsucht]
    Sucht ist definiert als krankhaftes Verlangen nach einem Rauschmittel (Drogen), verbunden mit einer seelischen und körperlichen Abhängigkeit von dem Suchtmittel und einer zunehmenden Abstumpfung (Gewöhnung) gegen seine Wirkung, so dass allmählich immer höhere Dosen des Suchtmittels zur beabsichtigten Rauschwirkung benötigt werden. Bei der Entstehung der Sucht wirken seelische Faktoren (Labilität, Haltlosigkeit, Willensschwäche), körperliche Vorgänge ("Einbau" der Suchtmittel in das Stoffwechselgeschehen) und die Eigenart des jeweiligen Suchtmittels zusammen. Direkte bzw. indirekte Suchtfolgen sind seelische Schädigungen, körperlicher Verfall, nachlassende Leistungs- und Widerstandskräfte, u.U. auch Delinquenz und Abbau sozialer Verhaltensweisen, Behandlung durch Entziehungskur und Psychotherapie.
    Der letzte Kommentar meines Arztes zu meinem Hinterfragen:"Bei dem, der tatsächlich in eine Art der Abhängigkeit von MPH-Präparaten verfällt, stimmt die Diagnose nicht!"

    Es verhält sich nach meinem Verständnis wie mit Schmerzmedikamenten:

    So lange die Ursache für den Schmerz da ist, verlangt der Körper nach einem Schmerzmittel. Ein gesunder Mensch verspürt ohne Schmerzen kein Verlangen nach einem Schmerzmittel.

    Dementsprechend "sucht" ein Mensch mit AD(H)S oftmals nach etwas, das ihm seine Beschwerden nimmt. Es gibt das Phänomen der so genannten "Selbstmedikation", damit ist gemeint, dass der AD(H)Sler/die AD(H)Slerin ohne Diagnose unter den Symptomen leidet und durch Konsum von Rauschmitteln versucht, den Leidensdruck zu lindern. Diejenigen wollen vielleicht ein "ganz normales" Leben führen, sehen sich aber teilweise nur dadurch in der Lage zu arbeiten.

    Mit der korrekten Diagnose und der korrekten Einstellung des Medikamentes entfällt dieser Wunsch nach "Selbstmedikation" - vielmehr ist der Patient froh, endlich "normal" zu "funktionieren", ohne die schlechten Eigenschaften der Rauschmittel in Kauf nehmen "zu müssen".

    -------
    So viel zu der Aussage bez. des Suchtpotentials.

    Die Tatsache, dass der Autor von "Psychosyndrom" schreibt und selbiges auch noch "unheimlich" findet, disqualifiziert für mich den gesamten Artikel incl der Kommentare, welche diesen Artikel positiv bewerten.

    Unheimlich (oder sage ich lieber "beängstigend"?) sind einem Dinge, von denen man keine Ahnung hat, weil wenn man Ahnung hat, wäre es ja nicht un-heimlich ... Herr Leusch, gegen Ihre Ängste gibt es eine ganz einfache Methode: nämlich Aneignung von wahrhaftem Wissen! Konsultieren Sie doch beispielsweise den Katalog der ICD-10
    F07.2 Organisches Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma
    Info.: Das Syndrom folgt einem Schädeltrauma, das meist schwer genug ist,
    um zur Bewusstlosigkeit zu führen. Es besteht aus einer Reihe
    verschiedenartiger Symptome, wie Kopfschmerzen, Schwindel,
    Erschöpfung, Reizbarkeit, Schwierigkeiten bei Konzentration und
    geistigen Leistungen, Gedächtnisstörungen, Schlafstörungen und
    verminderter Belastungsfähigkeit für Stress, emotionale Reize oder
    Alkohol.
    Inkl.: Postkontusionelles Syndrom (Enzephalopathie)
    Posttraumatisches (organisches) Psychosyndrom, nicht psychotisch
    Exkl.: Akute Gehirnerschütterung (S06.0)
    kuckst du, gar nicht mehr so unheimlich, oder?


    puhhhhh ... also: eine weitere Lektüre des Artikels spare ich mir an dieser Stelle ...
    Geändert von habitbreaker ( 2.09.2014 um 15:39 Uhr)

  8. #8
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Danke, habit, dass du dir die Mühe gemacht hast!

  9. #9
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Ich möchte mich Gretchens Posting anschließen, liebe Habit, und Dir für Deinen Beitrag danken. Ich bin noch unschlüssig, ob ich auf den Kommentar des Autors des o.g. Textes antworte oder nicht. Immerhin hat er mir keine objektive Urteilsgabe zuerkannt, da ich aufgrund der MPH-Medikation zu keinem klaren Denken mehr in der Lage bin. Alles, was ich jetzt schreiben würde, wäre in seinen Augen Polemik.



    Eine tolle Gesprächsbasis: Da Du Medikamente nimmst, glaube ich Dir ohnehin Nichts!



    Schade um den "Freitag".

  10. #10
    pero

    Gast

    AW: Der Freitag: Artikel vom 08.01.2014

    Ein selbstverliebter polemischer Autor der sich keine Mühe macht etwas zu finden was nicht in sein vorgefertigtes Weltbild passt, ja nicht mal Quellen seiner Erkenntnisse benennt.

    Da ist jeder Kommentar sinnlos.

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