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Diskutiere im Thema Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    maofatale schreibt:
    einfach weil Menschen mit ADS viel größere Probleme haben, aus sich heraus zu kommen, das zu kommunizieren, nach Hilfe zu suchen. die soziale Isolation ist definitiv weitaus stärker.
    Wobei man da allerdings auch hinterfragen muss, wie der Betroffene selbst das empfindet.
    Wenn die Betroffenen sich soziale Kontakte wünschen, führt das in der Tat zu großem Leid.
    Aber es gibt auch jene, die einfach gerne für sich, und lieber mit sich selbst und ihrer Gedankenwelt beschäftigt sind.
    Die empfinden das dann nicht als soziale Isolation, sondern für die ist im Gegenteil, der Bereich in einem solchen Umfeld (wie z.B. Schule) die größere Qual.
    Das Symptom alleine ist also nicht ausschlaggebend für den Grad der Beeinträchtigung, der daraus entstehen kann .
    Geändert von Fliegerlein ( 1.08.2014 um 13:48 Uhr)

  2. #42
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Fliegerlein schreibt:
    Wobei man da allerdings auch hinterfragen muss, wie der Betroffene selbst das empfindet.
    Wenn die Betroffenen sich soziale Kontakte wünschen, führt das in der Tat zu großem Leid.
    Aber es gibt auch jene, die einfach gerne für sich, und lieber mit sich selbst und ihrer Gedankenwelt beschäftigt sind.
    Die empfinden das dann nicht als soziale Isolation, sondern für die ist im Gegenteil, der Bereich in einem solchen Umfeld (wie z.B. Schule) die größere Qual.
    Das Symptom alleine ist also nicht ausschlaggebend für den Grad der Beeinträchtigung, der daraus entstehen kann .

    da hast du recht. die frage habe ich mir auch oft gestellt. und bin inzwischen (auch durch viel nachfragen) zu dem Schluss gekommen.

    ja, so für sich zu sein ist weniger schlimm als andere dann denken. was aber nicht ausschließt, dass sich freunde gewünscht werden. und wenn es nur einer ist, mit dem man durch dick und dünn geht. das wissen darüber, dass man es nicht so "schafft" wie andere, ist trotzdem da und frustriert.


    diese zu diesem teil meines Kommentars von vorhin

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    hinzu kommt:

    ist es wirklich der Wunsch oder ist es einfach nur kompensationsstrategie, damit es weniger weh tut?

  3. #43
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Nachtrag:
    Es gibt aber leider auch Fälle, für die beides zutrifft, womit dann noch eine innerliche Zerissenheit dazukommt, nämlich sich einerseits soziale Kontakte zu wünschen, welche man andererseits aber als unangenehm und anstrengend empfindet, und das ist dann schon wirklich ziemlich übel ...

    Aber um das noch mal deutlich zu machen:
    Ich sehe das auch so, dass hypoaktive ADHS-Betroffene keineswegs geringer beeinträchtigt sind oder weniger leiden, ich gebe nur wieder, was es in der Fachwelt an Therorien und Vermutungen gibt, denen man nachgeht um herauszufinden, was am Ende tatsächlich stimmt.

    Im Gegenteil bin auch ich der Meinung, dass hypoaktive es insofern schwerer haben, als sie viel zu spät, wenn überhaupt erkannt werden und sich damit dann schon weitere Beeinträchtigungen in Form von Komorbiditäten gebildet und gefestigt haben, deren Auwirkungen dann auch schnell deutlich über dem liegen, was die eigentliche ADS eh' schon bewirkt.

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    maofatale schreibt:
    ja, so für sich zu sein ist weniger schlimm als andere dann denken. was aber nicht ausschließt, dass sich freunde gewünscht werden. und wenn es nur einer ist, mit dem man durch dick und dünn geht. das wissen darüber, dass man es nicht so "schafft" wie andere, ist trotzdem da und frustriert.
    Da warst Du jetzt etwas schneller , ich wollte genau das noch an mein Posting anfügen, habe mich dann aber entschieden, daraus ein eigenes zu machen...


    maofatale schreibt:
    hinzu kommt:

    ist es wirklich der Wunsch oder ist es einfach nur kompensationsstrategie, damit es weniger weh tut?
    Das ist eine sehr gute Frage.
    Für mich gesprochen kann ich sagen, dass es diese besagte innere Zerissenheit ist.
    Ich bin ein Einzelgänger, Stubenhocker, will für mich sein und das war schon seit je her so.
    Wenn ich als Kind was angestellt habe, dann habe ich nicht Stubenarrest bekommen, denn damit hätte meine Mutter mir den größten Gefallen getan, sondern ich wurde zum Spielen rausgeschickt.
    Aber anderereits war und ist ist da auch immer der Wunsch gewesen, irgendwie doch dabei sein zu wollen, soziale Kontakte zu haben, gleichzeitig verknüpft mit der inneren Abwehr.
    Sehnsucht und Abwehr in einem und das ist schon echt übel.

    Ich habe selten überhaupt Kontakte gesucht und wenn, wusste ich nicht wie man das macht und/oder wie man sie hält und ja, die Stillen bemerkt ja ohnehin keiner und ich gehöre in die ganz stille Ecke.

    Ich würde es aber in meinem ganz persönlichen Fall nicht in gänze, aber wohl auch teilweise zutreffend als Kompensationsstrategie sehen, obwohl ich mir das sehr sehr gut vorstellen kann, so ganz im Sinne von, "man macht das Beste aus dem, was man hat".

    Das ist durchaus plausibel und ich kann's mir gut vorstellen.

  5. #45
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.423

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Hallo maofatale,

    Jetzt verstehe ich besser deine Aufregung... Als Mutter geht solche Sachen sicher noch sehr nah, da du deine Kindern auch schützen möchte (was gut ist, im Tierwelt tuen Müttern auch ihre Jungen schützen).

    Ich habe keine eigene Kindern zu schützen, ich muss nur zu mich schauen, was schon einfacher ist... Ich habe gelernt mit vieles umzugehen. Ich nehme vieles viel gelassener als früher...

    Nun, denke ich auch, dass besser Artikeln sicher zu wünschen sind und dass man, wenn man darauf Lust hat, sich dafür einsetzten darf.

    Ich war sonst früher auch ein Kind, und vor allem, konnte mich meine Eltern nicht schützen... Aber sie haben mich doch einiges gegeben, so dass ich mein Weg weitermache.
    Ich finde auch wichtig, seine Kindern auf die Welt so wie er ist, zu vorbereiten. Ich meine damit nicht abhärten, aber ehe stärken, damit sie etwas auf der Weg zu nehmen haben für später...

    Meine Eltern haben mich nicht immer verstanden, aber sie stehen hinten mich... Sie haben mich so genommen wie ich war und es war schon hilfreich... Auch wenn so vieles schief gelaufen ist, ist davon irgendwo immer etwas geblieben... Die Erfahrung, so sein zu dürfen war irgendwo da... Ich wusste immer, dass es so was gibt... Ich konnte danach suchen...

    lg

  6. #46
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.423

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Ich habe auch der Eindruck, hypo haben ehe schwerer als hypies, nicht weil ihre Beinträchtigung schwerer ist, aber sie werde länger übersehen... Der hypies der alle nervt, bekommt doch Aufmerksamkeit und Zuwendung. Zwar negativ, aber es ist besser als gar keiner. Wer nervt bekommt auch rascher Hilfe...

    Ich war als Mädchen ehe brav und angepasst (mehr oder weniger), aber ich errinere mich an eine tiefe Einsamkeit, weil niemand sehen konnte was in mich los war... Natürlich kam dazu eine Trauma und es ist bekannt, Einsamkeit gehört auch dazu... Weil man es nicht im Wort fassen kann, was los ist, und vielen es nicht verstehen können...

  7. #47
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.124

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Einsamkeit und nicht verstanden werden. Zwei Dinge die sich wie ein roter Faden durch mein Leben ziehen, obwohl ich einen großen Bekanntenkreis habe. Selbst mittendrin fühle ich mich sehr oft allein. Bis vor ungefähr 1nem Jahr wußte ich noch nicht einmal warum das so ist. Jetzt kann ich dran arbeiten.

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Sunpirate schreibt:
    Einsamkeit und nicht verstanden werden. Zwei Dinge die sich wie ein roter Faden durch mein Leben ziehen, obwohl ich einen großen Bekanntenkreis habe. Selbst mittendrin fühle ich mich sehr oft allein. Bis vor ungefähr 1nem Jahr wußte ich noch nicht einmal warum das so ist.
    Ich kann das sehr gut verstehen, wenn auch das Einsamkeitsempfinden bei mir eher fehlt ... vielleicht gereicht mir da der Asperger zum Vorteil ...

    Sunpirate schreibt:
    Jetzt kann ich dran arbeiten.
    Und das ist doch die wichtigste und schönste Erkenntnis.
    Wie es heißt und zu was genau es gehört ist dann wohl eher zweitranging, wenn man erstmal überhaupt erkannt und verstanden (und akteptiert) hat, dass man nicht Schuld an alldem ist, nicht faul, nicht dumm, nicht blöd und was sonst alles man uns an den Kopf geworfen hat und wir aufgrund unserer steten Erfahrung ja auch irgendwann selbst gedacht haben!!
    Das Alles überhaupt erstmal zu verstehen, kann schon eine unglaubliche erste Erleichterung geben.

  9. #49
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Fliegerlein schreibt:
    Wenn ich als Kind was angestellt habe, dann habe ich nicht Stubenarrest bekommen, denn damit hätte meine Mutter mir den größten Gefallen getan, sondern ich wurde zum Spielen rausgeschickt.

    ähm ja... das hat meiner zu mir auch schon mal gesagt:

    "mama, hausarrest wär für mich irgendwie gar keine strafe."

    auch ein stubenhocker

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Fliegerlein schreibt:
    Aber anderereits war und ist ist da auch immer der Wunsch gewesen, irgendwie doch dabei sein zu wollen, soziale Kontakte zu haben, gleichzeitig verknüpft mit der inneren Abwehr.
    Sehnsucht und Abwehr in einem und das ist schon echt übel.

    Ich habe selten überhaupt Kontakte gesucht und wenn, wusste ich nicht wie man das macht und/oder wie man sie hält und ja, die Stillen bemerkt ja ohnehin keiner und ich gehöre in die ganz stille Ecke.

    Ich würde es aber in meinem ganz persönlichen Fall nicht in gänze, aber wohl auch teilweise zutreffend als Kompensationsstrategie sehen, obwohl ich mir das sehr sehr gut vorstellen kann, so ganz im Sinne von, "man macht das Beste aus dem, was man hat".

    Das ist durchaus plausibel und ich kann's mir gut vorstellen.
    als würdest du aus unserem leben hier schreiben.

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    maofatale schreibt:
    es kann doch nicht sein, dass man - nur damit presse schreiben kann was sie will - als Eltern da ständig dagegenarbeiten muss.

    und ein gut recherchierter Artikel, der die ADHS in ihrer normalen Bandbreite zeigt und dabei respektvoll bleibt - schließt ein Gespräch zwischen Eltern und kind nicht aus. deswegen unterhalten sich Eltern doch trotzdem mit dem kind darüber und erklären.

    also ich finde, dieses argument hinkt seeeeeehr.
    Stimmt schon. Aber das ist der Stern. Es gibt im Internet jede Menge Müll. Ein Artikel in einem Magazin wie der Stern, ist selten frei von kritikwürdigen Abschnitten. Aber der Artikel hetzt nicht, wie so viele andere Artikel auch in den besseren Zeitungen, gegen die Vergabe von Medikamenten gegen AD(H)S und erklärt die Krankheit zur Mode. Ob man das hier kritisierte Wort nun gut findet oder nicht, den Artikel etwas flach oder nicht... im Vergleich zu dem was sonst so veröffentlicht wird, ist er gut und wird dein Kind wohl kaum wirklich verunsichern.

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