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Diskutiere im Thema Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    mj71 schreibt:
    @ Maofatale: Ich hoffe, ich darf hier doch meine Meinung schreiben oder? Ich erwarte gar nicht dass jemand mit mich einverstanden ist, aber ich möchte nicht dass man mich vorschreibt was ich schreiben soll und noch weniger was ich denken sollte...

    Der Satz die du von mich zitiert hattest, ist noch von mich gar keine "Begeisterungausbruch". Ich fand der Artikel gut, ohne weiteres... Es gibt besseres, aber auch schlechteres...

    Früher habe ich mich über was im Medien stand, immer wieder aufgeregt... Heute, geht es mich so vieles ehe am Arsch vorbei... Ich reagiere gelassener und hoffe, ich darf gelassen reagieren...

    Dazu möchte ich mich hier auch nicht weiter streiten über wie gut diese Artikel ist... Jeden hat seine Meinung und es darf auch so sein...


    ich denke nicht, dass ich dir deine Meinung abgesprochen habe, jedenfalls war das keineswegs meine Absicht. ICH möchte MEINE Meinung aber dazuschreiben, die da nicht begeistert ist (begeistert über den Artikel), da ich für meinen Teil nicht möchte, dass es nach außen hin den Anschein hat, wir (die Betroffenen) wären da nun "alle" begeistert darüber. denn ich bin es definitiv nicht.

    wenn du meinen Satz so verstanden hast, dann habe ich das vielleicht missverständlich ausgedrückt.

    du (und ihr) sollst sogar deine eigene Meinung schreiben! das wäre ja schlimm, wenn nicht

  2. #22
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    mj71 schreibt:
    Ich fand auch, über die ruhigen hypo war zu wenig geredet und es war auch einiges gemischt... Perfekt war es sicher nicht...
    Stimmt, perfekt ist der Text freilich nicht. Als Sommerloch-Artikel finde ich ihn gut.

    Um ADS und ADHS miteinander in Verbindung zu bringen, bedarf es schon einen mentalen Spagat. Selbst Betroffene bekommen diese Kurve nicht, wenn z.B. die Äußerung kommt, weswegen ein Betäubungsmittel bei nicht Hyperaktiven angewandt würde. Daher wünsche ich mir eine bessere Begrifflichkeit, die sich nicht auf die Hyperaktivität bezieht.

  3. #23
    ellipirelli

    Gast

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    maofatale schreibt:
    das denke ich jetzt mal nicht, dass sich das ausschließt.

    du hast den 1. Teil meines Zitates nicht beachtet, und darauf war "ausschließen" gemünzt:
    den Artikel differenziert(er!) sehen wollen, aber nur anlesen schliesst sich- für mich- aus...

  4. #24
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Ja, nee schreibt:
    Das scheint mir in vielen Artikeln der Fall zu sein... also dass kaum was über die gesagt wird, die nicht voll hyperaktiv sind. Vielleicht ein Grund dafür, warum bei Kindern Jungs häufiger ADHS diagnostiziert bekommen. Laut Wikipedia ist das bei Erwachsenen nämlich ausgeglichen.

    das zb empfinde ich als grundsätzliches problem. das sogar in guten Fachbüchern auftritt.

    ich bin eher hyperaktiv - kann mich aber auch nicht als "voll hyperaktiv" sehen (Ärztin sagt Mischform). Mein Kind ist hypoaktiv.

    Wenn ich meinem Kind ein Fachbuch geben will, damit es sich selbst auch etwas informieren kann, damit er weiß, womit er es zu tun hat und nicht mal wieder von mir deswegen "vollgelabert" werden mag... er kann sich mit alldem schlichtweg nicht identifizieren. und da tun solche Artikel in der presse auch nicht gerade gut. schon gar nicht, wenn hypoaktive Kinder dann in die schule gehen und mit "Ungläubigkeit" konfrontiert werden (wie jetzt... der ist doch gar nicht hyperaktiv, was will der denn)...


    naja.
    Geändert von maofatale (29.07.2014 um 12:13 Uhr)

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Ok, ich muss zugeben, dass mich der Text vor meinem ersten Post schon extrem getriggert hat, sodass ich vielleicht etwas übers Ziel hinausgeschossen bin.
    Aber ich finde nach wie vor, dass man auch vom Stern, der für eine breite Öffentlichkeit geschrieben wird, doch noch mehr erwarten können sollte (obwohl der Artikel
    auf den zweiten Blick auch einige gute Passagen enthält). Und ich denke eben weil der Stern so eine Breitenwirkung hat, dürfen wir Betroffene uns gerade nicht damit zufriedengeben und müssten auf absolut genaue sachliche Korrektheit bestehen, damit sich nicht wieder erneut Falschinformationen in der Öffentlichkeit festsetzen...

    Steintor schreibt:
    Der "Stern" ist keine wissenschaftliche Zeitschrift. Für eine leicht gehobene Illustrierte ist der Artikel sehr gut. Im "Nature" würde ich eine anderen Artikel erwarten.
    Das ist zwar richtig, aber ich meinte gar nicht so sehr das wissenschaftliche Niveau, sondern das vieles vermischt wird und einiges sachlich einfach falsch ist.
    Beispiel Überschrift:

    ADHS und ADS: Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen
    Für mich ist das sachlich sehr geschludert. Es müsste dann entweder ersetzt werden durch ADHS alleine:

    "ADHS: Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen"

    oder es müsste dann eigentlich auch noch eine zweite Überschrift zusätzlich geben wie :

    "ADS: Wenn Kinder zuviel zur Ruhe kommen"

    Aber so wie es im Artikel steht, zeugt es von journalistischer Gedankenlosigkeit, Unfähigkeit oder Desinteresse an gewissenhaftem Arbeiten.
    Und DAS ist es was mich äusserst stört und am Text insgesamt zweifeln lässt, weil es zu viele dieser Beispiele darin gibt...
    Ganz zu schweigen davon, dass ADS wieder hinten runter gekippt wird und alle wichtigen Nuancierungen flöten gehen -- und das alles ist selbst beim
    Stern definitiv nicht akzeptabel...

    Steintor schreibt:
    Der "Stern" wird von Leuten gelesen, die meines Erachtens ab und an nachdenken können. In diesem Fall eignet sich eine provokative Überschrift, um das Interesse der LeserIn zu wecken, und zwar der nicht ADHSlerIn oder der noch nicht Diagnostizierten (die Betroffenen wissen das Meiste ohnehin schon). Der Begriff "Zappelfillipp" (habe ich das Wort richtig geschrieben?) ist ein herablassendes Wort und wird daher bewusst angewandt. Es soll m.E. nicht demütigend wirken, zumal die LeserInnen, die ich oben charakterisiert habe, dieses Wort wohl eher neutral sehen.

    Hinzu kommt dieses ewige Argument "früher gab es das nicht!", das mit diesem Wort entkräftet wird. Zappelfillippe gab es immer schon, nur wurden sie früher nicht mit ADHS in Verbindung gebracht, weil es diese Krankheit erst seit Mitte der 70er Jahre gibt...den Begriff gibt es seit Mitte der 70er Jahre. Ich vermute, dass die Autorin mit dem Wort eine Verbindung zwischen der alten Vorstellung ("früher gab es kein ADHS") und dem neuen Denken ("ADHS gibt es schon immer, nur hieß es früher anders") herstellen wollte.
    Und noch zum Begriff "Zappelphilipp": Deine Idee, das die Autorin mit dem Begriff alte und neue Vorstellungen verbinden wollte, um die Legitimität von ADHS zu
    untermauern, gefällt mir sehr gut und stimmt vermutlich.
    Aber auch an dieser Stelle: Warum werden nicht zusätzlich "Hans-guck-in-die-Luft" und "Schlaftablette" erwähnt, die es auch schon immer gab und die einen genauso abschätzigen Beiklang haben wie "Zappelphilipp"??
    Und das Entscheidende ist ja: Selbst den extrem hyperaktiven ist mit dem Begriff "Zappelphilipp" wieder ein schlechter Dienst erwiesen, weil er das unwichtigste (den motorischen Überschuss) in den Vordergrund stellt und den Blick auf das wichtigste Symptom (die mangelnde Hemm- und Bremsfähigkeit) verschleiert.
    Und ausserdem ist der "Zappelphilipp"-Begriff ja auch keinesfalls ein Synonym für ADHS -- so gibt es viele "Zappelphilipps", die die Kriterien von ADHS nicht erfüllen würden (Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbreichen, über lange Zeit hinweg etc.). Damit fächert der Artikel wieder die Gefahr an, dass auch lebhafte Kinder ohne wirkliche Probleme im Leben diagnostiziert werden und damit die Idee von ADHS verwässert und lächerlich gemacht wird (zum Leidwesen der echten Betroffenen)...

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Ja, nee schreibt:
    "WIeder mal ohne Worte . Als ob es den meisten hier daran gefehlt hätte..."

    ich glaube den meisten hier hat es auch daran gefehlt. Auf den Schluss könnte man jedenfalls kommen, wenn man in die Eltern-Beziehung-Umfrage schaut und hier ein bisschen liest. Tatsächlich KANN man durch Liebe und Zuwendung viel erreichen oder nein, eigentlich umgekehrt: Durch fehlende Liebe und Zuwendung wird (fast) jedes Kind psychisch krank, bei ADHS-Kindern kann sich das nochmal stärker auswirken (Beispiel Zusammenhang Borderline ADHS).

    ADHS ≠ Drepression
    ADHS ≠ Borderline-Störung
    ADHS ≠ Angststörung
    ADHS ≠ Sozialphobie

    Aber:

    ADHS -> Drepression
    ADHS -> Boderline
    ...

    sofern es zum Beispiel an Liebe und Zuwendung mangelt. Und es lebt sich sehr viel leichter ohne Berderline etc.... in sofern hat der Mann mit seiner Aussage nicht unrecht.
    Natürlich wirken sich fehlende Liebe und Zuwendung immer negativ aus. Aber daraus kann man eben im Umkehrschluss nicht folgern, dass vorhandene Liebe und Zuwendung irgendwas an der ADHS-Problematik an sich verbessern werden.

    Und man könnte aus der Eltern-Beziehungs-Umfrage auch schliessen, dass es sich vielleicht sogar umgekehrt verhält: Das also das ADHS, dass schon vorher da ist, dazu führt, dass die Betroffenen GERADE WEGEN DER SYMPTOMATIK leider weniger Liebe, Zuwendung und positive Erziehung erfahren...
    Bei Borderline ist dass vermutlich anders, weil da ja Traumatisierungen eine viel grössere Rolle bei der Verursachung spielen...

    Ich finde, im Internationalen Konsenspapier von 2002 werden ganz gut die Rollen von Veranlagung und Umwelt (Erziehung, Zuwendung usw.) bei den Ursachen und der Therapie erklärt:

    Zahlreiche Zwillingsstudien zeigen auf, dass die familiäre Umgebung keinen bedeutenden eigenen Beitrag zu diesen Eigenschaften liefert. Damit ist aber nicht gesagt, dass die häusliche Umgebung, elterliches Erziehungsverhalten, stresserzeugende Lebensumstände oder abweichende Beziehungen mit Gleichaltrigen unwichtig sind oder keinen Einfluss auf Individuen mit ADHS haben, da dies mit Sicherheit der Fall ist. Genetische Tendenzen kommen durch die Interaktion mit der Umwelt zum Ausdruck. Menschen mit ADHS haben oft auch andere damit in Verbindung stehende Störungen und Probleme, von denen manche klar mit ihren sozialen Umgebungen zusammen hängen. Es ist aber zu sagen, dass die zugrundeliegenden psychologischen Defizite, aus denen ADHS selbst besteht, nicht alleine oder primär das Ergebnis dieser Umweltfaktoren sind.

    Dies ist der Grund, warum führende internationale Wissenschaftler, so wie die unten genannten Unterzeichner, die zunehmenden Belege für die neurologischen und genetischen Beiträge zu dieser Störung anerkennen. Diese Belege, verbunden mit zahllosen Studien über die schädlichen Auswirkungen dieser Störung sowie mit Hunderten von Studien über die Effektivität von Medikation, stützen die Notwendigkeit in vielen - wenn auch keineswegs in allen - Fällen, für die Behandlung der Störung mit multiplen Therapien. Diese beinhalten Medikation, verbunden mit pädagogischen, familiären und anderen sozialen Maßnahmen. Dies steht im auffälligen Kontrast zu den vollkommen unwissenschaftlichen Ansichten von manchen Sozialkritikern in einigen regelmäßig wiederkehrenden Medienveröffentlichungen, wonach ADHS einen Betrug darstellen würde, dass die medikamentöse Behandlung der Betroffenen fragwürdig oder gar tadelnswert sei, und dass irgendwelche mit ADHS zusammenhängende Verhaltensprobleme lediglich das Ergebnis von häuslichen Problemen, zu vielem Fernsehen oder zu vielen Videospielen, falscher Ernährung, Mangel an Liebe und Zuwendung oder Mangel an Toleranz der Lehrkräfte/Schulen wäre.

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Ich weiß auch nicht, warum sich manche aufregen.

    Es ist einer der wenigen Artikel, die nicht das Klischee der Gesellschaft bemüht, die Kinder krank mache und mit Medis vollstopft.

    Auch wenn es im Detail nicht immer stimmt, ist der Artikel insgesamt informativ und differenziert für run Publikum, dass kaum etwas weiß.

    Ich frage mich was jetzt so wahnsinnig diskriminierend am Wort "Zappelphilipp" sein soll. Der Artikel hatte eine positive Intention. Eine Seltenheit. Warum muss jetzt auch bei ADHS übertriebene Political Correctness Einzug finden. Wenn wir nicht mal die wenigen positiven Stimmen unterstützen, wie soll man sich denn gegen die echte Hetze wehren?

    Außerdem: ADSler sind such unruhig, nur eben nicht nach außen hin.

    Da Journalisten meist nur Post/ Kommentare bekommen, wenn sich die Leser aufregen, wäre es doch mal gut, Journalisten zu bestärken, die einen positiven Artikel verfassen.

    Vielleicht wollen ein paar eine Mail schreiben:
    Info@stern.de

    Oder direkt an die freie Journalistin:
    maren.wernecke@gmx.de

    Ob der Artikel auf Facebook zu kommentieren ist, weiß ich nicht. Denn dort wurde die kommentarfunktion vom Stern verlagert. Wenn ja, können diejenigen, welche bei Facebook sind, eine positiven Kommentar neben den ganzen Hatern hinterlassen.

  8. #28
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    joncan schreibt:

    Ich frage mich was jetzt so wahnsinnig diskriminierend am Wort "Zappelphilipp" sein soll. Der Artikel hatte eine positive Intention. Eine Seltenheit. Warum muss jetzt auch bei ADHS übertriebene Political Correctness Einzug finden. Wenn wir nicht mal die wenigen positiven Stimmen unterstützen, wie soll man sich denn gegen die echte Hetze wehren?
    das mit der political correctness - ehrlich, ich bin da eigentlich auch entspannt, wirkt nun vllt nicht so... einfach weil ich "deswegen" halt nicht entspannt bin. das fällt für mich kein stück unter political correctness.

    wenn ADHS und ADS irgendwann mal ansatzweise als das akzeptiert ist, was es ist, dann könnte man mal drüber nachdenken, ob man wieder *****... äh zappelphillip-syndrom dazu sagen kann. im moment ist es aber so, dass AD(H)S weder ernst genommen wird, es verleugnet wird ("mei, lasst die Kinder halt rumtoben!"), man sich selbst im Familien- und Freundeskreis rechtfertigen muss ("ja aber ich verleg ja auch mal Sachen, das ist doch normal" - denk: 'hach, wie verdammt nochmal erklär ich nun jetzt glaubhaft, dass es nicht um Schludrigkeit geht, sondern um ein nicht-KÖNNEN?' sag: "ja, aber, *rumstöpsel* bei ADHS ist das anders. ich KANN das nicht so wie du. weil ..erklä erklär..." - lieber ungläubiger ist-ja-schon-gut-Blick) und so weiter.

    das wort zappelphillip - suggeriert genau das. der masse. und erst recht, wenn sich sogar vermeintlich seriöse Plattformen diesem Wort bedienen.

    das mag jetzt kleinkariert klingen - von mir aus. aber wie schon mehrfach gesagt: keine SZ würde bei Berichterstattung über Fehlsichtigkeit von "Maulwürfen" berichten oder ähnlichem. es geht mir hier darum, Akzeptanz gegenüber ADHS zu bekommen. in der "allgemeinen" Meinung der Bevölkerung.
    Niemand schreibt über "Ritzerchen" wenn es um Borderline geht. Man kann hier zig Beispiele nennen.

    und was mir eben AUCH sehr wichtig ist: menschen mit ADS, also hypoaktive, werden dadurch NOCH weniger ernst genommen.

    --> "na was denn, der zappelt doch gar nicht! der ist doch lieb und brav. die Eltern haben halt keinen Bock sich zu kümmern und machen es sich leicht, lassen halt mal irgendeine Diagnose stellen"

    --> oder, Schule: Pädagogen, die nur Presseberichte dazu lesen... erkennen noch nicht mal, dass da ein Schüler sitzt, der seine Aufmerksamkeit halt nicht halten KANN. Halten das Kind womöglich für dumm und faul und behandeln es auch so.


    hach, ich könnte da nun zig Reaktionen aufzählen...


    mir persönlich ist es schon wichtig, dass sich darüber nicht mehr lustig gemacht wird ("haha, du ADHS-Kind!" / "jaja, haben wir wieder eine Ausrede *g"). Das ist für mich nix anderes als über Down-Syndrom-Betroffene (trisomi 21-Betroffene) zu schreiben und dabei das Wort "Mongos" zu nutzen. Zappelphilipp ist zum einen respektlos (in seriösen Medien!), verharmlost UND schließt die Hälfte der Betroffenen schlichtweg aus. Und warum? weil ja nur sie Zappelphilipps die Umwelt "nerven" (dieses Wort suggeriert, dass über Menschen geschrieben wird, die ihre Umwelt totaaaaaaal anstrengen und jeder froh wäre, würden sie das endlich lassen).

    Von Mischformen ganz zu schweigen. Es wird in fast jedem Bericht lediglich das Extrem des "Nervtötenden" (natürlich in allen Bereichen: unfähig Gefühle zu kontrollieren etc.) dargestellt.

    Mir geht das tatsächlich auf den Zeiger.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    schon witzig, da wo die Sternchen oben stehen, wurde das typische wort für schwarzafrikaner, das eben genauso abfällig ist, automatisch zensiert (das ich übrigens nur heranzog um zu vergleichen, dass das für mich auf ähnlicher stufe angesiedelt ist) - aber zappelphillip ist legitim genug. (was übrigens nicht heißt, dass ich mir dort auch Sternchen wünsche, sondern beim anderen wort keine)
    Geändert von maofatale (31.07.2014 um 09:18 Uhr)

  9. #29
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.426

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    Ich weiss dass wir etwas ganz verschieden auffassen... Dazu, wenn wir emotional sind, sind wir es...

    Ich empfinde der Wort "zappelphilip" nicht wirklich als etwas negatives... Ehe lustig und ich denke, die Wort erklärt kurz etwas sehr klar... Es ist ein Bild dass vielen kennen...

    Nun, gab es in diese Forum schon Zoff ob ein Wort diskriminierend ist oder nicht und dann wird es auch rasch emotional, wobei es sehr verschiedene Empfindungen gibt...

    Weiter finde ich der Artikel nicht perfekt und einiges hätte ich anders... Aber es gibt wirklich schlimmeres dass ich mindenstens froh, dass sie da nicht ADS abstreiten und nicht von "Kindern mit Drogen vollpumpen" reden, aber von eine Störung die Leidendruck bringt und behandelbar ist...

    Perfekt ist nicht, aber für so ein Zeitung der sonst viel Quatsch schreibt, eine Schritt in der gute Richtung. Klar, sie können noch besser machen und hoffe, dass sie auch es machen werden...


    Da kommt mich eine Gedanke so durch der Kopf: Wir Chaoten haben in manche Bereich unsere liebe Mühe... Egal wie viel wir uns anstregen, Ergebniss kann bescheiden bleiben... Wir kennen auch dann auch auf dach bekommen, weil es doch nicht so toll war... Hilft es weiter? Oder ist besser wenn sich jemand auf was doch erreicht war sich freut? Aus diese Grund finde ich auch gut, Medien Mut zu machen wenn sie mal zwar nicht perfekt sind, doch etwas ein bisschen besser machen... Oder mal selber zu sehen, dass ein bisschen davon nicht so schlecht ist...

    Ich weiss dass ich weiterkomme, wenn ich mich auf was, was gut klappt freue... Auch so, bekomme ich von Mitmenschen mehr...

    Dabei will ich niemand seine Gefühlen und Empfindungen abstreiten! Alles ist ok und darf sein... Aber ich hatte Lust zu sagen dass es bei mich anders ist... Ich weiss auch, wenn mich etwas tierisch nervt, hat es auch etwas mit mich zu tun... Es tut weh wo ich schon mal verletzt war... Da will ich niemand Vorwürfen machen, es ist wieder mal so und sehr menschlich...

    Mich regt mich ehe mehr auf, wenn jemand sagt "ey regt dich nicht auf" als jemand der mal emotional ist, wo ich selber gelassen bleibe...

  10. #30
    pi pa po

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 525

    AW: Stern.de (28.07.14): Wenn Kinder nicht zur Ruhe kommen

    mj71 schreibt:

    Ich empfinde der Wort "zappelphilip" nicht wirklich als etwas negatives... Ehe lustig und ich denke, die Wort erklärt kurz etwas sehr klar... Es ist ein Bild dass vielen kennen...

    Nun, gab es in diese Forum schon Zoff ob ein Wort diskriminierend ist oder nicht und dann wird es auch rasch emotional, wobei es sehr verschiedene Empfindungen gibt...

    .
    wie soll ein Kind verstehen, dass es genau das hat, worüber ständig das wort zappelphillip oder Störenfried benutzt wird, wenn es ein stiller Träumer ist? wie soll sich ein kind damit identifizieren?

    wie soll ein "zappelphillip" sich gut fühlen, ich bleibe noch immer beim kind, wenn es so einen Stempel bekommt?

    wir erwachsenen können da vielleicht weiterdenken. aber konfrontiert werden damit weit eher Kinder. und die können das noch nicht. die frustriert das.

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