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Diskutiere im Thema Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn... im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    salamander

    Gast

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Fliegerlein das ist EINS A formuliert und auf DEN Punkt gebracht.

    Ich danke DIR!
    Und Hut ab vor DIR!

    Liebe Grüße
    Salamander

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Den Vergleich mit Wüste etc. verstehe ich immer noch nicht. Für mich ist der Vergleich genauso hinkend, wie wenn man sagt, wenn alle Trisomie 21 hätten, dann wären die Betroffenen nicht krank, ergo leben sie nur in einer falschen Gesellschaft. Sicherlich haben wir nicht diese starken Einschränkungen, aber wieso leben wir nur in einer nicht passenden Gesellschaft? In welcher Gesellschaft wären wir denn mit unseren Defiziten passend?
    Und jetzt bitte nicht die vermeintliche Kreativität und den Hyperfokus erwähnen, und dabei die Defizite, die die Diagnose erst ermöglichen ausser Acht lassen.......

  3. #43
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Der Vergleich ist auch unglücklich und hinkt gewaltig.

    Was er aber ausdrücken soll ist, dass ein ADS'ler ja durchaus in gewissen Umgebungen relativ gut funktionieren kann, nämlich dann, wenn dort seine Beeinträchtigungen nicht ins Gewicht fallen oder gut kompensiert werden.
    Viele ADS'ler fallen in der Kindheit nicht oder nicht so deutlich auf, weil sie durch das Elternhaus in einer festen Struktur gehalten werden.
    Das sind vielleicht nicht die mit den stärksten Ausprägungen, aber soweit sie dort strukturier werden, funktioniert es eben:
    Aber spätestens wenn es ans Studium geht, sie eben ihre eigenen Strukturen schaffen und halten müssen, geht es dann senkrecht bergab.

    Das zeigt, dass die Umgebung auch zumindest einen Miteinfluss auf einen möglichen Krankheitswert hat.

    Ähnlich wie eine Farbenblindheit in einer dunklen Umgebung nicht ins Gewicht fällt, da man dort gar keine Farben sehen kann.
    Dennoch ist man Farbenblind, während die anderen Farben sehen können, sobald sie ans Tageslich oder in eine hellere Umgebung gehen.

    Oder besagte Erkältung, die uns hier am Boden nur nervt, aber nicht schwer beeinträchtigt, während Taucher oder Piloten darunter schwer zu leiden haben.

    Natürlich ist die ADS da und ihre Beeinträchtigungen sind vorhanden, daran gibt es nichts zu rütteln.
    Der Begriff Krankheit bedingt aber auch, dass Leiden vorhanden ist und das kann durchaus auch von außen beeinflusst sein.

    Das ist eigentlich das einzige, was der Eisbär-/ Pinguin-vergleich ausdrücken soll.
    Und dass an dem Leiden weder der Pinguin/ Eisbär, noch die Wüste schuld sind.

    So wie an unserem Leiden weder wir, noch die Gesellschaft schuld ist, was ja auch gerne als Argument genommen wird.
    Aber die Gesellschaft hat sich nun mal so entwickelt und das konnte sie nur, weil 95% der Menschen das hinbekommen.
    Geändert von Fliegerlein (21.06.2014 um 12:21 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    NACHTRAG :

    Sorry, vergessen:
    Was die Frage betrifft, in welcher Gesellschaft wir besser funktionieren, so gibt es ja durchaus einige, bei denen bestimmte unserer Beeinträchtigungen nicht zu Problemen führen.

    Wenn ich im Busch von Afrika oder im Outback in Australien lebe, dann spielt Zeit und deren Planung für mich nicht die gleiche Rolle wie in einem industriell geprägten Umfeld.
    Und ein zeitblinder ADS'ler wäre dort zwar immer noch zeitblind, hätte damit dort aber weniger Probleme als hier ... und die können hier schon extrem graviernd sein.
    Ebenso wie langfristige und komplexe Planungen.
    Dort lebt man vielleicht nur für den Tag, hiern müssen wir weit in die Zukunft planen.
    Anders sieht das schon aus, wenn auch in anderen Umfeldern auch für die Zukunft geplant werden muss, z.B. Vorratshaltung für den Winter etc.
    Dann hätten wir ohne externe Hilfe schon wieder schlechtere Karten...

    Aber nichtsdestotrotz bestehen die Beeiträchtigungen gegenüber den Anderen dennoch.

    Wenn in süslichen Gefilden die Menschen etwas gelassener mit der Zeit umgehen, könnte man ja sagen, dien hätten auch alle ADS, aber das ist ja ein Fehlschluss.
    Wenn es erforderlich wäre, könnten sie es, bzw, könnten es lernen.
    Wir können das nicht.
    Aber es wäre dort für uns kein Nachteil.

  5. #45
    Rettich

    Gast

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Ich versehe das mit den Umgebungen nichts so ganz. Einschränkungen sind, egal von welcher Warte man sie betrachtet IMMER ein Nachteil. Ob ich mir den kleinen Zeh an einer Kokospalme breche oder an einem Türrahmen hat immer den selben negativen Effekt. Wenn ich vergessen habe, an welchen Strauch noch Beeren hingen genau so, als wenn ich vergessen habe, dass heute Feiertag ist und ich nichts zum Essen eingekauft habe.

    Es ist gleich, welche Umgebung ich mir versuche vorzustellen, ohne Einschränkungen habe ich es de facto leichter.

  6. #46
    salamander

    Gast

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    @rettich

    die frage ist dann aber eher, wie du die einschränkung in dein leben "integrierst"

    ob du dich bis ans ende deiner tage an den einschränkungen aufreiben willst,
    oder ob du bereit bist, diese einschränkungen anzunehmen, und nach möglichkeiten zu suchen,
    wie du damit leben kannst, und zwar so, dass es für dich paßt. mit den einschränkungen, die
    dann vielleicht(!) nicht mehr als solche wahrgenommen werden (müssen!) sondern als etwas
    das einfach ist, und mit etwas anderem ausgeglichen werden kann.
    dabei geht es dann eher um die geistige haltung dir selbst gegenüber,
    also dich so annehmen wie du bist, und damit einen weg für DICH finden.

  7. #47
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Rettich schreibt:
    Ich versehe das mit den Umgebungen nichts so ganz. Einschränkungen sind, egal von welcher Warte man sie betrachtet IMMER ein Nachteil. Ob ich mir den kleinen Zeh an einer Kokospalme breche oder an einem Türrahmen hat immer den selben negativen Effekt.
    Das ist ein schöner Vergleich, weil er zeigt, dass es durchaus Unterschiede in den Beeinträchtigungen gibt.

    Der gebrochene Zeh schmerz in beiden Fällen gleich stark, da ist die Umgebung vollkommen egal.

    Die Farbsehschwäche ist aber nur in solchen Umfeldern keine Beeinträchtigung, wo korrketes Farbensehen nich erforderlich ist.
    Ein Techniker, der farbige Widerstandscodes und farbig codierte Leitungen auseinanderhalten muss, sollte diese Farben gerne sehen können, ansonsten fällt seine Beeinträchtigung hier sehr ins Gewicht.
    Es gibt aber auch genug Berufe, in denen Farben einfach keine Rolle spielen und das Nichterkennen daher kene Beeinträchtigung darstellt.

    Da ist es eben nicht wie der gebrochene Zeh, der immer schmerzt und einen beeinträchtigt, weil man damit nicht vernünftig gehen kann.
    Aber immerhin könnte man da auch sagen, dass er nicht so tragisch ist, wenn jemand eine sitzende Tätigkeit ausübt.
    Natürlich muss er trotzdem behandelt werden, aber er beeinträchtigt einen Menschen mit sitzender Tätigkeit nicht so wie einen 100m-Läufer oder jemanden, der ständig auf den Beinen sein muss.

    Das Umfeld ist also nicht ganz unbeteiligt daran, wie sich eine zweifellos vorhandene Beeinträchtigung auswirkt und damit auch, welches Leiden dadurch veursacht wird.

    PS:
    Sala war schneller
    Geändert von Fliegerlein (21.06.2014 um 12:55 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  8. #48


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    DonRob schreibt:
    Was für n Motor soll es denn sein, wenn man Kondome beim Sex und Depression bei Frauen als Vergleich nimmt?
    Ja, vielleicht überzeichne ich gerade... Eines meiner Schwächen durch adhs...

    Ich sage auch nicht könnte könnte könnte. Und ich sage auch nicht, dass dies die Lösung ist.
    Ich sag nur nicht, dass es das nicht gibt und dass es klar ist, adhs is nicht heilbar.

    Wenn es keine neuen Möglichkeiten geben wird, dann nehm ich halt mph mein Leben lang.
    Aber vielleicht gibt es ja anderes....

    Also, warten wir mal ab, was da raus kommt. Steht ja am Anfang.
    Wie sovieles schon gewesen und in Zukunft auch sein wird.

    Ich habe jetzt die letzten Antworten noch nicht gelesen. Keine Geduld.

    Ich denke, dass es in der Studie, so wie ich es verstanden habe, doch nur darum geht
    durch dieses spezielle MRT eine Möglichkeit zur Verbesserung der Diagnostik
    zu finden. Wenn sich nun herausstellen würde, dass ADHS´ler grundsätzlich einen
    Eisenmangel im Gehirn aufweisen, weil sie mehr benötigen als andere Menschen z.B.,
    dann müsste man tatsächlich keine Tests mehr machen. Aber das wäre nicht
    zwangsläufig ein Weg zu anderen Medis.

    Vielleicht wäre diese Methode der Messung auch billiger als andere, wie z.B. ein
    aufwändiges fMRT, weil es ja nur um diese eine Bestimmung ginge. K.A. Schön
    wäre es, wenn es irgendwann mal was Eindeutiges gäbe, um ADHS aus dem
    Sumpf der Vermutungen, Verleumdungen, Beschimpfungen usw. herauszuholen.


    Jetzt habe ich doch noch weitere Beiträge überflogen, aber ich glaube, ihr
    driftet da wieder in die "woanders ginge es mir besser" Richtung ab und das
    könnte man vielleicht woanders weiter besprechen

  9. #49
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Wenn ich Einschränkungen so annehmen kann das sie nicht mehr stören, wenn ich "nur" mich oder das Umfeld ändern muss, dann hat es für mich auch keinen Krankheitswert. Das Beispiel von Rettich verdeutlicht das, was ich meine. Ich sehe das sehr hart, das weiss ich auch, meiner Meinung nach sollte jeder, der der Meinung ist, mit eigenen Mitteln etwas ändern zu können, oder mit Hilfe Anderer, wirklich überlegen, ob er Medikamente braucht.
    Bei mir gehen Änderungen nur MIT Medikament, und das auch nur bis zu einem gewissen Grad, und das egal, ob ich im Busch oder in der Großstadt lebe, ob ich Jäger oder Sammler bin.

    Ich bin auch trotz sehr bemühtem Umfeld und vielen "zugedrückten Augen" in jeder Hinsicht auffällig gewesen, sodass es in jeglichen Unterlagen erwähnenswert war, und es trotz sehr guter Noten eine Empfehlung für eine Sonderschule ärztlicherseits gab. Da hätte kein Umfeld etwas reissen können. Da ich ähnliche Beispiele in der Familie habe, glaube ich nicht, das ich besonders hart betroffen bin, ich glaube eher....... und da schliesst sich der Kreis wieder...... es gibt unter allen hier Anwesenden verschiedene Erkrankungen, die noch nicht genau differenziert werden können. Ob ich dann in ADHS falle weiss ich nicht, aber MEINE Erkrankung ist durch anderes Umfeld nicht zu lindern. Nicht ein einziges Symptom. Ich kann lernen damit umzugehen, ohne mich selbst zu zerfleischen, ich kann auf ein verständnisvolles Umfeld bauen, aber die Auffälligkeiten bleiben, selbst in einer Behindertenwerkstatt wurden die typischen Auffälligkeiten benannt. Und da IST das Umfeld sagen wir mal "recht anspruchslos".

  10. #50
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 309

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Hi Fliegerlein,

    Es ist typisch adhs, dass man sich angegriffen fühlt, wenn man kritisiert wird. Und es dann als Selbstschutz hinstellt, wenn man ankündigt sich abzumelden. Kenn ich sehr gut.
    Nur schreibst Du ja auch durchaus Behauptungen die anderen nahe gehen können.
    Einigen wir uns einfach drauf, dass wir es nicht persönlich nehmen. Wir haben wenig Platz um über unsere adhs bedingten Probleme zu sprechen. Deswegen sollten wir hier tolerant sein. Wir kennen es doch.
    Würd mich jedenfalls freuen.

    Was mir aufgestossen ist, war dann dass einige gleich Argumente fanden wieso dieser Ansatz mit Sicherheit falsch ist bzw weitere Studien zu keinem Ergebnis führen werden.
    Das finde ich schade... weil ich nach erst später Diagnose hoffe dass ich für mein Restleben neben mph vielleicht noch Möglichkeiten erhalte, die das eine oder andere Symtom in für mich negativer Ausprägung positive beeinflussen zu können.
    Ich sage ja nicht dass das mit dem Eisen eine Lösung wäre, aber ich hoffe.
    Mph hilft mir sehr. Ja! Aber manches kommt immer wieder hoch. Unruhe oder wischwaschi im Kopf. Wenn es da noch weiteres gäbe, was mir helfen könnte, dann wäre das klasse.
    Findet man aber gleich felsenfeste Argumente für das Abschmettern eines Ansatzes, dann schaut man nicht weiter. Darauf bezog sich mein vielleicht etwas überzogener ironischer Satz zu den Experten.
    Aber deswegen sehe ich keinen Grund für Selbstschutz.

    Mit wem sollte ich mich austauschen wenn nicht hier mit euch?
    Es versteht ja sonst keiner. Und reaktionen auf adhs und mph koennen heftig sein. Meine älteste Schwester hat sich bei mir abgemeldet als ich ihr im Februar freudig mitgeteilt habe, dass ich endlich weiss was ich habe und dass ich nun mph nehme. Solche reaktionen gibt es leider. Nicht nur bei mir...

    Ich bin manchmel übern ziel und andere hier auch. Ich glaub das is einfach so bei uns, wenn ich das so sagen darf.

    Ich denke auch dass nun alles zu dem Thema gesagt ist. Allerdings hoffe ich auf baldiges Ergebnis der weiteren Studie.

    Dass diese Scans teuer sind is klar. Weiss wer wo sowas in D gemacht wird?
    Das Geld würde ich ausgeben...

    Also, dann noch ein entspanntes wochenende....
    DonRob

    Tippfehler weil auf smartphone

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