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Diskutiere im Thema Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn... im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Selbst wenn die dopaminerge Transponderdichte-Messung kostengünstig wäre, wäre es doch auch kein diagnostisches Kriterium (zumindest nach heutigem Wissenstand nicht). Denn was ist mit denen, die auf Atomoxetin reagieren. Also entweder alles noch mal neu klassifizieren oder rausfinden welche Neurotransmitterstörungen in welcher Konstellation eindeutig auf ein ADHS hinweisen.

    Um so mehr man weiss, um so mehr merkt man, wie wenig man doch weiss.........

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    creatrice schreibt:
    Selbst wenn die dopaminerge Transponderdichte-Messung kostengünstig wäre, wäre es doch auch kein diagnostisches Kriterium (zumindest nach heutigem Wissenstand nicht). Denn was ist mit denen, die auf Atomoxetin reagieren. Also entweder alles noch mal neu klassifizieren oder rausfinden welche Neurotransmitterstörungen in welcher Konstellation eindeutig auf ein ADHS hinweisen.

    Um so mehr man weiss, um so mehr merkt man, wie wenig man doch weiss.........
    Tatsache. Eine Hemmung des Noradrenalintransponders erhöht wohl indirekt die Dopaminkonzentration am Synaptischen Spalt und wirkt so auf den Dopaminstoffwechsel.

    Also bei einem bin ich mir aber recht sicher: Dieses AD(H)S hat irgendwas mit dem Dopamin zu tun.

  3. #23
    salamander

    Gast

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Fliegerlein schreibt:
    Klingt ja irgendwie lustig, aber wäre auch so eine Korrelation.
    Gut möglich, dass Frauen die eine Prädisposition, also Veranlagung zu Depressionen haben (man weiß ja inzwischen, dass auch da eine genetische Veranlagung besteht), von vornherein in ihrem Verhalten ängstlicher oder vorsichtiger sind.
    Aber für eine Diagnose wird das wohl nicht ausreichen .
    Fliegerlein da erwischte mich jetzt aber eiskalt

    Gegen den geschlechtsspezifischen zusammenhang, also frauen mehr neigung zu depression, wehr ich mich schon
    lang, weil ich das für falsch halte.

    ich seh das einen ticken anders, frauen fassen es eher in worte als männer. männer wollen sowas nicht "haben" und
    glauben vieles alleine lösen zu können. da ist für mich eher die frage, was taugen die studien und untersuchungen,
    wenn männer da, sagen wir zurückhaltender sind, in der verbalisierung und anerkennung dessen was sie haben,
    spüren, fühlen, leben... da gibt's für mich eine wissenschaftlich / statistisch nicht erfaßte diskrepanz, die nicht erfaßt
    wird...

    die männer haben ja, nach neuesten untersuchungen, auch die tage vor den tagen, also hormonschwankungen denen
    sie ebenso unterworfen sind. nur, haben sie nix woran sie's so's festmachen könnten, wie die frauen, also keinen marker
    wie die tage die wechseljahre, die hormonumstellung erleben sie ebenfalls wie die frauen, aber auch ohne den marker,
    dass sie unfruchtbar werden, nur eben weniger zeugungsfähig. aber sie durchlaufen den selben prozeß, man nehme
    nur die haare... auch eine hormonelle geschichte... depressionen bestehen u.a. auch aus einem "hormonellem ungleich-
    gewicht".

    ich find, die geschlechterunterscheidung, die einen mehr, die anderen weniger, die anderen mehr neigung dazu, die
    anderen weniger, trägt nicht. was aber trägt, ist der umgang damit, der geschlechterspezifisch sehr unterschiedlich ist,
    außerdem von den rollenvorstellung, die jeder einzelne hat und von der gesellschaft stark geprägt sind und beinflußt
    werden.


    Fliegerlein schreibt:
    Ich denke auch, wenn es tatsächlich eine Korrelation zwischen einem Eisenmangel im Gehirn und ADS gibt, dann müsste es ja weit mehr sein, als das, wa bei den besagten Studien rauskommt.
    Da kann man ja nur sagen, dass es eine statistisch relevante Gruppe gibt, bei denen das korreliert.
    Wenn man eine Diagnose anhand einer solchen Messung haben will, muss das schon deutlich mehr und damit sicher sein.
    Wenn das am Ende auch nur ein 70%ige oder gar schlechtere Trefferquote hat, hätte man auch keine Gewissheit und eine klinische Anamnese wäre nicht nur günstiger, sondern gewiss auch sicherer.
    Da würde ich schon irgendwas in den 90iger Prozenten erwarten und selbst dann können immer noch genug Zweifel bleiben, ...

    Insofern würde ich also, wenn überhaupt, eher damit rechnen, dass das auch nur eine zusätzliche Absicherung/ Bestätigung/ ein zusätzlicher Indikator werden kann ...
    Ähnliches hat man sich ja auch schon vom Neurofeedback erhofft, welches weitaus günstiger wäre als Diagnosemittel .... aber irgendwie kriegt man wohl auch damit nicht die Zuverlässigkeit einer klinischen Ananmese hin.

    Ich weiß ganz ehrlich nicht, was ich überhaupt von der Dikussion/Studie um den Eisenmangel halten soll. Ganz sicher ist
    es so, dass alles einen Einfluß haben wird, weil der Körper ein geschlossenes System ist. Wenn also an einer Stelle des
    System etwas anders läuft, als gewöhnlich, wird es sicher, an anderer Stelle Auswirkungen haben, da der Körper immer
    versucht auszugleichen.


    Bei der Theorie um den Eisenmangel im Gehirn, bin ich aber extrem skeptisch bis hin zu geneigt, zu fragen, was soll diese
    Diskussion überhaupt. Wäre es so, müßte proportional der Anteil an ADHS-Frauen deutlich höher sein, da Frauen prinzi-
    piell einen höheren Eisenbedarf haben, alleine durch den Lebensgegebenen 28-Tage-Rythmus. Demnach, müßte aber
    dann der Anteil der Frauen nach der Pupertät und vor den Wechseljahren, deutlich höher sein und bei Kids und Teenagern
    vor der Pupertät und Frauen nach den Wechseljahren müßte ADHS wieder signifikant abnehmen. Da kann etwas nicht
    stimmen.


    Mir kommt das mit dem Eisenmangel eher wie eine Mähr vor, also nix, worauf man was geben braucht oder drüber diskutieren,
    weil die Lebenszyklen das schon wiederlegen.


    Aber ich kann mich natürlich auch täuschen. Aber schlüssig ist diese Theorie mit dem Eisenmangel für mich kein bißchen.

  4. #24
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    @ Fipps


    Ja ich weiss, aber wohl nur sehr sehr gering.


    Ich glaube es wird irgendwann noch mal differenzierter. Vllt wird es die Diagnose ADHS nicht mehr geben, und es werden komplett neue Störungen benannt, oder einige fallen aus der Diagnose raus und/oder haben alte oder neu "entdeckte" Störungen, da das Ansprechen auf Medis ohne Dopamininhibitor teils auch frappierend ist. Spannend bleibt es in jedem Fall.


    @ salamander

    Ich halte von der Studie derzeit auch nicht unbedingt viel Vielversprechendes, aber Eisenwerte im Hirn können noch mal anders sein als im Blut. Eisen passiert nicht die Blut-Hirn-Schranke soviel ich weiss, von daher hat der Eisenmangel von postpubertären Frauen vllt gar nichts mit dem Eisenmangel im Hirn zu tun.
    Geändert von creatrice (20.06.2014 um 15:40 Uhr)

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    salamander schreibt:
    Gegen den geschlechtsspezifischen zusammenhang, also frauen mehr neigung zu depression, wehr ich mich schon
    lang, weil ich das für falsch halte.
    Autsch, .... das war auch gar nicht das, was ich ausdrücken wollte ... aber in der Tat erkenne ich jetzt auch, dass das so herauszulesen ist ....

    Nein Nein ... was ich meinte ist, dass Depressionen an sich genetisch bedingt sind, es also, vollkommen geschlechtsunabhängig eine vererbbare Veranlagung gibt.

    Da hab ich mich wirklich seeeehr unglücklich ausgedrückt ... 'tschulligung

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 309

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Ich bin erstaunt wieviele Experten es zu allen Themen hier gibt. Es wundert mich dass hier noch keine neuen Möglichkeiten zur Reduzierung der Symtome gefunden wurden :-)
    Nein, Spass!

    Aber mal ernsthaft... Der Eisenwert im Blut sagt kaum was aus!
    Der Blutwert kann normal sein, aber durch die geleerten Depots können Probleme auftreten.
    Frauen brauchen mehr Eisen, wegen Regel. Aber das ist nicht der Punkt, sondern Ferritin, also Depotwert.

    Ich habe das hier eingestellt, weil ich es gut finde, wenn auch mal gesucht wird, was vielleicht ausser mph noch ein Ansatz wäre.
    Aber ich stelle auch fest, dass viele Diskussionen zu anderen Ansätzen als mph sehr schnell zerpflückt werden.
    Ich weiss es ja auch nicht, ob da was bei raus kommt. Aber es abzuschmettern und mit Beispielen wie Kondom und Depression nahezu ins lächerliche zu ziehen, finde ich halt auch nicbt gut.
    Klar mph hilft.... auch mir. Aber deswegen schaue ich schon auch weiter, ob es nicht mal ne Erklärung und vielleicht auch mal nen Ansatz zur Heilung gibt. Wenn adhs dann wirklich auf irgendwelche Disbalancen beruht.

    Klar, es gunt 100 000 Zusammenhänge, die nur statistisch einen Zusammenhang haben.
    Würde man aber alles ins lächerliche ziehen, so gäbe es wahrscheinlich gar nix gegen irgendwelche Probleme.
    Insulin bei Zucker.... da stand die Forschung auch mal am Nullpunkt. Und die ersten Ansätze waren wohl auch nicht so klar...
    Aja, ich lass es dann mal mit dem hier Einstellen irgendwelcher neuen Gedanken.

    Kann ja jeder selbst im Netz suchen.

    Ich werde das und weitere Diskussionen in der Wissenschaft verfolgen.
    Irgendwann werden die verstehen, wie das alles zusammen hängt.
    Ob das noch während meiner Lebenszeit sein wird... keine Ahnung. Aber ich geb denen wenigstens ne Chance.

    Also, schönes WE und mal schaun ob D morgen gegen Ghana gewinnt.

    DonRob

  7. #27
    salamander

    Gast

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    was ich da bloß zu sagen möchte, adhs ist nicht heilbar.

    es ist, wenn man es komplett runter bricht, ohne dass ich damit jetzt irgendjemandem zu nahe treten möchte!,
    eigentlich "nur" eine andere funktionsweise des gehirns.

  8. #28
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Ich glaube niemand hat die Absicht hier etwas lächerlich zu machen. Es gibt aber eben auch hier, genauso wie unter den Wissenschaftlern verschiedene Ansätze und Meinungen.

    "Zerpflücken" würde ich es auch nicht nennen, denn es sind teils Hinterfragungen mit Hoffen auf Antworten, teils Austausch des eigenen Wissens um diesen Ansatz zu verstehen.

    Mir speziell ging es auch nicht um "etwas anderes als MPH", ich glaube den anderen auch nicht, es ging lediglich um deinen geposteten Link und was jeder davon denkt.


    Ins Lächerliche gezogen fühle ich mich eher von dir DonRob mit deinem ersten Satz.

    Wenn du die einschlägigen Seiten der ADHS-Forschung verfolgst, dann müsste dir doch eigentlich klar sein, das auch dies vorerst nur einer von ganz ganz vielen abstracts ist, und andere Ansätze, die bisher nicht die Mainstream-Medien erreicht haben, weitaus weiter in Patientenanzahl und Replizierung sind. Wieso sollen wir das jetzt also dogmatisch hinnehmen?

  9. #29
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 309

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Adhs ist nach heutigen Stand nicht heilbar. Weil niemand genau weiss, warum und wieso es so ist wie es ist.
    Es sind alles Annahmen, die man herleitet, weil zufällig die Wirkung von mph entdeckt wurde.
    Wie bei vielem anderen auch. Etwas bei Depression.
    Würde sich definitiv erklären lassen, was adha ausmacht, dann gäbe es auch irgendwann eine Behandlungsform, die heilt... wenn es denn wirklich ne Disbalance wäre.
    Aus heutigem Stand ja... aber damit geb ich mich nicht zufrieden.
    Und wohl Forscher auch nicht. Und das ist gut so!

    Klar sollen Meinungen hier kontrovers diskutiert werden. Ich sag ja gar nicht, dass der Ansatz Erfolg hat. Aber er könnte. Wenn man aber von Anfang an absolut ausschliesst, dass auch nur irgendwas dran sein könnte, ja dann liebe Menschen, dann lasst uns einfach aufhörn mit all der Forschung.

    Es gab mal jemanden, der behauptet hat, die Erde sei eine Kugel. Alle anderen aber hielten an der Scheibe feat.
    Was wäre nur, wenn wir heute noch die Scheibe hätten...

    Aja, passt schon.
    Ich hab selbst ne wissenschaftliche Ausbildung und kann beurteilen, was Forschung bedeutet.
    Leider nicht im biochemischen Bereich...

    Ich vertraue auf immer wieder junge neue ForscherInnen, die sich trauen mal einiges in Frage zu stellen.

    Wer stehen bleibt, hat schon.... (Brecht)

    Nix für Ungut!

    DonRob

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ein neuer Ansatz? Eisenmangel im Gehirn...

    Wieso geht es gleich um Stehenbleiben, wenn man etwas nicht als gegeben ansieht? Kritik ist doch auch ein Motor. Und die Vielfältigkeit der Ansätze macht doch das Vorankommen aus. Wenn ich mich ständig um andere Ansätze kümmer, könnte, könnte, könnte...... dann komm ich im eigenen Ansatz nicht unbedingt weiter.....


    Niemand hat hier absolut ausgeschlossen...... es wurde lediglich kritisch hinterfragt, und selbst wenn....... ist man wegen dieser einen These gleich doktrinär?

    Und an und in welche Thesen man seinen Glauben/Vertrauen setzt, das ist ja wohl noch jedem selbst überlassen.

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