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Diskutiere im Thema 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug? im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 180

    20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    20 Minuten - Ritalin: Mode-Medikament auf dem Rckzug? - News

    Der Artikel an sich ist mager, aber die Kommentare dazu? Haarsträubend!

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Ich habe den Artikel gelesen. Sagt ja nicht so viel aus, aber trotzdem gut dass auch darüber mal geschrieben wird.

    aber die Kommentare dazu? Haarsträubend!
    Dann lese ich die besser gar nicht

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Ach naja, die Kommentare zu Kaffe & Co sind ganz witzig. Immerhin steht Glutamat und Koffein ganz oben auf der Ernährungsliste von kleinen Kindern. Interessant wird es dann besonders, wenn Koffein paradox wirkt.

    Die Kommentare zur anschliessenden Drogensucht usw. ... naja, einmal was gehört und weiter verbeitet. Unwissenheit lässt grüssen. Auch in dem Fall FAZ oder Hüther. Wenn ein Arzt was sagt, muss es ja richtig sein, wenn viele Ärzte das Gegenteil behaupten, dann ist es sicherlich falsch. Interessant, wenn H. auf seiner Webseite selbst von populärwissenschaftlichen Schriften spricht. Ich wage nicht zu schreiben, was das bei mir impliziert.

    Insgesamt liegt den meisten Kommentaren wieder zu Grunde, dass man eben nur "lebhaft" und "tempramentvoll" wäre. Was schon veranschaulicht, wie wenig sie von der Problematik wissen. Ebenso, dass es die Existenz von AD(H)S wieder mal verleugnet wird, was ich schlicht und ergreifend menschenverachtend finde.

    Dazu die üblichen "Verdächtigen": Die bösen, bösen Eltern, die auf ihre Kinder nicht genug eingehen. Solche Eltern mag es geben, die Mehrzahl ist es sicherlich nicht, weil es schlicht und ergreifend aufgrund der vorhandenen Problematik nicht geht! Man kann AD(H)S nun einmal nicht aussitzen, wie vielleicht eine Erkältung, man muss etwas tun. Die meisten Eltern beschränken sich daher keinesfalls auf eine Medigabe, weil die "Pille" nun einmal keine Wunderpille ist und das AD(H)S einfach auslöscht, sondern das Arbeiten an sich oft erst möglich macht.

    Süss die Sache mit dem biologischen "Ritalin". Das war mir jetzt neu, dass man nur Schüsslersalz braucht. Haben wir wohl doch was falsch gemacht?!?

    Und lustig sind die Postings mit dem "damals gabs das nicht" und wir haben auch "überlebt". Klar, überlebt haben wir es auch. Wären wir "Älteren" heute besser dran, wenn man uns damals schon diagnostiziert und behandelt hätte? Ich für meinen Teil sage mal eindeutig: "JA!" Was hätte ich alleine an Zeit gespart, wenn mir jemand die kleinen Kompensationsstrategien (Schlüsselsuche usw.) frühzeitig beigebracht hätte und ich sie mir nicht erst mühsam durch Versuche und Fehlschlag hätte beibringen müssen. Naja, immerhin darf der Feixtanz nun schon behandelt werden, vielleicht erfahren wir in ein paar Jahrzehnten ja auch diese Güte.

    Insgesamt sind die Kommentare also von viel Verständnis, Toleranz und Mitgefühl geprägt. (Achtung, nicht nur dieser Satz enthält eine versteckte Ironie, schliesslich ist bald Ostern. )

    Naja, das Übliche halt.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Witzig find ich ja immer diese Aussage:
    "Ritalin nur mit Therapie".

    Egal aus welcher Richtung.
    Sei es als Forderung oder als Behauptung, dass das hierzulande so gehandhabt werde.

    Jaja, Therapie.
    Okay, will therapie.
    Für mich, und für mein Kind.

    Woher nehmen und nicht stehlen?
    Woher einen Therapieplatz aus dem Hut zaubern?
    keine da?
    Wartezeit ewig?
    So, und was mach ich solange???

    Klar, anfangen selbst zu informieren.
    Vielleicht eine Selbsthilfegruppe finden.

    Therapie ist aber was anderes.

    Und ich soll nun deshalb so lange auf ein möglicherweise hilfreiches Medikament verzichten, bis eine Therapie anlaufen kann?



    Für Zuckerkranke gibts inzwischen ausgefeilte Schulungen bzw. Therapien, damit sie relativ "normal" essen können und sich bei bedarf eben passend Insulin spritzen.
    Dafür müssen sie eine Menge Lernen, damit das klappt, sehr viel mehr als die Standardhandhabung.

    Soll ich jetzt vielleicht sagen, wenn jemand als Zuckerkrank diagnostiziert wird:
    Mein Guter, erstmal machen sie so eine Schulung komplett mit, dann erst kann ich ihnen Insulin verschreiben ????


  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 359

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    @ion Tichy
    ganz ehrlich sind ja die Medis so heftig - alleine einnehmen ohne Hilfe kann ganz schön nach hinten losgehen. Stell' Dir vor, jemand begreift, dass er bisher immer ein Versager war und hupps hast du einen Erdbewohner weniger. Außerdem geht es ja praktisch nicht: zumindest der Psychiater ist ja regelmäßig dabei. VT hin oder her..

  6. #6
    Ist hier zuhause

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    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Slippy, so wars nicht ganz gemeint.
    Natürlich gibts ja jemanden, der das Medikament verschreibt, und dem gegenüber man sich auch über die beobachteten Wirkungen austauscht.
    Wenns da in eine dramatische Richtung geht, sollte der behandelnde Arzt das auch erkennen und das Medikament absetzen.

    Aber diese Arztbesuche sind nicht das, was sich unter "Therapie" verstehen lässt.


    Von sich alleine sind Medis erst mal nicht "so heftig".
    Das ist eigentlich immer eine Frage der Dosierung.

    Es gibt eben eine Abwägung zwischen erwünschter Wirkung und unerwünschter Wirkung.
    Und ein Mittel wie MPH wird gängigerweise langsam hochdosiert und geschaut, wie es wirkt.

    Wenn man an eine Grenze kommt, wo es "heftig" wird, dann ist es offenkundig entweder überdosiert, oder nicht das richtige Mittel.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 359

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Bin jetzt extra noch mal online deswegen. Dabei sagt mein Kalender gerade, dass ich arbeiten muss.
    Ich gebe Dir vollkommen Recht!
    Aber dann auch wieder irgendwie nicht.

    Jetzt schreibe ich doch mal was von mir irgendwie grade nicht so passend aber was soll es. Es passt ja doch. Ich nehme z.B. nur lächerliche 10mg und merke es heftigst. Ist das schon überdosiert? Nachts wache ich auf, weil ich Dinge erkenne, die mir nie so klar waren. Ich bin echt froh, dass es die Kombi zwischen Neurologen, Freunde, Forum, Partner, Forumstreffen und allen möglichen Büchern gibt. Sonst wäre ich auch schon in ziemlichen Schwierigkeiten, sage ich jetzt mal so. Trotz der Hilfe ist es manchmal dennoch fast zu viel. Die VT hier in der Nähe habe ich nach der Liste des Neurologen alle durchtelefoniert, auf Herz und Niere geprüft und mich dann entschieden, erst mal zu einem Coaching zu gehen (C.Neuha). Ich bin auch immernoch an Ergotherapie interessiert, aber bevor ich nicht verstanden habe, was da genau gemacht wird.. gehe ich da nicht hin. Es schreiben auch so viele von der VT - aber niemand hat sich mal die Arbeit gemacht, so eine Stunde oder ein ganzes Programm zu beschreiben - scheinbar gehen ja alle hier da hin, deswegen besteht wohl kein Besarf an solchen Infos - frei nach dem Motto: das passiert & das sind die Ziele. Überlebensfähig im Alltag bin ich ja offensichtlich, irgendwie im Jetzt.

  8. #8
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Vielleicht bin ich da alleine mit der Meinung, aber für mich bedeutet "Therapie" auch, dass ich mir Sachen auch selbst erarbeite oder anlese oder Sachen die ich mir mühsam angelesen oder angelernt habe, weitergebe und von anderen Weitergegebenes versuche für mich anzunehmen (Nicht alles, klar, aber das was davon für mich brauchbar ist.). Allerdings habe ich überwiegend auch schlechte Erfahrungen mit Therapeuten gemacht. Okay, das bedeutet natürlich einen relativ hohen Zeitaufwand, aber für ein "besseres" Leben nehme ich das (notfalls) auch in Kauf. Da es hier in der Gegend keine entsprechenden Therapeuten (weder gute noch schlechte) gibt - so weit ich weiss - bin ich darauf angewiesen, dass ich selbst Fortschritte mache.

    Ich freue mich wirklich über jeden, der einen guten Therapieplatz bekommen hat und es schafft, das anzunehmen. Aber für mich selbst wird es wohl kein gangbarer Weg sein, dafür bin ich einfach zu "früh" geboren, lebe in der falschen Gegend und vermutlich auch eine klitzekleine Idee zu widerspenstig.

    Vielleicht ändert sich die Meinung ja dann noch unter Medis, denn da soll es ja teilweise heftige Krisen geben. Bisher sehe ich das aber Gelassen und kann einfach keine Anweisungen entgegennehmen und gar noch ausführen, wenn ich aus meiner Sicht keinen Sinn oder sogar Unsinn darin sehe. Ich bin einfach noch nie "aus dem Fenster gesprungen" (Ihr kennt bestimmt alle dieses Sprichwort.), weil andere das getan haben, das ist nicht meine Art.

  9. #9
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 180

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Medikamente sind ja auch Therapie ... von dem her nie Medis ohne Therapie ...

    - Eigentlich ein anderer Thread zu dem Thema aber Senfeshalber meine Vollverständigkeit dazu:
    Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung ... daher ja, selber beginnen (sich über ADHS informieren) ...
    Verhaltensänderungen selber anzuordnen, zu beobachten und an sich rückmelden dürfte ohne Therapeut schwierig sein, es sei denn man hat (wie ich zum Glück) jemanden der einem begleitet ...
    Und die Medis helfen ja doch für den ersten Teil und zweiten Teil ein bisschen empfänglicher zu sein ...


    - Ich spring auch nicht aus dem Fenster, ich hätte Angst während dem Flug festzustellen, dass ich noch etwas vergessen habe -

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 359

    AW: 20 Minuten Schweiz - Ritalin: Modemedikament auf dem Rückzug?

    Was im Flug vergessen, ja klar. Ich tippsel heute Abend noch mal

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