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Diskutiere im Thema ADHS nützt der Gesellschaft im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    ADHS nützt der Gesellschaft

    Wahrscheinlich einer der besten Berichte seit langem! Sehr gut recherchiert und unpolemisch formuliert.

    ADHS nützt der Gesellschaft - ADHS | PM Online

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: ADHS nützt der Gesellschaft

    Das finde ich auch.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: ADHS nützt der Gesellschaft

    Ich sehe das anders.

    Das ist im Grunde die tröstliche aber leider falsche und sinnfreie These vonThom Hartmann, schon wieder verquirlt mit der alten und hirnrissige Behauptung dass Mozart, Einstein und sowieso alle Genies ADHS hatten ...

    Bill Gates hatte ja schon Autismus, bei Einstein wurde übrigens schon posthum Epilepsie diagnostiziert und so weiter .... und dass "aktuelle Studien belegen, [dass] die meisten Betroffenen eine überdurchschnittliche Intelligenz" haben - diese Studien würden mich mal brennend interessieren. Ich dacht immer, aktuelle Studien belegen, dass die Intelligenzverteilung bei ADHS ziemlich normal ist.

    Ach ja, guckt euch mal die Probleme an die echte Promis mit sicher Diagnostiziertem ADHS im realen Leben haben ... etwa Michael Phelps mit seinen Alkoholproblemen und massiven Schwierigkeiten mit Autoritäten und Struktur außerhalb des Schwimmbeckens.

    Und so weiter ...

    So pseudowissenschaftliche Artikelchen führt lediglich zu der Einstellung: Bloss nix behandeln und die Betroffenen sollen nicht rumpiensen sondern gefälligst endlich genial sein.

  4. #4
    cocolores

    Gast

    AW: ADHS nützt der Gesellschaft

    Und dann steht da auch noch Helfersyndrom unter den aufgelisteten "Stärken". Das finde ich kreuzgefährlich. Ich weiss nicht, wer schon mal Menschen mit einem ausgeprägten Helfersyndrom begegnet ist, aber das als Gabe zu bezeichnen, ist ein schlechter Witz gegenüber allen Betroffenen und denen, die mit ihnen zu tun haben.

    Ich fühl' mich durch die ständig kolportierte Gemeinschaft mit Einstein oder Gates zwar nicht genötigt, endlich meine saugeilen Savant-Eigenschaften aus dem Ärmel zu zaubern, aber mir geht so eine Berichterstattung auf die Nerven, wenn sie assoziieren soll, dass eine Häufung stattfindet, wo gar keine sein MUSS. Die Idee, dass der unbehandelte/untherapierte ADHSler nicht in der Lage ist, auf seine vorhandenen Ressourcen geistiger Natur in vollem Umfang zurückzugreifen, sagt doch erstmal überhaupt nichts darüber aus, wie diese Ressourcen gestaltet sind oder unter bestimmten Bedingungen ausgebeutet werden können.

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: ADHS nützt der Gesellschaft

    Ihr habt natürlich recht.

    Aber sehen wir es doch mal von der Seite der Leser, die sonst nur die medienwirksame Ritalinlastige und unsachliche Beiträge vorgesetzt bekommen.
    Da ist so ein Artikel doch mal was anderes.
    Gerade wenn es darum geht, dass ADHS nicht nur Manko für die Arbeitswelt bedeutet,

    In einer Zeitschrift für KMU-Betriebe war mal ein Artikel drin der eigentlich Verständnis für ADHS im Berufsalltag wecken sollte aber in einem Untertitel war dann aufgelistet: ADHS- Gefahren am Arbeitsplatz

    Liebe Grüsse
    Pucki

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 17

    AW: ADHS nützt der Gesellschaft

    Naja, ich bin nicht der Meinung, dass Thom Hartmann komplett falsch liegt. Ich habe das Buch "ADHS als Chance begreifen" gelesen und fand es total spannend, welche Forschungsergebnisse er zusammengekramt hat.
    Es ist wahr, dass er sich das mit dem Jäger ausgedacht hat, um die "schwierigen" Kinder in dem von ihm betreuten Heim aufzumuntern, damit sie das Gefühl haben, etwas besonderes zu sein und sich nicht aufgeben (wie die Gesellschaft es tat). Dies gibt er sogar in dem Buch zu.

    Ich habe sehr viel über die aktuelle Forschung aus diesem Buch gelernt und habe selbst meine Schlüsse daraus gezogen und daher ging es mir etwas auf die Nerven, dass er zum Ende jedes Kapitels ständig darauf hinaus wollte, dass seine 20 Jahre alte Theorie von den Sammlern und Jägern auch wissenschaftlich untermauert wird und er doch recht hatte. (Meine Meinung: Der arme Mann musste sehr angefeindet worden sein und hat dadurch einen seelischen Knacks bekommen und will es allen beweisen)

    Bei kleinen Kindern mag das mit dem Jäger-Gen funktionieren, aber mich interessierte nicht, ob ich das Zeug zum Jagen hätte, sondern ich wollte verstehen, was in meinem Kopf anders ist.

    Zu Einstein und Co.:
    Ich schaute gerade die Doku-Reihe "Expeditionen ins Gehirn" im Fernsehen und dort wurde hauptsächlich auf Autisten (vor allem Asperger) eingegangen.
    Ein Autismus-Forscher sagte, dass die Savant-Fähigkeiten durch einen erhöhten Dopamin-Stoffwechsel im frontalen Bereich des Gehirns zustande kommen und dann hat er alle historischen Persönlichkeiten wie Einstein, Mozart, etc. aufgezählt, die die meisten bei typisch ADHS einordnen, die er aber Asperger-Anwärter nennt..

    Ein anderer Forscher sagte, dass bei den Savants (natürlich wieder mit Asperger-Diagnose) die Sprachfähigkeit am stärksten eingeschränkt ist. Je mehr Sprachfertigkeiten diese Menschen erlangten, desto mehr lies ihre Fähigkeit nach.
    Ein anderes Forschungsergebnisse, was ich mal gelesen hatte (weiß leider nicht mehr wo): Für Sprache verwenden wir die linke Gehirnhälfte und für Kreativität die rechte Gehirnhälfte und je mehr wir in Sprache fassen, desto mehr denken wir mit der linken Hirnhälfte und es fällt uns schwer, die rechte zu benutzen.

    Dies fällt beim Zeichnenlernen auf. Man steigert sich nicht durchgängig linear, sondern irgendwann zwischendrin macht man einen gewaltigen Sprung, als würde man einen Hebel umlegen.

    Meine Theorie ist:
    Da ADHS und Asperger für mich neurologisch gleich zu sein scheinen, ist es für mich dasselbe.
    Ist dies aber so stark ausgeprägt, dass ein Kind den Autistenstempel bekommt und wird es dadurch nicht so in die gesellschaftlichen Normen gepresst, entwickelt es auch Sprache nicht so stark, da es nicht unhöflich ist, sich in gewissem Maße zu isolieren, sondern normal für diese "Krankheit". So kann ein Asperger eher in seinem Hyperfokus verharren, weil er in Ruhe gelassen wird. Sie wirken auch insgesamt zufriedener, während Menschen mit ADHS oftmals psychisch belastet sind, weil sie zwanghaft so sein wollen/sollen wie jemand, ohne diesen erhöhten Dopamin-Stoffwechsel.
    Was hilft da? Natürlich ein Dopamin-Wiederaufnahmehemmer wie MPH, um diesen Stoffwechsel zu verlangsamen.

    Wie gesagt: Dies sind meine eigenen Gedanken dazu, ich kann dies nicht belegen und mache auch nichts in Richtung Medizin

    P.S.: Auch wenn es oben ein wenig gehässig klingen mag, ich nehme selbst auch MPH, um im Alltag klar zu kommen. Ich bin nicht grundsätzlich dagegen, da es vielen hilft. Aber ganz objektiv betrachtet ist es doch schon irgendwie wider der Natur.

  7. #7
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: ADHS nützt der Gesellschaft

    Hallo ChrisH,

    ich finde deinen Beitrag ziemlich interessant.
    Das PM Heft mit dem Beitrag "ADHS nützt der Gesellschaft" hat mir kürzlich meine Zähnärztin in
    die Hand gedrückt, - Schlamperei, ich habe ihn noch gar nicht gelesen.

    Mit Thom Hartmann musst du, glaube ich, kein Mitleid haben. Ich bin ihm zweimal begegnet,
    als sein erstes ADHS-Buch in Deutschland erschienen ist. Er machte auf mich einen sehr
    selbstbewussten, charmanten Eindruck und schien überaus erfolgreich und glücklich im
    Leben zu sein.

    ADHS ist eine Spektrum-Störung und überhaupt kann es ihm Gehirn viele "kleine Dellen"
    (Prof. Dr. Dieter Braus/Buch Einblick ins Gehirn) geben, die dazu führen, dass das Gehirn
    eben anders arbeitet. Leider kann man nicht bei jedem Menschen ständig MRTs machen
    (wie der amerikanische Arzt Dr. Daniel Amen es anscheinend tut - "Das glückliche Gehirn")

    Also ich finde. man sollte es nicht als "wider die Natur" ansehen, wenn man bei ADHS
    Methylphenidat einnimmt und es bestimmungsgemäß wirkt.

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