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Diskutiere im Thema Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    Ich glaub ich muss mal wieder einen Film im Fernsehen gucken

    Aber ohne den Film gesehen zu haben kann ich sagen, @IonTichy: Nein weil es nicht vorstellbar ist und das ist das Problem.




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  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    Wildfang schreibt:
    Ich glaub ich muss mal wieder einen Film im Fernsehen gucken

    Aber ohne den Film gesehen zu haben kann ich sagen, @IonTichy: Nein weil es nicht vorstellbar ist und das ist das Problem.




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    Ich bin nicht einverstanden mit dieser pauschalen Antwort.

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    Mit welchem Teil der Antwort?

    Der erste Teil ist eine Interessensbekundung die auf den Tread zurückgeht: Ich habe den Film aufgezeichnet und werd ihn mir ansehen (passiert selten) aber das wird mich wie immer bei Filmen Kraft kosten. Ich hasse Fernsehgucken. Lieber 1.000 Seiten Buch.

    Der zweite Teil bezieht sich auf Tichy und ... ja, es ist eben DAS zentrale Problem im Verständnis von ADHS dass sich die meisten nicht vorstellen können wie es sich "anfühlt" so zu sein. Irgendwie vom anderen Stern.

    Aber ich dachte das sei alles klar.


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  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 63
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    DonRob schreibt:
    Sehr gelungen und der Weg den viele Eltern und Kinder da beschreiten gut beschrieben.
    Heiles Elternhaus bewußt gewählt, damit dieses aha sozial schwach nicht auftritt.
    Auch die Konflikte fand ich gelungen dargestellt. Auch die Freundin, und deren Reaktion.

    Was fehlte war so ne kurze Erklärung wie mph wirkt...

    Also, ich bin begeistert. Hier war der Sinn Aufklärung und das in 1,5 Std.
    Glückwunsch an das Filmteam....
    Schliesse ich mich diese Meinung an. Es war nicht "sozial" repräsentativ. Die Leute die zu Eltern-Lehrer treffen kamen waren meistens alleinerziehende Mütter fast alle arm, oder am Rande, fast alle hatten keine Unterstützung von Familienmitglieder, geschweige von verständnisvolle Lehrer die mitmachen. Aber in Vergleich zu andere filmen über das Thema, hat es mir sehr gut gefallen, und hat mich an vieles wieder erinnert.

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    Wildfang schreibt:
    Der zweite Teil bezieht sich auf Tichy und ... ja, es ist eben DAS zentrale Problem im Verständnis von ADHS dass sich die meisten nicht vorstellen können wie es sich "anfühlt" so zu sein. Irgendwie vom anderen Stern.
    Ja, irgendwie.
    Keine Ahnung.
    Der Film stellt da vieles ganz eindrücklich klar.
    Würd mich grad gern kurz mit nem Stino unterhalten.
    Z.B. meiner früheren Frau.
    Die kenn ich ja nun einbisschen, und ihre Reaktionen.

    Nehm ich mal ein Beispiel:
    Der Papa lernt mit der Tochter Vokabeln, und es klappt grad wieder richtig schlecht.
    Die große Halbschwester kommt vorbei und gibt schnippische Kommentare - (ist durchaus verständlich, weil sie grad vor lauter kleine Schweste auch ziemlich auf der Strecke bleibt.)
    Papa schmeißt sie aus dem Zimmer raus.
    Sagt dann zur Tochter:
    Weißt du was, genug gelernt für Heute. Du hast das toll gemacht. Du bekommst trotzdem einen Stern.
    Und klebt ihr reinen Stern auf ihre Sammlung, für die es dann später Belohnungen gibt.
    Kind lächelt Papa an. Nur noch ein Stern, dann gehn wir wieder reiten, verspricht der Papa.

    Dann geht Papa zur großen Schwester und schimpft mit ihr.
    Hört man bis zur kleinen Tochter.
    Die sitzt immer noch am Tisch und fängt langsam an zu heulen.

    Frage: WARUM heult sie?
    Natürlich heult sie auch, weil da gestritten wird.
    Und weil es dabei um sie geht.

    Alles klar und richtig.

    Wer erkennt, dass sie auch weint, weil sie den Stern nicht verdient hat?
    Dass sie weiß, das sie grade nicht geschafft hat, was sie schaffen sollte und wollte und wieder nicht gekonnt hat und genau weiß, dass der Papa das eigentlich gewollt hätte?

    Vermutlich gibt es über die Szene auch hier im Forum keine eindeutige Meinung dazu, und vermutlich finden sich auch unter Stinos viele, die das auch erkennen können.
    Aber ich tippe mal, dass es hier erheblich mehr gibt, die das nachvollziehen können, während meine frühere Frau da eher überrascht gucken würde, wenn ich das sage.
    "Wieso das denn, das Kind hat doch überhaupt keine Lust gehabt....?"

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    Wildfang schreibt:
    Mit welchem Teil der Antwort?

    Der erste Teil ist eine Interessensbekundung die auf den Tread zurückgeht: Ich habe den Film aufgezeichnet und werd ihn mir ansehen (passiert selten) aber das wird mich wie immer bei Filmen Kraft kosten. Ich hasse Fernsehgucken. Lieber 1.000 Seiten Buch.

    Der zweite Teil bezieht sich auf Tichy und ... ja, es ist eben DAS zentrale Problem im Verständnis von ADHS dass sich die meisten nicht vorstellen können wie es sich "anfühlt" so zu sein. Irgendwie vom anderen Stern.

    Aber ich dachte das sei alles klar.


    ---
    Gesendet von meinem Telefon ... was die heute können ...
    Entschuldige, bitte, Wildfang. Ich dachte, mein Kommentar sei eindeutig, du dachtest, dein Kommentar sei eindeutig.

    ich meinte den zweiten Teil deines Beitrages, dass nichtADHS/ADSbetroffene es nicht nachvollziehen können, wie es ist betroffen zu sein, da es nicht vorstellbar ist. Gerade schreibst du nun "die meisten" und schließt es nicht mehr voll aus.

    Ich bin überzeugt davon, dass niemand wirklich nachvollziehen kann wie es in einem anderen aussieht, wie er sich fühlt und die Welt fühlt. Dies zu vermitteln können wir versuchen, um Ahnungen voneinander zu bekommen. Filme, Worte, Bilder, Töne, Rhythmen - mit uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Können wir Brücken bauen oder Hinweise geben.
    -> hinzugefügt: innerhalb dieser Möglichkeiten gibt es aber die Chance auch zwischen Betroffenen und nichtBetroffenen, natürlich Interesse und Sensibilität vorausgesetzt.
    Ich setze immer wieder auf die Möglichkeit der Verständigung und der Annäherung. <-
    Ich fühlte mich irgendwie angegriffen durch deine ausschließende Aussage.
    Wir müssen nicht mehr ins Detail gehen, vielleicht sind wir da einfach unterschiedlicher Meinung, was ja sein darf.
    Geändert von elfish (13.03.2014 um 12:24 Uhr)

  7. #37
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 30

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    IonTichy schreibt:
    Nehm ich mal ein Beispiel:
    Der Papa lernt mit der Tochter Vokabeln, und es klappt grad wieder richtig schlecht.
    ...
    Frage: WARUM heult sie?"
    Ich habe diese Situation vor allem so verstanden, dass das Kind natürlich fühlt, dass der Vater genervt ist. Ob er genervt ist von ihr, ob genervt, weil sie sich nicht auf den Lerninhalt konzentrieren kann, ob genervt wegen anderer Gründe - das macht für sie vielleicht gar keinen so großen Unterschied. Er ist genervt. Und das transportiert er durch die Art und Weise, durch Körpersprache. Er will die Situation beenden, weil er genervt ist. Das hat mit ihr nichts zu tun, aber mit dem Stress, den sich die Eltern in ihrem Aktionismus machen.
    ich habe das Weinen verstanden, weil der Stress und die Fremde im Verhältnis zum Vater und der Schwester einfach zum Heulen ist.

    Als der Vater den Stern klebte, versetzte mir das einen Stich, weil er sie in seinSystem von Selbstbetrug hinein nötigt. Er will die Situation beenden und glaubt wahrscheinlich, dass er ihr damit eineFreude macht, näher an die Reitstunde zu kommen. Er biete ihr an, den Stern zu kleben, aber sie reagiert nicht, dann nimmt er den Sterne und klebt ihn mit einer heftigen Bewegung auf die Tafel. Diese Körpersprache sagt mir: wenn du nicht willst, dann mach Ichs halt für dich und wenn ich dich zwingen muss. Das ist übergriffig, egal wie er das gemeint hat. Und ihre Blicke sind fern und das lächeln künstlich.

    diese Feinheiten sind im Film immer wieder drin, warum ich denke, dass er die Chance gibt, zu verstehen.

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    @eilfish
    Man kann diese Szene mit Sicherheit auf ganz verschiedene Arten deuten. Ich persönlich glaube, dass sie für die Einsicht steht, dass durch Anstrengung alleine nichts zu erreichen ist. Sie steht mE für die Aufgabe der dysfunktionalen Strategie ADS mit vollstrukturierten Tagesabläufen, Eieruhr und verhaltenstherapeutischen Massnahmen kompensieren zu wollen und zeigt eine vorübergehende, verständliche Resignation bei Vater und Tochter. NonADSler haben die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel, welche gerade bei ADSler oft schlecht ausgeprägt ist.

    Ich glaube schon, dass NonADSler die gezeigten Probleme und das Erleben der Darsteller verstehen können. Der Film macht einem das nicht sehr schwer. Ich halte es für gefährlich resp. für voreingenommen, zu meinen, das NonADSler nicht empathisch für die Symptome von ADS sein können, das glaube und erlebe ich nicht so. Das Verständnis und die Empathie für psychische Probleme erlebe ich generell bei Menschen sehr verschieden. Der Film macht die Probleme so deutlich, dass sie nachempfindbar sind.
    Geändert von Dompteur (13.03.2014 um 07:28 Uhr)

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 318

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    @Chimona
    Ja, der Film ist nicht repräsentativ für die Familien, die von ADS betroffen sind. Dort geht es oft aufgrund des niedrigeren Sozialstatus, Suchtproblemen, Konflikten und Gewalt sehr viel schlimmer zu. Trotzdem finde ich gerade gut, dass der Film diese Themen nicht mit einbezieht, sondern eine "gesunde" Familie zeigt, die mit gesunden Ressourcen reagieren kann. Erstens wird so der Blick auf das ADS nicht verstellt, zweitens wird dadurch viel klarer, worin allein schon die Probleme von ADS bestehen, wenn also noch alle anderen Faktoren hinzukommen, ....

    Ich bin ADSler und in einer "repräsentativen" Familie  aufgewachsen. Träumen war meine Rettung, hat mich aber mehr als einsam gemacht. Eine gesunde Familie kann sich hier viel besser mit den Familienmitgliedern identifizieren. Ich finde, das hat der Filmregisseur sehr gut gemacht.
    LG, Dompteur
    Geändert von Dompteur (13.03.2014 um 07:22 Uhr)

  10. #40
    Lysander

    Gast

    AW: Film: Keine Zeit für Träume. ARD 12.03.14, 20:15h

    Ich fand den Film gut. Der Vater stand für die Vorurteile gegen vermeintliche Droge und für die Hilflosigkeit. Die Mutter war die Macherin, die scheitern musste. Sie war offen für verschiedene Wege. Die Freundin war das personifizierte Klugschwätzunwissen. Die große Sxhwester war die Pubertierende, was für sich schon eine tägliche Kopfbaustelle ist. Ich fand es toll, dass es endlich einmal um ein Mädchen mit ADS ging, das eher hypoaktiv war. Schön war das Kaleidoskop, das die innere Unruhe erklärte. Der Film hätte gerne noch länger sein können. Einige Aspekte hätten vertieft werden können und man hätte noch den Weg mit Tabletten ausarbeiten können. Trotzdem, ein wirklich guter Film.

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