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Diskutiere im Thema Tagesspiegel im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #51
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Tagesspiegel

    Nur kurz und zur Info und (hoffentlich) nur dieses eine Posting von mir in diesem Thread:

    Sowohl die UMASS-, als auch die Milwaukee- Studien haben ergeben, dass ADHS sich nur in ca. einem Drittel (EDIT: bzw. sogar nur einem Viertel, ich müsste noch mal nachschauen) im Erwachsenenalter soweit reduzieren, dass keine Diagnosegrundlage mehr besteht, sprich auswachsen.
    Ausführlich nachzulesen in der dazugehörigen Publikation "ADHD in adults, what the science says".
    Da es sich um zwei der größten und umfangreichsten Langzeitstudien zum Thema ADHS handelt, gibt es dazu nur diese Publikation in Buchform, da einzelne Artikel in der Fachliteratur dem Umfang nicht gercht werden können (ungefähre Wiedergabe der Einleitung).

    Dies wie gesagt nur zur Info, falls von Interesse und falls das nicht schon gepostet wurde, da ich nicht alle Postings hier angezeigt bekomme .
    Geändert von Fliegerlein (15.02.2014 um 11:01 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  2. #52
    howie

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    hey fliegerlein sagt mal was ich auch sage

  3. #53
    howie

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    haha, er bekommt meine posts nicht angezeigt.

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Tagesspiegel

    howie schreibt:
    hey fliegerlein sagt mal was ich auch sage
    Falsch.
    Ich stimme hier Lysander zu.
    Die Rate derer, die im Erwachsenenalter keine ADHS Diagnose mehr bekommen, ist weit geringer als hier gepostet, bzw. im Artikel genannt wurde, daher meine Anmerkung.
    Das ist auch nicht nur aus den UMASS- und Milwaukee- Studien hervorgegangen, sondern da gibt es noch einige mehr, die auch in besagter Publikation ebenfalls erwähnt werden.

    Dazu kommt, wie Lysander schon schrieb, dass im Erwachsenenalter bei vielen Betroffenen bestimmte Symptome verschwinden, bzw. genaugenommen: sich nach innen verlagern.
    Dazu gehört in erster Linie die Hyperaktivität.
    Woran das liegt, konnte anhand von FMRT's inzwischen auch erklärt werden.
    Im Kindesalter entwickelt sich der Bereich für die Motorik im Gehirn schneller, während der für die exekutiven Funktionen, darunter auch der für die Selbstkontrolle sich verzögert entwickelt.
    Das gleicht sich oftmals im Laufe des Erwachsenwerdens mehr und mehr an, nicht immer, aber erkennbar.
    Der Grund dafür liegt, wie ebenfalls schon beschrieben wurde, darin, dass die Motorik zwar immer noch die gleichen Impulse gibt, aber die Fähigkeit zur Selbstkontrolle diese Impulse nun besser unterdrücken kann als in den Jahren davor.
    Wie schon geschrieben wurde: Erwachsene turnen nicht mehr auf Möbeln herum und rutschen nicht mehr in Kofferschalen die Treppen runter, aber eben nur, weil sie dem Drang widerstehen können, allerdings zu einem entsprechend hohen Preis, denn das kostet einiges mehr an Energie, als bei Nichtbetroffenen.

    Erwachsene mit ADHS sind fast immer von einer inneren Unruhe getrieben, und genau das ist es, was mit dem Erwachsenwerden passiert ist.
    Der Impuls ist noch da, die Motorik will immer noch weitermachen und man hat immer dieses Gefühl der Getriebenheit, aber man hat inzwischen gelernt, trotzdem sitzen zu bleiben.

    Tatsächlich gibt es aber in einem Drittel, oder einem Viertel der Fälle eine Form des "Auswachsens" der ADHS.
    Allerdings kann man derzeit weder erklären warum das so ist, noch wen das betreffen kann.
    Es gibt also keine Prognosemöglichkeit mit der man im Vorfeld sagen könnte, bei wem sich die ADS auswächst, so dass auf jeden Fall für alle Betroffenen eine entsprechende Behandlung empfohlen wird.

    howie schreibt:
    haha, er bekommt meine posts nicht angezeigt.
    Korrekt, auch wenn ich sie hier jetzt explizit nach Hinweis kurz temporär zugeschaltet habe um ein Missverständnis zu klären .

  5. #55
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Tagesspiegel

    Ok, ... soviel zu nur einem Posting ...


    Hab gerade noch mal nachgesehen, da es mir keine Ruhe ließ:
    Die Persistenz der ADHS lag bei den genannten beiden Studien bei 70-80%, unter Beachtung der DSM-Kriterien.
    Also wuchs sich die ADS bei 20 bis 30% der Betroffenen aus.

    Allerdings mit der Einschränkung, dass die DSM Kriterien sich ausschließlich auf Kinder beziehen und daher einige Symptome, wie eben die genannte Hyperaktivität, nicht mehr in voller Form auf die Erwachsenen zutraf und sie daher die Diagnosekriterien nicht in vollem Umfang erfüllen.

    Die Probleme in den exekutiven Funktionen dagegen bestanden bei den meisten weiter und würde man die DSM-Kriterien an die Erwachsenensymptomatik anpassen, so würden bei lediglich 5 bis 10% nach der Pubertät, also ab dem ca. 21. Lebensjahr, keine ADS mehr diagnostiziert werden.

    Es ist also, und auch dazu gibt es eine Zahl, nämlich ca. 20% derer, die anscheinend keine ADS mehr im Erwachsenenalter haben, keineswegs immer der Fall, dass die Betroffenen ihre ADS ausgewachsen haben, vielmehr sind sie aus den für Kinder gemachten DSM-Kriterien herausgewachsen.

    Geht man vielmehr dazu über nachzuschauen, welche Beeinträchtigungen die bereits seit der Kindheit Betroffenen nun auch in den wichtigsten Lebensbereichen als Erwachsene haben, dann erkennt man, dass sogar 85 bis 90% der Personen noch immer deutlich beeinträchtigt sind.

    Schaut man also in die gesammelten Werke, so wird man erkennen, dass die Persistenz für ADS bei Erwachsenen irgendwo zwischen 66 bis 90% liegt, je nachdem, welche Kriterien man nimmt, bzw. wie man die Persitenz definiert.

    Und da muss man schon auch klar sagen, dass die DSM an Erwachsene angepasst werden muss, denn Kinder müssen nicht für die Zukunft planen, keine komplexen Ziele in ferner Zukunft konsequent verfolgen und nehmen auch nicht am Straßenverkehr teil etc.
    Das KANN man gar nicht so auf Erwachsene adaptieren.

    Das zeigt, dass wir es mit einer hoch persisitierenden Angelegenheit zu tun haben.
    Geändert von Fliegerlein (15.02.2014 um 12:27 Uhr) Grund: Satz ergänzt/ Fehlerkorrektur

  6. #56
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Tagesspiegel

    Hi Fliegerlein,
    damit sagst Du mehr oder weniger das, worauf ich jetzt abzielen wollte:

    Die Studie ist mir zu Symptomorientiert bei der Aussage, dass kein AD(H)S mehr vorliege.
    Ich denke auch, dass man die Beeinträchtigungen anschauen sollte, die bei diesen einzelnen Gruppen bestehen.
    Und zwar objektivierbare Beeinträchtigungen.
    Damit meine ich nicht "individuell" objektivierbar, sondern eben für die Gesamtheit der Gruppe.

    Also:
    Unfallzahlen
    Häufigkeit von Jobwechseln
    Häufigkeit bei Partnerwechsel
    Ehescheidungen
    nicht abgeschlossene Ausbildungen
    Todesrate
    Suizidrate
    Häufigkeit anderer psychischer erkrankungen
    etc.

    AD(H)S Betroffene haben auf allen diesen Skalen ein dramatisch höheres Risiko als nicht-DHS-Betroffene.
    In der Milwaukee-Studie gibt es sogar eine weitere Kontrollgruppe mit Menschen, die keine ADHS-Diagnose erhalten, sondern stattdessen eine andere psychische Erkrankung - und selbst dieser Gruppe gegenüber sind die Beeinträchtigungen der ADHS-Betroffenen in allen Bereichen größer.

    Die überprüfung, die ich mir daher gewünscht hätte, wäre:
    Eine Gruppe, die niemals ein ADHS hatten, und bei denen ein ADHS tatsächlich ausgeschlossen wurde
    Eine Grupe, die eine valide ADHS-Diagnose in der Kindheit haben und als Erwachsene ebenfalls die Diagnosekriterien erfüllen
    und eine Gruppe, die als Kind eine Valide ADHS-Diagnose haben, als Erwachsene aber die Diagnosekriterien nicht erfüllen.

    Fliegerlein hat schon nachgeschaut: Danach sind eben 85 bis 90% als Erwachsene immer noch erheblich beeinträchtigt.
    Wenn diese 90% von den Diagnosekriterien nicht erfasst werden, dann sind nicht die Beeinträchtigungen zu vernachlässsigen - sondern dann sind die Diagnosekriterien zu überprüfen.

    Es sind nicht irgendwelche Sympotmatiken, die ADHS zu einem Problem machen.
    Es sind die real daraus entstehenden Probleme im Leben, die Beeinträchtigungen.
    Die sind es, die ADHS zu einem behandlungsbedürftigen Phänomen machen.

    P.S. :
    " sind eben 85 bis 90% als Erwachsene immer noch erheblich beeinträchtigt"
    heißt nicht unbedingt, dass die sich dessen auch bewusst sind.
    Schon gar nicht, dass sie ein Problem bei sich selbst erkennen.

    Die Wahrnehmung bei "Schicksalsschlägen" ist vermztlich ziemlich oft genau die:
    "Mir passiert sowas immer wieder". Ohne etwas dafür zu können.
    Und man kann ja auch nichts dafür.
    Aber es passieren mit ADHS eben mehr "Schicksalsschläge"

  7. #57
    howie

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    @fliegerlein
    90 % bla b
    ich geh einfach mal nicht drauf ein, dass Du quasi sagst, dass viele erwachsene adhs haben obwohl sie keine diag!.ose bekommen (so ein mummpitz - wer so was sagt muss neue diagnose kriterien aufstellen!)
    ic
    Tatsächlich gibt es aber in einem Drittel, oder einem Viertel der Fälle eine Form des "Auswachsens" der ADHS.
    t
    darum geht s mir.
    ich will nur sagen, dass nicht je der der es als kind hat es auch noch als erwachsener hat


    ist doch bei jedem so, dass er/sie als erwachsener ruhiger ist als als kind - so ist das mit dem älter werden

  8. #58
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Tagesspiegel

    howie schreibt:
    @fliegerlein
    90 % bla b
    ich geh einfach mal nicht drauf ein, dass Du quasi sagst, dass viele erwachsene adhs haben obwohl sie keine diag!.ose bekommen (so ein mummpitz - wer so was sagt muss neue diagnose kriterien aufstellen!)
    Bub, das ist absolut kein mumpitz.
    Es ist vielmehr genau so, wie du sagst: Dann braucht man neue Diagnosekriterien.
    Allerdings muss die nicht Fliegenpilz aufstellen.

  9. #59
    howie

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    warum nicht?
    alle, die die gängigen diagnosekriterien anzweifeln, könnten doch mal sagen, was für sie dann adhs ist.
    das man nicht mehr unbedingt unruhig sein muss sondern sich auch bloß getrieben fühlen kann ist nix neues.

    achtung! es dürfen dann aber nicht mehr als zwei Prozent der gesamtbevölkerung reinfallen - sonst ist es keine krankheit mehr - meiner meinung nach (aber ja weiß da gehen die meinungen auseinander.

  10. #60
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Tagesspiegel

    Wieso wusste ich nur, dass es so kommt ...

    howie schreibt:
    ich geh einfach mal nicht drauf ein, dass Du quasi sagst, dass viele erwachsene adhs haben obwohl sie keine diag!.ose bekommen (so ein mummpitz - wer so was sagt muss neue diagnose kriterien aufstellen!)
    Mumpitz, ... ja nee is' klaaarr ... .

    Neue Kriterien, bzw. überhaupt Kriterien für Erwachsene sind auch in Arbeit und ich kann Dir auch sagen, dass nicht ICH das sage, sondern das stammt unter anderem von Barkley.
    Kann man sich auch prima selber anhören, er spricht das auch in einem seiner Vorträge am UC-Davis-Mind Insitute an.
    (Runterscrollen auf die Vorträge vom 13.Februar 2008.


    Es ist nur nicht so einfach, die Diagnosekriterien zu ändern, bzw. zu erweitern.
    Und Barkley und auch viele andere Spezialisten geben sehr genaue Informationen darüber, was genau an Kriterien bei Erwachsenen in die DSM aufgenommen werden sollten.
    Aber da muss man sich schon auch bisschen einlesen und damit beschäftigen und es vor allem auch annehmen wollen ....

    Aber dass das bei Dir nicht ankommen wird, war mir schon klar als ich es geschrieben habe...
    Trotzdem war es keine Energieverschwendung, da ich damit den anderen Lesern dieses Threads hoffentlich mit ein paar Fakten und Informationen ein wenig weiterhelfen konnte.
    Was Dich betrifft, sind Deine Postings für mich damit jetzt dann auch wieder nicht mehr sichtbar, denn alles weitere Dir gegenüber wäre ab jetzt wirkliche Energieverschwendung, denn es hat nicht den geringsten Zweck mit Dir zu diskutieren.
    Geändert von Fliegerlein (16.02.2014 um 21:26 Uhr) Grund: Satz ergänzt

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