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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Tagesspiegel

    howie schreibt:
    ich hab eben gesagt, dass das bei dieser studie herausgekommen ist und hab auch gesagt, dass man (wer auch immer) wenn man sagt, dass viele erwachsene doch noch problem haben, das durch eine studie belegen müsste.
    hmmm ... ... nö, dagegen, weil: "viele" ist eh
    eine absolut unwissenschaftliche Mengenbezeichnung ...
    wieviel ist "viele" ... wieviel sind "viele Elefanten" und
    wieviel sind "viele Federn"?

    Wenn aus einer Studie irgendwas herausgekommen ist,
    muss man zunächst die Studie selber auf den Kopp stellen.
    Es gibt knallharte so genannte Gütekriterien - damit prüft
    man zum Beispiel: ist die Studie wiederholbar? Würde bei den
    Testpersonen und jedem Umstand das gleiche Ergebnis
    herauskommen? Hat man zur unterstützung seiner Behauptung
    alle möglichen Einflusskriterien beachtet?
    http://arbeitsblaetter.stangl-taller...riterien.shtml

    Man kann ja leicht sagen, es sei nacht, weil es dunkel
    ist ... wenn man sich allerdings bei feinstem Sonnenschein
    bei Stromausfall in einem hermetisch abgeriegelten Raum
    ohne Fenster und Kerzenlich und Wissen um die
    genaue Tageszeit befindet, sieht das ganze schon anders aus ...

    So, und wenn dann einer sacht "Jo, passt alles", dann muss
    noch einer daher kommen, und den ganzen Sermon nochmal
    prüfen, vielleicht prüft der sogar den ersten Prüfer ...

    Und wenn daaaaaan gaaaaanz viele ganz wichtige und
    etabliert akzeptiert tolle Prüfer sagen:"Jo, tolle Studie" ...
    daaaaan können wir anfangen und schauen, ob eine
    andere Studie unsere total schicke Studie vielleicht wiederlegt ...

    jo ... ich geht dann ma nen Kaffee trinken ...
    Geändert von habitbreaker (10.02.2014 um 14:54 Uhr)

  2. #42


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.172

    AW: Tagesspiegel

    Tja, das mit den Studien ist sowieso so eine Sache.

    Ich habe mal eine Arbeit geschrieben und dazu musste ich mehrere Studien anschauen.

    obwohl in den Studien angeblich immer diagnostizierte ADHS-Betroffene die Grundlage waren, gab es viele Widersprüche.

    Die eine Studie sagt dies und die andere widerlegt genau diese Aussage.

    Je mehr Studien man miteinander vergleicht, um so verwirrter wird man

    Ein sehr sympatischer Referent hat mal auf einer Tagung für Fachpersonen auch zu verschiedenen Studien geredet.
    Am Schluss sagte er mit einem zwinkernden Auge: Glauben Sie bitte keiner Studie die Sie nicht selber gefälscht haben (Anlalog zu Statistiken
    Darum empfahl er sich immer nach dem gesunden Menschenverstand auszurichten.

    Liebe Grüsse
    Pucki

  3. #43
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: Tagesspiegel

    D.h. irgendwas zwischen 1 u 2 Drittel meint die Lit. gerade. Ist doch wat. Mach mich auf den Weg zum ausgewachsnen Drittel und schau mal, welchen Erfolg es gibt.
    Geändert von Loyola (10.02.2014 um 20:09 Uhr)

  4. #44
    howie

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    daaaaan können wir anfangen und schauen, ob eine
    andere Studie unsere total schicke Studie vielleicht wiederlegt ...
    ok, finde sie.
    oder nimm dir 30 jahre zeit und probiere selber die ergebnisse studientechnisch zu widerlegen.

    viele - die zahl der studie kannst selber nachlesen.

    ja, man kann alles kritisieren. irgendwas glaubt man auch.
    kritisierst Du das Ergebnis Deiner eigenen Diagnose? die glaubst Du ja auch, oder?
    man kann aber auch sagen - ein bißchen was wird schon dran sein und adhs ist NICHT wie kinderlähmung

  5. #45
    howie

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    Darum empfahl er sich immer nach dem gesunden Menschenverstand auszurichten.
    ja und wenn Du diese Studie anschaust, was sagt Dir dann Dein "gesunder" Menschenverstand? (zu "gesund" sag ich jetzt nix)
    wenn Du überlegst, bedenke, dass ich schon mal einen kenne, der als Kind adhs diagnostiziert bekommen hat und der keine probleme als 34 jähriger (!) hat, zumindest nicht solche, dass er medikamente oder einen therapeuten braucht.

  6. #46
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Tagesspiegel

    ........

  7. #47
    Lysander

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    Hey howie! Du bist mir zu aggressiv. Mit Dir diskutiere ich nicht mehr ;-)

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Tagesspiegel

    Könnten solche Studien nicht auch dafür sprechen, dass leider doch mehr Kinder fehldiagnostiziert werden als bisher geahnt?
    Zudem denke ich schon, dass die Pubertät Symptome verschwinden lassen kann, bei diesem grob genannten Umbauprozess, der da stattfindet.

    Aber:
    Meist ist es aber wohl eher so, dass sich die Probleme verlagern.
    Und dann die schlechte Selbsteinschätzung, das zusammen ergibt dann wohl schnell eine negative Diagnose.

    Bsp.: Hab letztens mit meinem Partner über seine Kindheit geredet, bzw. eben spezielle ADHS-Probleme.
    Federmäppchen, Ordnung halten in Schulheften etc., Schriftbild... er hat mit allem riesige Probleme gehabt.
    Selbst heutzutage hörte man richtig raus, wie enttäuscht er von sich selber war, weil er sich so angestrengt hat, aber es klappte wohl einfach nicht.
    Nach 2 Jahren gabs ein neues Federmäppchen, weil er alles verschludert hat. Am Ende eines Schuljahres mussten die Hefte neu abgeschrieben werden.
    Die Schrift ist heutzutage noch nahe an der Grenze zu "unleserlich", dabei bemüht er sich wirklich.
    Seine Oma beschreibt ihn als "sehr hyperaktiv" und alle anderen Geschichten, die ich so zu hören bekomme, sind auch ziemlich ADHS-typisch.
    Als ich dann vor 2 Jahren oder so mit der AD(H)S-Geschichte ankam, habe ich aus Spaß natürlich auch mit ihm Fragebogen ausgefüllt. Bzw. ihn ausfüllen lassen.
    Er war überall durchschnittlich. Zwar in manchen Bereichen (planen, Ordnung, Zeitgefühl) sehr grenzwertig, aber die Diagnose hätte er nicht bekommen.
    Weil er selber völlig überzeugt davon ist, das er keine Probleme mit der Aufmerksamkeit und der Konzentration hat.
    Jetzt haben wir halt nochmal drüber geredet und plötzlich hieß es: "Ja, ich muss mich auch eigentlich selten konzentrieren!" - er ist halt meiner Meinung nach an der Grenze zur Hochbegabung. So langsam gibt er immer häufiger zu, dass es eigentlich gar nicht gut ist mit seiner Konzentration.
    Nur hat er bis dato immer gesagt, dass er halt "dumm" ist oder "faul". Also vonwegen "ich kann mich konzentrieren und aufmerksam bleiben, ich bin nur zu faul dazu!"

    Also was will ich mit diesem Beispiel? Würde er sich checken lassen und diese "ich bin halt faul"-Geschichte durchziehen (allerdings sagt er das ja nicht so), dann würde er keine Diagnose bekommen.
    Aber ich kenne ihn doch und ich weiß das er alles mögliche ist, aber mit Sicherheit NICHT faul!
    Auch in vielen anderen Punkten der Selbsteinschätzung hakt es. Hyperaktiv? Nein. Redet dazwischen? Neee! Verspricht schnell Dinge ohne drüber nachzudenken, ob er sie einhalten kann? Nö. Impulsiv? Bestimmt nicht.
    So hat er wirklich mal einen Fragebogen angekreuzt und man kann sich jetzt schon denken, dass die Punkte alle zutreffen.
    Hab jetzt letzten Cordula Neuhaus gelesen und war echt baff. Klar, habe schon öfter mal aus "Spaß" meinen Partner auf ADHS-Anteile untersucht, aber nie wirklich ernsthaft. Und dann lese ich dieses Buch und finde ihn dort 1:1 wieder! Viel mehr als mich selber...

    Gerade AD(H)Sler neigen zu einem etwas verzerrtem Selbstbild. Bei Kindern erwartet man das, es heißt, die Fragebogen der Eltern haben mehr Gewicht und so kommt es dann zu einer Diagnose. Bei Erwachsenen hat hingegen der eigene Fragebogen einen höheren Stellenwert und wenn jemand ankreuzt, dass er sich gut konzentrieren kann, dann wird es so hingenommen. Also gibt es dann keine Diagnose mehr. Obwohl sich eigentlich nichts geändert hat.

  9. #49
    howie

    Gast

    AW: Tagesspiegel

    erstens ich bin gar nicht aggressiv! (Verdammt nochmal! (kleiner scherz)

    dann:
    das mit der rosaroten brille ist kein scherz.
    menschen die glücklicher sind, bewerten einfach viele dinge nicht so tragisch.
    depressiven leuten fallen zum beispiel unbewusste gesichtsregungen wie kurzes grinsen stärker auf und sie bewerten es dann falsch "ha, der macht sich über mich lustig"

    ich würde also sagen,
    dass der von @ReRegenbogen geschilderte freund sich womöglich nicht nur bessere werte in sachen konzentration gibt
    sondern auch bessere werte bei einem test der fragt ob er depressiv ist.

    demnach ist die frage, ob ihm eine adhs diagnose was bringt.
    wenn er mit sich und seinem leben klar kommt und zufrieden ist - warum braucht er sie dann?

    (sie sagt: er ist nicht faul, er hat adhs - zu mir hat mal ein arzt gesagt: Du hast kein adhs, du bist faul. was genau die unterschiede sind, weiß ich nicht genau.)

    zum test und bewerten ob man sich konzentrieren kann oder nicht
    tja das ist eine frage, die mich selber beschäftigt,
    warum sagt man zum beispiel, dass man oft Dinge verlegt,
    man könnte ja auch sagen "ach die paar mal!"
    so könnte ReRegenbogen ja auch sagen "ja ein paar symptome hab ich - vielleicht" - aber adhs? nein.

    (ich hab mehrere freunde die ihr studium zum beispiel nicht geschafft haben - auf prüfungen nicht gelernt oder nicht viel genug - die sagen auch nicht sie sind krank, sondern eher so was "war halt nicht das richtige für mich". ich sag nur ist manchmal grenzwertig und die grenze legt irgendwer fest und dass ich besser als selbst-und fremdbewertungen objektivere tests wie zum beispiel die hier im forum schon geposteten (maschinellen) konzentrationstests finde (wobei bei denen, wenn sich da manche adhsler wieder besser konzentrieren können gesagt wird "so ein konzentrationstest sagt gar nix. kann sein, dass er sich wegen dem adhs typischen hyperfocus genau bei diesem test gut konzentrieren hat können" -
    und wegen solcher gründe gibt es
    keine eindeutigen diagnose kriterien im prinzip)

    so wieder einwände gebracht, bin aber nicht aggressiv.

  10. #50
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Tagesspiegel

    Na, bei meinem Freund kann ich das gut unterscheiden. Als Arzt wäre es wohl schwerer, da kennt man die Person nicht so gut.

    Aber mein Punkt war ja eben, das gesagt wird, dass 60% später keine Diagnose mehr haben, das aber nicht heißt, dass sie auch kein AD(H)S mehr haben.

    Da man die Diagnose in der Studie aufgrund eines kleinen Interviews stellt (Mini International Neuropsychiatric Interview, aus wiki: "The administration time of the interview is approximately 15 minutes and was designed for epidemiological studies and multicenter clinical trials.") - wohl kaum vergleichbar mit dem Diagnostikverfahren, welches die Leute hier im Forum gewohnt sind. Zwar rechnen die einige Prozentpunkte drauf, aber ob das realistisch ist sei mal dahingestellt.

    Eine verlässliche Studie zum diesem Thema kann man wohl erst erstellen, wenn eine Diagnose mithilfe von anderen Mitteln eindeutig(!) möglich ist. Und das wird wohl noch dauern, falls es überhaupt jemals möglich sein wird.
    Bis dahin kann man lange drüber diskutieren, ob die Zahl 60% realistisch ist oder nicht, ohne zu einem Punkt zu kommen.

    Ich finde, hier: The worldwide prevalence of ADHD: is it an American condition? kann man gut sehen, warum man die ganzen Prävalenz-Studien kritisch betrachten muss.

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