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Diskutiere im Thema Kopfüber- Film im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    Kopfüber- Film

    http://www.kopfüber-derfilm.de



    Ein neuer Film über ADHS kommt nun in die Kinos.

    Ein 10-jähriger Junge, aufgewachsen in einer sozial schwachen Familie, bekommt (nachdem er nun auch noch straffällig geworden ist), einen Sozialhelfer. Dieser lässt mit ihm und seiner Mutter bei einem Arzt die Diagnose ADHS feststellten. Der Junge überwindet nun seine Legasthenie, wird ruhig und bekommt gute Noten. "Leider" ist er nun auch nicht mehr er selbt..... Er setzt im Endeffekt die Medikamente ab, weil er "nicht mehr lachen kann".

    Im Großen und Ganzen endet der Film mit der Frage, was nun besser ist....... Medikamente und Erfolg, oder der Junge "ist nicht mehr er selbst und ruhiggestellt".


    Schade, das die Medikation ( in richtiger Dosierung!!!!!!) hier mal wieder so missverstanden und verteufelt wird.........

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Kopfüber- Film

    Du hast Recht, das ist wirklich schade... Ich frage mich langsam, ob ADHS jemals als ernstzunehmende Störung angesehen wird. Solche Filme machen einem als Betroffener aber nicht gerade Mut...

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 191

    AW: Kopfüber- Film

    Hört sich ein bisschen an wie eine Kopie von Thumbsucker

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Kopfüber- Film

    Also, das ist jetzt nicht ganz ernst gemeint, ich sinniere einfach mal los:

    Künstler haben oftmals eine ADHS, aber wegen ihrer besonderen Begabung finden sie - mit etwas Glück -
    ihre Nische und dann lehnen sie es kategorisch ab, anders zu sein.

    Ich bin öfter mit Künstlern zusammen - Musiker, Schauspieler, Regisseure, Autoren - und
    ich bin ganz sicher, dass bei den meisten eine ADHS-Veranlagung vorliegt, sogar bei manchen ihrer
    Kinder wird in der Schule von ADHS gesprochen, aber ADHS wird konsequent negiert - Erfindung usw.

    Deshalb halte ich mich auch sehr zurück, mich selbst dazu zu bekennen, dass ich wegen meiner
    ADHS "Pillen schlucke".

    Interessant ist in diesem Zusammenhang das autobiografische Buch von Dany Sugermann "Wonderland
    Avenue". Dany Sugarman war ein Wegbegleiter der "Doors" und leider hat ihn mit grad mal gut 50 der
    Lungenkrebs geholt.

  5. #5
    pero

    Gast

    AW: Kopfüber- Film

    Im Großen und Ganzen endet der Film mit der Frage, was nun besser ist....... Medikamente und Erfolg, oder der Junge "ist nicht mehr er selbst und ruhiggestellt".
    Hast du wirklich etwas anderes erwartet? Keiner macht einen Film bei dem ein gängiges Medikament eine positive Wirkung hat.

    Es geht bei Spielfilmen nicht um Fakten, die stören doch nur. Es geht um dramatische Höhepunkte.

    Im Prinzip wäre es ja auch besser wenn Menschen so leben könnten wie sie sind, aber das ist eben nur ein Traum. In der Realität wird ein sehr enges Verhaltensmuster erwartet und das ist, insbesondere für Kinder extrem schwer.
    Wenn ein Kind mit ADHS aufwächst, dabei durch Eltern und Umfeld unterstützt wird und trotz ADHS ein gesundes Selbstvertrauen aufbauen kann, wird es auch ohne Medikamente zurechtkommen können. Das werden dann Künstler… Aber die anderen, die immer nur anecken, immer nur stören und nicht die erwartete Leistung bringen, die werden das wohl nicht schaffen können. Aber die sind eben auch den Filmschaffenden egal. Also werden hilfreiche Medikamente einfach mal schnell und ohne Fachkenntnisse als ruhig stellende Drogen verteufelt.
    Willkommen in der Realität...

    LG
    pero

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Kopfüber- Film

    Man könnte mal einen Film machen in dem ein Jugendlicher mit ADHS-Medikation endlich er selber ist, die Eltern die Medis aber bald aufgehetzt durch die Ritalingegner wieder absetzen und damit alle Chancen vernichten und er sich wieder verliert.

    Auch schön dramatisch und in der Realität sicher häufiger.


    ---
    Zwischen Angel und Tür: Per Telefon und passender App

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Kopfüber- Film

    schöne Idee...

    Vermutlich wird es noch häufiger so sein, dass Kinder gar nicht erst die dringend nötige Hilfe bekommen - aus genau diesem Grund :-(

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 138

    AW: Kopfüber- Film

    Ich finde auch, dass sie mal einen Film machen könnten über jemanden der ADHS oder ADS hat. Aber es sollte ein Happy End haben. Zumindest ein einigermassen gutes Ende. Dass die Person am Schluss sich selbst findet. Vielleicht durch ein Medikament. Vielleicht aber auch, weil die Person Hilfe von Jemandem bekommt, der ihr zeigt, dass sie ja doch jede Menge Stärken hat.

    Bis jetzt war ich von allen Spielfilmen, die ADHS, ADS gehen ziemlich enttäuscht. Es gibt auch kaum welche, bei denen ADHS/ADS klar deklariert wird. Dafür gibt es Filme wie Michel aus Lönneberga wo man heute sagen muss: das wäre ein ganz typischer Junge mit ADHS.

    Aber es ist doch eigentlich schade dass es heute kaum Filme wo dieses Thema ganz offiziell behandelt wird. Aber über Themen wie Autismus, Blindheit, Taubheit, geistliche Behinderungen gibt es jede gute Filme. Ist vielleicht auch nicht unbedingt vergleichbar aber mit was ist es dann vergleichbar. Und man weiss heute von so vielen Kindern und Erwachsenen, dass sie ADHS/ADS haben.

    Ist wirklich schade.

  9. #9
    Mumford

    Gast

    AW: Kopfüber- Film

    pero schreibt:

    Es geht bei Spielfilmen nicht um Fakten, die stören doch nur. Es geht um dramatische Höhepunkte.
    Genau, wenn ich "Realismus" sehen will, schaue ich mir eine Doku an und keinen (fiktiven!) Film.
    Es darf nur nicht unglaubwürdig wirken, aber auch da scheiden sich die Geister, ist halt Geschmackssache.


    Also der Trailer sieht mMn gar nicht schlecht aus.
    Geändert von Mumford (10.11.2013 um 21:27 Uhr)

  10. #10
    pero

    Gast

    AW: Kopfüber- Film

    Genau, wenn ich "Realismus" sehen will, schaue ich mir eine Doku an und keinen (fiktiven!) Film.
    Dem stimme ich 100 % zu, aber mit welchem Gedanken werden die meisten Zuschauer aus diesem Film gehen?

    Meine Prognose:
    1. Das war ein realistischer Film über alle ADHS Betroffenen.
    2. MPH verändert die Menschen immer zum negativen, stellt sie nur ruhig, verändert ihr Wesen.
    3. Und das immer und im jeden Fall, also MPH gehört verboten…

    Dabei wäre die "richtige" Schlussfolgerung.
    Menschen mit ADHS sind anders. Nicht besser oder schlechter als "normale", wir sollten mal über unsere Beurteilungskriterien nachdenken.
    Aber dafür fehlt eine klare Aussage. Durch das offene Ende wird das nicht deutlich.

    Also der Trailer sieht mMn gar nicht schlecht aus.
    Ich sehe oft Trailer die mit dem Film nicht viel zu tun haben, den Film ganz anders darstellen als er letztlich ist. Da wird aus einem ruhigen (guten) Drama im Trailer ein Actionfilm. Oder aus einem (guten) nachdenklichen Film im Trailer eine flache Kommödie.
    Gut möglich das der Film gut gemacht ist und die Schauspieler in Ihrer Rolle überzeugen. Ich habe aber Probleme mit der Aussage der Handlung. Jedenfalls so wie ich sie für mich verstehe ohne den Film gesehen zu haben.

    Zum Wunschfilm.
    Wie wäre es den wenn ein Erwachsener durch sein Kind erkennt das auch er selbst von ADHS betroffen ist. Das er/sie dann von MPH profitiert und ruhiger wird, während das beim Kind nicht so gut wirkt und daher eine Veränderung der Erwartungen an das Kind notwendig wird. Das Kind also letztlich so angenommen wird, wie es mit ADHS tatsächlich ist.
    Würde dann bestimmt als Märchen beworben werden.

    LG
    pero



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