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Diskutiere im Thema ADHS und Bindungserfahrungen im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Das ist ein weltoffener Thread.

    Dori schreibt:
    ...oder es ist gewünscht, das alle mitlesen können ...
    Alle Vorgestellten reicht oft aus. Der Rest der Welt (KollegInnen, Chefs, ehemalige PartnerInnen oder die eigenen Kinder) sollte manche Themen nicht mitlesen können.

    Du kannst Dir ja den Roten Rand (Kontrollzentrum - Einstellungen ändern - Kennzeichnung Öffentliche Bereiche auf ja) einstellen. dann siehst Du sofort, ob der Thread in einem öffentlichen Bereich ist.

  2. #32
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Hallo alle,

    Noch eine Gedanken zu Thema: Ich bin überzeugt dass jeden Mensch (auch Kindern!) ihre Entscheidungen, ihre Verhalten immer aus ihre beste Wissen auf der momentanen Situation wählen. Wir machen immer unsere bestens, wir entschieden uns immer danach was wir auf der Moment als das beste sehen. Aber wir sind alle irgendwo beschränkt, haben alle noch zu lernen...

    Natürlich ist es keine Entschuldigung gegenüber Gewalt und Missbrauch, es ist nur eine Erklärung. Wenn Eltern ihre Kindern missbrauchen, brauchen sie eigentlich genau so viel Hilfe wie ihre Kindern. Da finde ich auch dass der Umfeld handeln muss! Aber ich erlebe auch dass es oft zu wenig gemacht. In der CH mischt man sich in privaten Sachen nicht und es wird wenn Eltern überfordert sind mit ihre Kindern (was zu Misshandlung führt) lange mal nichts gemacht... Dabei haben wir Platzmangel im Knast und sie sind voll von Erwachsene die als Kind schlimmes erlebt hatten und deswegen (untem anderen, da ich denke, angeborene Veranlagung spielt auch eine Rolle) in Kriminalität rutschen.

    Ja, jeden ist für sich und seine Entwicklung verantwortlich, und auch dann für seine eigene Kindern, aber... Die Gesellschaft (es heisst, jeden von uns) trägt auch eine gewissen Verantwortung dort zu helfen wo es nötig und möglich ist...

    Es gibt auch Menschen die einfach keine Einsicht zeigen, die überzeugt sind, richtig zu machen. Als Erwachsenen kann man da auch sich abgrenzen, Kindern können es leider viel weniger, obwohl sie auch ihre überlebensstrategien entwicklen... Ich kann solche Menschen nicht wirklich böse sein, aber... Es liegt in meine Verantwortung mich zu schützen!

    Ich nehme da wieder eine ehe alltäglich beispiel, obwohl es mich bewusst ist, dass es schlimmeres gibt... Als ich Kind war, gab es Menschen (lehrer) die meinten mit Druck würde ich mich ändern... Es hat folgen, es hat mich verletzt... Ich habe überlebt und heute, da es überwunden ist, sehe ich es nicht nur als etwas schlimm, aber auch als Lebenserfahrung. Daraus kann ich wachsen. Es hätte besser gewesen ohne, aber es war so und daraus mache ich halt das beste. Vielleicht kann ich auch meine Eltern dabei danken, obwohl sie einiges nicht ganz verhindert haben (aus welche Grund immer, sie meinen es wirklich gut!), haben auch viele fehler gemacht, aber sie haben mich so genommen wie ich war und gemeint, anderssein sei doch ok und sogar eine Bereicherung in diese Welt. Hinten alle anderen Trümmeln war so was doch irgendwo in mich versteckt.

    Heute begegne ich wieder solche Menschen, fühle mich unwohl, werde ich wütend... Auf eine Seite, weil sie einige aufgewühlt hatten, hatten sie mich indirekt geholfen, mich über einiges bewusst zu werden. Ich lerne da auch, immer noch mich abzugrenzen.

    Wirklich Verantwortung zu übernehmen, heisst auch, aus meine sicht, mit der Schuldzuweisung aufhören, spüren dass Täter aus ihre eigene Begrenzung so was gemacht haben (nicht als Entschuldigung), aber dass mein Schmerz doch berechtigt ist, und dass ich besserer verdiene und mich geben und suchen kann. Natürlich, eine Weile jemand anders der Schuld geben finde ich auch nicht falsch: Irgendeinmal darf man auch wütend sein auf was passiert ist... Aber irgendwann geht es auch von selbst...

    Mich hilft es auch, wenn mich jemand verletzt, ihm auf ein Art zu vergeben und denken "ach, hat gut gemeint, ist nur ein mensch und daher begrenzt". Ich fühle mich besser als wenn ich noch lange darüber grüble was er sonst anders machen sollte und bringt mich ehe nicht weiter... Lieber schauen was ich selber machen kann um mich abzugrenzen. Interessant ist auch, dass wenn ich mich abgrenze, dass ich der andere auch helfe (wenn er bereit ist) sich zu entwickeln. Wenn ich so was sage: "Bitte so nicht, es tut mich nicht gut, ich will es nicht" muss er sich einige Gedanken machen...

    Sonst fände ich auch gut, wenn wir darüber auch eine geschützen Bereich reden, wir können da offener werden. Obwohl ich mich auch hier gut beteiligen kann, da ich nur dass schreibe, was der ganze Welt auch mitlesen darf.

    lg

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    @ Steintor...Danke, hab ich doch gleich mal geändert ...

  4. #34
    MeinerEiner

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.128

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    mj71 schreibt:
    Hallo alle,

    Noch eine Gedanken zu Thema: Ich bin überzeugt dass jeden Mensch (auch Kindern!) ihre Entscheidungen, ihre Verhalten immer aus ihre beste Wissen auf der momentanen Situation wählen. Wir machen immer unsere bestens, wir entschieden uns immer danach was wir auf der Moment als das beste sehen. Aber wir sind alle irgendwo beschränkt, haben alle noch zu lernen...
    Da bin ich anderer Meinung.
    Ich kann zumindest für mich sagen ich handle nicht immer aus bestem Wissen heraus. Ich weiss schon lange dass rauchen nicht gut für mich ist und habe mit diesem Wissen weiter geraucht.
    Wenn es nur nach Wissen ginge hätte ich schon viel früher mit dem Rauchen aufgehört.
    Es gibt noch mehr Beispiele in denen ich wider bessern Wissens handle weil es kurzfristig bequemer ist. Das geschieht zumindest bei mir im vollen Bewusstsein dass es nicht das Beste ist was ich in dem Moment tun könnte.
    Ich glaube nicht dass ich der einzige Mensch bin dem es so geht. Die meisten Raucher sind sich zum Beispiel bewusst wie schädlich das ist.

    Natürlich ist es keine Entschuldigung gegenüber Gewalt und Missbrauch, es ist nur eine Erklärung. Wenn Eltern ihre Kindern missbrauchen, brauchen sie eigentlich genau so viel Hilfe wie ihre Kindern. Da finde ich auch dass der Umfeld handeln muss! Aber ich erlebe auch dass es oft zu wenig gemacht. In der CH mischt man sich in privaten Sachen nicht und es wird wenn Eltern überfordert sind mit ihre Kindern (was zu Misshandlung führt) lange mal nichts gemacht... Dabei haben wir Platzmangel im Knast und sie sind voll von Erwachsene die als Kind schlimmes erlebt hatten und deswegen (untem anderen, da ich denke, angeborene Veranlagung spielt auch eine Rolle) in Kriminalität rutschen.

    Ja, jeden ist für sich und seine Entwicklung verantwortlich, und auch dann für seine eigene Kindern, aber... Die Gesellschaft (es heisst, jeden von uns) trägt auch eine gewissen Verantwortung dort zu helfen wo es nötig und möglich ist...
    Es ist aber auch Verantwortung eines jeden Einzelnen sich Hilfe zu holen wenn er es alleine nicht schafft nach bestem Wissen zu handeln und dadurch großen Schaden anrichtet.

    Es gibt auch Menschen die einfach keine Einsicht zeigen, die überzeugt sind, richtig zu machen. Als Erwachsenen kann man da auch sich abgrenzen, Kindern können es leider viel weniger, obwohl sie auch ihre überlebensstrategien entwicklen... Ich kann solche Menschen nicht wirklich böse sein, aber... Es liegt in meine Verantwortung mich zu schützen!
    Als Erwachsene gebe ich dir recht. Zu einer ungesunden Bindung zwischen zwei Erwachsenen gehören immer Zwei und beide haben Verantwortung.

    Wirklich Verantwortung zu übernehmen, heisst auch, aus meine sicht, mit der Schuldzuweisung aufhören, spüren dass Täter aus ihre eigene Begrenzung so was gemacht haben (nicht als Entschuldigung), aber dass mein Schmerz doch berechtigt ist, und dass ich besserer verdiene und mich geben und suchen kann. Natürlich, eine Weile jemand anders der Schuld geben finde ich auch nicht falsch: Irgendeinmal darf man auch wütend sein auf was passiert ist... Aber irgendwann geht es auch von selbst...

    Mich hilft es auch, wenn mich jemand verletzt, ihm auf ein Art zu vergeben und denken "ach, hat gut gemeint, ist nur ein mensch und daher begrenzt". Ich fühle mich besser als wenn ich noch lange darüber grüble was er sonst anders machen sollte und bringt mich ehe nicht weiter... Lieber schauen was ich selber machen kann um mich abzugrenzen. Interessant ist auch, dass wenn ich mich abgrenze, dass ich der andere auch helfe (wenn er bereit ist) sich zu entwickeln. Wenn ich so was sage: "Bitte so nicht, es tut mich nicht gut, ich will es nicht" muss er sich einige Gedanken machen...

    Sonst fände ich auch gut, wenn wir darüber auch eine geschützen Bereich reden, wir können da offener werden. Obwohl ich mich auch hier gut beteiligen kann, da ich nur dass schreibe, was der ganze Welt auch mitlesen darf.
    Da sprichst du etwas großes gelassen aus.
    Mit Schuldzuweisung aufhören und anfangen an sich zu arbeiten. Das ist schwer aber hilft ungemein.

    Sofern Verletzungen aus gut gemeinten Handlungen entstanden sind kann ich die auch gut vergeben denn jeder macht mal Fehler.

  5. #35
    MeinerEiner

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.128

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Praline schreibt:
    Aus dem großen Ganzen habe ich mal einen Punkt herausgegriffen, weil ich mich nicht -auch nicht mit Hyperfokus- auf einen ganzen Skyfall konzentrieren kann
    und es auch gar nicht will.



    Von welchem „Recht“ ist denn hier die Rede? Ein sich selbst erteiltes, weil erlittenes, "Recht" auf Gewalt?
    „Sich ein Recht erleiden …“ diese Aussage musste ich erst mal begreifen…. WER bitte denkt so? Wessen Mechanismus soll das sein?
    Ist das nicht total pathologisches Denken?
    Ich denke "Recht" ist in dem Fall eine Überzeichnung von "Der macht das aber auch"
    Keine Ahnung ob es Menschen gibt die wirklich denken sie hätten das Recht, aber es gibt Mensche die handeln so.
    Für sie ist diese Erklärung stimmig.

  6. #36
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Hallo Erin,

    Da mit das wissen, stimmt auch! Deine beispiel ist klar genug... Es stimmt schon dass wir einiuges machen und dabei wissen, es sei nicht gut, aber irgendwie trotzdem machen... Aus irgendwelche andere grund.

    Als ADSler sind wir da Profit: wie oft machen wir mist und wissen dass es ein fehler ist? Aber trotztdem wollen wir doch unsere bestens machen, aber es gelingt es nicht... Wie viele Eltern schreien mal der eine oder der andere mal ihre Kindern obwohl sie wissen, es sei nicht gut? Ich denke, es passiert jeden und bis eine bestimmte Punkt auch normal.

    Es ist aber auch Verantwortung eines jeden Einzelnen sich Hilfe zu holen wenn er es alleine nicht schafft nach bestem Wissen zu handeln und dadurch großen Schaden anrichtet.
    Ja, es ist seine Verantwortung, aber manche Menschen haben so wenig Einsicht dass sie selber nicht merken oder wahrhaben dass sie Schaden anrichten und dort brauchen sie "Einmischung" von aussen... Nur darauf warten dass jeden seine Verantwortung wahrnimmt und Kindern leiden lassen finde ich sehr nachlässig... Es klappt einfach nicht immer und mich passt es eben auch nicht.

    Mein Vater meint immer, Prügeln gehéren zu eine gute Erziehung und ist da unbelehrbar. Na und? Ich lebe jetzt mein Leben und es ist mich auch egal was er noch meint.

    Sofern Verletzungen aus gut gemeinten Handlungen entstanden sind kann ich die auch gut vergeben denn jeder macht mal Fehler.
    Oder aus Unwissen oder aus andere Schwächen.

    Dabei tue ich ehe für mich vergeben: Weil es mich gut tut! Wieso der andere so was mit mich getan habe ist nicht sehr sehr wichtig, wichtiger ist was ich dadurch erlebt habe und was ich heute für mich machen kann. Daher setzte ich lieber meine Energie für mich als gegen der andere... Einfach weil es mich mehr bringt, gar nicht aus moralische Gründen. Mich sind die moralische Gründen ehe nicht so wichtig... Es tut mich gut und bringt gutes zu mich schauen, Verantwortung für mein Leben zu nehmen und andere gut zu behandeln und dazu brauche ich auch keine Gesetzt der mich sagt, ich soll es machen. Ich will es, weil es gut kommt. Daher bin ich sogar rasch allergisch auf was man soll, was man muss und was ok ist oder nicht ok... Jeden erntet ehe die Ergebnis seine Taten (bis eine bestimmte Grad, da einiges in unsere Leben nicht wählbar ist) und mich reicht es schon als Motivation.

    lg

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 499

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Da ich leider zu müde bin, diese spannende Diskussion komplett zu verfolgen, nur kurz zu dem Artikel mein aktueller Gedanke. Klingt in Teilen für mich wie die Buchvorstellung hierzu: Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom: ADHS - Die Einsamkeit in unserer Mitte: Amazon.de: Karsten Dietrich: Bücher konnte ich bisher leider noch nicht lesen. Sollte jemand eine Kopie haben, die er mir mal leihen kann, wäre das toll. Denn ich sehe schon in einigen Kindern - auch nicht-AD(H)Sler - dass Bindungsstörungen seltsame Blüten tragen können, bereits im Kindesalter. Und wie sagt man so schön? Kleine Kinder, kleine Sorgen...

    Ich bin ein großer Kritiker von "Timeout", "Jedes Kind kann schlafen lernen" und ähnlichen strikten Strukturierungen des kleinkindlichen Lebensalltags. M.E. Elternselbstschutzprogramme, die dazu dienen Eltern trotz ihres Elternsein ein Leben zu ermöglichen, in dem sie die Personen bleiben, die sie vorher waren. Sie grenzen sich oft so sehr von den Kindern ab, dass kaum Bindung entstehen kann. Dass sich mit dem Moment, wo die Eizelle befruchtet ist für Mann und Frau eine ganze Menge ändert scheint bei vielen nicht wirklich verankert zu sein. Das Resultat sind Kinder, die zu jeder Zeit auf sich allein gestellt sind, auch wenn allein noch gar nicht funktionieren kann, da Lösungsmodelle immer am Vorbild erlernt werden....
    [IRONIE] Aber Verantwortung 24/7 ist natürlich ein total überzogener Anspruch [/IRONIE]
    Könnte ewig darüber schreiben, wenn ich nicht schon so müde wäre...

    @ Rioja: Das mit dem Timeout für sich selber kenne ich auch. Ein beidseitiges Timeout - welches mit der Begründung, dass wir uns erstmal beruhigen müssen angekündigt wird - wenden wir seit einiger Zeit in Extremfällen auch an, aber nur um eine Eskalation zu vermeiden. Danach wird dann mit "abgekühlten Prozessoren" wieder halbwegs sachlich am Problem gearbeitet. Funktioniert bisher ganz gut. Für beide Seiten. Von unser 7 jährigen haben wir da schon positives Feedback bekommen, Sie empfindet es als Chance.
    Geändert von snowhopper ( 9.11.2013 um 23:56 Uhr)

  8. #38
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Hallo snowhopper,

    Ich habe mal auf der Link geklickt und angeschaut. Diese Buch will ich auch! Mal etwas anders über ADS...

    lg

  9. #39
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Mit dem " Stockholm-Syndrom " mein ich i.W., wenn aus vermeintlichen Strukturzwängen die "Opfer" am Ende noch beginnen, ihre Peiniger zu verteidigen. Bei Ptbs-Heilung ist z.B. Abbruch des Täterkontakts Voraussetzung, auch wenn's die Eltern sind... Der Schritt gelingt m.E. zu selten. Erst dann ist erst ausreichend Freiraum dafür, an sich zu arbeiten. Das wäre wichtig, wenn das Ziel besteht, die schlechten Erfahrungen möglichst zu überschreiben, um sie nicht unfreiwillig weiterzugeben.
    Ich habe mir mein Leben auch anderst vorgestellt als wie es verlaufen ist. Und es ist oftmals nicht so einfach den Kontakt abzubrechen obwohl es besser wäre.
    Das hat aber nicht immer etwas mit Feigheit zu tun und nicht immer endet man im Stockholm syndrom.
    Manchmal ist es aber auch ein Elternteil das sehr unter dem Partner leidet und nicht weiss wie er sich trennen soll.
    Ist es dann so falsch sich zu kümmern? und sich nicht abzuwenden.
    Es ist nicht für jeden einfach alle Bindungen abzubrechen.
    Und es ist die Hölle wenn es einem selbst geschiet.
    Die Eltern haben oftmals durch ihre Erziehung auch schlimmstes durchlebt und sind daher auch nichtmehr fähig zu einem Wandel, weil geprägt durch ihre Eltern.
    Zudem durch meine Störung ADHS und der HSP bin ich daran behindert mein leben so zu gestallten wie es für mich gut wäre.

  10. #40
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: ADHS und Bindungserfahrungen

    Ich danke für den den ersten Link (weiter bin ich noch nicht).
    Finde es sehr aufschlussreich.
    Toll, das es solch Forschungen in dieser Form gibt.


    edit:

    die Kommentare sind auch interessant.

    Der mit der genetischen Komponente argumentierende Typ vergisst die logische Folgerung seiner Ergänzung:
    Das diese beiden Dinge ursächlich vernetzt sein können und sich nicht ausschliessen.

    Auch das eine psychosomatische Behandlung ersmal Linderung bieten kann und vorbeugen hilft,
    es zu den von ihm beschriebenen Verschlechterungen kommen zu lassen, lässt er ausser acht.

    Ich weiss schon warum ich ganzheitliche Blickwinkel besser finde.

    Diese Schmerzempfindlichkeit und sonstige Reaktion unserer physikalischen Nervensysteme
    (rückschliessend dann das kompensierende Verhalten) im Zusammenhang
    mit lebenslang beeinflussenden Erfahrungen
    sollte man mal im Bereich der dissoziativen Problematiken betrachten.

    Ich wette fast, dort finden sich ebenfalls ähnliche Merkmale.

    Ich schaue ja öfter interessiert hin,
    bei den Körper-Hirnchemie-Forschungen,
    die auch um ADHS herum so zu finden sind.
    Das Thema ergänzt eine Art (logische) Wissenslücke, die noch mehr erforscht werden muss,
    die hoffentlich in der Zukunft eindeutig diagnostizierbare Auslöser und Marker hervorbringt und eventuell behandelbar wird..
    Geändert von stargazer (10.11.2013 um 10:14 Uhr)

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