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Diskutiere im Thema Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS? im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #131
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    Apollo_1012 schreibt:
    @mj71: Ich habe nicht geschrieben, dass derjenige, der als Kind schlecht behandelt wird, automatisch oder überhaupt zum Psychopathen wird: "ich denke, nicht jeden mensch der als baby schlecht behandelt war entwicklet sich zu psychopathe."

    "So wird leider auch mit ADS gemacht, obwohl die erbliche anteil bewiesen ist"
    Ebenso behauptet hier im Forum niemand ernsthaft, man könne ADS "anerziehen". Das widerspricht jedem, aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnisstand. Und bloße Meinungen stehen da nicht auf derselben Stufe mit Forschungsergebnissen, bei denen Fachleute sich monatelang den Kopf zerbrechen.

    "Ist die veranlagung da, aber liebevolle eltern, wird diese menschen vielleicht etwa "kommisch" aber nicht gefährlich."
    Ich habe geschrieben, dass ganz bestimmte Misshandlungen dazu geeignet sind, aus jedem gesunden Baby einen späteren Psychopathen zu machen, in dem man die Empathiefähigkeit, die sich in den ersten 18 Monaten entwickelt, zerstört bzw. sich nicht ausbilden lässt. Das können liebevolle Eltern überhaupt nicht kompensieren, es ist z e r s t ö r t. Dieser sozialromantische Ansatz wird dem gesellschaftlichen Schaden, den diese Monster anrichten, überhaupt nicht gerecht.

    Der Psychopath ist nicht schuldfähig. Er wird es auch nie einsehen, wie auch? Er hat keine Empathie. Er spürt nicht, was er anderen antut. Und das hat er fast immer bei Mutti gelernt...Ich denke aber nicht in Deiner Schuldkategorie: "Daher gebe ich nie die eltern oder der umfeld der ganz schuld..."

    Das macht IMHO auch keinen Sinn, denn Eltern machen das nicht absichtlich oder vorsätzlich. Aber sie wollen dann später auch nicht die Verantwortung übernehmen und lügen sich irgendwas vererbtes oder angeborenes in die Tasche - zumindest beim Psychopathen. Und das kann man sehr gut verstehen, ich möchte auch nicht der Vater von Anders Breivik sein und dann nach seiner Kindheit gefragt werden...


    LG
    Apollo

    Hmm, und genau das letztere, was du schreibst, traf auf den von mir genannten Jugendlichen zu! Die Mutter weigerte sich vehement ihn wieder zu Hause aufzunehmen, wollte Abstand, beschuldigte ihn, dass er sein Leben lang schon an ihr "klebe" und sie "aussauge"!

    Sie sorgte für die gesundheitliche Versorgung, ging mit ihm zu Arztterminen oder gab Geld für ihn ab und das wars! Sie besuchte ihn nicht, holte ihn nicht zu Freizeitaktivitäten ab etc.Die anderen kurzen, sporadischen Kontakte zwischen Mutter und Sohn wurde jedoch von mehreren Personen als "seltsam grenzüberschreitend" beschrieben, z.T. wirkte es, als würden sie miteinander flirten!

    Jetzt frage ich mich...wird ein Kind so geboren!?

    Kann ich mir nicht vorstellen...

  2. #132
    Apollo_1012

    Gast

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    ...auf keinen Fall. Deshalb sage ich, Psychopathie geht auf Bindung zurück, meistens zur Mutter, neutral gesagt zur Hauptbezugsperson im Säuglings- und Kleinkindalter. Väter erzeugen vielleicht Gewaltbereitschaft und andere schlimme Dinge, aber die Psychopathie hat (immer) was mit der Mutter zu tun...

  3. #133
    Maus

    Gast

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    Apollo_1012 schreibt:
    ...auf keinen Fall. Deshalb sage ich, Psychopathie geht auf Bindung zurück, meistens zur Mutter, neutral gesagt zur Hauptbezugsperson im Säuglings- und Kleinkindalter. Väter erzeugen vielleicht Gewaltbereitschaft und andere schlimme Dinge, aber die Psychopathie hat (immer) was mit der Mutter zu tun...

    Hmmm, haben das nicht auch ein paar sehr intelligente Menschen von ADHS behauptet?!

  4. #134
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    Apollo_1012 schreibt:
    Klinisch gesehen beziehe ich mich auf das, was meine Frau (die ist vom Fach) erst kürzlich von einer Weiterbildung über echte Psychopathen mitbrachte: Nicht heilbar, extrem gefährlich, müssen weggesperrt werden und können nicht therapiert werden. Leider weiß man das immer erst, wenn sie als Täter verurteilt wurden. Viele sind aber extrem angepasst und lassen sich gar nicht erst zu Gewalttaten hinreißen oder dabei erwischen.
    Meine Psychopathin war auch vom Fach. Wissen kann Macht heißen, kommt drauf an wer es erwirbt und wie er damit umgeht. Bei ihr hat Wissen sogar sehr viel mehr Macht bedeutet. Es gab mehrere spätere Mittäter, alle sind binnen weniger Stunden und ohne mit ihr im gleichen Raum zu sein, manipuliert worden und alle hätten die nötigen Kenntnisse gehabt, um solche Täter viel besser und klarer erkennen zu können, als ich oder andere ohne berufliche Nähe es können sollten.

    Eine einzige Manipulation kann eine ganze Nation dazu bringen, über Nacht das Mitgefühl beiseite zu schieben (und es dort jahrelang unbeachtet liegen zu lassen) und dadurch zu Gewalt und Bösartigkeiten fähig zu werden, die sich vorher die wenigsten dieser Menschen je zugetraut hätten. Die Geschichtsbücher sind voll von Beispielen wie längst als fingiert bewiesenen Attentaten, die als 'gerechte' Gründe für Kriegserklärungen gereicht haben.

    Es ist egal ob man es "Abwehr von Psychopathen", "Für die Freiheit" oder "Kampf dem Terror" nennt. Da werden Menschen zerstört. Psychopathen zerstören Menschen. Wer mitmacht, gehört entweder zu der Minderheit der Bevölkerung, die tatsächlich entsprechende Züge aufzuweisen hat oder wird gerade ausschließlich von seiner eigenen Angst kontrolliert. Trotz aller rational klingenden Illusionen davon, wie gut man wüsste, warum man was gerade tut und dass man sich ganz bewusst selbst dazu entschieden hätte, hat damit immernoch der Täter dem man am meisten zu entkommen versucht die volle Macht. Er lässt sein Opfer die weitere Zerstörung selbst übernehmen.

    Wer glaubt gegen böse Menschen zu kämpfen und nur deshalb sich selbst 'aufzurüsten', könnte bereits zum Mittäter an sich selbst geworden sein. Denn wenn man selbst sich wirklich nicht die Schuld an dem gibt, was man erleben musste, warum dann sich so massiv verändern wollen? War man zu naiv, zu unwissend, zu leicht zu manipulieren? Dann lag die eigene Schuld also in der eigenen Menschlichkeit? Liegt die Erlösung dann in dem gezielten, extrem selbstverachtenden und paradoxen Versuch sich gerade das aberziehen zu wollen, was - wenn es tatsächlich zu fehlen scheint - einen Psychopathen ausmachen würde?

    Es gibt noch eine Sorte Mensch, bei der ich ähnliche Züge wie bei einem Psychopathen gesehen habe. Er handelt sehr niederträchtig, nur gibt es keine Anklärger, weil er bei sich Opfer und Täter in einer Person vereint. Wer sich vor Freunden wiederfindet, die ihm im Vertrauen zu verstehen geben, dass man kälter, härter, distanzierter und irgendwie weniger 'warm/menschlich' geworden wäre, sollte - finde ich - nach seiner verleugneten Angst suchen.

    Denn wenn die nicht dazusein scheint, wenn sie verarbeitet, nicht mehr wichtig, souverän geheilt zu sein scheint.....warum dann nicht aufhören immernoch nach weiteren Schutzmöglichkeiten, Abwehrstrategien u.ä. zu suchen? Warum dann die Vergangenheit nicht loslassen und als wichtigsten Schritt überhaupt damit auch alle dazugehörigen Ängste verabschieden und wieder ein Leben leben, dass man selbst frei bestimmen darf, ganz ohne Selbstmanipulation?
    Geändert von auri ( 3.08.2013 um 02:15 Uhr)

  5. #135
    howie

    Gast

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    hab nicht alles gelesen
    aber das ist eine coole doku über eine psychopathen
    ICH BIN EIN PSYCHOPATH- Dokumentation - ab 16 Jahre . - YouTube

    außerdem: habe gelesen, dass psychopathen sehr wohl empathie empfinden können - wenn man ihnen sagt, dass sie mitfühlen sollen. da sieht man dann auch im kernspin entsprechende reaktionen in den relevanten gehirn regionen.
    d.h. sie haben kontrolle über ihr mitgefühl und können es sozusagen an- und ausschalten.
    das nur am rande. (steht in einem Spiegel Artikel und zwar in diesem hier DER SPIEGEL 29/2013: Die Magie des Mitgefühls: Amazon.de: Klaus Brinkbäumer, Dr. Martin Doerry: Bücher)
    (hab mal einen test gemacht, demnach bin ich antisozial, glaub ich aber nicht, was ich alles bin)

    das ist auch interessant
    DER SPIEGEL*48/2012 - Kindheit ohne Gewissen
    Geändert von howie ( 3.08.2013 um 03:22 Uhr)

  6. #136
    howie

    Gast

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    aber angeblich hat adhs auch etwas mit kriminalität zu tun
    Medizin - ADHS begünstigt Kriminalität

    jetzt wird s dann kompliziert
    es gibt einen zusammenhang zwischen rauchen in der schwangerschaft und kriminalität
    Studie : Rauchende Schwangere haben kriminellere Kinder - Nachrichten Gesundheit - DIE WELT
    aber auch einen zusammenhang zwischen rauchen in der schwangerschaft und adhs
    Einzelansicht: Mütterliches Rauchen in der Schwangerschaft - Risikofaktor für eine ADHS des Kindes

  7. #137
    howie

    Gast

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    tja meine Mutter hat geraucht,
    ich hab adhs und war im knast und als unser hund eingeschläfert wurde hab ich einen witz gemacht bei dem meine schwester heute noch fast weint
    nicht drüber nachdenken

  8. #138
    Apollo_1012

    Gast

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    Maus schreibt:
    Hmmm, haben das nicht auch ein paar sehr intelligente Menschen von ADHS behauptet?!

    Mutti kann noch viel mehr....

    - - - Aktualisiert - - -

    [QUOTE=howie;393742]aber angeblich hat adhs auch etwas mit kriminalität zu tun
    Medizin - ADHS begünstigt Kriminalität

    ja, das stimmt.

    Alle Stuten sind Pferde, aber nicht alle Pferde sind Stuten.
    Alle Psychopathen sind Kriminelle, aber nicht alle Kriminellen sind Psychopathen.

    LG
    Apollo

  9. #139
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    Apollo_1012 schreibt:
    Alle Stuten sind Pferde, aber nicht alle Pferde sind Stuten.
    Stimmt auffallend, lache nur weil ichs natürlich sofort via innerer Bilder vor mir hatte und 'nachgeguckt' habe.

    Apollo_1012 schreibt:
    aber angeblich hat adhs auch etwas mit kriminalität zu tun
    Die Zahlen die ich bisher dazu gelesen habe, scheinen mir auch deutlich auf mögliche Zusammenhänge schließen zu lassen.
    Was mir dabei bislang fehlt - vielleicht hab ich es nur noch nicht gelesen - sind dazu passende Zahlen, die Aufschluss darüber geben, wie viele der inhaftierten Adhsler gleichzeitig eine PTBS haben.

    Auch auf dem Gebiet - also generell über PTBS - scheints ja noch viel Forschungsbedarf zu geben. Nach meiner bisherigen Lektüre habe ich den Eindruck, dass PTBS generell und diese Kombi dementsprechen auch noch viel zu selten überhaupt erkannt wird, es also eine hohe Dunkelziffer an Betroffenen beider Störungen geben könnte. Über PTBS lässt sich nämlich auch erschreckend oft lesen, dass sie auslösend für Persönlichkeitsumbrüche sein kann und dabei auch immer wieder Straftäter 'erzeugt'.

    Die bereits bestehenden Theorien/Berichte über Ähnlichkeiten von Psychopathie und Adhs in Bezug auf die Gehirngegebenheiten lösen bei mir die Frage aus, ob vorhandenes Adhs bei entsprechender Traumatisierung den Wechsel eines Opfers zum Tätercharakter z.B. 'anschieben' könnte.

    Aber will ich die Antwort darauf wirklich wissen?
    Mein Adhs sagt ja (klar, immer alles wissen wollen....), der Rest von mir hofft lieber, dass es darauf noch sehr lange sowieso keine wissenschaftlich endgültig sicher belegbare Antwort geben wird.

  10. #140
    howie

    Gast

    AW: Psychopathie - Ähnlichkeit mit ADHS?

    Alle Psychopathen sind Kriminelle, aber nicht alle Kriminellen sind Psychopathen.
    so ein Quatsch - letzteres stimmt - aber es sind doch nicht alle psychopathen kriminell


    Selbst wenn ein Junge zum typischen Psychopathen heranreift, bedeutet dies nicht, dass er automatisch zum Serien- oder Gewalttäter wird. Dazu bedarf es einer sogenannten Co-Morbidität wie etwa Sadismus.
    Im Gegenteil: Für Emotionslose und Empathieunfähige hält die Gesellschaft durchaus Nischen bereit. So können sie zum Beispiel als Chefs von Banken und Konzernen Karriere machen, erklärt der Experte Hare.

    steht hier DER SPIEGEL*48/2012 - Kindheit ohne Gewissen

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