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Diskutiere im Thema Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051. im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    weil ich ob mancher deiner äußerungen sprachlos bin. da wollte ich erstmal fragen, ob das dein ernst ist.

    Neuroenhancement ist nichts neues und auch der begriff ist nicht mehr neu. das verrät irgendwie aber auch schon der threadtitel. solche versuche "erfreuen" sich zunehmender beliebtheit, was nicht verwunderlich ist, bei den strukturen. da geh ich mit, bzw. hatte ich das vorher ja ähnlich formuliert.

    aber ob solcher äußerungen wie legalisierung und was du im zusammenhang damit schreibst...fehlen mir die worte.
    kannst ja mal einer suchtklinik nen besuch abstatten. und schaune, wovon die leute da abhängig sind. würde mich interessieren, ob du das dann immer noch so siehst.

    lg
    mel

  2. #22
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    mel. schreibt:
    weil ich ob mancher deiner äußerungen sprachlos bin. da wollte ich erstmal fragen, ob das dein ernst ist.
    Du kannst mir sagen, warum du sprachlos bist und worüber. Dann kann ich dir auch helfen, inwiefern ich es ernst meine oder ob ich es genauer oder zu sehr interpretierbar formuliert habe.
    solche versuche "erfreuen" sich zunehmender beliebtheit, was nicht verwunderlich ist, bei den strukturen.
    Diese Strukturen bestehen aus Studenten, Studentenverbindungen, Hochschulabsolventen und teilweise Professoren.-
    - Das ist tatsächlich nicht verwunderlich. Wie viele davon erst durch Koffein oder anderen Stimulanzien so oben gekommen sind bzw. auf diese "Idee" kamen. Darauf habe ich keine Antwort, aber ich würde sagen. Nahezu alle.
    Ich war in einer Universitäts-Klinik.
    Mich würde es aber dennoch interssieren wie viele hier schon mal bei einer Prüfung vorher/währendessen Kaffee getrunken hat - und dann über Lerndrogen hält? (Traubenzucker ausgeschlossen)
    da geh ich mit, bzw. hatte ich das vorher ja ähnlich formuliert.
    Leider bin ich etwas verwirrt welche Aussagen du genau gemeint hast.
    aber ob solcher äußerungen wie legalisierung und was du im zusammenhang damit schreibst...fehlen mir die worte.
    Das sind halt aber die Zusammenhänge der schrecklichen Realität . Jeder verdrängt die Probleme. Daher wird es auch nicht besser. Um diese Probleme noch mehr zu verdrängen und sich fragend äußern, ohne die Antwort wirklich wissen zu wolln.
    Für mich fehlen selbst hier die Wörter, weil ich es einfach akzeptiere.
    kannst ja mal einer suchtklinik nen besuch abstatten. und schaune, wovon die leute da abhängig sind. würde mich interessieren, ob du das dann immer noch so siehst.
    Tut mir leid, dass ich mich noch nicht verrückt genug verhalten habe, denn ich habe schon 6 Mal eine psychiatrische Klinik stationär besucht - dazu noch 2 Mal in der Erwachsenenpsychiatrie davon 1 Mal als Notfall in einer (halb-)geschlossenen Station! Dazu noch einige ambulante Besuche, direkt Etagen entfernt von den Sucht-Ambulanzen.

    Ich habe ALLES über Drogen gesehen und ob und wie die Leute kaputt gehen:

    Opiatabhängige ; Cannabisabhängige(*oh der war wirklich kurz da*) ; Kettenraucher; Benzodiazepineabhängige; Ich befragte Schwestern, was sie bei dessen Entzügen erlebt haben ; Patienten - die schon mal LSD oder andere Psychedelika ausprobiert haben - aber nicht aus diesem Grund da waren ; Dealer (nach meiner Exfreundin, die in ihrem Elternhaus voller Alkohol und Zigarrets missbraucht wurde, sei der ein Dealer gewesen...) ; nach Definition ist auch mein Vater alkoholabhängig (aber nicht fremdschädigend) ; Antidepressiva-abhängige, da sie beim Entzug sonst Depressionen bekommen und sich umbringen würden ; Opiatabhänige, die täglich Morphin nehmen müssen, da sie sonst schreckliche Schmerzen erleiden müssen ; Stimmungsstabilisier-Abhängige - die nicht davon runter kommen - da sonst ihre Stimmung instabil wird ; In diesem Forum sehe ich nichts...; Antipsychotika-abhänige wie mich, da sie mir täglich verschrieben wurden zur Ruhigstellung - obwohl ich ruhig war - aus dem scheinbarem Gefühl "das sie helfen und ich ihnen damit helfe" , zusätzlich hatte ich eine merkwürdige Vorliebe für Zyprexa® ; ich traf und schrieb mit Hanfenthusiasten; Migräne-Patienten; Psychotiker - die APs nehmen müssen, sie aber nicht haben wollen (ihr müsstet sie nehmen um zu wissen warum) aber nicht ohne sie leben können - weil sie am Entzug schizophren werden ; welche die ähnliches wie ich durchmachten ; nicht-substanz-Abhängige! ;
    und meine aller Liebsten:

    Immer-und-ohne-Außnahme-Alkohol-auf-Partys-und-unfreundlich-wenn-nur-alkoholfreies-Bier-gebracht-oder-es-vergessen-wurde-Abhängige !


    - Und das ist alles wahr. Wenn ihr mir nicht glaubt, ich kann euch Kopien zuschicken lassen und könnt recherchieren, ob die Kliniken Suchtstationen haben, die durchaus etwas getrennt liegen . Ich würde auch empfehlen, dass ihr in dem Fall danach fragt, denn sonst müsste ich mich ziemlich beleidigt fühlen, da eine Wahrnehmung über eine Erfahrungs-Wahrnehmung gestellt wird zumal dieser alles als Kind erleben musste.

    Allen haben aber gemeinsam, dass sie einzeln oder zusammen z.B.: vernachlässigt; gemobbt; verstoßen; Krankheiten haben; traumatisiert; andersartig sind; fanatisch sich anpassen müssen; missbraucht; unter Leistungsdruck bzw. echten Stress stehen; zu gute oder schlechte "Laune" hatten; Probleme mit der Akzeptanz; und und und...
    Kurz gesagt: Sie haben Probleme - insb. mit Menschen und ihrer durch diese gebaute Umgebung.

    Und dann Molekülen die schuld geben?? "...jaja...leblose Dinge kann man einfacher verstehen als Menschen oder das Leben..."
    "Ich werde von Ritalin® zum Prüfungslernen gemobbt und missbraucht - wie meine Exfreundin, die hin-und-wieder von Nagellackentferner gezwungen wird, es zu trinken und dadurch in die Klinik landete und falls Alkohol nicht zu Besuch kommt." - Ja das müsste ich sagen, wenn ich Drogen die Schuld für alles gebe!

    Durch die Tabu-Themen werden die Probleme nicht besser: "Ein Heroin-Abhäniger, der z.B. es zur Schmerzstillung seiner Krebskrankheit einnimmt, weil sein Arzt nicht Morphin verschreibt oder nur Schmerzmittel - die zu hohe Nebenwirkungen oder zu geringe Wirkungen haben - dafür täglich 50km in die Stadt fahren muss, ständig mit der Angst von der Polizei erwischt zu werden. Zu Hause sich bereits so vernachlässigt, dass er ohne dem ganzen Drumherum noch einen Therapeuten hätte finden können." Braucht nicht noch als Sündenbock hingestellt zu werden.
    Es können auch andere Beispiele verwendet werden, aber die hohen Suizidraten an Schmerzpatienten zeigen, dass es irgendwie an Mohn fehlt...


    ...darum bin ich für die Re-Legalierung aller Drogen - die früher tatsächlich ALLE legal waren und nie Probleme bereiten, dass es in die Zeitung kommen musste, bis zu dem Zeitpunkt an dem sie verteufelt und verboten wurden.



    Diese ganzen Likes zeigen doch nur, dass euch da die Erfahrung fehlt und ja ich bin nach meiner Aufassung auch dabei ...

    PS: Das Wort "Sucht" benutzt man nicht, wenn man in der heutigen Zeit lebt. Du kannst googeln warum!
    Ich würde noch gerne über die Entzüge reden, aber dann könnten hier welche keinen Spaß mehr an Geburtstagen haben und das ist der falsche Thread...

    PPS EDIT: Und nun werde ich frühstücken gehen, um zu zeigen, dass auch ein Abhängiger um sich so gut wie möglich selbst kümmert!
    Geändert von Aleã (22.07.2013 um 11:07 Uhr) Grund: Mehr eingefallen halt...

  3. #23
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    auf alles einzugehen fehlt mir gerade die zeit. vielleicht komme ich nachher dazu.
    jetzt also nur so viel:
    das wort sucht ist fachsprachlich tatsächlich nicht korrekt. allerdings im allgemeinen sprachgebrauch weiter genutzt und leicht verständlich. daher sehe ich kein problem, dieses wort hier zu verwenden. da kommt es auch nicht zu unterschiedlichen deutungen wie bei dem wort abhängigkeit. was du an manchen stellen in anderen zusammenhängen genutzt hast. wenn ich hier was von abhängigkeit schreibe, dann meine ich damit die missbräuchliche verwendung einer substanz und die unfähigkeit dies zu unterlassen. und werde dafür auch gern weiter das wort sucht einsetzen, da jeder versteht, was ich damit meine.

    du glaubst wirklich, dass legalisierung von drogen dazu führen würde, dass es zu weniger substanzmissbrauch und abhängigkeitserkrankungen kommt?
    alkohol kann jeder einfach im laden kaufen. dazu braucht's noch nicht mal eine apotheke. wieso kommt es dann bei so vielen leuten zu schädlichem gebrauch und ist immer wieder der einstieg für weiteren substanzmissbrauch und abhängigkeitsentwicklung?

    menschen die unter schmerzen leiden und analgetika dagegen bekommen, haben mit dem wovon wir hier sprechen doch gar nichts zu tun. die sind zwar in der weise "abhängig", dass sie auf dieses medikament angewiesen sind. die nehmen es jedoch nicht in solchen dosen, dass sie davon high werden, ihre sorgen beiseite schieben etc. und eine sucht entwickeln. es gibt heutzutage gute schmerztherapeuten. da kann jeder hingehen und die entprechende behandlung erhalten. wer andere wege geht und eine sucht entwickelt, hat zusätzlich wohl andere probleme.
    da solche medikamente aber in unangemessenen dosen ein hohes suchtpotenzial haben und von menschen missbräuchlich verwendet werden, fallen sie unter das btmg. das gibt es doch nicht ohne grund! eben damit nicht jeder einfach so zugriff darauf hat, es nicht gegen schmerzen nimmt sondern um high zu sein und somit eine hohe gefahr der entwicklung einer abhängigkeitserkrankung besteht.
    es gibt ein sehr potentes analgetikum, was nicht dem btmg unterliegt. es ist nur verschreibungspflichtig. das wird auf gewissen märkten gut gehandelt. weshalb überlegt wird, dieses med. doch auch dem btmg zu unterstellen. warum nur??

    es gibt keiner "den molekülen" die schuld. es gibt auch leute mit anderen abhängigkeiten. z.b. spielen. das ist eine nicht-substanzgebundene sucht. dass glücksspiel erst ab einer bestimmten altersgrenze erlaubt ist, hat sicherlich auch seinen grund!? es sind also natürlich nicht die moleküle allein schuld. sondern entweder substanzen oder hier das spiel führen bei dem betroffenen zu gewissen effekten, die wiedererlebt werden wollen.

    es ist aber nun einmal so, dass substanzen diese effekte sehr leicht auslösen und manche substanzen nicht nur zu einer psychischen sondern auch zu einer physischen abhängigkeit führen.
    sicherlich wird jemand gewisse probleme haben, dass er so etwas überhaupt nimmt. das würde er doch aber erst recht, wenn er an diese substanzen einfacher heran käme. meiner meinung nach gäbe es dann also noch mehr suchtkranke.


    bei diesem trend zu versuchen, mit substanzen seine leistungsfähigkeit zu steigern bestehen ebenfalls gewisse gefahren. jemand der so etwas nimmt, will eher nicht high sein, sondern leistungsfähiger. dennoch besteht da die gefahr einer suchtentwicklung. eben einfach dadurch, wie diese substanzen auf das gehirn wirken. natürlich muss es aufgrund der strukturen erstmal dazu kommen, dass jemand bereit ist das zu nehmen. aber danach tun "die moleküle" ihr übriges. und das sind dann andere dimensionen als ne tasse kaffee.

    in diesem fall ist das was das wort betäubungsmittelgesetz bei vielen leuten hervorruft ganz hilfreich, finde ich. das hält vielleicht den ein oder anderen mehr davon ab, solche substanzen nutzen zu wollen, obwohl keine indikation besteht.

    lg
    mel

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    ps. es ist also so, dass bestimmte gesetze bestehen, damit nicht alle leichten zugriff auf gewisse substanzen haben. weil das zu weiteren problemen führt.
    ohne dem wären die kliniken sicherlich noch überfüllter.
    deine sicht ist, es gäbe weniger abhängige wären solche substanzen legal und leicht erhältlich. ich denke, in dem fall würden noch viel mehr leute irgendwas nehmen ohne sich großartig gedanken darüber zu machen, was sie da tun. von denen gibt es trotz und nicht wegen dieser gesetze leider mehr als genug.

    - - - Aktualisiert - - -

    pps: man sollte auch vermeiden, verschiedenes in einen topf zu werfen.

  5. #25
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    Antidepressiva-abhängige, da sie beim Entzug sonst Depressionen bekommen und sich umbringen würden ; ... ; Stimmungsstabilisier-Abhängige - die nicht davon runter kommen - da sonst ihre Stimmung instabil wird ;


    Hast du da auch Insulinabhängige gesehen die sonst ins coma diabeticum verfallen?


    Die Logik dieser "Abhängigkeiten" verstehe ich nicht ganz.

    Im Übrigen würde ich es ganz gut finden, wenn du, Alea, einen "Vorsicht Trigger" an deine Ausführungen über bestimmte Erfahrungen machst, den du bist nicht der Einzige, der hier a) reichlich Psychiatrieerfahrung hat und b) die Geschichte mit deiner Freundin betrifft hier auch Leute persönlich. Vllt magst du ja mal in einem gesonderten Thread alles niederschreiben? Dann trifft es einen nicht ganz so unvorbereitet.


    Gruss

  6. #26
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    creatrice schreibt:
    Antidepressiva-abhängige, da sie beim Entzug sonst Depressionen bekommen und sich umbringen würden ; ... ; Stimmungsstabilisier-Abhängige - die nicht davon runter kommen - da sonst ihre Stimmung instabil wird ;


    Hast du da auch Insulinabhängige gesehen die sonst ins coma diabeticum verfallen?


    Die Logik dieser "Abhängigkeiten" verstehe ich nicht ganz.

    Im Übrigen würde ich es ganz gut finden, wenn du, Alea, einen "Vorsicht Trigger" an deine Ausführungen über bestimmte Erfahrungen machst, den du bist nicht der Einzige, der hier a) reichlich Psychiatrieerfahrung hat und b) die Geschichte mit deiner Freundin betrifft hier auch Leute persönlich. Vllt magst du ja mal in einem gesonderten Thread alles niederschreiben? Dann trifft es einen nicht ganz so unvorbereitet.


    Gruss
    @alea

    Darüber bin ich auch gestolpert und ich fürchte auch, die Storys werden zunehmend gruseliger und bald sicher noch blutrünstig??

    Du brauchst auch nicht betonen, wie oft Du schon in welcher Psychiatrie warst...ist ja hier kein Wettbewerb ... und so traurig Deine Erfahrungen auch sind, machen sie Dich deswegen noch lange nicht zur Fachfrau in diesen Themenbereichen.

    LG Emely

  7. #27
    Ist hier zuhause

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    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    FachMANN................

  8. #28
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 731

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    Habe jetzt kaum was durchgelesen aber beim Wort Neuro-Enhancement würde ich gerne meinen Mist dazugeben:

    Stehe ich komplett offen gegenüber.

    Der ganzen Thematik bin ich absolut offen. Der Körper/Geist ist ein Produkt der Evolution, alles andere als perfekt. Sieht man ja an Behinderungen, egal ob körperlich oder geistig (ADS). Ich verstehe "Ethik" nicht. Ich will es nicht. An dem Tag, an dem es Implantate gibt, welche Gehör- und Sehleistung über das menschlich Mögliche verstärken, werd ich mich sofort unters Messer legen. Ich habe keine Abscheu oder Angst gegen Cyborgs, oder was noch kommen mag (Echte künstliche Intelligenzen -> Androiden / Virtual Realities, usw.). Ich finde es ehrlicherweise der einzige logische Schritt. Die nächste Stufe der Evolution sozusagen: Biomechanische, synthetische Lebewesen.

    Genauso habe ich kein Problem mit dem zukünftig ganz bestimmt gesellschaftlich akzeptierten Gehirnleistungsdopen. Das Gehirn funktioniert schon biochemisch, sprich: Es führt sich selber Stimulantien, Drogen, bewusstseinsverändernde Stoffe hinzu. So funktionieren unsere Emotionen, unsere Gefühle, unser Denken. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was der Mensch daran "nicht zu pfuschen hat."

    Ich bin sowieso der Meinung, dass die Olympiade endlich das Dopen legalisieren soll. Es macht JEDER, es gibt nur die, welche Pech haben und erwischt werden. Wenn das legalisiert werden würde, dann würde die Forschung riesige Sprünge machen. Die Paralympics sind ein sehr gutes Beispiel. Man sollte einfach vom Gedanken abkommen, dass der Mensch als solche erhalten und geschützt werden müsse. Es ist nur eine fleischliche Hülle, mit einem Bewusstsein darin. Mir als "Bewusstsein" ist das doch scheiss egal, ob ich jetzt in nem Hochleistungsandroiden stecke oder in einem zerbrechlichen, biologisch schwachen Körper.... oh wait, nein... natürlich würde ich einen Androidenkörper bevorzugen.

    Wäre ich deswegen weniger "Mensch"? Was definiert mich als Mensch? Ernsthaft nur meine biologische Hülle? Oder doch mein Bewusstsein, was durch das zusammenleben mit anderen menschlichen Individuen geformt wurde? Warum ist es so ein Privileg "Mensch" zu sein? Sind alle anderen Lebewesen nichts wert? Ist der Mensch so arrogant, sich selbst über ALLES zu stellen, selbst falls da draussen doch noch andere Rassen wären die vllt. viel höher weiterentwickelt wären? Das sind Ethikfragen mit der man sich meiner Meinung nach beschäftigen sollte aber naja, ... dauert alles sicher noch ein paar Jahrhunderte, zu früh geboren werden ist halt doof ._.

    Die Neugier ist eine der menschlichen Eigenschaften, die uns hoch nach oben an die Spitze der Nahrungskette getrieben hat und auch wenn ich längst nicht mit allem einverstanden bin, mit den Dingen, wie unsere Welt läuft, wie unsere Gesellschaft ist und in was für einer Struktur wir leben: Ich sehe absolut keine Probleme damit, sich selber zu verbessern.

    Als jemand, der eine körperliche (Spenderniere) wie auch geistige (ADS) Behinderung hat, sowieso nicht.

    Dazu muss ich natürlich auch folgende Dinge über meine Person sagen:
    1. Ich bin Atheist, akzeptiere persönlichen Glauben als reine Privatsache aber halte nichts von Esoterik und Religion.
    2. Tierversuche sind nicht "schön" aber notwendig. Wenn es um Mensch vs. Tier geht - wegen z.B. einem Medikament, das vor der Zulassung getestet werden muss und Menschen retten kann - dann geht der Mensch selbstverständlich vor. Bei Kosmetika stimme ich zu, dass das echt nicht sein müsste aber damit müssen sich vor allem Frauen beschäftigen, ich benutze das nicht, defacto geht es mich nichts an.
    3. Ich bin Realist und Visionär. Bis auf einige, wenige Ausnahmen sollte Forschung in meinen Augen keiner kleingeistigen, menschlichen Ethik untergestellt werden.

    Joa. Mein Senf. Dass Ritalin in den Boulevard Medien verpönnt ist - wen interessiert's. Das ist lediglich Standardhetze, wie auch gegen Ausländer, Videospiele oder Hartz IV Empfänger. Wer die Bild liest, der ist bei mir sowieso unten durch. Solche populistischen Schundblätter haben nur solch hohen Auflagen, weil... ne warte, ins Misantrophische wollte ich jetzt nicht hinübergleiten.
    Geändert von Theonar (22.07.2013 um 23:06 Uhr)

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    Theonar schreibt:
    Genauso habe ich kein Problem mit dem zukünftig ganz bestimmt gesellschaftlich akzeptierten Gehirnleistungsdopen. Das Gehirn funktioniert schon biochemisch, sprich: Es führt sich selber Stimulantien, Drogen, bewusstseinsverändernde Stoffe hinzu. So funktionieren unsere Emotionen, unsere Gefühle, unser Denken. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, was der Mensch daran "nicht zu pfuschen hat."

    Wäre ich deswegen weniger "Mensch"? Was definiert mich als Mensch? Ernsthaft nur meine biologische Hülle? Oder doch mein Bewusstsein, was durch das zusammenleben mit anderen menschlichen Individuen geformt wurde?

    Aber genau das ist es ja! Sind wir denn noch wir, wenn nicht unsere Emotionen, Erlebnisse etc. entscheiden, was für Stoffe abgegeben/produziert werden, sondern wir sie von aussen zuführen?

    Ich würde mich fremdbestimmt fühlen, wenn meine Emotionen bewusst von mir beeinflusst werden. Fehlen bestimmte Stoffe, was eine Erkrankung verursacht, sehe ich das natürlich anders.


    Und hightech hin oder her....... eine Prothese wird aber nie das schöne Gefühl auslösen, wenn jmd Vertrautes liebevoll darüber streicht. Oder die Steigerung, wenn man total verliebt und "scharf" aufeinander ist..... All das sind Sachen die man zwar vllt. irgendwann programmieren kann, aber wer sagt dann wann und bei wem wird man scharf? Und da wären wir wieder beim fremdbestimmt.....
    Geändert von creatrice (22.07.2013 um 23:42 Uhr)

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 731

    AW: Ritalin die Lerndroge: Klappe die 2051.

    Freiheit ist trügerisch.

    Als ich noch kein Ritalin hatte, spitze sich alles so sehr zu, ich geb dir einen kleinen Einblick:
    Nebel. Ich stand auf, Nebel. Ich konnte nicht denken. Ich konnte nicht 1 und 1 zusammenzählen. Ich konnte gar nichts. Ich kämpfte mich durch den Tag, stolperte eher, "wo bin ich?", "was mach ich hier?" ... diese stereotypischen Anime Phrasen ... genau so ging es mir. Mein Kopf war einfach nur dicht und ich kam nicht nach vorn und nach zurück.

    Ich rauche nicht
    Ich trinke nicht
    Ich nehme sonst keine Drogen

    Erst Ritalin brachte mir die Freiheit zu denken, wieder eine klare Birne zu haben und nicht im ultimativen Delirium zu verenden.

    Allgemein gesehen fühle ich mich frei, wenn ich mich selber fragen kann: "Bin ich, ich?"
    Dass Umwelteinflüsse uns manipulieren ist kein Geheimnis. Umwelteinfluss ist eines der prägenden Dinge, welche das Bewusstsein formen. Deswegen Verhalten sich Ghettokinder auch anders als High Society Kinder. Umwelteinfluss, erzieherische Einflüsse, prägende Erlebnisse und Bildung. Das formt ein Bewusstsein.


    "Und hightech hin oder her....... eine Prothese wird aber nie das schöne Gefühl auslösen, wenn jmd Vertrautes liebevoll darüber streicht. Oder die Steigerung, wenn man total verliebt und "scharf" aufeinander ist..... All das sind Sachen die man zwar vllt. irgendwann programmieren kann, aber wer sagt dann wann? Und da wären wir wieder beim fremdbestimmt....."

    Deine subjektive, voreingenommene Meinung... da ich über solche Dinge nicht diskutieren mag, weil wir es nicht austesten können und zu keinem guten Schlusspunkt kommen werden, werde ich es nicht weiter kommentieren. Nichts für ungut. Aber ich enthalte mich von Standpunktdiskussionen. Sie führen zu keinem Ergebnis.


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