Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 11

Diskutiere im Thema Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich! im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    Das bestätigt meine Theorie. Ich finde es einen gefährlichen Trend, alles, wirklich jede Anomalität zu pathologisieren.

    OUT off Topic aber doch im Kontext
    Und deswegen stehe ich auch nicht dahinter, jedes Kind, das anders ist als Lehrer und Eltern sich das wünschen, gleich zur ADHS-Diagnose zu schleppen. Denn es gibt genug Ärzte, die das auf Wunsch der Eltern diagnostizieren.
    DIE DIAGNOSE sollte kompetenten Ärzten vorbehalten bleiben.
    OUT off Topic aber doch im Kontext

    Psychatrie: Neue Psychobibel - krank über Nacht - NetDoktor.de

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    Hier ein Artikel aus dem Spiegel zu Thema:
    DER SPIEGEL*4/2013 - Wahnsinn wird normal

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    Ich weise mal auf diesen Thread hin, da ging es ums gleiche Thema.

    http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-pre...ces-allen.html


    Naja, wir haben solange gewartet, bis es schlimmer wurde nun hat unser Kind auch noch eine Persönlichkeitsstörung entwickelt, weil er mit seiner eigenwilligen, impulsiven Art auf zuviel Unverständnis und Widerstand gestossen war.

    Zum Arzt zu gehen wenn mehrere Personen zur Überprüfung raten kann einem Kind nämlich genauso gut ne Menge ersparen...

    Natürlich sollte es ein Fachmann sein.

    Ich bin natürlich zwiegespalten, wenn ich Berichte von den "jetzt" Erwachsenen lese, denen ihre ADHS Therapie/Behandlung in der frischvergangenen Jugend auch ncht viel gebracht hat, aber wenn ich mir überlege, ich hätte bei meinem Kind und auch bei mir früher Bescheid gewusst..................Hat alles sein für und wider.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    stargazer schreibt:
    Ich bin natürlich zwiegespalten, wenn ich Berichte von den "jetzt" Erwachsenen lese, denen ihre ADHS Therapie/Behandlung in der frischvergangenen Jugend auch ncht viel gebracht hat, aber wenn ich mir überlege, ich hätte bei meinem Kind und auch bei mir früher Bescheid gewusst..................Hat alles sein für und wider.
    Danke für den Link - hatte ich übersehen...


    Mir geht's ja ähnlich. Andererseits ist es m.E. der falsche Weg, alle Menschen "krank zu diagnostizieren", aber weiterzumachen wie bisher.
    Kann nicht mal jemand den Verantwortlichen - fühlt sich überhaupt irgend jemand zuständig? - erklären, dass da in der Entwicklung generell einiges schief läuft, als es auf die Einzelnen abzuschieben?


    Und ich sehe ich einige der Hauptprobleme hierin (ich sage NICHT, dass es pauschal bei jedem so ist, aber tendenziell läuft es doch so):

    - Wer erst einmal offiziell "krank" ist, lässt sich in die Krankheit fallen. Statt zu kämpfen, lässt er sich therapieren... Soll der Arzt richten. Soll die KV oder RV zahlen, "Ich kann doch nichts dafür, ich bin krank."...

    - Mit der Diagnose wird oft die Eigenverantwortung abgegeben, die man vielleicht noch getragen hat, solange man gesund war, es aber nicht so rund lief.

    - Wer "krank" ist, sucht sein Heil in Medikamenten, behält dabei aber den üblichen Lebensstil bei.

    - ...

    Die Verantwortung wird einfach abgewälzt.
    Und wir (Gesellschaft) werden immer kranker, denn es wird normal. Und das leben wir auch der nächsten Generation wieder vor.
    Was ist Erziehung? Was wird übernommen? Das, was wir den Kindern vorleben!



    Es geht mir nicht darum, jene, die wirklich leiden, gesund zu sprechen oder zu verurteilen.
    Aber - wie war das, 85%? - die meisten Menschen haben mindestens einmal im Leben eine Depression. Ist halt so - es gibt eine Menge Gründe, vorübergehend trauriger zu sein als "normal". Geht vorbei.
    Aber nicht, wenn Depressionen "in" sind. Dann bleibt man drin stecken. Gibt Verwantwortung ab....

    Besser: Unterstützung holen. Und wenn der Freundeskreis oder die Familie fehlen (bei leichten Depris, meine ich), dann bei Experten. Aber mit dem Ziel, wieder herauszukommen.
    Nicht mit dem Ziel, lebenslang krank zu sein!

    Und ich habe den Eindruck gewonnen, dass viele Ärzte letzteres unterstützen.
    Und da platzt mir der Kragen!

    Wo stehen wir? Ist es schon zu spät, wieder gesünder zu werden? Hat diese Denke schon überhand genommen, sind zu viele "angesteckt"?
    Ist die Lobby der Pharmaindustrie udn der Ärzteschaft zu mächtig?

    Ich finde es schwierig, das zu beurteilen.
    Denn, wie sagt es Professor Falkai so zutreffend:
    Ja, ich sage es mal ganz böse: Womit ich mich häufig beschäftige, das sehe ich auch öfters.
    (Psychiatrie: "Doppelt aufpassen, was man diagnostiziert" - NetDoktor.de)

    Keine Ahnung, ob verständlich ist, was ich sagen will. Und ob nicht eher rüberkommt, dass ich psychische Krankheiten generell anzweifle... Fällt mir gerade schwer, mich schriftlich so kurz fassend klar auszudrücken...

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    schon ne weile her, der Link, war vor deiner Zeit. ;-)


    Und ich verstehe deine Argumente, aber ich möchte niemandem unterstellen das er sich fallenlässt, nur weil er nun Medis oder einen Therapeuten an der Hand hat.
    Würdest du die Menschen fragen ich bin sehr sicher sie würden lieber selbständig und berufstätig sein als das Bild was du zeichnest zu bestätigen.

    Therapeuten sind doch Unterstützung.

    Normale Angehörige sind mit einer echten Depression überfordert, meiner Meinung nach.

    Und den Therapeut erhälst du nun mal nur über den Gang zum Arzt.

    Es ist vielleicht nicht nötig soviele Aufteilungen von seelischen/körperlichen Problemen mit möglichem krankheitsartigem Verlauf zu haben, aber die Sozialsysteme brauchen es nun mal. Abrechnungen, Kassen, Gutachten, Versicherungen, Rente...........alles beruht darauf das das System korrekt mit Bezeichnungen bedient wird. Sonst bräuchten vielleicht nur die Ärzte Beschreibungen möglicher "Krankheitsbilder". Aber so ist unsere Gesellschaft leider nicht aufgebaut.

    Die Kehrseite ist sicherlich den Gedanken wert, eine wahre Befürchtung daraus abzuleiten, wird nur geschehen müssen, wenn unsere Gesellschaft "in sich" so marode wird, das sich jeder anfängt ein Krankheitsbild auszusuchen um nur noch vom System und nicht mehr für das System zu leben.

    Die Gefahr sehe ich persönlich aber noch nicht.
    Geändert von stargazer (19.02.2013 um 12:54 Uhr)

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    Hallo zusammen,

    ich stimme Stargazer zu und im übrigen bin ich ein großer Verfechter
    der Psycho-Edukation und von Selbsthilfegruppen!

    Eine große Aufgabe wird auch in der Zukunft sein, die Kinder ins eigenständige Leben
    zu begleiten. Dass Schwierigkeiten auch im Erwachsenenalter anhalten,
    bzw. neue Probleme dazu kommen, ist nicht verwunderlich.

    Als die Behandlung von Kindern und Jugendlichen begann, wurden überwiegend die
    schwerst-Betroffenen diagnostiziert und die Bausteine der multimodalen Therapie
    sind auch heute nicht einfach zu finden.

    Bedauern muss ich immer die jungen Leute, deren Eltern trotz Diagnose jegliche
    Therapie abgelehnt haben, und die jetzt ihr Leben zusammen kitten müssen.

    Ein schöner Traum - wenn alle Diszipline gut zusammen arbeiten würden -

    Gretchen

  7. #7
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    Die Gefahr, dass die Pharmaindustrie dazu treibt, mehr "Krankheiten" in den DSM Katalog einzuführen, um mehr Profite zu machen, ist meines Erachtens in dem Spiegel-Artikel deutlich rauszulesen.
    Wenn ein nicht unerheblicher Anteil der "Entscheider" zusätzlich einen "Beraterjob" in der Pharmaindustrie hat, gehe ich schon davon aus, dass ihre Entscheidungen in der Kommission nicht zum Nachteil der Firma ausfallen würden...

    Das passt aber doch in das bestehende System, dass sich nach meiner Meinung in einer politischen Schieflage befindet.

    Ich finde es sehr traurig, dass ein Konstrukt (Geld) im Mittelpunkt des menschlichen Handelns steht, und nicht der Mensch selbst. Ist doch klar, dass wir damit irgendwann untergehen.
    (So dass wollte ich dazu sagen, jetzt komme ich auch wieder mehr ins Thema)

    Zum Thema psychische Gesundheit meinte unser Nachbar, wenn der Hirnstoffwechsel für einen Großteil unseres Handelns verantwortlich ist, dann hat doch jeder eine Stoffwechselstörung, jeder auf seine Art, weil wir alle nicht gleich ticken....

    Ich denke auch, dass die Diagnose oft zu schnell und oberflächlich gestellt wird, da hier ja auch von Kindererziehung die Rede war, möchte ich von meiner Tochter erzählen...

    Angefangen hat es damit, dass sie oft alleine im Kindergarten spielte, wenn ich sie abgeholt habe. Wenn sie "Pferd" gespielt hat, waren die anderen mental im Kindergarten und haben dort gespielt, unsere Tochter war auf dem Reiterhof... Ich habe mit den Erzieherinnen gesprochen, dass mir das auffiele und ich mir Sorgen mache, das war 2 Jahre vor meiner (2.) Diagnose.

    Zu Hause war sie oft sehr bewegungsfreudig, dann haben wir beispielsweise beim Essen gesagt, sie solle einmal aufstehen, durch die Wohnung rennen, und sich ein bißchen auspowern, und dann wieder halbwegs vernünftig am Tisch sitzen... Gleichzeitig war sie oft so vertieft in ihren Spielwelten, dass sie auf Ansprache nicht reagierte, so dass wir sie leicht anstupsen mussten, damit sie "zurück" kam.... Aber wenn sie von etwas "gepackt" wurde, dann war sie nicht zu halten (Als sie in den KiGa kam, sie war noch nicht ganz 3, hat sie die Erzieherinnen erstmal genauestens über Dinosaurier informiert, mit den lateinischen Namen.).

    Speziell an AD(H)S haben wir da noch nicht gedacht, sind aber zum Kinderpsychologen.... Dort bekam sie dann nach den entsprechenden Tests die Diagnose AD(H)S und zwar sehr deutlich ausgeprägt. Weil wir nicht sofort mit einer Medikation beginnen wollten, hat sie dort zweimal Ergotherapie verordnet bekommen, danach wollte die Psychologin auf nichts anderes als Medikation einlassen.

    Wir haben dann die Praxis gewechselt und eine neue Diagnostik machen lassen, wir empfanden unsere Tochter nicht als extrem, sie war halt immer schon sehr bewegungsfreudig...

    Diese Praxis ist als sehr zuverlässig in den Diagnosen (speziell auch AD(H)S) bekannt, und dafür, dass sie nicht so schnell zur Medikation raten und viele Gruppen- und Einzelangebote für Kinder anbieten....

    Auch hier wurde uns gesagt, die ADHS sei bei unserer Tochter stark ausgeprägt. Eine Medikation sei neben der Aufklärung der Eltern und therapeutischer Massnahme die dritte Säule der Behandlung von Kindern mit AD(H)S.

    Da aber, ausser dass sie in der Schule oft ihre Aufgaben nichtr fertig bekam (weil ständig was anderes..), keine Probleme in dem Sinne vorlagen. Das Familienleben war nicht belastet, sie hatte ihre Freundinnen, mit denen sie sich verabredete und die Erzieher und Lehrer lobten ihr Sozialverhalten.

    Wir haben dann gesagt, dass wir uns nicht grundsätzlich gegen eine Medikation wehren, aber noch die Hoffnung haben, dass sie mit einer Therapie Verhaltensweisen erlernen, die ihr bei der Konzentration helfen. Sirfragte, wann wir denn einer Medikation zustimmen würden, worauf wir antworteten, wenn sie Leidensdruck hat.
    Also ein Jahr Verhaltenstherapie ohne Medikation. Sie mochte ihren Psychologen, er mochte sie (sie ist ja auch toll!). Im Einzelsetting konnte sie sich durchaus konzentrieren, sie ist sehr lebhaft, sehr phantasievoll... und habe keinerlei Komorbiditäten, ansonsten war der Psychologe auch der Ansicht, dass eine Medikation nicht
    nicht unbedingt nötig sei.

    Im 2. Halbjahr, 2. Klasse, begannen die Schwierigkeiten. Sie weinte unter dem Tisch, weil ihre Klassenkameraden sie verantwortlich machten, wenn sie bei Gruppenaufgaben nicht fertig wurde. (Was die Schule angeht, haben wir Glück, sie ist als Regelkind in einer integrativen Klasse, die Lehrerinnen haben wir damals erst beim ersten Elternsprechtag über die ADHS informiert, da sie sie erstmal ohne "Stigma" kennenlernen sollten. Alle drei waren überrascht und meinten auch, dass eine Medikation nicht sein müsse, in der ersten Klasse)

    Sie merkte nicht, wann sie zuviel des Guten tat, nahm ihren Freundinnen alles ab, sodass diese das Gefühl bekamen, sie halte die anderen für dumm, in der Schule gehörte sie mit einem überdurchschnittlichen IQ zu den schlechtesten, weil sie selten fertig wurde.

    Jetzt hatte das Kind Leidensdruck und Probleme mit ihren Sozialkontakten, also entschlossen wir uns zu einer Medikation. Ich habe ihr den Schverhalt möglichst kindgerecht erklärt, wir haben sie aber auch in der ganzen Diskussion soweit es möglich war einbezogen.

    Anfangs bekam sie Medikinet 10mg einmal täglich, sie fühlte sich besser. Sie sagte der Psychologin, dass sie merke, wie ihr das Medikament helfe, aber es wirke eben nicht so lange und wollte gerne etwas mehr nehmen, jetzt nimmt sie seit einem 3/4 Jahr Medikinet 20mg retard und ist damit selbst sehr zufrieden...

    Sie sagt mir, sie merke jetzt besser, wann sie anderen mehr Raum lassen sollte (sie hats anders formuliert, aber der genaue Wortlaut ?) und sie könne sich viel besser konzentrieren. Die Befürchtung, ihre Persönlichkeit könne sich verändern, hat sich nicht bewahrheitet. Sie ist weiterhin ein lebhaftes, fröhliches Kind, das sich jetzt einfach besser im Griff hat und das auch selbst merkt. Sie nimmt die Tabletten gerne und sie helfen ihr gut.

    Ups, jetzt bin ich ganz schön ins Schreiben gekommen..... sorry, aber ich finde, das ist ein gutes Beispiel dafür, dass die pädagogischen Theorien nicht zutreffen.
    Es gibt bestimmt Menschen, die ähnliche Symptomatiken aus pädagogischen Gründen haben, aber da helfen die Medikamente allenfalls, die Konzentration zu steigern, aber mehr nicht.... (Vielleicht sind das dann auch die Menschen, die wie "Roboter" werden)

    Wir sind uns mit den Psychologen einig, dass die "Auffälligkeiten" unserer Tochter eindeutig "organisch" bedingt sind.

    LG Tanja

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    es sollte "normal" sein....
    ... für seine seelische "gesundheit" zu sorgen....
    wie auch
    .... für die "körperliche".

    "kein hahn schreit danach, wenn ich mir eine kopfschmerztablette "gönne" damit ich linderung habe.... bei schnupfen, mich schone - damit keine lungenentzündung folgt....
    ..... aber will ich meinem kind "helfen" damit es keine schwierigkeiten bekommt... seelische..... dann soll dies überdiagnostiziert, übertherapiert sein?

    ev. sollte die gesellschaft den blickwinkel ändern. (klar braucht es nicht immer eine tablette)
    doch will ich laufen lernen, werde ich häufig fallen.... und es sollte nicht verboten sein.... zu "trainieren" (therapie)

    ev. sollte man einfach den "Namen" ändern.

    ??

  9. #9


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    Früher habe ich auch meistens auf der Arbeit die Eltern darin bestärkt, dass sie ihrem Kind auch ohne Medis helfen können. Ich war überzeugt davon, dass die Ärzte viel zu schnell dazu greifen und hatte auch die Erfahrung gemacht, dass die Kinder trotz Medis sich nicht so gravierend besser strukturieren und konzentrieren konnten. Oft wurde MPH schon nach einem kurzen Test verordnet und das wars.
    Aber ich war auch wirklich überzeugt, dass Therapien es richten können.
    Heute bin ich nach vielen Misserfolgen sehr überzeugt davon, dass es sehr oft ohne MPH oder so nicht geht. Und zwar so früh wie möglich. Denn nur mit medikamentöser Unterstützung kann auch in der Therapie gut und erfolgreicher gearbeitet werden. Heute weiß ich, dass es an der Menge oft liegt, dass sich die Kinder nicht wohler fühlen.
    Aber es muss aufmerksame Menschen geben, die die medikamentöse Therapie begleiten und Schwankungen erkennen.
    Und das soziale Umfeld der Kinder sollte involviert sein. Strukturen müssen geschaffen werden und dem Kind muss von außen der Halt gegeben werden, den es sich selbst nicht geben kann. Immer genau abgestimmt auf seine persönlichen Stärken und Schwächen. Das ist harte Arbeit, aber mit MPH zu bewältigen, ohne nur sehr schwer. Und letztendlich leiden alle darunter, aber besonders das Kind.
    Schade ist, dass viele Ärzte immer noch nicht die Therapie wirklich gut begleiten.
    ADHS Begleitung ist ein schwerer Job. Es ist nicht mit einem kleinen Test und hinein mit den Medis getan. Aber nach einer fundierten Diagnostik, sollte auf den Fachmann/die Fachfrau gehört werden.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich!

    Es ist schon eigenartig. Hast Du ein Problem mit dem Herzen, der Leber, dem Darm und sagst das dem Arzt, bekommst Du eine Medizin. Auch Deine Umwelt akzeptiert Dein Problem.

    Nun ist aber das Gehirn auch ein Körperorgan. Aber sobald es daran geht das es nicht richtig funktioniert ist es ein Stigma und Du wirst für "blöd" erklärt. Wenn es aber mit Medikamenten wieder besser arbeitet, warum ist das etwas anderes als bei den anderen Organen???
    Geändert von Raphell (15.03.2013 um 11:59 Uhr) Grund: Komma vergessen

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Traurigkeit zulassen... schwer bis unmöglich
    Von Schnubbel im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 6.04.2012, 22:17
  2. Anderen ADSlern helfen-unmöglich?
    Von Dampfkessel im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 23.02.2012, 20:00
  3. Mittlerweile eine hohe Dosis MPH, aber Wirkung lässt nach...
    Von Akaikee im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 20.03.2011, 12:51

Stichworte

Thema: Psychische gesund zu sein? Mittlerweile unmöglich! im Forum ADS ADHS: Presse, Medien bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum