Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte
Zeige Ergebnis 11 bis 20 von 24

Diskutiere im Thema DMDD vs. ADHS (bei Kindern) im Forum ADS ADHS: Presse, Medien
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.449

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    Ich finde es auch sehr interessant... Sollte weitergeforscht werden. Egal wie diese diagnose heisst, wichtig ist dass diese kindern die leiden, geholfen werden.

    Einiges sagen auch dass hypo ADS eigentlich ein andere diagnose wäre... Wieso nicht? Wenn da geforscht wird und beobachtet, finde ich es gut! So lange dass es drum geht, menschen zu helfen.

    lg

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    ADHS72 schreibt:
    [...]überforderten Eltern mit vagem Erziehungsstil unterworfen die Kinder heute groß werden, wundert mich nicht, dass sie total überfordert sind und nicht ein noch aus wissen.

    Sie können sich nicht austoben.
    Sie kennen kaum Grenzen.
    Sie werden häufig unterschätzt und geistig unterfordert.
    Sie werden nicht ernst genommen.
    Ständiger Alltagsstress mit vielen Terminen und gereizten Eltern.
    Die Elternhäuser bieten oft keinen sicheren Hafen mehr (einfach weil die gesellschaftliche Entwicklung das provoziert).
    Sie wachsen isolierter auf als zumindest ich früher. Bei Kleinkindern ist ständig die Mutter dabei, bei größeren muss alles umständlich verabredet und geplant werden. Einfach raus und treffen ist hier, wo wir leben, nicht möglich.
    [...]
    Wie erklärst du es, dass mein Vater - sehr offensichtlich - ADHSler ist?
    Er ist im Krieg geboren, streng erzogen worden (also wirklich ALLES ANDERE als "anti-autoritär")
    Er war jeden Tag mind 8h mit Freunden draußen und hat rumgetobt (in Wäldern etc., Autoverkehr war in den 40ern noch recht gerin)
    Er wurde gestig stark gefördert
    Er hatte keinen Alltagsstress - damals gabs es keine 20tausend verschiedene Angebote für Kinder
    Die Eltern waren natürlich - war damals so - verheiratet, gläubig u.s.w.
    Er wuchs mit vielen Kindern drumherum auf

    Und trotzdem hat er alle Verhaltensweisen eines "typischen" ADHSLers.

    Das Leben ist nicht schwarz-weiß.

    Zu dieser "neuen" Krankheit: Neu ist sie nun wirklich nicht und bisher glaube ich nicht, dass es Sinn macht, noch mehr Kinder in Schubladen zu stecken.
    Meines Erachtens geht von dieser neuen Diagnose die Gefahr aus, dass nun wirklich ALLE Kinder, die etwas temperamentvoller sind, direkt als "krank" eingestuft werden.
    Davon ab glaube ich, dass man Kinder mit diesen Symptomen auch heute schon diagnostizieren kann. Es heißt im faz-Artikel "ADHS plus".
    Finde, so kann mans auch lassen. Affektive Dysregulation ist erstmal etwas, was nichts neues ist. Ob ADHS, bipolare Störungen, Persönlichkeitsstörungen, überall trifft man immer wieder darauf.
    Warum noch eine neue Kategorie?
    Das hört sich eher an, als wenn man Psychotherapeuten ne Chance geben möchte, schwere ADHS-Fälle von vornherein von einer Therapie auszuschließen...

  3. #13
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    ReRegenbogen schreibt:
    Wie erklärst du es, dass mein Vater - sehr offensichtlich - ADHSler ist?
    Er ist im Krieg geboren, streng erzogen worden .
    Zufällig habe ich heute daran denken müssen. Mein Vater hat am Krieg teilgenommen. Jetzt, 17 Jahre nach seinem Tod bin ich mir sicher, dass er ADHS hatte.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    ReRegenbogen schreibt:
    Wie erklärst du es, dass mein Vater - sehr offensichtlich - ADHSler ist?
    Er ist im Krieg geboren, streng erzogen worden (also wirklich ALLES ANDERE als "anti-autoritär")
    Er war jeden Tag mind 8h mit Freunden draußen und hat rumgetobt (in Wäldern etc., Autoverkehr war in den 40ern noch recht gerin)
    Er wurde gestig stark gefördert
    Er hatte keinen Alltagsstress - damals gabs es keine 20tausend verschiedene Angebote für Kinder
    Die Eltern waren natürlich - war damals so - verheiratet, gläubig u.s.w.
    Er wuchs mit vielen Kindern drumherum auf

    Und trotzdem hat er alle Verhaltensweisen eines "typischen" ADHSLers.

    Das Leben ist nicht schwarz-weiß.
    Ich sag' doch auch nichts anderes als Du..

    Hast Du mein Post gelesen? Ich hatte auch vieles davon: extrem strenge Erziehung, so viel draußen, wie nur ging, Kinder, Kinder, Kinder.
    Trotzdem habe ich ADHS mit so viel "H" wie geht.

    Ich habe geschrieben, dass deswegen mehr Kinder so rastlos und falsch diagnostiziere ADHSler werden. Oder eben jetzt einen anderen Stempel aufgedrückt kriegen. ICh finde es unmöglich, wenn alles, was nicht normkonform ist pathologisiert wird!
    Das heißt aber keinesfalls, dass es nicht auch unter ihnen viele echte ADHSler gibt. Und wer weiß, was diese traumatisiert, dass sie trotz Bilderbuchkindheit ADHS in heftiger Ausprägung entwickeln...

    - Vielleicht habe ich es auch nicht geschrieben, sondern nur so gemeint... -

    ABER: Das Leben ist Schwarz oder Weiß!
    Dazwischen gibt es nix.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    Hm, ich hab das so verstanden, dass du viele ADHS Erkrankungen eben auf das schiebst, was du aufgelistet hast.

    Ich bin durchaus auch deiner Meinung, dass fehlende Bewegung etc. ADHS negativ beeinflussen, aber eben nicht hervorrufen.

    Vermutlich denken wir tatsächlich dasselbe

    Fakt ist ja durchaus, dass viele Kinder, die normal sind, pathologisiert werden. Auch ADHS wird bewiesenermaßen oft zu voreilig diagnostiziert.
    Ich glaube durchaus, dass man mit einem Umwelt "gegenwirken" kann. Nicht im Sinne von heilen, aber das Leben für ADHS-Kinder konformer gestalten.
    Jedoch denke ich nicht, dass es mehr ADHSler gibt, weil die Kinder sich weniger bewegen.
    Es ist wohl weniger der Bewegungsmangel als eher das Denken der "Großen", dass ein Kind in der Schule still zu sitzen hat, wenn es vorher schon 3h vorm Fernseher saß...

    Ich glaube wir sind einer Meinung*g*

    Und das Leben ist bei mir oft auch schwarz-weiß. Lustigerweise akzeptiere ich es bei anderen viel schlechter

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    @ReRegenbogen: Friedenspfeife 'rüberreich

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    Ich persönlich finde es ja eher einen Skandal, dass eben gerade nicht im Alter von 0-4 Jahren eine entwicklungspsychologische Diagnostik bzw. heilpädagogische Untersuchung der Kinder erfolgt, die diese ganzen "Regulations- und Emotionsstörungen" erkennt.

    Es ist ja nicht allein ADHS und das Autismus Spektrum. Es sind motorische Entwicklungsstörungen bzw. Koordinationsstörungen, Stimmungsschwankungen wie DMDD, Sprach- und Sprechstörungen, Reizfilterstörungen bzw Synästhesie und Hochsensibilität, Dyskalkulie, Lese-Rechtschreibschwäche, Tic-Störungen.

    In den skandinavischen Ländern bezeichnet Prof. Gillberg es als ESSENCE eine solche Diagnostik zu machen. DMDD ist eigentlich nur ein mehr oder weniger bekannter Risikofaktor aus dem Bipolaren Spektrum, der aber eben auch bei einigen ADHSlern (ADHS plus) auftreten soll. Ob es sinnvoll ist, dass nochmal als "Diagnose" zu haben, sei dahin gestellt. Ich glaube es wurde eingeführt, weil es aus der ADHS-Diagnose rausgenommen werden sollte. DAbei sind Stimmungsschwankungen schwerer Art im Frühkindesalter eben ein Risikomarker. Ebenso wie Sprachentwicklungsprobleme, Schlafstörungen etc.

    Nicht die Diagnosen sind der Skandal, sondern der Mangel an qualifizierten Diagnostikern.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    Hast Du auch einen Tipp, wo man die Diagnostik machen lassen kann?
    Ich denke, dass so viele "Scharlatane" unterwegs sind, wenn es darum geht, Kinder entsprechend sicher diagnostizieren zu lassen.

    Egal wo, ich habe schon oft gehört: "Geh' mal zu Dr. XY, der/die diagnostiziert garantiert ADHS." oder ""Dr. xy glaubt nicht an ADHS, da brauchst Du gar nicht erst hingehen."

    Wie also seriöse Diagnostiker finden?

    Die Frage stelle ich an alle!
    Geändert von ADHS72 (28.01.2013 um 10:31 Uhr) Grund: Ergänzung

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    Habe nicht den ganzen Artikel gelesen.... (sorry... werde ich aber... bei entsprechender stimmungslage tun... *gg*)

    .... frage:.... diagnose?..... oder die individuellen schwierigkeiten suchen, finden .... und individuelle lösungswege suchen?
    therapie?..... HILFE bei ERFAHRENEN tehrapeuten/fachmann...

    WICHTIG.... es geht um die HILFE .... und die betroffenen (leidenden) Kinder

    NICHT.... wie im artikel hingedeutet um eine neue modediagnose!....

    ist es soooo verwerflich Lösungswege zu suchen?

    klar.... man kann auch die augen verschliessen.... alles ist perfekt, allen geht es gut... nur einbildung (modediagnose?).... uns geht es gut...
    .... und wenn nicht.... unter dem teppich kehren.... halt pech gehabt?!

    gruss

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: DMDD vs. ADHS (bei Kindern)

    Smile schreibt:
    WICHTIG.... es geht um die HILFE .... und die betroffenen (leidenden) Kinder

    NICHT.... wie im artikel hingedeutet um eine neue modediagnose!....

    ist es soooo verwerflich Lösungswege zu suchen?
    Ja, genau!

    ABER!!!!!
    Es wird auch für Ärzte gern zur Modediagnose. BESONDERS wenn Eltern schon mit dem Wunsch auf eine bestimmte Diagnose kommen!!

    Hast Du schon erfahren, wie das läuft?
    Ich versuche seit Jahren Hilfe zu bekommen - kein Chance!

    Und ich will eben nicht zu einem "trendbewussten" Kinderarzt, der sich nicht auskennt und etwas diagnostiziert, was gar nicht da ist, falsch ist und andere Ursachen nicht ausschließt!

    DAS ist der Punkt!
    Geändert von ADHS72 (29.01.2013 um 00:53 Uhr) Grund: Rechtschreibkorrekturen

Seite 2 von 3 Erste 123 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Bericht und Forschung von ADHS bei Kindern und Erwachsenen
    Von gerri im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 21.08.2012, 18:16
  2. Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 17.10.2009, 02:49

Stichworte

Thema: DMDD vs. ADHS (bei Kindern) im Forum ADS ADHS: Presse, Medien bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum